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Heute früh bin ich um 6:30 Uhr rausgegangen mit 2 Fläschchen Wasser am Gürtel.
- Temperatur -6 Grad, mit Wind ca -12 Grad
- nüchtern
- 2 Stunden longjog (durchschnittlicher Herzfrequenz 72 %)
- die ganze Strecke war vom Schnee bedeckt
- die letzten 5 km erhöhte ich meine HFrequenz auf ca 80 %
Noch bevor ich heimgehen wollte war ich bei der Bäckerei und habe Semmel für mich und Familie gekauft.
Mir hat der Lauf sehr gut getan, kein Schwindel- und Hungergefühl.

Meine Frage: war das leichtsinnig oder kann man öfters so trainieren?

was meinst Du mit leichtsinnig?

Die Temperatur? Die Wassermenge? Das Nüchternlaufen? Den Puls?
Temperatur: wenn Du das verträgst - alles gut!
Wasser: Wenns Dir reicht - alles gut!
Nüchternlaufen: Wenns Dir bekommt - alles gut!
Puls 72% - prima, die Erhöhung auf 80% resultiert wohl daraus, dass die Kohlehydrate dann alle waren, und der Körper für die Energiebereitstellung aus Fett mehr Energie braucht - also 's Herzl mehr pumpen muss. Alles ganz normal und durchaus erklärbar.
Je nach Trainingsziel kann es sinnvoll sein, etwas langsamer zu laufen und so den Puls etwas niedriger zu halten. Aber wenn es Dir in Deiner Frage darum geht, ob es gesund ist oder nicht, dann brauchst Du Dir wohl in keinerlei Hinsicht Sorgen zu machen.

Alles Gewohnheitssache

Ich habe jetzt auch die ersten langen Läufe unter ähnlichen Bedingungen hinter mir, wobei ich bei solchen Temperaturen kein Wasser mitnehme. Halte bei Kälte auch mal zwei Stunden ohne Getränke durch, wenn man vorher ausreichend hydriert ist. Außerdem: Mir wird das Wasser sonst auch einfach zu kalt.


Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Saffti bloggt:
http://nichtnocheinlaufblog.wordpress.com/

Longjog im Winter

Ich danke dir für den Hinweis. Also dann kann ich damit weiter trainieren. Die Erhöhung auf 80 % habe ich mit Absicht gemacht, ich lief mit erhöhtem Tempo. Beim nächsten mal laufe ich ca 2-3 km weiter.
Soweit ich weiss muss man immer wieder trinken wenn man mindestens 1 Stunde lang laufen möchte. Beim schwitzen verliert der Körper das Wasser und braucht wieder einen Ausgleich. Also trinken und wieder trinken, das hat mir mein Arzt dringend geraten.

frag Deinen Arzt...

ob das trinken von Wasser bei -6 Grad - nachdem es schon eine Stunde in Deinem Trinkgürtel steckte - noch gesund ist. Es ist dann nämlich so kalt, daß Du dir schnell den Magen verderben kannst. Stecke lieber 10 Euro ein, halte an einem Kiosk, Tankstelle, Bäcker etc. und trinke einen warmen Tee oder nicht gekühltes Wasser. Das ist gesünder.

Läuferische Grüße

Jörg (komme gerade vom Training, 21,3km in 1:49 Std., ohne Trinken, -2 Grad)

Getränke

brauche ich bei diesen Temperaturen auch keine. Selbst wenn ich nach über 2 Stunden wieder zuhause/am Auto/etc bin, habe ich keinen sonderlich großen Durst. Dabei habe ich oft nur 2 Tassen Kaffee intus. Natürlich trinke ich nach einem Lauf viel, aber jetzt im Winter weniger aus Durst als aus Vernunft.

Dann sag Deinem Arzt

ruhig, dass er sich mal mit Peter Greifs (Google) Ansicht zum übermäßigen Getränkekonsum beim Laufen beschäftigen soll. Oder zu gut Deutsch: Der hat keine Ahnung, sondern quatscht nur den Mainstream nach. Unsere Vorfahren waren jedenfalls sicher kaum alle mit ner Evian-Flasche am Gürtel unterwegs... ;-)

Wenn Du direkt vorm Lauf noch ausreichend (so ein halber Liter direkt vorm Loslaufen, und gerne auch schon die Tage vorher immer normaler Pegel) getrunken hast, brauchst Du vermutlich bis 3 Stunden nichts mehr, jedenfalls bei kühlen Wetter und ruhigem Tempo. Und wer bei -6 Grad zuviel schwitzt, hat (möglicherweise. die meisten.) einfach zuviel an. ;-)

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

bin gerade

24 km in etwa 2:20 h gelaufen und hatte da auch nichts zu trinken dabei.
Nen halben Liter vorher reicht mir bei dieser Außentemperatur aus.

zuviel trinken...

...schafft man im Winter sicher nicht so leicht wie im Sommer. Mir ist das Wasser dann auch zu kalt und ich trinke eben vor und nach dem Laufen. Bei längerer Dauer bevorzuge ich dann zum Überbrücken des trockenen Gefühls in Hals und Rachen ein Kaugummi.
Um das Thema Trinken wird gelegentlich auch bissel zuviel Gedöns gemacht, und wie immer im Leben kann man es auch damit übertreiben. Es gibt viel zu lesen dazu, hier nur mal ein Beispiel.

Im Winter verliert man anteilig mehr Flüssigkeit beim Atmen. Im Sommer ist der ausgeschwitzte Anteil logischerweise höher als im Winter. Natürlich muss man diesen Verlust ersetzen, aber das muss nicht sklavisch alle 60 Minuten erfolgen.

Alles im grünen Bereich.

auch wenn ich werder Trainer noch Mediziner bin, sondern nur so für mich laufe finde ich deine Werte absolut im grünen Bereich.
Ich bin gestern selbst fast 3h (28km) gelaufen ohne zu essen und zu trinken. Bei den Temperaturen (-5°C)für mich kein Problem.
Wenn Du dich gut gefühlt hast und keine Probleme bekommen hast mach dir keine größeren Gedanken sondern mach es einfach nochmal.

"Probier mal was Neues, wenn es dir gut tut, mache mehr davon!"


Uli

Das Ungesündeste

bei dieser Aktion dürften die Semmeln gewesen sein, es sei denn, es waren Vollkornsemmeln! ;-)

wenns denn nur kalt genug ist, ...

... Laufe ich bis 4h ohne Trinken. Da kommen dann schon mal 40km und mehr zusammen. Und ich lebe noch. Ist aber vermutlich nur'n glücklicher Zufall.
Das ist ja grade das Schöne am Winter. Da mußt du nicht literweise Wasser mit dir rumschleppen.
;-)

verschiebt sich

Anfangs hatte ich Proviant dabei, bei längeren Läufen. Jetzt nehme ich immer weniger und nur auf längeren Strecken oder bei Hitze was mit. Gestern bin ich 30km bei -8,5°C gelaufen und hatte nichts mit. Vorher leichtes Frühstück. Beim laufen habe ich nichts vermisst.

Also wenn es dir gut geht,

trainiere ruhig so weiter. Du musst einfach nur auf deinen Körper hören und dem folgen was er verlangt. Ich persönlich trinke während (und auch unmittelbar vor) eines Laufes generell sehr wenig, weil ich es einfach nicht brauche und sonst alle Stunde pinkeln muss.
Also wenn du nur trinkst (oder auch nicht trinkst) weil es dir jemand sagt, solltest du das zumindest noch mal überdenken. Wenn du aber trinkst weil du es brauchst bzw. dich dann besser fühlst, dann mach das ruhig weiter.
Und was das nüchterne Laufen angeht, bin ich gar kein Fan von weil es mir viel zu anstrengend ist. Aber wenn es dir zusagt, ist das doch super, soll ja gar nicht so schlecht für den Fettstoffwechsel sein.

Aber das ist natürlich auch nur meine Meinung. :)

Leichtsinnig?

nö!
ist auf jeden Fall gut um den Fettstoffwechsel anzuregen.
Ich persöhnlich würde allerdings zu dieser frühen Zeit probesterben ;-)

Grüße

Longjog im Winter

Das sind wunderbare Ratschläge, ich danke Euch allen. Ich werde weiterhin in der Früh laufen, solange meine Frau und Kinder noch im Bett sind. Beim nächsten Mal wird es ca 20 km, dann 22 km, 24 km usw. Irgendwann werde ich schon spüren dass nüchtern laufen eine Grenze hat. Ich probiere es mal unterwegs nicht zu trinken, Fläschen werde ich auf alle Fälle mitnehmen, für alle Fälle.

Trinkfetischisten

"Soweit ich weiss muss man immer wieder trinken wenn man mindestens 1 Stunde lang laufen möchte. Beim schwitzen verliert der Körper das Wasser und braucht wieder einen Ausgleich. Also trinken und wieder trinken, das hat mir mein Arzt dringend geraten."

Dann sollten sich Du und vor allem Dein Arzt mal auf Stand des Wissens bringen!
Hier gern mal reinschauen - auch Dein Arzt:
Überhydrierung beim Sport - Trinken bis zum Hirnödem
(Aus Ärztezeitung Online)
Das sind übrigens Sachen, die mir meine "Ärztin im Hause" (Internistin, Kardiologin, Intensivmedizinerin) schon vor Jahren erzählt hat - das ist eigentlich alles nichts neues mehr!

Für einen 1,5-stündigen Lauf bei -6°C musst Du nun wirklich nichts mitnehmen. Dass das Zeug eigentlich dabei zu kalt wird haben schon einige erwähnt und Schweißverluste größerer Art? Bei -6°C ? Nicht wirklich, oder?
Abgesehen davon ist für den Körper der Wasserverlust ohnehin nicht so "interessant", wie der Mineralienverlust (v.a. Na+, Mg+, Ca+). Die braucht er nämlich unter anderem für die Reizleitung, ohne die er die "Steuerung" verlöre.

Und die Sache mit dem "Trinken bevor man Durst hat" kann auch mal so langsam aus den Köpfen.
Wir haben unser vegetatives System, das auch für den Durst zuständig ist, und auch unser Lauftalent immer noch fast 1:1 von unseren Urahnen geerbt, die im Laufschritt Wild durch die afrikanische Savanne hetzten. Wenn mit deren Durstgefühl (und damit auch unserem) was nicht in Ordnung gewesen wäre, wären wir alle nicht hier und könnten uns übers Trinken beim Laufen Gedanken machen.

Ansonsten - da schließe ich mich allen anderen auch an:
Ganz normaler Trainingslauf - kein erhöhter Leichtsinn zu entdecken ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

;-)

... bin gespannt, was du so als Grenze fürs Nüchternlaufen definierst.
Nach den üblichen anfänglichen Problemen gewöhnt sich der Körper sehr gut daran. Da sollten 30km noch nicht die Grenze sein.
;-)

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