Hallo liebe Laufgemeinde,

komme gerade vom Arztbesuch und weiß nun gar nicht mehr, was richtig ist und was falsch:(

Kurz zu meiner noch jungen Geschichte:

Im Mai 2012 hab ich mit dem Laufen begonnen, langsam und behutsam.
Im November desselben Jahres meinen ersten 10km "Wettkampf" bestritten.

Das Lauffieber hat mich gepackt..., und ich wollte mehr.

Also Anfang diesen Jahres an einem Vorbereitungstraining für meinen ersten Halbmarathon teilgenommen...es sollte der "Vivawest-Lauf" werden.

Dann begannen mit der höheren km-Zahl die Beschwerden in den Knien.

Bin dann zum Arzt, und er stellte einen Senkfuß und eine Hüftfehlstellung fest und hat mir Einlagen verschrieben.
Was allerdings mit meinen Knien los war, hat er irgendwie gar nicht so gesagt...ich soll die Einlagen tragen und dann in 4 Wochen nochmal wieder kommen.

In der Zwischenzeit hab ich mich auch anderweitig "schlau" gemacht (unter anderem hier im forum:)) und bin so zu dem Thema "barfuß" Laufen gelangt.

Innerhalb von 3 Tagen hatte ich meine ersten VFF und hab nun auch schon einige Kilometer damit gedreht.
Ausserdem geh ich jetzt noch 2mal wöchentlich ins Fitnessstudio und mache Kraft-und Dehnungsübungen unter fachlicher Anleitung.

Ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich mit den Einlagen laufe, direkt wieder Schmerzen habe...laufe ich "barfuß" geht es mir gut.

Und nu war ich heute bei dem "Kontrolltermin", und der Doc hat richtig patzig reagiert "Dann laufen Sie doch nur noch barfuß"...
Und Kräftigungsübungen wären auch kontraproduktiv, weil die zu sehr die Knie belasten...

Aber ich dachte, es wäre gut, wenn man auch andere Muskelpartien stärkt?
Und wenn man durch Barfußeinheiten die Füße kräftigt?

Jetzt weiß ich gar nicht mehr, was ich machen soll...ich soll als "Therapie" konsequent die Einlagen benutzen und den Kraftsport sein lassen....

Allerdings hat er mir immer noch nicht gesagt, was ich eigentlich habe, nur, dass die Kniescheibe irgendwie "reibt"...

Bin jetzt total frustriert....

Lieben Dank fürs Lesen (ist ja doch irgendwie mehr geworden als gedacht)...

Bisbee

Mal über....

...einen Arztwechsel nachgedacht? Du merkst doch selber, was Dir gut tut und was nicht.
Eine zweite Meinung kann sicher nicht schaden.
Viel Erfolg!

Das Gefühl kenne ich,

daß du nicht mehr weißt was falsch und richtig ist. Du warst beim allg. Mediziener oder einem der auch Einlagen vertreibt - egal, Senkfuß ist nichts schlimmes, schiefe Hüfte hat fast jeder oder nur die Ausnahme nicht. Die Muskeln bilden sich schneller aus als die Gelenke und Sehnen. Kraft- und Dehnungsübungen sind meiner Ansicht keinesfalls falsch. Mach das weiter, lauf weiter, aber nicht übermäßig, mit deinen Wohlfühltretern und achte die Signale deines Körpers - wenns schmerzt zurück fahren. Such dir zwischenzeitlich einen Orthopäden der mit Sport zu tun hat, vielleicht einen Mannschaftsarzt oder so. Ich hab auch eine Weile gesucht bis ich zu einem Vereinsarzt einer Handballmannschaft kam. Vielleicht hast du einen Laufladen in der Nähe - die kennen die Probleme und können dir in der Regel auch was empfehlen.
Laß den Kopf nicht hängen, das wird wieder.

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Übungen

Ich glaube in jedem Laufbuch steht was zur Kräftigung der Muskeln, etc.
Vielleicht hat sich der Arzt bei "Kraftübungen" sowas wie tiefe Kniebeuge mit Gewichten vorgestellt anstatt Rumpf- und Stabiübungen... hier würde ich sagen: weitermachen!

Ich stehe ansonsten auch auf dem Standpunkt: gut ist, was sich gut anfühlt.
Zweite Meinung? Bin ich auch für!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Danke schonmal...

für Eure Antworten.

Und ja, ich denke, ich werde mich mal nach einem anderen Arzt umschauen,...obwohl er schon vom "Fach" ist und einen ziemlich guten Ruf hier in der Gegend hat...

Bis dahin werde ich meinen "eigenen" Plan weiterverfolgen und schauen, wie es sich anfühlt...

Meine Idee geht nämlich schon in die Richtung, sozusagen einen Neuanfang zu machen,indem ich ausschließlich in den Zehenschuhen laufe und entsprechend auch Kräftigung und Dehnung mit einbaue...

Ich werde mich zwar bremsen müssen, da ich immer dermaßen in Euphorie gelange und am liebsten immer weiter laufen möchte...aber eine langsame Umstellung hab ich mir fest vorgenommen, daran hat jetzt auch das zweifelnde Gesicht des Arztes nichts geändert...jawoll!:)

Dann muss der erste Halbe eben noch warten...*Schnief*...

liebe Grüße,
Bisbee

Wenn Du einen Senkfuß hast,

Wenn Du einen Senkfuß hast, machst Du mit dem barfuß Laufen genau das Richtige !
Die schwache Fußmuskulatur ist schuld an der Fehlstellung der Füße und ohne Schuhe trainierst Du eben diese.
Einlagen verstärken das Problem sogar noch!!
Welche Art Fehlstellung hast Du denn in der Hüfte ? Eine angeborene? Wenn Sie nicht angeboren ist, kann sie auch vom Senkfuß kommen - der verändert die Statik der gesamten Beinachse. Senkfuß bds. ?
Ich denke der Arzt war pikiert, weil Du seinen Rat nicht befolgt hast ;-)

Beste Grüße

Conny

Physio

Geh mal zum Physio, der kann dir meist besser helfen als ein Orthopäde, die sind häufig sehr schnell mit Einlagen verschreiben...

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

öhm, ja also...

...ich würd zum physiotherapeuten gehen. schnellstens.
die haben meist mehr ahnung vom ganzen als orthopäden...
____________________
laufend traut keinem orthopäden mehr: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegen kommt." (theodor fontane)

Interessant wäre vielleicht auch,...

wie Du überhaupt läufst.
Ist nur eine Idee, aber viele laufen über die Ferse (hohe Belastung für die Knie)in Laufschuhen und wenn sie dann die Schuhe ausziehen und barfuß laufen, ist das Vorfußlaufen angenehmer und vor allem knieschonender!!
Daher vielleicht die Erklärung, dass Du dabei keine Knieprobleme hast?!
Evtl. reicht bei Dir die vorsichtige langsame Umstellung auf Vorfuss-/Mittelfußlauf, um die Probleme zu beseitigen.
Probieren geht über studieren und Dein Körper antwortet Dir ja!

Ich habe Senk-/Spreizfüße, laufe von Anfang an Vorfuss-/Mittelfuß und hatte nach Steigerung des KM-Umfangs und mit falschen Schuhen nach nem halben Jahr Laufen Shin Splints.
Falsche Schuhe lassen meine Schienbeine sofort wieder aufflammen.
Nachdem ich deshalb damals Einlagen verschrieben bekommen habe, hatte ich keine Probleme mehr damit.
Mein orthop. Schuhmacher macht bei jedem neuen Einlagenpaar alle halbe Jahr eine neue computergestützte Messung, wo er die neuen Einlagen meinem besser, muskulöser und kräftiger gewordenem Fußgewölbe neu anpasst und optimiert.
Ich laufe im Training auch unterschiedliche leichtere Schuhe und habe auch Fivefingers.
Bei den ganz langen Kanten (Marathon und Ultra) sind es momentan lieber noch die gut gedämpften Schuhe nach dem Motto "Never change a winning Team!"
Einlagen müssen also nicht immer schlecht sein.
Das ist wohl alles individuell.

Lieben Gruß Carla-Santana
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Alles, was nicht schmerzt, ist erlaubt!

Das sagt immer mein Sportdoc.
Für das "bessere Gefühl" würde ich mir jedoch an deiner Stelle eine 2. Meinung einholen. Am besten von einem Orthopäden, der sich auf Sportmedizin spezialisiert hat und idealerweise noch Chiropraktiker und Ostheopath ist. Manchmal muss ja doch geröngt oder ein MRT o.ä. gemacht werden.

Zwar bin ich auch ein großer Fan von Physios, aber Grundvoraussetzung ist meines Erachtens erst mal eine Diagnose, auf die der Physiopath aufbauen kann. Zumal diese ja nicht unbegrenzt zulangen können - gerade bei unpräzisen "Selbstdiagnosen"!

Gute Besserung!

:-)

Sehr lieb...

von Euch, dass Ihr mir so viele Ratschläge gebt - Danke:)

Also, dass ich gerne erstmal eine vernünftige Diagnose hätte, das denke ich auch, zumal ich dem Arzt gestern auch beschrieben hab, dass links unterm Knie immer so eine "Beule" rauskommt, wenn ich es beuge...ich dachte, er schallt wenigstens mal, um zu sehen, ob da Flüssigkeit drin ist...(Schleimbeutel?)

Nützt alles nichts, werde mich auf die Suche nach einem Sportmediziner begeben.

Die Hüftfehlstellung kommt übrigens von meinem linken Bein, da dies etwas kürzer ist, aber das ist so gering, dass ich nicht denke, dass da ein Ausgleich nötig ist, zumindest hab ich das so in dieser "Einlagentabelle" vom Marquardt gelesen...

Dann werd ich jetzt mal nach Ärzten und Physios googlen...

Ich wünsch Euch einen schönen Tag,

Bisbee:)

... geht es um das Ego deines Arztes ?

... ich denke nicht!
Nein, es geht nur um DICH . Du hast instinktiv das richtige gemacht. Du hast dich für die Natur entschieden - sprich: die Füße kräftigen und stärken. Dann verschwinden die Probleme scheinbar von allein. Das hast du ja selber gespürt!!! Bitte lasse dir diese Verbesserung NIEMALS ausreden. (Wer heilt hat Recht ! - nur darum geht es!)
Meine Empfehlung: Mache also bitte weiter mit den VFF und werfe die Einlagen in den Mülleimer! Dort gehören sie hin (Ich kenne jedenfalls keinen Löwen mit Schuhen oder gar Einlagen, und Fußprobleme haben die bekanntlich keine).

Weiter: Kräftigung kann nicht Schaden. Im Gegenteil! Ein Gelenk funktioniert nur mit der Stabilität der es umschließenden Muskulatur. Also bitte weiter kräftigen. Aber: stelle besonders die Muskelgruppen in den Vordergrund, die beim joggen eher "geschont" werden. Angesprochen ist hier vor allen die Ischiocrurale Muskulatur (Beinrückseite), die im funktionellen Zusammenspiel für das Kniegelenk von besonderer Bedeutung ist. Unterstützend können Dehnübungen besonders für den zur Verkürzung neigenden Rectus (gerader Teil des Quadrizeps - Beinvorderseite) sein. Frage unbedingt einen Physiotherapeuten nach geeigneten Übungen.

Überdenke: Nach deinen Ausführungen gehe ich davon aus, dass du vor dem Mai 2012 eher nicht gelaufen bist. Fakt ist, dein Körper hat nach Laufstart zunächst positiv auf das Laufen reagiert. Mit zunehmendem Umfang traten Belastungsreaktionen auf. Das bedeutet, gewisse Strukturen waren überfordert, die zugrunde liegende Steigerung der Belastung also ZU GROSS!

Fazit: Laufe natürlich, so wie dein Körper es verträgt. Lerne unter Hilfestellung eine Physiotherapeuten die richtigen Kräftigungs- und Dehnübungen und wende sie regelmäßig an. Und steigere deine Belastungen entsprechend deinen individuellen Möglichkeiten, höre auf dich selbst und gib deinem Körper mehr Zeit !

PS: ... solltest Du einen andere Arzt suchen, dann frage Dich: läuft mein Doc selber und spricht aus eigener Erfahrung? Wenn nicht kann ich wirklich nichts von ihm erwarten und er will mit mir vielleicht nur Geld verdienen (erst Recht, wenn er so auf deine Eigeninitiative reagiert)!!!

Ich wäre über ein Feedback erfreut ...

Hm...

vielen Dank für diese klaren Worte.

@Donut: Du scheinst ja eine recht ausgeprägte Meinung zu diesem Thema zu haben;)...

Ich werde dann nu erstmal weitermachen und in nächster Zeit mal den aktuellen Stand der Dinge hier verlauten lassen:)

Wünsche Euch allen einen schönen Feiertag mit ganz viel Sonne - (zumindest im Herzen)

Bis denne,

Bisbee

Tja...,

hör auf Deine Kniegelenke und laufe so, dass Du keine Schmerzen hast.
Ich arbeite seit Ewigkeiten bei Orthopäden und weiß bis heute noch nicht, wem man so richtig vertrauen kann.
Allgemein traue ich eigentlich keinen Ärzten (was ein Problem werden kann wenn man eigentlich einen braucht).
Zudem darf man nicht vergessen, dass das Menschen mit normalen Launen sind, und Deinen hast Du wahrscheinlich am falschen Tag mit der falschen Stimmung erwischt oder er pocht immer darauf Recht zu haben.
Wie kannst Du auch behaupten, dass die Einlagen "Mist" sind!!!

Ich selbst habe starke Arthrose-Probleme mit meinen Knien und habe auch kürzlich Einlagen bekommen überlege aber auch es einmal mit dem natural running zu probieren.
Habe mir jetzt ein Physiotherapie Rezept ausstellen lassen, einfach auch mal um die Meinung von den "Sport-Praktikern" einzuholen.

Wie gesagt, wähle für Dich den Weg mit dem Du schmerzfrei/arm Laufen kannst und
sch... auf die Einlagen und vor allem auf die Laune Deines Arztes.
Hast Du weiter Schmerzen hole Dir eine 2. Meinung.

Und meistens ist es so: 3 Orthopäden, 3 verschiedene Meinungen!

Alles Gute!

Einlagen Barfuss etc.

Habe seit langem mit ähnlichen Problemen rumgemacht.

Einlagen, Gymnastik, Kräftigung etc.

Dann war ich beim Osteopathen

Der hat nicht versucht die Folgen zu beseitigen, sondern die Ursache behoben. Bin in der Körperachse horizontal und wagerecht wieder gerade. Super.

Außerdem habe ich ein Basislauftraining gemacht. Richtig laufen ist gar nicht so einfach, musste ich erkennen.

Habe Geduld mit deiner Gesundheit und horche ich Dich hinein was Dir bekommt.

Viel Erfolg
Karsten

Mein Doc ...

... hat mich zu gezieltem Krafttraining, vor allem zur Stärkung des Vastus Medialis, sowie einem sehr speziellen Muskellängentraining verdonnert, um meine Knieprobleme langfristig in den Griff zu bekommen.

Im Übrigen mache ich die gleichen Erfahrungen wie du, was das Barfußlaufen betrifft. Allerdings habe ich schon vor knapp 2,5 Jahren damit angefangen, die Umfänge in kleinen Schritten zu steigern. Ich laufe regelmäßig, und besonders gerne, barfuß auf Rasen. Ansonsten viel in Barfußschuhen wie Merrell Trail Glove und gelegentlich auch Fivefingers.

Wenn du das Barfußprogramm geduldig und aufbauend betreibst und dazu noch Kraft- und Dehnprogramm machst, solltest du schon bald Besserung spüren.

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Ein paarZusammenhänge..

vom Physio erklärt:

Der Arzt hat vermutlich eine gar nicht mal so dumme Diagnose gestellt, aber erstens vergessen, diese zu erklären, zweitens nur von einer Seite her behandelt (Füße, obwohl die Hüfte ja ebenfalls auffällig war) und zeigt drittens ein recht verstaubtes, gerade bei älteren Orthopäden weit verbreitetes Missverständnis über die Behandlung solcher Probleme.

Zur Aufklärung, punkt eins:

Das Knie hat keine Chance, seitlich auftretende Kräfte aufzufangen als Bänder, Menisken und Knorpel, das gleiche gilt mit leichter Einschränkung für Drehkräfte. Gleichzeitig ist es das Gelenk mit den zwei längsten Hebeln von oben und unten, sodass gerade bei Achsfehlern und Koordinationsstörungen die Scherkräfte enorm hoch werden können. Kontrolliert werden können diese Kräfte jedoch nur von Fuß und Hüfte (mit angrenzender Wirbelsäule).

Manchmal kommt aus welchen Gründen auch immer (manchmal findet mans raus, manchmal nicht) die Koordination der Beinachse durcheinander, der Oberschenkel fällt und dreht z.B. zu weit nach innen (oder außen), das Knie weicht in x-Stellung (oder O) ab, der Fuß verliert das Fußgewölbe und fällt beim Laufen in Pronation (oder hat zuviel und übersupiniert).
Folge sind häufig zunächst recht unspezifische Schmerzen im Knie, manchmal auch lokal umschrieben, meist mit wenig strukturellem Schaden, wir sprechen von einem "Reizknie" oder eben, genauer, von einer funktionellen Knie-Instabilität. Im weiteren Verlauf können alle! Strukturen des Knies Schaden nehmen (natürlich auch des gesamten restlichen Beines, nur hier geht´s eben konkret um das Knie).

Zu Punkt 2:

Manchmal ist z.B. ein Mittelfußbruch o.Ä. direkter Auslöser für so eine Instabilität oder Beinachsenstöung, dann kann je nach Belastung, Zielsetzung des Patienten etc. eine Einlagenversorgung ausreichen. Je deutlicher auch ein Hüftproblem zu Tage tritt, je höher die gewünschte Belastbarkeit ist und je motivierter ein Patient ist, desto sinnvoller ist es, das Problem komplett anzugehen, sprich Hüfte, Fuß und den Zusammenhang mit dem Knie koordinativ- Stabilisierend zu beackern. Einlagen können hilfreich, gerade bei intensivem Laufsport aber auch unangebracht sein, sie verbessern zwar die Fußstellung, verlagern aber den Drehpunkt des Sprunggelenkes weiter nach oben, was ein Systemisches Problem unseres Schuhwerkes ist. Das ist sicher der Grund, weshalb Barfußlaufen bei Dir schmerzfrei ist, Einlagenlaufen aber nicht. Wenn sie Schaden (= Schmerzen verstärken) sollte man sie m.M. nicht tragen.

Zu Punkt 3:

Die Behandlugsgrundsätze habe ich ja schon grob beschrieben. Ein übertriebenes Krafttraining könnte in der Tat das Problem verschlechtern, wenn man beschleunigende Muskeln trainiert und stabilisierende vernachlässigt. Wer das nicht erklären möchte oder kann, sollte vllt. wirklich von Krafttraining bei Instabilitäten abraten. Wer aber ein wenig Ahnung von funktioneller Biomechanik hat, kann die Kräftigung bestimmter Muskelpartieen nur gutheißen: Rumpf in allen Lebenslagen, Hüftabduktoren, Kniestrecker, Fuß und Wade. Vor Belastung grundsätzlich zu warnen ist verkehrt, es kommt auf die Dosis und die Zusammenhänge an.

Fazit: Soll der Laufsport tatsächlich eine Leidenschaft bleiben, macht das Aufsuchen eines fähigen Physiotherapeuten sehr viel Sinn, ob hier eine Zusammenarbeit mit diesem Arzt möglich oder sinnvoll ist weiß ich nicht, wie gesagt, die Analyse hört sich intelligent an, die Folgerungen nicht durchgängig, die Kritikfähigkeit und eine Prozessorientierte Behandlung kann man nicht erkennen. Heißt aber nicht, dass das beim nächsten Besuch schon ganz anders aussieht.

Alles Gute,

granreserva
_________________________________________________________________________________
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

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