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Hallo Ihr Läufer!

Es geht zwar nicht um einen Marathon, aber um einen Halbmarathon.
Ich würde gerne Eure Meinungen mal dazu hören, ob man die Distanz schon vor dem Lauf einmal laufen sollte.
Ich hab kein besonderes Zeitziel für meinen ersten HM. :)

Danke für Eure Antworten!

Ich hatte vor einem Jahr die

Ich hatte vor einem Jahr die gleiche Situation. Ich habe mich mit einem Trainingplan vorbereitet und in dem war kein 21er, aber 2 18er und jede Menge 12er Testläufe. Mit dieser Vorbereitung hab ich den HM ohne Probleme (aber auch ohne Zeitziel) geschafft.

Ich hab's getan

Vor meinem 1. HM bin ich die Strecke schonmal ganz gelaufen. Der Trainingsplan sah zwar maximal 18km vor, aber ich wollte es gern wissen, ob ich es schaffe (in langsam, nicht im Wettkampftempo). Das Wissen, es schonmal geschafft zu haben, gab mir für den Wettkampf dann einfach zusätzlich etwas Selbstbewusstsein.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

nein

trainingstechnisch macht das keinen Sinn. Kein Marathonläufer läuft im Training 42km, kein 100km Läufer einen 100er vorweg. Als Einsteiger überforderst du dich höchstens, vor allem orthopädisch. Ich schreibe bewusst: trainingstechnisch.
Psychologisch ist das eine andere Sache. Wenn du es vor dem eigentlichen Wettkampf einmal wissen willst (und es schaffst sehr viel langsamer zu laufen!): warum nicht. Ich persönlich fände es schade mir den Genuss des ersten Mals zu nehmen, aber das muss jeder selbst entscheiden. Sicherheit gibt dir das auch nicht, du kannst die Strecke schon mal geschafft haben und im Wettkampf trotzdem kläglich einbrechen.
Ich bin im Vorfeld meines ersten Halbmarathons einmal 16km gelaufen und vor meinem ersten Marathon zwei 25km Läufe. Ich bin aber auch schon mit meiner Tochter vor ihrem erstem Halbmarathon einen 20er gelaufen, weil sie das so wollte. Wir sind mit Ziel 17 bis 18km schön langsam losgelaufen, dann ging es ihr so gut, dass sie noch was dranhängen wollte. Ging ohne Probleme und der erste Halbmarathon war trotzdem schön ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Jein

, beim Ziel Marathon würde ich davon abraten. Beim Ziel Halbmarathon kann man es schon machen. Ich bin kein Trainer, aber den sogenannte Überdistanzlauf gibt es schon einigen Plänen. Muss also eventuell trainingstechnisch doch einen Sinn haben.
Mit Halbmarathonanfängern bin ich schon die volle Distanz im Training gelaufen, damit man weiß, das man die Distanz schaffen kann. Natürlich seeehr langsam und maximal 1-2Mal in der Vorbereitung.

"Kein Marathonläufer läuft

"Kein Marathonläufer läuft im Training 42km"

Falsch! Überdistanzläufe sind auch Bestandteil eines jeden Marathontrainings der Profis!

Im Training längere Strecken zu laufen als nachher im Wettkampf ist überhaupt kein Problem. Gerade bei einem HM sollte das kein Problem sein bwz. die Grundlagenläufe sollte ja eh über 20KM lang sein.

ALso, wenn du das Verlangen hat, die Strecke zu laufen, dann tu es! Aber bitte nicht in der geplanten Wettkampfgeschwindigkeit. Lauf lieber 60-75 sec. pro KM langsamer.

Grüße

Wer sprach von Profis???

Ich dachte, es ginge um einen ERSTLING! Ich laufe heute auch Ultras im Training! Und bin kein Profi!

Und woher stammt die Weisheit "die Grundlagenläufe sollten ja eh über 20km lang sein"???

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Da muß ich Strider ...

... vollkommen Recht geben.
Logisch trainiert man (Profi, wie Ambitionierter) einen HM auf PB in Distanzen, die deutlich über 21km liegen. Völlig richtig!
Aber hier fragt jemand, der diese Distanz das erste Mal bewältigen will. Und da trifft Striders Antwort weiter oben vollkommen ins Schwarze. Man kann für den Kopf weiter laufen, man muß nicht aus Sicht des Schaffens dieser Distanz.
Beim zweiten, dritten und weiß ich wievielten darf das etwas anders aussehen - muß aber auch nicht!
Für eine absolute Bestzeit auf dieser Kurzdistanz ist ein Marathontraining (mit Modifikation der letzten 4-6Wochen) gar nicht so verkehrt. Viele lange Läufe über 30km lassen das hohe Tempo von km15-21 besser halten. Meine Bestzeiten auf HM bin ich aus dem vollen Training für einen Ultra gelaufen. Da waren die "Taper-Wochen" vor dem HM 120Wo-km mit meheren Läufen über 30km und selbst die kürzesten Läufe sind dann über HM-Distanz.
Aber doch bitte nicht für den ersten HM!
;-)

Sollen - können - dürfen - müssen

Es MUSS keinesfalls sein, schaffen wirst Du es auch so.
Wenn Du noch nicht so lange läufst, dann SOLLTEST Du Dich auch nicht vor dem Tag X kaputtlaufen. Wenn es Dir innere Ruhe verschafft, dann DARFST Du natürlich vorher mal 'ne Überdistanz laufen - kann Dir ja keiner verbieten. Und KÖNNEN wirst Du es auf jeden Fall!

Für den Kopf war es gut

Also vor meinem ersten HM hatte ich einen 22 km Lauf (im Grundlagentempo) im TP. Und ich muss sagen, er hat mir nicht geschadet. Ab dem Tage wusste auch mein Kopf endlich, dass der Körper einen HM laufen kann ;-)
Viel Spaß und Erfolg bei deinem Debüt.
VG Ute

Also...

...ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein oder zwei Läufe mit Überlänge vor einem Halbmarathon, so sie denn mit genügend zeitlichem Abstand zum Wettkampf absolviert werden, überhaupt kein Problem darstellen. Im Gegenteil. Du bereitest Körper und Geist gezielt auf das vor, was kommen wird. Orthopädisch sollte es - wenn die Erhöhung deines Kilometerumfangs dadurch nicht zu groß wird - ebenfalls relativ unbedenklich sein.

Zum Glück hat ein HM ...

... nur 21km. Da darf man wirklich auch vorher schon mal weiter gelaufen sein.
Vor dem ersten 100 Meilenlauf sollte man das aber dann wirklich nicht auch vorher machen. Dass man 100 Meilen laufen kann, begreift man schon während eines 100km-Laufes und dass es für M reicht, realisiert man während eines 30ers.
Aber darum ging es ja auch gar nicht.
;-)

nicht unbedingt!

Hallo,

also zu aller erst mal Glückwunsch das du dir ein Ziel gewählt hast jenseits der 10KM:)

Nun du hast ja schon viele Kommentare gehört hier.

Es ist nicht so einfach das zu beantworten denn ich denk mal es kommt auf deine Verfassung an.
Wenn du noch nicht so lange Strecken gelaufen bist dann brauchst nicht die vollen 21km im Training.Denn im Wettkampf sind ja(denk ich mal) genug Zuschauer die dich antreiben.

Also probier im Training mal aus wie es dir so nach 15,16,17 Km geht und dann entscheidet dein Körpergefühl.
Ich bin schon mal 25Km im Training gelaufen allerdings hatte ich auch schon 5HM weg vorher.

Dir viel Spaß und Erfolg

Gruß Sven

Bewußt dagegen

...ob es trainingstechnisch Sinn macht im Beginnerbereich Überdistanz zu laufen? Ich glaube nicht. In meiner ersten HM Vorbereitung habe ich schon gemerkt ich schaffe die Distanz und habe dann nie mehr gemacht als 18KM, um mich im Wettkampf die letzten Kilometer einfach nur dem guten Gefühl hinzugeben.
Wie auch immer ich wünsche dir viel Erfolg...

Kompromis?

Ich bin die Distanz vor dem ersten HM nicht gelaufen (weil es der TP nicht vorsah und ich mir das Erlebnis nicht nehmen wollte), da haben mir 19km gereicht.
ABER ich hatte eine (ungefähre) Zielzeit und DIE bin ich gelaufen (natürlich im langsameren Trainingstempo). So hat man zumindest schon mal die Gewissheit, dass man über die Dauer durchhält... ;-)

Gruß, Dominik
_____________________
M44/69kg/1,81
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Jeder so wie er kann

In allen Aussagen steckt ein fünkchen Wahrheit,
aber bei dem ersten HM wird es gleichgültig sein, ob du ein oder mehrere Läufe über 20km gelaufen bist. Im Wettkampf bekommt alles eine andere Dynamik, meineserachtens ist es äußerst wichtig das eigene Tempo einzuhalten und sich vom Lauftempo der anderen nicht anstecken zu lassen.
Ich laufe nun seit ca 6 Jahren ohne einen bestimmten Laufplan, und habe bisher alle HM unter 1:50STd und Marthons unter 3:50 zudem einen Ultra über 100km in 11:15Std absolviert.

wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir für deinen ersten HM viel Erfolg

Danke!

Vielen Dank für Eure ganzen Antworten und Erfahrungsberichte!
Ich denke, ich werde dann so ca. 2 Mal 18-19km laufen, so in der 3. & 2. Woche vor dem HM.

Bin mir schon sehr sicher, die Distanz zu schaffen und bin vor meinem ersten 10er auch nie 10 gelaufen..die Sicherheit, dass ich das laufen kann, habe ich also im Kopf hehe.

ich freue mich schon richtig auf den HM. :)
Das einzige, wovor ich ein wenig Angst habe, ist, dass ich mich am Anfang so mitziehen lassen. Bin ein sehr unerfahrerner Wettkampfläufer und hab oft das Gefühl, genauso laufen zu müssen wie die anderen, damit ich richtig atmen kann (sonst passt diese Lauf-Atmungs-Melodie nicht in meinem Kopf, wenn das jemand versteht :D )
Bei meinem ersten & einzigen Laufwettkampf, dem 10er, hatte ich die ersten 2,5km dann einen 1min schnelleren Pace als geplant. Konnte dann das Gehen damit ausgleichen.. aber eigentlich will ich nicht, dass mir sowas nochmal passiert.

Habt Ihr noch irgendwelche Tipps dazu? Ich merke schon, dass ich inzwischen auch durchaus gegen den Rhytmus, zumindest einer anderen Person laufen kann, aber laufe halt die meiste Zeit alleine (geht auch nicht wirklich anders).
Ich denke, ich sollte auf jeden Fall ne Uhr ummachen beim HM.. andererseits schaue ich dann vllt drauf, denke "Oh nein! ich war viel zu schnell" und schon kommt das eingebildete Seitenstechen.. in sowas bin ich ziemlich gut ;)

Stell Dich hinten ...

...ins Startefeld und verkneif Dir auf den ersten 1-2 km rasante Überholmanöver. Und lass die Uhr zuhause, dann siehste auch nicht, wenn Du zu schnell läufst ;-)

Zusammenfassung

Beim Ultra -> Nein
Beim Marathon -> Nur Profis
Beim Halbmarathon -> Wieso auch nicht, aber auch nicht zwingend nötig.
Beim 10er -> unbedingt
Beim 5er -> Sogar auf Vollgas

Ich habs vor meinem ersten HM die 21,1 km mal gemacht.
Allerdings hatte ich auch Zeit für 2 HM-Trainingspläne. Am Ende des ersten Planes bin ich quasi alleine einen Wettkampf ohne besonderes Zeitziel gelaufen, am Ende des zweiten Planes dann unter Wettkampfbedingungen und alles was geht ;-)

Jetzt nach einigen HM Erfahrung fange ich am Anfang des Trainingsplanes meist etwa mit 16-18km an und dehne meine letzten Läufe etwa bis 25km aus.

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