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Genau, wenn man mitten in der Grundlagenphase einer Langdistanz-Vorbereitung ist! Am letzten Wochenende stand der Frühjahrsklassiker auf dem Plan, der Berliner Halbmarathon. Da ich da bereits seit etlichen Jahren regelmäßig starte, durfte ich dort auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Der Großteil meines Trainings in diesem Jahr spielte sich im Grundlagen-Bereich ab, so wenig gelaufen wie noch nie. Im Vorfeld wusste ich überhaupt nicht, wo ich stehe. Eine spannende Situation. Trotzdem mein Plan, auf Bestzeit anzugehen - ein bisschen Kribbeln und Spannung tut immer gut.

Über die Jahre habe ich mich in den Startblock "B" herauf gearbeitet. Zum ersten Mal konnte ich wirklich frei laufen! Nur als es nach kurzer Zeit auf "Unter den Linden" ging, hat es mal wirklich ein klein wenig gestockt. Da wird ja gerade die U-Bahn gebaut. Das erste Drittel war ein Kampf, Engelchen links, Teufelchen rechts. Teufelchen wollte mir immer wieder einreden, wie weh das doch alles tut, dass das doch viel zu schnell ist, mein Kreislauf schon jetzt am Anschlag läuft, usw... Doch dann holt Engelchen aus, und tritt Teufelchen kräftig in den Hintern! Und auf einmal läuft es rund, und ich beschleunige sogar ein wenig. Nach ziemlich exakt 46min kam ich an der 10km-Matte vorbei. Kurz darauf geht es links auf den Kurfürstendamm, Teufelchen hält die Klappe, also noch einmal das Tempo anziehen. Auf dem Lützowufer wird es traditionell ein wenig hart. Hier geht es nämlich über zwei Brücken, für eine topfebene Stecke sind das quasi Berge! Dann geht es auf der Potsdamer Straße "berg ab". Auch ganz traditionell steht am Potsdamer Platz meine Familie zum Abklatschen. Das gibt nochmal Motivation für die letzten 4 Kilometer. Die nächsten zwei sind recht kurzweilig, da geht es nämlich über Wilhelmstraße, Kochstraße und Friedrichstraße wieder auf die Leipziger Straße. Die letzten zwei sind vor allen Dingen physiologisch hart, zwei Kilometer gerade aus und kurz über die Spree (3m-Anstieg, aua). Kurz vor Kilometer 21 geht es ein letztes Mal rechts rum zurück auf die Karl-Marx-Allee und da ist auch das Ziel!!

1:36! Persönliche Bestzeit um gut 1.5min unterboten! Darum mein Tipp: Macht eine LD-Vorbereitung, da purzeln die Halbmarathon-Bestzeiten nur so! Berlin ist immer eine Reise wert, auch wenn es ganz schön voll ist, die tolle Strecke und noch viel bessere Stimmung machen das alle mal wieder weg. Aber jetzt schwinge ich mich wieder auf mein Radl, der Frühling beginnt!!

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

stimmt!!!

MIr wurde damals gesagt, in der Triathlonvorbereitung könne man keine Bestzeiten laufen. Pustekuchen, die Zeiten fielen nur so. Die LD habe ich allerdings nicht gefinished, bin im Cut Off stecken geblieben, aber das soll kein Vorbild sein ;-))

Gratulation zur Bestzeit und viel Spaß bei der weiteren Vorbereitung!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Statt ner LD-Vorbereitung ...

... kann es auch ne Vorbereitung auf nen Ultra sein. Am Besten ist der HM aus dem vollen Training rausgelaufen. Kann man keinem erzählen. Aber stimmt. Auch ich hab 2x aus dem vollen Ultratraining raus beim Berlin-HM für mich fabelhafte Zeiten erlaufen. Diese Zeiten waren und sind für mich unvorstellbar für 21km, aber das klappt.
Glückwunsch dir zu der Erkenntnis und noch mehr zu dem Erfolg.
;-)
PS: Und jaaa, das sind quasi Berge, die man da erlaufen muß! Beim Rennsteig oder K78 bin ich nicht so'n Mädchen. Aber bei so nem schnellen HM sind das Gipfel, die man erklimmen muß. ;-))

Jepp!

Ich hab mich wegen der zu wenigen Winter-KM auch nur gewundert, wie gut und schnell das Ganze geht!

Als ich dann gemerkt habe, was wirklich hätte gehen können, war es zu spät. So wurde es nur mein bisher schnellster Halber in Berlin und keine PB ;-)

Das seh ich auch so -

Umfänge machen scheinbar schneller. Viel hilft viel?

Gratulation zum Erfolg und weiter gute LD-Vorbereitung!

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