Hallo !
Nach einem gemütlichem 14 km.Lauf,am nächsten Tag
starke Schmerzen an der Ferse.
Diagnose vom Arzt u.Radiologe Fersensporn u. Kalkablagerung.
Die nächsten Tage wieder schmerzfrei.
Nur beim Laufen war nach zwei Km.Schluß der Schmerz war wieder da.
Hat jemand ein paar Tips oder Erfahrung mit dem Übel.
Ich sage schon mal Danke,
mit freundlichem Gruß
der Allerkanal Läufer.
Rolf.

Wehre den Anfängen !!!

Habe dieselbe Diagnose-leider nicht so schnell bekommen....die Schmerzen traten hinterher sogar nachts auf, so dass ich dadurch geweckt wurde ! Lass dir Einlagen beim Orthopäden einpassen mit Gelkern an der Stelle des Sporns, so dass das Gewebe entlastet wird und die Entzündung der Plantarsehne zurückgehen kann- denn die verursacht die Schmerzen. Ansonsten : Dehnen, dehnen, dehnen...
Bei mir war das Ganze dann nur noch mit Strahlentherapie in den Griff zu bekommen :-(, bin aber nun seit fünf Jahren beschwerdefrei- aber nie ohne Einlagen !
Wünsche dir gute Besserung !!!

fersensporn

Hi,

das Hauptproblem liegt anatomisch in der Fehlbelastung der Ferse. Der Mensch ist eigentlich zum Fersenlauf nicht gebaut. Das kann man leicht nachvollziehen, wenn man barfuss auf hartem Untergrund läuft. Da knallt man nicht mit der Ferse auf, tut nur weh, sondern läuft automatisch über den Mittelfuss. Überprüfe deinen Laufstil und laufe über den Mittelfuß, dann hast du dauerhaft Ruhe. Vorher 2 Wochen Pause und lieber radeln oder schwimmen, der Kondition zu liebe.
Gute Besserung.

Mit dem Laufstil ...

... Magst du recht haben, Brummel66. Der Tip mit zwei Wochen Pause etc. ist Blödsinn - leider.
Fersensporn heißt erst mal viel Geduld und Zeit mitbringen.
Erste Sofortmaßnahme des Orthopäden sollte die Verschreibung der bereits erwähnten Einlagen sein. Die helfen sehr schnell die Wirkung zu mildern. Die Ursache der überlasteten (verkürzter?) Sehne ist damit aber noch nicht weg.
Gegen die Entzündung kann eine Strahlentherapie (Röntgenbestrahlung, zahlt die Kasse) oder eine Stoßwellentherapie (zahlt die Kasse nicht.) helfen.
Was in keinem Fall hilfreich ist (außer bei akuten Schmerzen), ist eine Laufpause. Wobei das entscheidende eigentlich nicht das Läufen ist, sondern vielmehr das anschließende Dehnen. Ich hab den ganzen Januar pausiert, aber hatte dabei auch keinen Bock zum ständigen Dehnen. Als Ergebnis war die Entzündung nach fünf Wochen weg, aber beim Wiedereinstieg aufgrund von Verkürzungen auch gleich wieder da. Also immer schön Dehnen!
Leider gabs diesen Strauß beim Orthopäden auch nicht gleich im Gesamtpaket. Warum? Keine Ahnung. Ich empfehle alle drei Sachen. Am besten gleich auf einmal.
Und als Viertes bring viel Geduld mit!
Viel Glück, viel Spaß und Willkommen im Klub
;-)

Ich hatte den Fersensporn so

Ich hatte den Fersensporn so schmerzhaft, das ich mich selbst kaum bewegen konnte. 4 Tage Diclofenac und langsamer Gehbeginn mit Krücken und einen Monat Laufpause plus Bestrahlung durch meinen Physiothreapeuten plus Umstellung auf den Mittelfusslaufstil. Nach sage und schreiben einen Monat konnte ich absolut schmerzfrei wieder laufen. Seitdem keine Schwierigkeiten mehr. Bei mir war es eben nicht langwierig. Viel Erfolg.

Edit: Diese Einlagen habe ich auch bekommen und sofort (nach zwei Tagen) wieder entfernt, die waren einfach nur unangenehm und in keinster Weise hilfreich, zumindest nicht bei mir. Ich trage auch seither keine Einlagen.

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Hallo

Hatte letzten Herbst auch leichte Schmerzen an der Ferse, die nach und nach stärker wurden. Ich sprach mit einer Mitläuferin darüber, die in Vergangenheit Probleme mit Fersensporn hatte. Aus ihren Erfahrungen empfahl sie mir nach dem Laufen ausgiebig den unteren Wadenmuskel zu dehnen, da ein verkürzter Muskel Fersensporn fördert. Bei mir hat das geholfen.

Jo

Fersensporn

mangia bevi ama forte non ave paura della morte

Hi. ich kenne beiden Seiten, habe selber welche gehabt und als Strahlentherapeut behandle ich es auch. Die Kalkablagerung ist nur ein Zeichen einer länger vorhandenen wenn auch evtl. latenten (schmerzfreien) Reizzustand. Ca. 20 % haben keine Kalkablagerungen aber Schmerzen. Die meiste meiner Patient(in)nen haben erhebliche Übergewicht, die andere grosse Gruppe bilden die Sportler.
Meine Ratschläge
akute Beschwerden Kühlen, Belastung vermindern (weniger Training) Dehnen. Falls man zur Medikamentteneinnahme greift, sollte nicht nur bei Bedarf, sondern 5-7 Tagen durchnehmen, Diclo und Co, sind auch Entzündingshemmer. Gut sitzende Ferseneinlagen können die gereizte Stellen schonen.Manche Orthopäden verschreiben harte Einlagen, die eher für Korrektur von Fehlstellungen gedacht sind, die sind eher kontraproduktiv bei akuten Beschwerden.
Chronisch: Mit Stosswellentherapie habe ich widersprüchliche Erfahrungen. Ich sehe viele Patienten die nach eine STW kommen. IMHO ist der Ansatz ist falsch: da der Kalk nicht die Ursache der Schmerzen ist, bringt nichts diese zu "Zertrümmern". Anders als bei Nierensteinen, kann die zertrümmerte Kalk auch nicht ausgespült werden. Die Kassen uahlen deswegen nicht, weil nirgends eine fundierte Beweis für die Wirksamkeit gibt. Strahlentherapie ist tatsächlich eine Alternative, die Erfolgsquoten liegen bei 60-75%, allerdings muss man Bedenken, dass die Therapie, wenn auch in geringen Dosen, ionisierende Strahlen verwendet. D.h. ich rate Patient(in)en unter 40 grundsätzlich zu einer anderen Therapie. Es gibt auch eine lebenslange Gesamtdosis was nicht überschreiten sollte, d.H. man kann nicht beliebig oft bei solchen Beschwerden zu Strahlentherapie greifen. Also
Vorbeugen: Fehlbelastungen vermeiden, Gewicht reduzieren, Dehnen.
mfG
K.

Tipps hätte ich selber gerne..

Erfahrungen mit dem Übel habe ich jetzt seit einem September 2012.

Ich wünsche Dir vor allem schnelle Besserung. Und lass Dir raten, es nicht zu ignorieren oder zu verschleppen. Genau das habe ich letzten Herbst nach dem Berlin-Marathon gemacht. Ich erinnere mich daran, dass ich die Ferse an dem Tag schon gespürt habe. Und von da an eigentlich bei jedem Lauf. Bis Dezember habe ich gebraucht , um beim Orthopäden die Diagnose zu bekommen, dass ich eine Schleimbeutelentzündung an der Ferse verursacht durch leichte Kalkablagerungen an der Achillessehne habe. Nun lange Rede kurzer Sinn, trotz Cortisonspritzen, Ultraschall, Physiotherapie, Salbenumschläge, Wechselduschen und auch tägliches Dehnen der Ferse habe ich keinen Erlog. Das Ende vom Lied ist jetzt eine schon 4 wöchige Laufpause, und das jetzt in der Wettkampfsaison. Ich musste den Berlin HM sausen lassen und nächste Woche auch den Hannover Marathon. Ich fahre alternativ Ergometer und mache Stabilitätsübungen und Gymnastik - aber das ersetzt nicht das Laufen. Das Doofe ist, dass ich keine wahre Besserung bemerke. Frage mich wie lange das noch so weiter geht???

Also kümmer dich rechtzeitig!!

viel Geduld und

ein ganzes Paket an Sofortmaßnahmen haben mir geholfen:
Vor allem aber brauchte ich Geduld, dass ich die Füße auch mal stillhalte, das Sportpensum runterschraube bzw. verändere und nicht sofort, nur weil der Fuß mal 3 Tage schmerzfrei war, gleich wieder losrasen wollte oder sich dann die Schlamperei einschleichen wollte, spezielle Übungen schleifen zu lassen...

Mein Doc - der normale Hausarzt - fasste das ganz banal zusammen: entweder ich ziehe sie jetzt erstmal für ein paar Tage komplett aus dem Verkehr mit Krankschreibung und es gibt das übliche Programm mit Diclo etc. oder aber sie gestalten den Alltag für ihre Füße komplett um und zwar sofort, dann brauchen wir ein gutes Konzept.
Der Doc kennt mein berufliches Umfels sehr gut, wo ich locker an einem Arbeitstag auch mal 10 km zu Fuß im Haus zurück lege, wenn es stressig ist und er weiß aber auch, dass ich in meiner Freizeit nicht gerne still sitze und zum Ausgleich lieber draußen durch die Natur wirbele. Ich bekam 14 Tage "Galgenfrist", wenn die Sofortmaßnahmen keine deutliche Linderung bringen würden, dann gäbe es doch erstmal den AU-Zettel.
Ich kann jetzt nicht mal sagen, was im Einzelnen besonders geholfen hat, denn ich denke es war das Gesamtpaket von allem:
- 3 Tage wegen des akuten Schmerzes Diclofenac geschluckt
- Rezept für 2 Paar Einlagen: 1x für die Arbeit, 1x für die Sportschuhe - bis diese angefertigt waren, sofort nach dem Arztbesuch Silikonkeile für die Fersen gekauft und direkt im Laden in die Schuhe gelegt
- Ferse mehrfach am Tag mit Kühlpad gekühlt (nicht mit Eis, das ist zu kalt)
- noch am selben Tag mit dem Chef gesprochen und für 4 Wochen die Arbeitszeiten umgeplant: wo es möglich war, zusätzliche freie Tage oder Dienstzeit verkürzt
- mit den Kollegen gesprochen und das eigene arbeiten umorganisiert: die Kollegen die Laufarbeit machen lassen, selbst eher an Ort und Stelle geblieben, auch während der Arbeit, immer mal wieder die Ferse gekühlt
- ausprobiert, welcher Sport schmerzfrei machbar ist, damit ich nicht faul daheim herumsitzen muss: schwimmen ging immer, radfahren ging auch gut, laufen erstmal gar nicht, walken erlaubt als die Einlagen dann da waren - wandern ist ja auch schön !
- mit den Sport- und Physiotherapeuten (habe zum Glück welche als Arbeitskollegen) ein für mich passendes Programm ausgetüftelt an Fußgymnastik mit Kraftübungen im Studio, aber auch mit Übungen für jeden Tag zuhause
- Bewegungsschulung für besseren Abrollvorgang
- täglich 1-2x Wade dehnen, Wade dehnen, Wade dehnen...und nicht schludern "och mach ich morgen" - auf den Kante der Treppenstufe stellen und Ferse nach unten sacken lassen, bis Dehnung in der Wade zu spüren ist, halten, Ferse wieder heben und dann wieder absacken lassen bis Dehnung zu spüren ist anfangs nur 5x, dann jeden Tag 1x mehr bis ich bei 20x war - und nicht nur die Seite wo es schmerzt, sondern beide Seiten
...am meisten geholfen haben die Kollegen und der Doc, die mir abwechselnd auf die Finger bzw. Füße geklopft haben, dass ich mich brav an mein Programm halte
--> der Doc musste mich nicht krankschreiben, ich nahm außer den ersten 3 Tagen keine Medikamente und nach 6 Wochen war auch das noch zu spürende Zippen in der Ferse wieder weg; Lauftraining gab es aber erst nach 1/4 Jahr wieder, dafür war ich viel walken, schwimmen, radfahren

Anfangs fand ich die Einlagen in den Arbeitsschuhen hilfreich, nach 9 Monaten flogen sie wieder raus und ich arbeitete nun schon 1 Jahr ohne Einlagen - geht prima. Einlagen in den Sportschuhen ein ganz komische Erfahrung: in den Laufschuhen konnte ich das überhaupt nicht ab! Hatte beim Laufen im Wald immer das Gefühl mir fehlt das Gespür für den unebenen Untergrund, weil die feste Einlage nun noch zwischen Schuhsohle und Fuß war. Bin ganz unsicher herum getippelt. Also ohne Einlagen gelaufen, hatte am Anfang dann die Fersenkeile im Schuh, das störte nicht so wie die Ganzfußeinlagen. Beim Skilanglauf habe ich die Einlagen auch heute noch im Schuh, da lauf ich irgendwie besser als mit der normalen Einlegesohle. Beim Wandern habe ich sie manchmal im Schuh, aber vorsichtshalber die anderen Sohlen im Rucksack zum Tauschen.

Bisher ist der Fersensporn schon brav und still und muckt nicht mehr herum ! Sollte er sich wieder melden, dann ist das ein eindeutiges Zeichen, dass ich bei der Fußgymnastik und der Wadendehnung mal wieder geschludert haben. Eigentlich unnötig, denn eine Treppenstufe ist ja fast überall und jeder Zeit erreichbar und es sind nur wenige Minuten, die man täglich an Zeit investieren muss...

Wünsche dir baldige Besserung !!!!

KOR WhiteTara

Medical Tribune

Habe noch einen Artikel dazu gefunden.

http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/ferse-ueberlastet-sportler-zum-treppentraining.html

Ich empfehle außerdem die Fußsohle über einem Tennisball auszurollen.
Mit viel Druck und langsam!

Beste Grüße

Conni

Tennisball ...

... is bissl groß und weich. Golfball is da besser.
;-)

Tennisball ...

... is bissl groß und weich. Golfball is da besser.
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