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Hallo an alle!

Ich versuche in letzter Zeit, mein Laufpensum etwas zu erhöhen und habe ein paar (für mich) längere Läufe gemacht, so zwischen 7,5 und 8,5 km. Nach diesen Läufen, die immer abends waren, bekam ich in der Nacht immer so starke Verspannungen in Rücken und Nacken, dass ich starke Kopfschmerzen bekam und dann nicht mehr richtig schlafen konnte. Das hielt dann den ganzen nächsten Tag an und war ziemlich unerträglich.
Eigentlich habe ich diese Distanzen ganz o.k. weggesteckt, aber kann es trotzdem sein, dass mich überanstrengt habe? Bei kürzeren Läufen bin ich nicht so verspannt, und die Steigerung war jetzt auch nicht soo immens. Oder bin ich nicht entspannt genug beim Laufen? Wie muss man sich idealerweise halten, damit man trotzdem Rumpfspannung hat, aber nicht rennt wie ein Schluck Wasser?
Meine Rumpf-und Schultermuskulatur ist als Kanurennsportlerin eigentlich recht gut trainiert, deswegen bin ich sehr ratlos.

Ich wäre für ein paar Tips von euch dankbar!
Grüße, Anni

Wenn Du schon die 2 Jahre läufst,...

sollte eigentlich eine solche Steigerung kein Problem sein. (jenachdem, von was Du steigerst?)
Gut, mit Rumpfstabi und Koordinationsübungen (Lauf-ABC) kannst Du einiges
besser machen, aber nach zwei-drei Gewöhnungsläufen müsste sich das eigentlich bessern.
Vor allem als Kanurennsportlerin ist das sehr seltsam.
Vielleicht ist ein Wirbel blockiert, daher würd ich mal die 20 EUR für einen Physiobesuch investieren, kann sein, dass das Problem danach sofort erledigt ist.
Mach doch einfach mal den Jogmap-Laufschulpodcast, da kannste noch am Laufstil feilen.
Wichtig ist, genügend zu trinken, vor allem, wenn es jetzt hoffentlich wärmer wird.
Aber auch im Winter darf man das Trinken nicht vergessen, passiert aber oft = Kopfschmerzen.
Du hast wahrscheinlich einen sehr gut trainierten Oberkörper und Rumpfmuskulatur und wenn Du regelmäßig etwas läufst, dürfte Deine untere Hälfte eigentlich auch nicht völlig instabil sein.
Frag den Physio, der erklärt Dir bestimmt die Zusammenhänge und evtl. Dysbalancen sowie Übungen, die Du zur Verbesserung machen kannst.

Lieben Gruß Carla-Santana
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Natürlich kann ich nicht

Natürlich kann ich nicht wissen, woher deine Schmerzen kommen. Deswegen soll mein Kommentar bloss als reine Vermutung verstanden werden. Also, eine viel zu schnelle Erhöhung des Laufpensums würde normalerweise Schmerzen woanders verursachen (z.B. Knie, Fuß, Hüfte, Wade...) aber Nackenschmerzen sind nicht so üblich. Deswegen tippe ich, dass es ein Problem mit deiner Lauftechnik sein könnte und dieses Problem könnte von einer Muskeldysbalance kommen. Gerade weil du Kanusportlerin bist, könnte ev. ein Teil deiner Nacken-/Schultergürtelmuskulatur stärker als sein Antagonist oder andere Muskeln sein und das führt dazu, dass diese Muskeln zu verspannt beim Laufen sind? Keine Ahnung, welche Muskeln es sein könnten. Läufer brauchen eigentlich keine super gut ausgebildete Schulter- u. Nackenmuskulatur sondern eher im Mittelkörper, das was man jetzt "Core" nennt. Wenn ich du wäre, würde ich einen Trainer suchen, der sich deine Lauftechnik anschaut. Vielleicht kann er/sie einen Fehler erkennen, so was wie Schulter nicht locker, Armzug übertrieben stark, oder so was.

Die andere Vermutung wäre Stress. Wenn man viel Stress hat, können sich die Muskeln nie entspannen und das führt oft zu Rückenschmerzen.

Wie gesagt alles nur Vermutungen. Auf jeden Fall würde ich den Laufstil checken lassen.

Oh, sowas ähnliches kenne ich...

Wenn ich mich so sehr verspanne liegt es meist daran, dass ich die Schultern beim Laufen unbewusst hochziehe. Das gibt dann eine Kettenreaktion in die Nacken- und Kopfmuskulatur und verspannt den unteren Rücken gleich mit.

Mir hilft es:
- Während des Laufens immer bewusst auf lockere Schultern und Nacken achten.
- Dabei auch auf einen geraden Rücken achten... kein Hohlkreuz.
- Den Armschwung locker aus einem gefühlt schweren Ellbogen zu führen und nicht aus der Schulter.
- Die Arme relativ eng zum Körper und in einem eher kleineren Winkel als 90 Grad zu führen.
- Das Kinn leicht zur Brust ziehen, damit der Nacken lang ist.

Ich habe mal das Bild der "in Watte gehüllten Nadel" gelesen. Stabile Ausrichtung über dem Schwerpunkt mit einer leichten Grundspannung. Der Rest bleibt locker. Das hilft mir bei der Selbstkontrolle immer wieder ganz gut.

Natürlich kann das bei Dir auch ganz andere Ursachen haben...

Vielen Dank an euch! Ich

Vielen Dank an euch! Ich werde die Tips mit Physiobesuch/Trainer mal beherzigen.

@speed_kills2

Der Vorschlag von carla-santana ist gut, wahrscheinlich reichen ein paar Tipps vom Physio um die Muskulatur wieder geschmeidig zu kriegen und die Verspannungen zu lösen. Wahrscheinlich ist dann auch da Kopfweh weg :-)

@sarossi

... wenn Du auf das alles achtest, kannst Du dann noch laufen?

;-)

Ich könnte das nicht, würde wahrscheinlich vergessen die Beine zu bewegen.

@gazelle 123

*lach* Das mit dem Laufen ohne Beineinsatz habe ich mir gerade bildlich vorgestellt.
Jeder achtet halt auf andere Schwachstellen... Und den Beinchen gehört natürlich auch besondere Aufmerksamkeit. Eins vors andere...

Spaß beiseite. Wenn man sich ein paar mal korrigiert hat, kennt das Körpergedächtnis die richtige Haltung. Dann reicht ein kurzer Scan mit der Frage "locker in den Schultern"? Und es flutscht. Das ist bei anderen Sportarten ja auch nicht anders. Sobald man weiss wie's geht, kommt die richtige Ausführung von alleine. Und wer sich wie ich im Job gerne verspannt, muss das Lockerlassen beim Laufen halt erstmal wieder üben...

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