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Meine Leih-Garmin FR910XT wird von mir aktuell auf Herz und Nieren geprüft. Schließlich will ich im Anschluss an die Testphase mich für oder gegen einen Kauf entscheiden.

Wie genau wird also die Schwimmstrecke im Hallenbad gemessen?
Man gibt die Bahnlänge an und sagt der Uhr, dass man im Hallenbad, sprich ohne GPS-Empfang, schwimmt.
Der Messimpuls muss ja irgendwie über die Beschleunigung des Armes erfolgen.

Nun habe ich während des Schwimmens nicht immerzu die Zeit, zu gucken, ob Garmin die letzten 2 Bahnen korrekt gemessen hat. Wenn ich den Arm nicht bewege, weil ich z. B. nur Beinarbeit übe, wird also keine Bahn gemessen? Oder reicht es den Arm 1 bis 4 mal zu bewegen? Aber komisch ist es schon, wenn am Ende der 50m eine 25 auf der Uhr steht.
Sehr witzig ist die Auswertung bei Garmin Connect, wenn mir dort als Schwimmstil in regelmäßgem Wechsel Kraul und Rücken angezeigt wird, obwohl ich nur Kraul geschwommen bin, Brustschwimmen wird hingegen relativ sicher erkannt. Und ich habe Bahnen dabei, die ich angeblich mit 4(!) Schwimmzügen geschwommen bin.

Wie ist Eure Erfahrung? Taugt die FR910XT zur Trainingsstreckenbestimmung im Hallenbad? Oder gibt es bessere Alternativen?

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Bedingt

Ich habe die Garmin Swim, das Prinzip ist dasselbe. Und das Problem auch: er misst nach den Armzügen. D.h. wenn du nur Beine schwimmst, wird nicht gemessen. Dann musst du zu Beginn der Bahn mal ein paar Armzüge machen, dann misst er wieder. Wenn du z.B. ohne Brett Beine schwimmst und ab und zu mal einen Armzug machst (um Luft zu holen ;-) kann es sein, dass er dir drei bis vier Bahnen anrechnet ;-))
Oder wenn du den Schwimmstil auf der Bahn wechelst: das sieht die Uhr dann als neue Bahn an. Ist z.B ein Problem, wenn du Rücken schwimmst und dich für die Wende in Bauchlage drehst, dann misst er zwei Bahnen. Oder du schwimmst, was wir häufiger auf der 50m Bahn haben, 25m Technik und 25m ganze Lage. Dann ist die Uhr völlig verwirrt.
Auf der 25m Bahn kann noch als Problem hinzukommen, wenn du lange Tauch- oder Gleitphasen hast.

Eigentlich funktioniert sie nur zuverlässig, wenn du jeweils eine Bahn einen Schwimmstil schwimmst, dafür wurde sie auch konzipiert: zum Bahnen abreißen.

Irgendwo soll man in den Tiefen des Internets einen Hinweis finden, wie man Technische Übungen einprogrammiert um das Problem zu beheben. Soweit bin ich noch nicht ...

Aber die 4 Schwimmzüge pro Bahn würde ich nehmen ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Frage an die Testerin.

Ich finde es toll, wie systematisch du diese Uhr testest und verfolge die Ergebnisse mit Interesse.

Was mich an meiner 310XT (mit der ich alles in allem HOCH ZUFRIEDEN bin) mit Abstand am meisten nervt ist die kurze Vorwarnzeit, wenn der Akku leer wird. Die Uhr meldet Akku bald leer und auf den nächsten 500 Metern geht die Uhr dann komplett aus und zeichnet natürlich keine weiteren Daten auf.

Hast du diesen Fall mit der 910XT schon ausprobiert?

Viel Spaß beim weiteren Testen.
Gruß
Uli

Verständnisfrage:

aalso mal grundsätzlich:
So eine Bahn im Schwimmbad ist doch ziemlich exakt vermessen. Ähnlich wie eine Laufbahn. Also z.B. 25m bzw. 50m lang bzw. bei der Laufbahn in den meisten Fällen 400m lang.
Wozu misst man dann die Strecke nochmal mit einer Uhr - sei es via GPS oder Armzuglänge/Anzahl - ab? Reicht es nicht die Zeit zu nehmen, die man für die abgemessene Strecke braucht?
Ich arbeite auf der Laufbahn nur mit einer einfachen Stopuhr (sieht irgendwie komisch aus - modernerdings wahrscheinlich mit zwei pp?!?) und bin völlig zufrieden damit.

Grüße eines grübelnden
cheetah

@cheetah

1. Triathleten sind technikbesessen und lieben erfassbare Parameter und Werte ;-)
2. geht es um effizientes Schwimmen auf langen Strecken, da ist die Zugzahl schon ne relevante Größe, weil wenig Züge = lange Gleitphase = gute Geschwindigkeit im Verhältniss zum Energieverbauch ( oder so, ich kann ja nicht schwimmen)
3. Das wirklich Schöne bei Ausdauersport ist doch der freie Kopf, laufen ohne denken, hinter gucken wie lang und wie weit. Beim Schwimmen kannst du das nicht, da Du immer die Bahnen mitzählen um zu wissen wie weit die Strecke denn gerade ist, oder wann der Wechsel auf eine andere Schwimmart/Trainingseinheit erfolgen soll. Versuch mal die Gedanken schweifen zu lassen, oder auch nur ausgiebig die Mitschwimmer zu betrachten und weiterzuzählen - und dann nicht mehr zu wissen, ob das jetzt Bahn 105 oder 115 istschon doof... Alternativ könnte man auch nach jeder Bahn mit dem Edding nen strich an die Kachel malen, das will aber in der Regel der Schwimmmeister nicht und außerdem können Triathleten alle keine Wende, geschweige denn dabei noch stricheln... ;-)

Genug gegrübelt, geh raus und schwimm!
Gruß Fritze


"To finish, you have to start!!"

Der ultra-umfangreiche...

...Test von DC Rainmaker. Keine eigene Erfahrung.

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"What day is it?" asked Pooh.
"It's today" squeaked Piglet.
"My favorite day" said Pooh.

Schwimmen

Ich finde die Uhr bekommt das ganz gut hin. Abgesehen von den Problemen die strider beschrieben hat, habe ich beim reinen Streckenschwimmen nur ganz selten eine ungerade Anzahl Bahnen auf dem Tacho. zB wenn man auf auf halber Strecke mal auf einen langsameren Schwimmer aufschwimmt und dann seine Gleitphase dramatisch verlängert... sowas mag die Uhr überhaupt nicht. Genauso wie die vergleichbaren Produkte, wie Swimovate Poolmate (die ist zwar kleiner, dafür muss man alle naselang die Batterie austauschen lassen) oder die Uhr von Finis (keine eigenen Erfahrungen)
Allerdings würde ich das Schwimm-Feature der Stil-Erkennung nicht darüber entscheiden lassen ob Du die Uhr am Ende nimmst oder nicht. Im Hallenbad war sie mir von Anfang an entsetzlich peinlich, unbequem, und auch nicht sehr aerodynamisch - das riesige Ding. Im Vereinstraining schwimmen wir nach Plan, da muss man am Ende nur noch die Strecken zusammenzählen, das geht auch ohne Uhr. Es ist ganz nett die Anzahl der Züge die Du vor 3 Monaten pro Bahn gemacht hast mit dem zu vergleichen was Du heutzutage brauchst, aber auch dafür braucht man keine Uhr....
Wo die Uhr genial ist: Im See. Solange Du +/- sauber kraulst, zeigt sie Dir wirklich am Ende schön an wie lang die Strecke war, und wo Du den See gequert hast, oder wie Du durch den Fluss geiert bist. Beim Brustschwimmen bestraft sie Dich, weil dabei die Hand immer leicht unter Wasser ist, da verliert sie schnell das GPS Signal.
Allein für's Freiwasserschwimmen hat sich für mich die Anschaffung gelohnt!!!

happy swimming!
incognita

auch ich empfehle DC Rainmaker...

... (Link s.o.), da steht es genau, und genau so genau mißt meine 910XT auch. Immer, wenn ich die Beschleunigungssensoren in eine neue Richtung (zB durch kräftiges Abstoßen) reize, beginnt er eine neue Bahn. Deren Länge ich ja vorher eingegeben habe. Was anderes kann er ja indoor (also ohne GPS) nicht können. Ich habe aber schon zu Anfang mal verglichen, ob meine 910er-Bahnen mit der geschommwnen Realität übereinstimmen (zB durch ein paar 100m-Intervalle). TÜs ohne Armbewegungen der Tragehand sollte man entweder nicht zählen (stoppen) oder hinterher als solche nachtragen.

LG Britta

@Uhrli

Nein, das mit der Akkulaufzeit habe ich noch nicht getestet. Ich bin auch eher eine, die da immer auf Nummer sicher geht, und vor langen Trainingseinheiten die Uhr eigentlich immer voll auflädt, auch wenn das vielleicht für die Gesamtlebensdauer des Akkus nicht so optimal ist.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

@strider

Danke, das ist sehr ausführlich und fast so, wie ich es vermutet habe. Wahrscheinlich stimmt die Schwimmstrecke in Summe dann auch wieder, wenn die Beine-Bahnen nicht mitgezählt werden und stattdessen mal das ein oder andere falsche Doppel dabei ist.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

@cheetah und Fritze

Fritze hat das Ganze sehr gut erklärt. Ich schaffe es beim Schwimmen eigentlich nie, die Bahnen korrekt zu zählen, verzähle mich immer irgendwann und lasse es dann ganz. Und jetzt kann mir diese Uhr dann trotzdem hinterher meine geschwommene Strecke sagen. Ich dokumentiere meine Trainingseinheiten einfach gern, bislang habe ich beim Schwimmen als Strecke immer nur 1m eingetragen und die Zeit, aber das kann sich jetzt ändern.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

@Nezzwerker und cocobolo

Vielen, vielen Dank, das ist ja ein ganz toller Link!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

@incognita

Schade, dass es gerade nicht möglich ist, das Freiwasserschwimmen zu testen. Aber vielen Dank für Deine Erfahrung!
Ich glaube, ich bin von dieser Uhr inzwischen ziemlich angefixt ;-)

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Danke -

jetzt versteh ich das, finde diesen DC Rainmaker echt cool (manche Leute haben Zeit für Sachen...), habe schon lange aufgehört zu grübeln, war draußen beim schwimmen bis mich irgend so ne Type mit m weißen Anzug an den Ohren aus dem Becken gezogen hat wegen der Edding-Schmiererei am Rande desselben! F'*k - jetzt muss ich morgen nochmal wen vorbei schicken wg. der Anzahl der Striche auf den Kacheln ;-))

Einfache Alternative!

Wenn ich alleine schwimme, dann stoppe ich auf meiner herkömmlichen Stopuhr mit Rundenspeicher alle 200m (vier Minuten plus minus) eine Zwischenzeit, die ich später aus dem Speicher holen kann. Da die Zeiten auf diese Distanz relativ gleich sind, kommt es selten vor, dass ich mich verstoppe. Und das kann ich dann am Ende des Trainings noch nachvollziehen. Also wenn es nur ums Bahnenzählen geht, finde ich das am einfachsten.
Beim Vereinstraining erinnere ich mich meist an die Grundzüge des Programm (10 mal 100 ; 4 mal 400 etc.) und habe so einen ungefähren Überblick über die zurückgelegte Strecke. Im Zweifel kann man ja noch mal den Trainer fragen, der sollte die Streckenlänge anhand des Trainingsprogramm ungefähr angeben können.

Heute mit Lap-Taste gearbeitet

Danke für diesen Tipp. Habe daraufhin heute mal zusätzlich zum normalen Weiterlaufen der Uhr mit der Lap-Taste gearbeitet und diese alle 100m gedrückt (was bei in etwa den vier Minuten plus minus entspricht). Selbst bis vier zählen kann mich übrigens verwirren ;-), aber das habe ich hinbekommen. Ein paar 100m-Abschnitte, wo ich nur mit Beinen geschwommen bin, hatten übrigens auch gute 6min.
Interessant war dann die Auswertung in Garmin Connect. Die Uhr hatte 2100m gemessen, während ich 14 Runden=1400m geschwommen war. Insofern ist die eigentliche Schwimmbadfunktion für mich überhaupt nicht verwertbar bei solch einer gravierenden Abweichung.

Meine schnellsten 100m gingen übrigens in 3:20min weg. Oh, man, dann bräuchte ich für die 750m meiner geplanten nächsten Volksdistanz ja 25min! Da muss ich aber noch ordentlich weitertrainieren...

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Ich komme mit der

Ich komme mit der Schwimmbadfunktion bestens klar, seitdem ich von DC Rainmaker weiß, wie sie funktioniert: Registriert wird eben nur das "Beschleunigen" z.B. beim Wenden und hoffentlich kräftigen Abstoßen (die Uhr hat in geschlossenen Räumen ja nur ihre Beschleunigungssensoren zur Verfügung, GPS fällt nun einmal naturgemäß aus), alles dazwischen wird mit der vorher eingestellten Bahnlänge aufaddiert. Oder als Pause gewertet, wenn man sich gar nicht bewegt oder eine TÜ ohne Armbewegungen macht. Wenn man also immer nur halbe Bahnen (10m) schwimmt und dann wieder umdreht und dabei irgendwie in die Gegenrichtung beschleunigt, vorher aber 25m Bahnlänge einstellt hat, dann hat man hinterher natürlich zuviel auf der Uhr. Leider ist das auch so, wenn man auf halber Strecke plötzlich extrem in die gleiche Richtung beschleunigt (wie auch immer), aber dann kann man ja immer noch an der "halbierten" Zugzahl erkennen, daß hier wohl etwas nicht stimmt und die "2" Bahnen hinterher am PC zu einer zusammenfassen. Passiert mir manchmal beim Bahnschwimmen, wenn plötzlich Stau auf der Bahn ist.

TÜs kennzeichne ich hinterher am PC einfach als solche und beachte Zugzahl usw. nicht weiter (die Bahnlänge addiert er ja trotzdem korrekt, wenn man sich wie gewohnt kräftig abstößt) , aber beim "normalen" Bahnenschwimmen (unter den Aspekten, die DC Rainmaker auch für Toilettenpasuen usw. empfiehlt) habe ich keinerlei Abweichungen im Bahnenzählen und bin hochzufrieden mit meinem 910er.

Das einzige, was bei mir oft nicht stimmt: Er wertet mein Brust- als Rückenschwimmen. Vor allem, wenn ich gaaaanz langsam Brustschwimme. Ist wohl nicht so mein sauberster Stil... aber was soll's, Kraul erkennt er dafür immer korrekt bei mir :)

LG Britta

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