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…. aber dieser war schön. Auf Anfrage einer Bekannten „Was macht ihr am Samstag?“ wurde kurzer Hand das Spinning gestrichen und nach Schweich zum Fährtumlauf gefahren.
Einen Tag vor einem Marathon noch einen schnellen 10 km Tempolauf? Geht das? Ja, es geht alles.
Mit im Gepäck war strider. Vorbereitung dafür hatten wir keine. Seit knapp 5 Wochen laufen wir nur noch auf Sparflamme. Die Grippe hatte uns voll erwischt und die tempobetonten Einheiten wurden durch Schlappschritt-Tempo ersetzt. Oder gleich ganz weg gelassen.
Also beste Voraussetzungen für einen Wettkampf. Einsortiert haben wir uns im hinteren Feld. Strider wollte mich in die erste Reihe stellen aber den gemeinsamen Start wollte ich mir nicht nehmen lassen. Überholen kann man ja immer noch wenn man will und Luft hat. Pünktlich zogen wir nach dem Start los. Strider nahm als Unterhaltung den Ipod mit und ich suchte mir die Unterhaltung auf der Strecke. Als Ziel visierte ich mal eine Pace von 4:30 an da morgen ja noch ein Marathon aussteht. Ups was geht dann hier ab. Die hetzen alle wie wild los. Der erste Kilometer ging trortz der vielen Überholvorgänge in 4:18 weg. So schnell wollte ich doch gar nicht. Tempo rausnehmen und Kontakt zu den Mitläufern gesucht. Die ersten beiden Versuche scheiterten daran dass ich keine Antwort bekam. Dann fand ich einen Mitläufer der die 45 min im Visier hatte und schloss mich ihm an. Um nicht viel zu schnell zu werden habe ich etwas das Tempo gedrosselt auf den nächsten beiden Kilometern. Zunehmend wurde der Gegenwind stärker und ich suchte mir etwas Windschatten und lief etwas im Pulk mit. Mein Begleiter war stets neben mir und wir unterhielten uns über unsere nächsten Läufe. Schnell war die Wende erreicht und es ging wieder zurück. Nach 5 km zeigte die Uhr 22:17min an. Perfektes Timing. Die Zeit ging so schnell vorbei. Eigentlich mag ich ja keine 10’er Wettkämpfe aber dieser verging wie im Flug. Nur eines machte mich nachdenklich. Wo sind die anderen? Die Bekannte traf ich auf dem Rückweg. Aber wo bleibt strider? Gab es Probleme? Nun ja umkehren ist nicht mehr drin um zu schauen was los ist. Bin ja schon auf dem Rückweg. Die nächsten beiden Kilometer wurden etwas öde. Mein Mitläufer wollte unbedingt noch etwas schneller Laufen. Nee mit mir nicht mir reicht es 4:30 wollte ich Laufen und den 6. Und 7. Kilometer hatte ich in 4:17 und 4:20. Also ließ ich ihn ziehen in Anbetracht der Tatsache morgen einen Marathon zu Laufen.
Nun ja nach 500m war ich wieder bei ihm und fragte ihn wie es ihm geht. Er sagte sein Puls wäre etwas hoch aber ansonsten ginge es ihm gut. Den Pulsgurt hatte ich auch um, ich wollte mal sehen wie hoch / niedrig mein Puls bei einem Wettkampf ist.
Irgendwie war ich plötzlich so dabei und überholte einen nach dem anderen. Dabei bemerkte ich gar nicht dass der letzte Kilometer in 4:12 wieder weg ging. Von meinem Mitläufer entfernte ich mich immer mehr. Ich wusste das Ziel ist nicht mehr weit entfernt. Noch einmal wenden und dann kam mir plötzlich strider entgegen. Es war ein gutes Gefühl sie zu sehen und zu wissen sie ist nicht weit hinter mir. Und nicht wie vermutet ausgestiegen. Gefühlt nahm ich das Tempo raus aber die nächsten beiden Kilometer gingen dann jeweils in 4:15 bis ins Ziel hinein.
Somit war die zweite Hälfte 30 sec schneller bewältigt und bei 43:53min blieb die Uhr stehen. Ziel fast erreicht, etwas zu schnell aber nach lang anhaltender Grippe machte dieser Lauf so viel Spaß und verging schnell.
Schäm, das war neue Bestzeit für mich weil ich keine schnellen Zehner Laufe und im Halbmarathon schon deutlich flotter unterwegs war.
Da ich meinen MaxPuls nicht kenne kann ich auch meinen Durchschnittspuls bei dem Lauf von 155 schlecht bewerten. Vielleicht folgt ja bald mal eine Laktatanalyse?
Nach einen Schluck Tee ging es dann nochmals auf die Piste um strider ins Ziel zu begleiten. Super gemacht, sie hatte auch eine gute Zeit rausgehauen und das trotz ihre letzten Wochen genauso von Krankheit gezeichnet waren wie meine.
Das Duschen danach war zwar warm aber leider ohne Beleuchtung. Es flogen die Sicherungen heraus und alle standen in der Dunkelheit unter dem Wasser.
Im Anschluss gab es noch einen kleinen Imbiss und es ging Richtung Heimat zu den Taschen packen.
So nun jetzt fehlen mir die Worte um den schönen Marathon am nächsten Tag zu beschreiben.
Aber hier ist alles bestens in Textform umgesetzt.

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sie war nicht weit hinter dir

nur so glatte 5min .... Und was für eine miese Taktik: Kontakt zu Mitläufern suchen, sie in ein Gespräch verwickeln und dann stehen lassen ;-))

Und ich will dieses Jahr mal einen RICHTIGEN 10er von dir sehen!!!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Oh ja,

das würde ich auch gern kennen. So quasi aus Versehen, nach langer Krankheit und geschwächt eine Bestzeit von unter 44 min auf 10 km raushauen und unterwegs noch die Leute zutexten.

Geil! ;-) Und Glückwunsch!

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