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Gut die Hälfte meines ersten Winters als angehende Triathletin ist geschafft. Für mich ist es ja vor allem ein Schwimm-(Lern-)Winter mit drei bis vier Wasser-Terminen pro Woche. Zwei davon sind jeweils das einstündige abendliche Bahntraining mit meinem Triathlon-Verein, die anderen beiden entfallen momentan auf selbstständiges Früh-Schwimmen nach Trainingsplan (pTp) meines privaten Trainers (pT) bzw. auf Einzel-Trainerstunden im 4-Wochen-Abstand bei diesem.

Um mich in ein paar Monaten oder im nächsten Jahr wohlig gruselnd zurückerinnern zu können, hier mal ein paar frische Erinnerungen an so ein Bahntraining im ersten Jahr:

Gestern haben mich die Mädels im Stich gelassen. Heißt: Als einzige Frau unter elf Männern schwimmen lassen. Auf zwei 25m-Bahnen verteilt waren wir zahlenmäßig immerhin recht übersichtlich, nachdem seit Januar die gute-Vorsatz- und bald-ist-Saison-Welle rollt und wir uns eine Bahn auch schonmal zu 14t teilen mußten (geht übrigens auch!).

Ich reihe mich momentan immer auf der langsameren Bahn (eigentlich die "Frauen"-Bahn) ein, allerdings schon eine Weile nicht mehr ganz hinten sondern eher mittig, nachdem ich nach ein paar Wochen japsenden Hinterherschwimmens doch hin und wieder an die Füße meines Vorschwimmers fasse.

Daß ich seit langem die einzige Frau war, hatte den Vorteil, daß ich alle Ansagen unseres mitschwimmenden Trainers von der Nachbarbahn gleich beim ersten Mal verstanden habe… bei mehr als 3 Frauen gibt es bei uns auf der Bahn sonst immer eine kommunikative Ecke mit erhöhtem Geräuschpegel. Hier kann ich wohl ausnahmsweise einmal alle gängigen Klischees bestätigen ;)

Zurück zu gestern: Zuerst wird vom Trainer immer DER PLAN an eine Säule direkt am Beckenrand gepinnt. In unmittelbarer Folge teilt sich die inzwischen mehr oder weniger eingeschwommene Gruppe in zwei Sorten von Trainingsschäfchen: Die einen gucken sofort auf die untenstehenden Gesamtkilometer und die längsten Strecken, diskutieren die Einzelheiten und teilen die Reihenfolgen und ihre Kräfte entsprechend neu ein. Die anderen (so wie ich) halten den größtmöglichen Abstand, wollen am besten gar nichts über DEN PLAN wissen und warten schicksalsergeben auf die erste todo-Ansage. Wo nichts an Kräften einzuteilen ist… was soll's. Zum Glück ist die Stunde im Wasser auf 60 Minuten begrenzt, und das limitiert auch die Kilometerzahl. Bei uns momentan auf 2,2 bis 2,5.

Los ging es mit dem seit Januar verbliebenen und etwas kränkelnden mini-Technikteil-Rest… jaja, die Saison nähert sich, und ich habe ja zum Glück jede Woche noch zusätzlich ein- bis zweimal meinen pTp abzuarbeiten, der gerade im Moment eine Menge auf mich zugeschnittene TÜs beinhaltet.

- 2mal 50m Atmung, d.h. 3-5-7-9er Zug:
Hier bin ich noch vor ein paar Wochen fast abgesoffen, wenn ich es auch nur mit dem 5er-Zug probiert habe. Jetzt geht das. Bis zum 9er-Zug, den kann ich aber nur einmal.

- 2mal 50m Rücken altdeutsch - Rücken-Kraul:
Ommaschwimmen! Mag ich, meine liebste Entspannungstechnik mit Vortrieb im Wasser. Rücken-Kraul wird auch besser, seitdem ich es als Übung zum Wasserfassen nehme und mich zu Beginn der Bahn erstmal in Ruhe und schön AUF dem Wasser zurechtlege.

- 8*25m Sprints zu zweit, m. Paddles, 10s Pause:
Sprints mag ich auch, jedenfalls die ersten 4… Inzwischen eiere ich hier auch nicht mehr hinterher und nähere mich der u20s-Schallmauer. Bei den Paddles gibt es bei uns zum Glück fast nur Fingerpaddles, aber bei anderen Gruppen sieht man welche bis in Brustpanzer-Größe am Beckenrand liegen. Da beginnt meine Schulter, alleine vom Hingucken wehzutun…
Spielzeug, die gut beschriebene Tria-Krankheit. Auch morgens beim alleine-Trainingsplan-Frühschwimmen auf der 50m-Bahn klotzen einige ihre Kilometer komplett mit Paddles runter.

- 50m ReKom:
Hier mache ich gleich nochmal Ommaschwimmen. Man kann atmen, kommt mit einem kräftigen Zug schön weit vorwärts bzw. rückwärts, und mit der Leine in der Nähe bleibt man auch einigermaßen auf Kurs. Brustbeinschlag ist zwar gar nicht (mehr, hörthört) mein Ding, aber in der Entspannungsvariante geht es.

- 1000m-Pyramide ohne Hilfsmittel 200-150-100-50-50-100-150-200, je 15s Pause:
Jahaaa… ich weiß, die Saison naht. Ich kann zwar inzwischen auch 400m am Stück kraulen, aber das Tempo, das meine Bahn hier an den Tag legt, läßt mich Böses ahnen. Mädels, warum laßt Ihr mich heute alleine, die Jungs ärgern! Nach den ersten 200 Metern schnappe ich nach Luft. Hmpf, das war in der letzten Zeit doch gar nicht mehr mein Problem, in der letzten Zeit waren es immer die Arme… und daran arbeite ich mit dem pT. Wasserballkraul und Zugseil sind die Stichworte. Kaum habe ich die 200m geschafft, startet der erste Schwimmer die nächsten 150m. Menno. Nö, das muß ich nicht, ich bin immer noch Anfänger und muß auf Technik achten, ich schwimme nur 100 der 150m. Und die letzten 150m der Pyramide später dann mit Pull-Buoy, was mich etwas frustiert, aber immerhin gut und wenigstens vom Armzug her einigermaßen kontrolliert durchkommen ließ.
Des Rätsels Lösung ergab die spätere Auswertung des Garmins: Ich bin die ersten 200m in 3:30min geschwommen. Also eine Pace von 1:45min/100m. Das ist noch nicht mein Tempo, jedenfalls nicht für ü200-Strecken, auf den abschließenden beiden 200ertern meines derzeitigen 2300m-pTPs schwimme ich z.B. momentan immer eine gut-2er-Pace. Oder langsamer.
Die kürzeren Strecken in der Mitte der Pyramide gingen dann aber in besagter 1:45er Pace, und auf den letzten 150m des abschließenden 200erters habe ich den Pull-Buoy zur Hilfe genommen. Da sind die Jungs dann auch endlich langsamer geworden. Pyramide geschafft. Irgendwie jedenfalls.

- 50m ReKom:
Ommaschwimmen, schöööön! Und eine Bahn gaaaanz ruhiges Kraulen, auch schön!

- 1-2* 250m m. Paddles+PB:
Mann, ist heute Tag der Heil- und Hilfsmittel??? Aber bitte. Den zweiten 250er konnte, mußte man aber nicht machen, die Zeit wurde knapp. Und was soll ich sagen? Auf dem zweiten 250er war ich auf meiner Bahn alleine. Ich war anscheinend die Einzige, die nochmal wollte. Und auch plötzlich wieder konnte, sogar die Armkraft hat gereicht. Friedlich kontrollierte 1:50er Pace (wie gesagt, mit Vollprothesen-Ausstattung), nach 10 Minuten war ich auch mit diesen 500m fertig. Leider war auch die Zeit etwas fortgeschritten, zu mehr als 50m Ausschwimmen (-treiben) bin ich nicht mehr gekommen, die nachfolgende Gruppe stand schon sprungbereit am Beckenrand.

Insgesamt hat mich das Bahntraining seit Oktober doch ein ganzes Stück vorangebracht. Es herrscht einfach ein freundlicher Gruppenzwang, der einen mehr als alleine in der selben Zeit schwimmen läßt. Zu Anfang habe ich vieles abkürzen müssen, aber inzwischen komme ich recht gut mit, auch wenn mir nach wie vor kaum Zeit zum rechts und links-Gucken im Becken bleibt. Ich weiß immer noch nicht, was sich so auf den Nachbarbahnen tut, ob das Becken insgesamt voll oder leer ist und auf wie vielen Bahnen eigentlich geschwommen wird. Was zwischen dem Betreten und Verlassen der Schwimmhalle war, bringt mir oft erst nach Ende des Trainings mein Garmin in Erinnerung, ich überlebe da im Wasser jeweils immer nur im momentanen Augenblick.

Diese Woche habe ich noch einmal Tria-Training und einmal eigenständiges Training (pTp, 2300m, davon viele TÜs), es werden wohl wieder 9 Wasser-Wochen-Kilometer werden, und bald naht dann die Februar-Trainerstunde mit neuen Impulsen, neuem pTp, und in dieser Kombination werde ich mein Schwimmtraining bis Ende April weiter genießen. Spaß macht es nach wie vor. Doch, echt jetz!

LG Britta

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Im Vergleich dazu

gibt es bei uns keine kommunikative Ecke, dafür mehr Frauen. Mhm, komisch. Ach ja: die haben vor lauter Schwimmen erst unter der Dusche und in der Umkleide Zeit zum Quatschen! Na gut, bei 1 Minute Pause (falls es die mal zwischen Übungen gibt) wird dann auch mal geratscht. Die normalen 10-15 Sekunden reichen gerade zum Luftholen.

Außerdem wird bei uns nach Geschwindigkeitsbereichen unterteilt. Die "Treibhölzer" sind auf Bahn 1, die "Schnellen" auf Bahn 4 - wir haben 4 Bahnen, also das ganze Becken für uns.

Dafür bekommen wir "Treibhölzer" weniger "aufgebrummt" als die anderen, sozusagen die Kindervariante. Z.B. müssen Bahn 2-4 20*100m schwimmen - wir "nur" 15. Technikübungen machen alle gleich, aber auch schon beim Einschwimmen (in der Regel 200m) sind die schneller fertig und fangen dann auch früher an mit dem Rest. Dafür bin ich dann meist noch als Letzte im Wasser.

Einen ausgehängten Plan gibt es nicht - von daher wartet man immer auf die Ansage. Nix mit Kräfte einteilen oder so.

Ähm, 200m in 3:30? Puh, da kann ich mir vorstellen, dass Du außer Atem warst! In der Zeit hätte ich keine 150m geschafft.

Lass Dich von den Jungs nicht mitziehen, die sind meist länger als wir Frauen. Da ist dann schon jeder Armzug länger. Und auf Puls oder so etwas achten die gar nicht - da wird gekeult was das Zeugs hält!

Mit Pullbuoy und Paddles kann selbst ich schwimmen - ohne nicht mehr. Die "richtigen" Schwimmer können mit Pullbuoy nicht schneller schwimmen! Wenigstens hilft es für die Konzentration auf die Arme. Zumindest vorübergehend.

Das mit dem pTp und pT hört sich ja gut an. Aber für 4 Mal pro Woche Schwimmen fehlt mir die Zeit. Da käme ich zu sonst nichts mehr - und ich will auch laufen! Da kann ich dann den Frust vom Schwimmen wunderbar abbauen :grins:.

Höchst interessiert

verfolge ich deine detaillierten Schilderungen und schwimme gedanklich mit. Stark, was du da schon für ein Tempo schwimmen kannst!
Was das Spielzeug angeht, halte ich mich momentan beim Alleinschwimmen an die Philosophie von "Total Immersion": wenn Sie sich auf einen Wettkampf im Schwimmbrettschwimmen/ Paddlesschwimmen/ Pullboye-Schwimmen vorbereiten wollen, dann nutzen sie diese auch im Training; wenn Sie einen Kraulschwimmwettkampf vor sich haben, dann schwimmen sie auch im Training die ganze Lage ohne Hilfsmittel, nur so könne das Muskelgedächtnis den korrekten Bewegungsablauf abspeichern. Und auch die Technikübungen im Vorfeld laufen ohne Hilfsmittel, Ausnahme wären höchstens Flossen oder Fausthandschuhe. Seitdem fahre ich mit viel weniger Gepäck ins Schwimmbad...

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

WOW

WOW!!! -- Mehr kann man dazu nicht sagen.

@fazer: Das mit den 4

@fazer: Das mit den 4 Schwimm-Terminen wird auch nicht die Regel bleiben, ich wollte nur dieses erste Jahr bzw. die Kraullernphase möglichst effektiv nutzen. Aber ich habe es auch (zumindest zu den beiden Tria-Bahnschwimmterminen) nicht weit, meine Anreise besteht hier aus 7 Minuten Fußweg. Und durch die beiden Frühschwimmtermine in Hannover bin ich schon vor der Rush-Hour in der Nähe meines Arbeitsortes, das spart zumindest ein paar Pendler-Nerven.

Und: Ich glaube, mein Tria-Verein ist in jeder Hinsicht nicht mit Deinem zu vergleichen. Bei uns sind viele (nicht alle) der Frauen erstmal als Angehörige ihres männlichen Partners dabei, was dann auch dazu führt, daß Pausen auf der langsameren Bahn nach Können genommen werden. Ist sicher auf nur zwei Bahnen und ohne Trainer am Rand nicht besser einteilbar, gesellschaftlich nett und fürs Vereinsleben gewinnbringend, aber man (hier: frau) muß sich irgendwann entscheiden, was man für Ziele hat. Ich fühle mich (auch mit gewissen Zielen) ganz wohl und gut aufgehoben, auch in diesem eher lockeren Verbund. Aber kein Vergleich zu großen Tria-Vereinen, in der Nähe fällt mir zB Hannover 96 ein, auf deren Homepage habe ich mal ein wenig gestöbert. Wow, z.B. diese im Web ausgehängte Schwimmordnung!

@Sonnenblume: Zum Glück sehe ich das auch so und habe nie in eigenes Spielzeug (außer: Kurz-Flossen) investiert. Ich hänge ja keiner der Schwimmphilosophien sondern eher meinem jeweiligen Trainer an, aber auch da hat keiner bisher groß zu Spielzeug geraten. Schon gar nicht, wenns ohne nicht klappt. Ich muß aber sagen: Wenn ich die 1000m-Pyramide komplett mitschwimmen möchte (also Betonung auf Durchkommen, alle technikbetonten Trainings und 90% meiner 9 Wochen-Kilometer schwimme ich auch ohne alles) und mir auf den letzten Metern die Konzentration auf die saubere Arm-Technik flöten geht, kann so ein PB mal nützlich sein, das Ganze zumindest mit mehr Konzentration auf die Arme doch noch in der vorgegebenen Zeit hinzubekommen. Und Paddles (die kleinen und in Maßen eingesetzt) geben schon ein schönes Gefühl für die Kraftentwicklung vor allem in der Druck- (gar nicht so sehr: Zug-)Phase des Zugs, die man danach sofort auf das Ganze ohne Paddles übetragen kann (und sollte). Auch hier ist das Stichwort "Muskel-Gedächtnis". Was ja auch der Sinn ergänzender isometrischer Trockenübungen zu den verschiedenen Zugphasen ist. Auch darin will ich natürlich keinen Wettbewerb gewinnen, aber als Ergänzung und eben gerade fürs Muskel-Gedächtnis lerne ich auch solche (Partner-)Übungen momentan sehr zu schätzen. Schatzi auch, er wollte eh mal wieder was für seine Arme und den Rücken tun :)

LG Britta

@cocobolo

Die Frauen in den Frühtrainings, zu denen ich fahre, machen alle selber Triathlon oder kommen vom Schwimmen und sind keine "Begleiterinnen". Das macht dann wohl den Unterschied.

Hehe, ich finde es gut, dass Du Deinen Schatz da mit einspannst! So können beide trainieren. Zusammen macht es bestimmt noch mehr Spaß.

Aus dem gleichen Grund habe ich anfangs auch meine Kraulen-tbc Blogs geschrieben. Nur wenn man es hinterher nochmal selber liest sieht man evtl. auch die Fortschritte.

Ach so: was für eine Uhr hast Du? Im Schwimmbad hab ich keine. Da hängt eine mit Sekundenzeigern an der Wand (an jedem Ende des Beckens eine). Sie haben vier Sekundenzeiger in verschiedenen Farben quasi als Kreuz angeordnet, so dass man ungefähr die Schwimmzeit abschätzen kann. Musst Du bei Deiner Uhr immer drücken pro Einheit? Misst sie die Entfernung richtig?

Ich hab mal meine Garmin beim Schwimmen im See getestet (also ich bin schon Kraul geschwommen!) und die Werte waren alles andere als zuverlässig! Beim Brustschwimmen im Triathlon kam ich bei 500m auf etwa 10m - dafür aber ziemlich zuverlässig bei 1000m auf 20m :grins: Das gibt eine atemberaubende Pace!

@fazer: ich habe die Garmin

@fazer: ich habe die Garmin 910xt (hätte ich mir allerdings nicht gekauft, durfte ich mir aber von jemandem als statt-Geld-Leistung wünschen...), die hat für Indoor -Schwimmen so eine Bahn-Schwimm-Funktion wie die Garmin Swim. Erkennt per Beschleunigungssensoren Richtungswechsel und Schwimmstile, zählt damit Züge anhand von Armbewegungen, und wenn man ihr dann noch sagt, daß zwischen jeder Beschleunigung 25 (oder 50 oder...) Meter je nach Beckenlänge liegen, dann rechnet sie ihre Bahnen eben auch in Meter und Paces um. Klappt gut, wenn man weiß, wie sie es macht bzw. was sie eben aufgrund der Meßmethode gar nicht erkennen kann. Klogänge zum Beispiel. Draußen versucht sie dann natürlich wieder gps-Streckenberechnung, soweit sie das Signal zwischen den Kraulzügen ordentlich bekommt und per Spezial-Algorithmus irgendwie hochrechnen kann. Die Schwimmbaduhr haben wir auch, und unser jeweiliger Bahn-Führer orientiert sich auch daran.

Ja, Du hast Recht, Schatzi übt momentan an mir mal echtes Gegenhalten. Und: "einspannen" ist auch ein nettes Stichwort... ich hätte da noch das Zugseil... bisher knote ich das immer um einen unserer vielen Dachbalken... :)))

LG Britta

Bei den Schwimmern

5 Bahnen, davon 1-2 für die Kinder und Jugendlichen, 3 für die erwachsenen Treibhölzer, 4-5 für die Wettkampfschwimmer und Masterns. Montags 50m Bahn, mittwochs 25m Bahn, da kommt man sich manchmal mächtig ins Gehege. Vor allem wenn die Wettkampfschwimmer Schmetterling schwimmen und ich versuche mich daneben mit Rücken über Wasser zu halten... Jede Bahn kriegt ihren Plan angepappt: Die Langsamen müssen ggf. abkürzen, es macht sich einfach nicht gut, wenn 6 Mann kraulen wollen und zwei Mann noch bei ihren "Brustarme mit Pullbuoy" die Bahn verstopfen (eine Sch... übung, nebenbei bemerkt). Ich bin schon superstolz, dass ich mittlerweile halbwegs mithalten kann. Gilt allerdings nicht, wenn wie gestern eine Vereinskollegin ihr eigenes Programm durchziehen will...

Gestriges Programm der Treibhölzer:
200m Einschwimmen beliebig, dann 100m Lagenbeine. Es folgen insgesamt 100m Übungen, vor allem für Delphin... Als die Arme abfallen wechseln wir zu 8x25m Beine (wer lesen UND rechnen kann, ist klar im Vorteil: ich komme auf 8x25=400m und rechne runter pro Lage 2x50m also 4 Bahnen. Erst bei der letzten Bahn fällt mir auf, dass ich damit doppelte Menge geschwommen bin, ich Idiot).
20x50m durch alle Lagen, immer abwechselnd mit Pull Buoy und ganze Lage.
Die 6x100m Kraul schaffe ich nur noch 3x, dann ist die Zeit rum. Und ich habe 2km.
Der Plan sah 2,8km vor....

Und mehr als 15sek Pause gibt es bei uns nicht; wir sind ja "Schwimmer" und keine Triathleten ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

@strider: Öh... ich lese

@strider: Öh... ich lese immer Lagen... das ist mit Delphin für Euch alle? Konntest Du das schon vorher? Ich glaube, wenn ich das jetzt auch noch lernen müßte, wäre ich dann TOtal überfordert. Aber auch ansonsten klingt Euer Schwimmen ziemlich engagiert, wieviele Trainer habt Ihr dabei?

LG Britta

cool ;-)

..... mein Schwimmtraining ist nicht so spannend, lol.
Wenn ich Deinen bericht lese habe ich Lust mitzumachen!!!

Gruß Sandra

@ cocobolo

Machst du Witze? Ich habe mit 13 Jahren Hausfrauenbrust gelernt und seither Schwimmbäder gemieden wie die Pest, bis der Triathlonfloh kam und ich vor drei Jahren einen Kraulkurs machte. Mangels freier Bahnen im Offenen Badebetrieb habe ich mich dann irgendwann mal auf die Treibholzbahn des Schwimmvereins getraut, in dem meine Kinder seit Jahren trainieren. So lernt Frau dann auch Rücken und Delphin schwimmen... Wobei ich Delphin ganze Lage höchstens 12 bis 15m durchhalte, aber Delphinbeine mit Brustarme als Alternativmethode (hat mir der Trainer geraten) klappt schon ganz gut. Ich muss sagen, ich finde es sehr spannend, das ebenfalls zu lernen. Bei den Schwimmern reizt mich die Abwechslung. Kraul speziell trainiere ich dann, wenn wir privat schwimmen gehen.
Was ich wirklich entspannend finde ist Rücken altdeutsch, das entspannt die chronisch angespannte Rücken- und Nackenmuskulatur, feine Sache.
Apropos Hilfsmittel: da gehen die Meinungen wie überall sehr auseinander. Pull Buoy wird bei uns eingesetzt um sich auf den korrekten Armzug konzentrieren zu können. Ich nehme den auch gerne mit, wenn sonntags ein Laufwettkampf war und montags das Schwimmtraining ansteht ;-) Ein Brett für Beineschwimmen brauche ich nicht mehr unbedingt, vor allem bei Brust geht das sehr ins Hohlkreuz. Paddles nutze ich so gut wie nie, obwohl es für meine fehlende Oberarmmuskulatur mal gut wäre. Flossen kriegen wir alle Jubeljahre mal hingestellt, da hole ich mir regelmäßig Krämpfe in den Füßen! Fazit: Pull Buoy ist meist in der Tasche, den Rest kriegen wir im Training gestellt falls nötig. Dank meiner ältesten Tochter, die jahrelang Leistungsschwimmerin war, bin ich da aber ganz gut ausgestattet ;-)

Aber NEUN Wochenkilometer schwimmen!! Das hatte ich noch nie. Mehr als 2,2km bin ich im Training noch nie geschwommen, wenn ich es überhaupt mal zu drei Terminen schaffe sind es maximal 6-7 Kilometer. Hut ab!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

@strider: Deine Aussagen zu

@strider: Deine Aussagen zu den einzelnen Spielzeugen könnten wortwörtlich von mir sein, zumindest unsere beiden Meinungen gehen da anscheinend kein Stück auseinander. Nur, daß ich Kurz-Flossen (ja, gibt schnell Krämpfe, ich muß immer daran denken, die Dinger nicht an den Füßen festhalten zu wollen, sie passen ja und halten auch an entspannt-ungekrallten Füßen!) besitze und den Rest nach Bedarf gestellt bekomme.

So eben auch die(Finger-)Paddles, die ich momentan etwas mehr als "gar nicht" benutze, weil ich (nö, mein pT) gerade den Schwerpunkt auf Armkraftausdauer bzw. Tricpes/Lat./Pectoralis lege. Aber zu diesem Schwerpunkt gehören ergänzend viel Wasserballkraul, Hundepaddeln, Wasserschaufeln, Zugseilübungen und isometrische Trockenübungen mit Gegenhalten.

Schwimmclub... ich muß gestehen, wenn mir Schwimmen weiter soviel Spaß macht, werde ich nächstes Jahr überlegen, mir alternativ zum Tria-Schwimmtraining auch einen zu suchen. Sogar trotz der dann drohenden Delphin-Gefahr. Sind ja ansonsten sehr sympathische Tiere :)

LG Britta

Vereine und andere Probleme ;-))

Da habe ich Glück, ich bin in einem Leichtathletikverein (mit Triaabteilung) und in einem Schwimmverein (meinen Kindern geschuldet), insofern habe ich die Auswahl ;-) Die "Wahl" entscheidet sich aber daran, wann trainiert wird bzw. wie kompatibel das mit dem Familienleben liegt, und da haben die Schwimmer zur Zeit die Nase vorn ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Wir sollen auch manchmal Lagen schwimmen -

und ich ersetze dann frei Delphin durch Brustschwimmen. Den Rest schaff ich inzwischen. Letzten Dienstag hatte der "Ersatztrainer" aber kein Einsehen und hat gesagt ich solle einfach doppelten Kraulzug machen. Na gut, eine Bahn halb abgesoffen. Irgendwas mit den Armen und Beinen gemacht. Richtig lernen wäre besser. Aber lernen tun wir im Tria-Verein nicht wirklich. Da wäre ein Schwimmverein vielleicht die bessere Lösung. Hab aber bei mir im Umkreis noch keinen gefunden, der Training zu bei mir passenden Zeiten anbietet.

@cocobolo: die Uhr hört sich interessant an - ist aber teuer!

Liebe Britta,

ich sag nur "Hut ab und Respekt!!!" Das ist für mich alles unvorstellbar!!!

Lieben Gruß
Tame

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