Ich brauch mal Euren Tipp. Zurzeit bereite ich mich mit einem Trainingsplan auf einen HM vor. Zwar bin ich dabei sehr diszipliniert (Schlechtwetterläufe können auch schön sein), aber es kommt vor, dass ich den Plan nicht einhalten kann. Beispiel:

Vorgestern stand ein 8km-Lauf auf dem Plan, den ich nicht laufen konnte, weil auf allen möglichen Strecken Glatteis war. Gestern war geplanter Ruhetag und heute die nächste Einheit. Nun die Frage:

Welche Entscheidung ist für das Gesamtziel die bessere? Den Lauf einfach weglassen, oder auf den folgenden Ruhetag verschieben und dann an zwei aufeinander folgenden Tagen laufen?

Nicht, dass zweimal hintereinander laufen ein Problem wäre, aber ich habe die Sorge, dass dadurch der ganze Plan nicht mehr so funktioniert, wie vorgesehen.

Schto djelatch?

Meine Erfahrung....

ist und das ist auch das was mir Trainer gesagt haben,
den ausgefallenen Lauf einfach ersatzlos weglassen. Das ist kein Problem und hat keine Auswirkungen auf das Training und das Ziel.
Wenn man sich z.B. auf einen Marathon vorbereitet und während des Training krank wird, holt man das ausgefallene Training nicht nach.

Schließe mich an!

O-Ton eines Lauffreundes, der den Marathon <3 h läuft: ...und immer ganz wichtig: An Trainingspläne hält man sich! Sollte doch einmal etwas dazwischen kommen, dann wird die entsprechende Einheit ausgelassen. Im Nachhinein wird an Trainingsplänen nichts mehr verändert!

So wie ich das sehe, sind jedoch Anpassungen (z.B. wegen anderer Verpflichtungen) im Vorfeld erlaubt.

:-)

Ich finde es merkwürdig,

Ich finde es merkwürdig, wie fest einige an den Trainingsplan glauben, als wäre der eine mathematische Formel, die gar nicht mehr hinhaut, wenn man eins der Elemente verändert. Trainingspläne stellen bloss ungefähr dar, was man wann machen sollte. Wenn der Plan nicht mal extra für dich gemacht wurde, dann sind es wirklich nur ganz ungefähre allgemeine Angaben. Man kann es natürlich ein bisschen anders machen, sollte man sogar, z.B. wenn an einem Tag der Körper nicht leistungsbereit ist. Hauptsache der gesamte Kilometerumfang, die Länge des langen Laufes, das Tempotraining und die Pausengestaltung stimmen ungefähr.

Wenn du schon mal 2 Tage hintereinander trainierst, dann kannst du es machen, wenn nicht dann hol die eine Trainingseinheit einen Tag später nach und macht was ganz lockeres bzw. kurzes den Tag drauf, anstatt was auf dem Plan steht (die Trainingspausen sind ein Teil des Plans genauso wie die Tr-Einheiten).

Ich frage mich

welche Vorteile so ein Trainingsplan bringt?
Habe mit 50 Jahren mit dem laufen begonnen und laufe mittlerweile den Halbmarathon in 1:35 h. Habe noch nie nach einem Trainingsplan trainiert. Ich laufe aus Freude und Spass am laufen und habe eher Angst, dass mir dies durch einen Trainingsplan verloren geht. Insofern kann meiner Meinung nach kann ein laut Trainingsplan "fehlender" Lauf wenig Schaden anrichten.

Gruß Jo

Es geht alles !

Also, ich muß häufiger mal wegen beruflicher Gründe meine Wochenpläne umstellen, daß heißt, ich tausche die Tage und laufe dann auch mal mehrere Einheiten auf aufeinanderfolgenden Tagen. Wenn ich was weglassen muß dann meist den Tempolauf, weil ich auf HM bzw. M ankommen trainiere. Muß ich in mehreren Wochen streichen, dann mal den TDL, den Kurzen und mal den Langen. Ich hab auch schon Wochen getauscht, zb die Ruhewoche vorgezogen oder nach hinten verschoben. Wenn ich krank bin, streiche ich Einheiten ersatzlos und hole nichts nach. Meist lasse ich mir ein wenig Luft in den Plänen, so daß ich halt eine Woche pausieren kann und dann da wieder anfange, wo ich aufgehört habe.
Das Ganze funktioniert für mich gut, habe einen HM Plan für 2 Stunden gehabt und meinen ersten Halben im Oktober mit 1:59:15 beendet.

Das Ziel ist im Weg ...

Je-nach-dem

Ich bin zwar kein Profi, gebe jetzt aber auch 'mal meinen Senf dazu: Ich glaube, dass es drauf ankommt!
Wenn jemand schon total austrainiert ist und sich die Verbesserungen noch maximal im Sekunden-Bereich bewegen, dann glaube ich schon, dass es absolut wichtig ist, sich sklavisch an den persönlichen Trainingsplan zu halten und auf gar keine Fall etwas nachholen zu wollen.
Für jemanden wie mich (ich laufe erst seit 3 Jahren und das überwiegend gemütlich) ist es aber wahrscheinlich wichtiger, überhaupt zu laufen. Da führt so ziemlich jeder Lauf zu einem Trainingseffekt - und wenn es nur der Sieg über den Schweinehund ist. Für mich persönlich wäre es fatal, einen Lauf wegzulassen, wenn es noch möglich ist, ihn nachzuholen (z.B. konnte ich letzte Woche nur 2x laufen und habe deshalb den langen Lauf vom Wochenende am Montag nachgeholt und komme diese Woche somit auf 4 Läufe). Andererseits: wenn es zeitlich einfach überhaupt nicht geht, dann eben nicht. So bleibt eben noch Entwicklungspotential für den übernächsten Wettkampf. ;-)
Viele Grüße,
die_alternative

Vielen Dank für Eure Tipps.

Vielen Dank für Eure Tipps. Ich bin ein "sehr-langsam-Läufer". Gut ankommen ist mir wichtiger, als in der Ergebnisliste zwei oder drei Positionen nach oben zu klettern. Insofern ist wohl das Weglassen die richtige Entscheidung für mich. Und der Trainingsplan dient für mich zwei Zwecken. Erstens will ich einigermaßen solide auf den HM vorbereitet sein und außerdem hilft er mir schon manchmal, den Schweinehund zu besiegen und nicht nach irgendwelchen Ausreden zu suchen.

Also nochmal Danke an alle.

ein Trainingsplan ist sicher

ein Trainingsplan ist sicher gut, um etwas Systematik ins Training zu bringen. Aber man sollte sich auch nicht zum Sklaven seines Plans machen. Wenn du als "sehr-langsam-Läufer" vor allem aufs Ankommen trainierst, ist der Plan nicht so entscheidend. Wichtig sind vor allem die längeren Läufe, gerade jetzt im Winter. Dazu einmal pro Woche ein 10 km Tempolauf oder Intervalle und du bist gut vorbereitet.

eine Frage, was für ein Lauf ausfällt

Ich hätte gesagt, dass es darauf ankommt, was für ein Lauf ausgefallen ist. Wenn Du einen HM-Trainingsplan hast, dann hast Du ja wahrscheinlich pro Woche einen langen Lauf, einen Tempolauf, einmal Intervalle und je nach Zielzeit noch weitere lockere Läufe. Ich würde schon zusehen, dass Du die drei Elemente pro Woche einmal drin hast. Fallen z.B. heute die Intvervalle aus und morgen ein Regenerationslauf, dann würde ich die Intervalle eher nachholen.

Wichtig ist halt m.E., dass Du Dich übernimmst und meine Erfahrung ist, dass Du merkst, wenn Du in den Bereich kommst. Dann macht es keinen Sinn Intervalle oder einen langen Lauf zu machen. Wenn Du zu erschöpft ist, dann würde ich das sowieso hinterfragen, auch wenn ein solcher im Trainingsplan steht. Solange Du Dich aber gut fühlst, würde ich zusehen, dass Du die drei o.g. Elemente in der Trainingswoche drin hast.

ich glaube, es ist einfach

ich glaube, es ist einfach wichtig das man stetig am Ball bleibt und man in seinen Laufstrecken variert nach Tagesform, Zeit und wetterfaktoren. Das schwierigste ist das am Ball bleiben ;-)

War bislang dieses Jahr auch meistens Faul und ausreden für mein wohlgefühl mir gesucht, die Quittung habe ich jetzt auf der Waage, die Zeit die ich auf einer meiner Strecken gelaufen bin nehme ich nicht ernst, weil die war auf vorsicht gelaufen, weil es wirklich teilweise Sau glatt war... und da ich kein Wettkampfläufer bin auch nicht ganz so wichtig, wobei ich mich schon mal an Cityläufen o. ä. versuchen will dieses Jahr...

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links