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Sechs Tage nach dem Halbmarathon im Alten Land zog es mich am heutigen Sonntag von Hamburg-St. Pauli nach Hamburg-Hamm an den Sievekingdamm. Dort wurde zum vierten Mal der Hammer Lauf gestartet. Neben Kinder- und Schülerwettbewerben, an denen die Mädchen und Jungen begeistert teilnahmen, starteten die ,,Älteren" auf Langstrecken: 5 Kilometer, 10 Kilometer oder Halbmarathon.
Zum zweiten Mal startete ich in Hamburg-Hamm. Mit mir waren es weitere 78 Männer und Frauen, die zunächst eine kleine ,,Ausgleichsrunde" durchliefen, ehe es vom Thörls-Park an der Hammer Kirche vorbei bis in den Hammer Park ging. Diese Strecke wurde viermal durchlaufen.
Mit einer durchwachsenen Stimmung ging ich an den Start. Es war einmal mehr richtig kalt, so dass man kaum wusste, was man am besten anzuziehen hatte. Mit oder ohne Handschuhe, mit oder ohne Mütze, mit kurzer oder langer Hose. Naja, letztlich startete ich mit einer kurzen Hose, einem Thermo-Shirt, darüber ein kurzärmeliges Trikot. Auch wenn sich die Sonne erst kurz vor meinem Zieleinlauf aus der Wolkendecke heraus traute, hatte ich das Richtige angezogen.
Statt um 09:50 Uhr startete die 79 Halbmarathonteilnehmer zwölf Minuten später - die Kinderläufe verzögerten den gesamten Programmablauf. Schon früh konnte man einigen Startern in ihren Gesichtern ablesen, dass sie sich eine richtig gute Zeit vorgenommen haben. Mit einer Zeit von gerade einmal achtzig Minuten durfte sich der Sieger feiern lassen. Mich überholte er bereits in meiner dritten Runde, der Mann hatte es echt drauf - einfach klasse.
Gegenüber des vorherigen Halbmarathon habe ich mich in meiner Zeit etwas verschlechtert, und zwar um gut neunzig Sekunden. Doch das war nicht weiter schlimm, schließlich gehören diese Läufe alle zur Marathonvorbereitung. Und der ist heute in vierzehn Tagen.
Eine Stunde, vierundfünfzig Minuten sowie 21 Sekunden - eine Zeit, mit der ich gut leben kann. In einer Woche starte ich erneut über diese Distanz in Hamburg-Wilhelmsburg.
Ein Dankeschön für die gute Betreuung beim Verein HT16, dem Ausrichter des Wettbewerbes. Zwei Trinkstellen, eine im Thörls Park, eine im Hammer Park, wurden von den Verantwortlichen eingerichtet. Eine Dame im Keller des Vereinshauses wachte über das Gepäck der Sportler. Die Markierungen der Strecken waren fantastisch - hier konnte sich keiner verlaufen. Nach meinem Zieldurchlauf gab´s die verdiente Medaille sowie eine Urkunde; sogar die Duschen hatten sich warmgelaufen. Kurzum, eine familiäre Veranstaltung, die den Stadtteil so richtig in Bewegung hält und für Außenstehende eine nette Abwechslung zum alltäglichen Training ist.

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