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Zum ersten und zugleich letzten Mal nahm ich an der Wandsetaler Runde (Halbmarathon) teil, die zum 13. Mal durchgeführt wurde. Angesichts der teilweise extremen Schneeglätte, die auf die rund 100 Halbmarathonläuferinnen und -läufer wartete, war ich mit meiner Zeit ganz knapp unterhalb der 2-Stunden-Grenze recht zufrieden. Pech nur, dass ich mir eine Blase am linken Fuß zugelaufen habe, in der Innenseite. Aber gut, bei den Verhältnissen kein Wunder, jedenfalls bei mir!

Um 10.33 Uhr schickte der Veranstalter mehr als 200 Sportlerinnen und Sportler auf die 5-, 10- und HM-Distanz. Schon kurz nach dem Start legte sich der erste Läufer flach. Er rutschte aus, konnte aber bis zum Schluss die knapp über 21 Kilometer durchlaufen. Neben mir eine junge Frau mit Spikes. Das zahlte sich für sie aus. Bei vom Eis und Schnee befreiten Platten oder Teerbereichen klapperte das zwar, doch auf dem glatten Belag war sie klar im Vorteil. Tja, solche habe ich auch zu Hause, aber dort auch gelassen.

Die ersten zehn Kilometer zogen sich doch ganz schön, die Strecke war mir bis dato unbekannt, bei der zweiten Runde, die dann noch eine zirka einen Kilometer Zusatzweg integriert hatte, lief es etwas besser. Inzwischen hatte die Sonne den Schnee teilweise zum Tauen gebracht, so dass ab und zu die vorher bereits angetauten Bereiche mit Pfützen übersät waren. Ärgerlich, wenn man dann in eine der Mini-Seen auf der Laufstrecke hineintrat.

Nun gut, mit meiner handgestoppten Zeit von 01:59:50 erreichte ich nach den 21,1 Kilometern das Ziel auf einem Parkplatz eines Supermarktes. So habe ich auch in der dritten Woche hintereinander eine Strecke oberhalb der 20 Kilometer-Distanz bewältigt und meine Zeit (bei ähnlichen Verhältnissen) ganz leicht verbessert. Selbstverständlich noch nicht 100-prozentig zufriedenstellend, aber so langsam läuft es.

Für mich war die erste Teilnahme in Wandsbek leider auch gleichzeitig die letzte. Für 13 Euro Gebühr darf man eigentlich etwas mehr erwarten: Auf der Strecke gab es zwar Getränke (Wasser bzw. einen klebrigen roten Saft), doch im Ziel - gerade für die Läufer um zwei Stunden - war das Angebot sehr übersichtlich. Die Apfelstücke lagen schon etwas länger, für das heiße Getränk (so eines hätte man vielleicht auch auf der Strecke gerne gehabt - ich jedenfalls) musste man sich anstellen. Die junge Frau war völlig überfordert.

Hinter ihr entdeckte ich dann leere Packungen mit Riegeln. Auf meine Frage, ob man nur an die schnellen Läufer gedacht habe, zuckte sie mit den Achseln und meinte, dass man nur noch Gels zur Verfügung hätte. Ein wirklich schwaches Bild, wusste ich doch zu diesem Zeitpunkt, dass hinter mir noch viele Läufer ins Ziel kommen würden. Da habe wohl einige für ihr Startgeld etwas mehr bekommen.

Gerechter wäre es, jedem Läufer in seiner Starttüte den einen oder anderen Riegel einzupacken. In diesem Zusammenhang danke ich aber dem mir unbekannten Läufer, der mir einen Riegel in die Hand drückte. Ach ja, bevor ich es vergesse, die Medaille mit den Vereinsfarben des Veranstaltervereines. Auf derselben war weder der Ort, die Veranstaltung, noch das Datum aufgedruckt.

Fazit: Die Enttäuschung überwog. Schade ...!

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Naja,...

oft genug werden solche Läufe wetterbedingt auch abgesagt, weils so glatt einfach zu gefährlich ist.
Mit 200 Läufern scheint das ein kleiner Lauf gewesen zu sein, die häufig von ein paar wenigen Leutchen organisiert werden, da kann auch mal was daneben gehen mit der Planung.
Trotzdem werden sie alle nach ihren Möglichkeiten ihr Bestes tun.
Ist immer schade, wenn nicht für alle Läufer genug Verpflegung da ist, kommt leider häufiger vor.
Ich gratuliere Dir zu Deinem persönlichen Erfolg. :o)
Wie gut, dass es so nette Mitläufer gibt!
Die nächste Medallie kommt bestimmt! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Tapfer tapfer!

Das ihr überhaupt gestartet seid!
Ich hatte vor auf dieser Runde eine neue 10 km PB zu laufen - bis wir letzten Sonntag auf unserem Long Jogg diese schon mal abgelaufen sind. Wir kamen nach insgesamt 20 km (mit hin und zurücklaufen)auf spiegelglatter Schneedecke völlig erschossen nach Hause und für mich war klar das dieser Lauf ohne mich stattfinden würde. Ich dachte die Veranstalter würden ihn absagen.
Respekt das du das durchgezogen hast!
Ich habe mir gesagt das ich mich nicht den ganzen Winter geplagt habe
um mir jetzt noch was zu brechen, zerren oder sonstigem. Anscheinend habe ich auch nichts verpasst! Schade, bei anderen Bedingungen ist es sicher ein wunderschöner Lauf. Doofer Winter!!

So extrem unterschiedlich

So extrem unterschiedlich können die Einschätzungen sein. Für 13 Euro bekam jeder Läufer erst einmal einen Beutel, der neben dem Transponder zur Zeitmessung und der Startnummer auch diverse Werbeartikel enthielt (u.a. auch nützliche Sachen, wie eine Probepackung Waschmittel für Sporttextilien). Wie vom Threaderöffner geschrieben gab es an der Strecke reichlich Getränke, so dass ich oftmals sogar ablehnen musste. In Bezug auf Essen muss ich passen, da habe ich nicht drauf geachtet. Es lagen aber vor dem Lauf in ausreichender Menge Gels von Powerbar!!! im Startbereich aus. Weiterhin turnte vor dem Start eine Dame zu Musik vor, damit man sich erwärmen konnte. Die Streckenmarkierung war sehr gut. Einerseits durch Farbmarkierungen und Schilder, zudem stand an jeder Abzweigung mind. eine Person, die freundlich auf glatte Stellen hinwies. Ergo alles grundsolide.

Die Kritikpunkt kann man auch etwas relativieren. Das es direkt im Zielbereich zu Engpässen beim "zapfen" des warmen gekommen ist, kann man verzeihen. Es macht halt wenig Sinn, diesen bei Minusgraden auf Vorrat bereitzustellen. Ich würde zudem behaupten, dass man nur etwas für den gröbsten Durst reichen wollte, denn andere hatten auch nicht "mehr fürs Geld". Man geht sicherlich davon aus, dass sich der Großteil der Leute schnell wieder in der Sporthalle einfindet. Und dort wurden in großer Menge und Auswahl Kuchen, Tee, Kaffee sowie Wiener Würstchen bereitgestellt. Und das zu kleinem Geld (50ct für ein ordentliches Stück von "Omas" frischgebackenem Pflaumenkuchen finde ich fair...).

Preise gab es auch: Die AK-Sieger bekamen ein Handtuch und eine ausgedruckte Urkunde. Die jeweils Top3 Platzierten erhielten zudem Pokale und Sachpreise (bsp. einen wertigen Visor, Radflaschen, Wellness-Gutscheine und sowas) Weiterhin waren noch 3 Stände zugegen (u.a. ein Triathlon-Verkaufsstand und irgendwas mit Fussvermessung).

Insgesamt kann ich deshalb den Satz:
"Für 13 Euro Gebühr darf man eigentlich etwas mehr erwarten"
nicht nachvollziehen.

Ich kenne zumindest keinen HM auf dem Preisniveau, der ggü. diesem hier merklich mehr Gegenwert bietet. Eher im Gegenteil. Für mich war es ein schöner -liebevoll organisierter- Volkslauf, der aber aufgrund der Entfernung zum Heimatort wohl auch kein regelmäßiger Lauf in meinem Kalender wird.

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Ziele:

Badwaterrun :P

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