Eine Woche nach dem TrainingsHM in Denver war ein Trainingslauf in Florida angesagt. Dieser war mit 10'000 Teilnehmern einiges grösser. Hier die Zusammenfassung:
Anreise
Anreise nach Florida war mit einmal Umsteigen in Dallas sehr lange. Ich habe alle Laufsachen im Handgepäck untergebracht, man weiss ja nie (war dann aber nicht nötig, Koffer ist angekommen).

Unterkunft
Ich übernachtete von Freitag bis Montag im offiziellen Partnerhotel des Laufs. Das hatte den Vorteil dass es am Sonntag Morgen ein Läuferbreakfast gab und der Transport zur Expo und zum Start mit Bussen organisiert war. Das Hotel war etwas luxeriöser als ich normalerweise untergebracht bin, habe es sehr genosssen! Das Hotel war wohl hauptsächlich von Läufern belegt, überall waren Leute in irgendwelchen Finisher Shirts und im Aufzug wurde ich immer auf den Lauf angesprochen.

Expo
Normalerweise gehe ich nur an einen Expo um das Startpaket abzuholen. Diese Expo habe ich aber genutzt um gerade noch ein paar Sachen zu kaufen. Besitze jetzt Stützstrümpfe. Und unmengen Gels habe ich auch gekauft da billger als hier in der Schweiz. Ausserdem gab die Möglichkeit sich 20 Minuten von einem Physiotherapeuten anschauen und durchdrücken zu lassen (für 20$) die ich genutzt habe. War zwar skeptisch aber mein Rücken fühlte sich am nächsten Tag so gut wie schon lange nicht mehr an. Vielleicht war es auch nur Placebo Effect aber egal, solange es hilft.

Swag Bag
Sehr wichtig in den USA: was ist im Startpaket mit drin. Hier war es nur Werbung und ein Riegel. Etwas enttäuschend.
Ach ja, und natürlich das Finisher Shirt (das man schon an der Expo bekommt). Tech Shirt, Weiss, Langarm.

Pasta
Am Abend vor dem Lauf ging ich mit zwei Mädels die ich in Chicago kennengelernt habe essen. Natürlich zum Italiener. Netter Abend, nur hat er etwas zu spät aufgehört.

Early Morning
Wecker klingelte um 4:15. Temperatur um 8 Uhr war -2 Grad vorausgesagt. Also habe ich die kurzen Sachen die ich eigentlich für den Lauf mitgenommen habe im Koffer gelassen und meine Colorado-Springs-Winterausrüstung angezogen. Als ich die ersten anderen Läufer im Aufzug gesehen habe entschied ich dann nochmals ins Zimmer zurückzugehen und 3/4 Hosen anzuziehen statt die langen. War die richtige Entscheidung.

Getting There
Mit einem schönen gelben klapprigen amerikanischen Schulbus wurden wir zum Start gefahren. Die letzten 2km dauerten 45 Minuten da viele Teilnehmer mit dem Privatwagen anreisten und das zu Verkehrschaos führte. Da es im Bus schön warm war entschied ich noch keine Panik zu machen und nicht wie andere Läufer die letzten 2km zu Fuss zu gehen. 40 Minuten vor dem geplanten Start sind wir dann angekommen nur um zu erfahren dass der Start um 30 Minuten verschoben ist weil noch sooooo viele auf der Strasse stehen.

Start
Die 10'000 Teilnehmer wurden in 4 Gruppen eingeteilt. Während wir im Startblock auf die neue Startzeit warteten ging die Sonne auf und es wurde endlich etwas wärmer. Kurz vor dem Start zog ich die 6$ hässlichen Trainerhosen die ich am Tag vorher noch gekauft und über meine Tights angezogen habe aus. Wie es sich gehört wurde die Nationalhymne gesungen (sogar zweistimmig) und dann ging es LOS!!! Gemeinsam mit meinen 2 Kolleginnen ging es über die Startlinie, dann verabschiedeten wir uns da sie die Staffel rannten und schneller als ich unterwegs waren.

Auf der Strecke
Die Strecke war eine Mischung aus Autobahn (nicht sehr attraktiv zum kucken), in den Quartieren herumrennen (super zum schauen) und 3km am Strand (mein Lieblingsabschnitt). Das Feld verteilte sich sehr schnell so dass ich nie in einer grösseren Gruppe rannte.
Alle ca 2km gab es Wasser und zum Teil auch Gatorade. Ein paar der Verpflegungsstationen hatten auch Gel in verschiedensten Geschmacksrichtungen, darauf verzichtete ich aber. Anwohner hatten zum Teil eigene Verpflegungsstände mit Muffins, Brezeln (hab ich mir ein paar genommen), Orangensaft und Bier (???).
Zuschauer hatte es nicht sehr viele. Ab und zu ein paar Anwohner die es sich an der Strecke mit Gartenstühlen und warmen Decken gemütlich gemacht hatten.

Pink
Der Lauf sammelte Geld für die Brustkrebsforschung und die Teilnehmer zeigten dies indem sie pinke sachen trugen. Einige Zuschauer "dankten" den Läufern dass sie Brustkrebspatienten unterstützen. Für mich war das eher speziell denn ich rannte den Lauf für mich, dass sie mit einem Teil des Startgelds einen guten Zweck unterstützen ist ja nett aber darauf hatte ich ja keinen Einfluss.

Ziel
Auch diese Lauf hatte ein Ende. Im Ziel gab es alles was der Läufer sich nach einem Lauf wünscht. Muffins, Bagels, Suppe... Ich schnappte mir einen Bagel und machte mich bald auf den Rückweg ins Hotel. Diesmal mit einem Luxusbus.

Fazit
Auch dies ein schöner Trainingslauf mit sehr guter Verpflegung in den USA. Da ich ab 1. März einen neuen Job habe der keine Reisen in die USA mehr beinhaltet war dies wohl für eine Weile der letzte Lauf in Übersee.

4
Gesamtwertung: 4 (3 Wertungen)

Hört sich prima an!

Anders - aber gut.

Wenigstens konntest Du die Zeit in Übersee auch für Läufe nutzen, die andere ihr Lebtag nicht machen werden. Und kannst in Zukunft davon zehren. Das sind bestimmt unvergessliche Erlebnisse!

Und wenn dann gesponsert wird - warum nicht? Ist vielleicht typisch amerikanisch?

Billiger als in der Schweiz? Also das ist ja schwer vorstellbar (Ironiemodus aus).

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