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Also wenn ich so trainingsfaul wie schreibfaul wäre, ich könnte wohl eine HM-Teilnahme von vornherein abschreiben. Aber sei´s drum, besondere Ereignisse erfordern die Überwindung des Schreibschweinehundes.
Leider musste ich meine geplante Teilnahme am Vorabendtreffen absagen, hatte einen anderen Termin, den ich leider nicht absagen konnte.
Nachdem ich beim letzten Marathon so furchtbar eingebrochen war, habe ich diesmal streng nach einem Trainingsplan trainiert. Dr. Marquardt HM in 1:50. War teilweise sehr anstrengend, besonders die Tempodauerläufe, die von Mal zu Mal länger und schneller gefordert waren. Andererseits waren die langen Läufe sehr entspannt, dass habe ich genossen. Am schlimmsten war das Winterwetter während der Vorbereitung. Immer wenn es am kältesten oder stürmischsten war musste ich raus. Aber das ist ja Gott sei Dank Schnee von gestern. Ich bin echt weniger KM im Training gelaufen als bisher. So konnte ich gar nicht glauben, dass ich den HM auch nur annähernd in 1:50 schaffen sollte. Um es vorweg zu nehmen: Habe ich auch nicht.
Aber der Reihe nach. Die Supersonne am Wettkampftag war einfach klasse. Meine Befürchtungen am Start kalt zu werden bewahrheiteten sich zum Glück nicht.
Die ersten Kilometer gingen eigentlich wie von selbst. Schade nur, dass es immer einige gibt, die sich in einen vorderen Startblock schummeln und dann zu mehreren, nebeneinander in breiten Reihen schnellere Läufer, die von hinten kommen, behindern. Und das auf Berlins breiten Strassen!
Das erste Highlight der Lauf durchs Tor! Nach 4 Kilometern hatte ich dann exakt meine Durchgangszeit von 5:15 erreicht. Das kam mir ziemlich schnell vor, aber es ging. Dieses Tempo konnte ich bis zum KuDamm etwa KM 12 halten. Dann merkte ich, dass ich etwas rausnehmen musste. Ich nahm mir vor, nicht mehr zur Uhr zu schauen und so zu laufen, wie ich es gleichmäßig bis zum Ziel schaffen würde. Das mit der Uhr, na ja. Habe es etwa dreißig Schritte durchgehalten. Gelaufen bin ich dann aber trotzdem nach Gefühl. Das Lützowufer fiel schwer, aber anderen ging es auch so. Am Potsdamer Platz bei KM 17 die Restzeit hochgerechnet. Also so um die 1:55 ausgerechnet. Das Rechnen dauerte etwa bis zur Wilhelmstrasse, was nicht an meinen Rechenkünsten liegt, sondern am Multitasking, Rechnen und Laufen! Also beißen. KM 19 - 20 liefen bei mir so wie bei vielen anderen auch: Am liebsten stehenbleiben. Geht nicht, zu viele Leute am Strassenrand. Peinlich! Außerdem behaupteten alle, es sei nicht mehr weit. Zieleinlauf, keine Schwäche mehr anmerken lassen, schließlich steht meine Ehefrau hier irgendwo. Ziel erreicht, Zeit 1:54. Ich bin zufrieden. Nicht meine PB, aber beste Zeit beim Vattenfall HM. Immerhin und das Training war entspannter als in den Jahren davor. So kann es weitergehen. Auf zum BER-HM Ende des Monats. Zu irgendwas muss der Flughafen ja schließlich taugen.

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (2 Wertungen)

BER (Airportrun)

den Airportrun nicht unterschätzen. Ach hier gibt es immer wieder leichte seichte Anhöhen. Und bei Wind kann das richtig fies werden.

nächste Ziele:
Berliner Halbmarathon 2013
Oberelbe Marathon

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