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Heute habe ich zum allerersten Mal an einem SCC-Event in Berlin teilgenommen. Bisher hatte ich mich aus Scheu vor den Massen immer bei beschaulichen Laufveranstaltungen in Potsdam oder Falkensee oder sonst wo im JWD (JWD heißt "janz weit draußen") rumgedrückt.

Das war wieder einer der Tage, an dem ich mich frage: "Was mache ich eigentlich hier?"

Angefangen hat es schon beim Weckerklingeln. Eigentlich wollte ich um 6:30 Uhr aufstehen, habe mir dann aber offensichtlich noch einmal eine Stunde Schlaf mehr gegönnt.

Die fehlende Stunde war nicht zeitkritisch, ich hätte aber lieber viel früher gefrühstückt. Ich bin dann aber noch rechtzeitig zu meiner Regionalbahn gekommen, die mich geradewegs zum Alexanderplatz gebracht hat.

Als ich gegen 9:30 Uhr da ankam, war schon allerhand los. Eine riesige Menschenmenge hatte sich angesammelt und versuchte, in die richtigen Startblöcke zu kommen. Etwa 20 Minuten nach dem allgemeinen Start ging es dann auch für mich über die Startlinie. Ich fand ziemlich schnell meinen Laufrhythmus und habe ihn gut halten können.

Nach etwa 57 Minuten hatte ich die 11-Km-Markierung erreicht. Das war für mich schon das Zeichen, dass ich diesen Lauf unter 2 Stunden schaffen werde.

Am Maison de France konnte ich dann kurz NB844 die Hand geben; sie war (neben meinem Kollegen, den ich auf allen Läufen treffe, an denen ich teilnehme) die Einzige, die ich unter den vielen tausend Menschen erkannt habe.

Bei Kilometer 18 kam ich am Checkpoint Charlie vorbei, meiner alten Kreuzberger Heimat. Hier habe ich wieder festgestellt, dass ich dieser weder wegen der dortigen Laufstrecken, noch wegen der Zeit, die ich dort verbracht habe, eine Träne nachweinen werde.

Vielleicht hat meine alte Heimat mir das übel genommen: Zwischen Kilometer 19 und 20 musste ich ganz schön beißen, weil sich eine Art leichter Krampf in meinem linken Oberschenkel breit machen wollte. Also nahm ich etwas Geschwindigkeit raus und nach kurzer Zeit waren die bösen Geister wieder weg. Immerhin bin ich trotzdem unter 2 Stunden geblieben.

Und da ich wieder meine Kamera dabei hatte, habe ich die letzten Sekunden des Berliner Halbmarathons als Wackelbilder aufgenommen. Hierbei bitte auf den linken Rand der Zielmatte achten.

PS:

Es war heute ausnahmsweise mal nach langer Zeit ein sonniger Tag. Ich hatte eine Art Kopfsocke auf der Glatze, denn es war nicht gerade warm. Wenn ich mich jetzt im Spiegel betrachte, habe ich ein bisschen Sonnenbrand im Gesicht und ein vollkommen weiße Glatze, die sich am Rand der Mütze schön gegen das rötliche Gesicht abhebt - auch das noch ;-)

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (3 Wertungen)

Super gelaufen

bist Du, herzlichen Glückwunsch!!!! Leider hatte ich mich genau zu dem Zeitpunkt, an dem Du am Verabredungspunkt einliefst, von einem Herrn ablenken lassen, der für den Berlin-Marathon Zeug verteilte.....als aufmerksamer Streckenposten habe somit kläglich versagt....
LG
NB844

Weiße Glatze auf rötlichem

Weiße Glatze auf rötlichem Gesicht. Ist doch mal was anderes als schwarze Platte auf weißlichem Gesicht..... Spaß beiseite, das war doch super gelaufen. Herzlichen Glückwunsch

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

Glückwunsch zum Finish!

Glückwunsch zum Finish und Danke für die Übersetzung von JWD. Der Tag war nicht umsonst. Ich habe was gelernt.

Gruß

Sirius
...der JWD rennt.

Erstmal: Herzlichen Glückwunsch

Ihr hattet ja einen traumhaften Tag heute! Freut mich für Dich, dass Du so schnell warst (ehrlich gesagt, hätte es mich ziemlich gewundert, wenn Du länger als zwei Stunden gebraucht hättest). Dein Video dürfen wir leider nicht sehen, das ist privat :-(
Und überhaupt: wo warst Du gestern? Wir haben Dich im Tomasa vermisst!

Herzliche Grüße aus Deiner alten Heimat von
yazi - der es hier richtig gut gefällt

Wackelbilder jetzt öffentlich

Hallo Yazi,
vielen Dank, nun kann das Video auch ohne Anmeldung gesehen werden.

Gruß Bruno

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