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Zu Weihnachten wünschte ich mir das Buch "Total Immersion - Schwimmen nach Art der Fische" von Terry Laughlin und John Delves mit dem verführerischen Untertitel: "Mit der richtigen Kraul-Technik mühelos zu mehr Spaß und besseren Zeiten auf allen Distanzen".

Ein so marktschreierisches Versprechen weckte bei mir Kraulschwimmlehrling einfach große Hoffnungen. Trotz mittlerweile so einiger Tainings- und Übungsstunden blieb das ganz große Aha-Erlebnis beim Kraulschwimmenlernen bislang nämlich aus, auch wenn es immerhin so einige Ahachens gab. Aber immer noch bin ich nach 1 bis 2 Bahnen völlig k.o. und muss am Beckenrand erst mal wieder zu Atem kommen.

Ich las das Buch also mit großem Interesse und merkte mir so einprägsame Bilder wie, dass man sich beim Schwimmen auf seine Lungen lege und dadurch automatisch der Po hochkäme und man eine klasse Wasserlage bekomme oder dass man sich vor dem Armzug jeweils nochmal ganz lange mache, denn lange schlanke Boote gleiten weiter als dicke bauchige. Das Hauptmerkmal vom Total-Immersion-Schwimmen ist aber das "Rollen", d. h. man nutzt die Ganzkörperrotation um die Längsachse von einer Seite auf die andere um Kraft für den Vortrieb zu erzeugen. Das las sich alles total schlüssig, aber könnte es den Praxistest bestehen? Wäre diese Methode was für mich, um endlich müheloses Kraulschwimmen zu erlernen?

Heute war nun mein erstes Schwimmen nach der Lektüre des Buches.
Ich erinnerte mich an die ersten Trainingseinheiten zum Finden der Balance und der Wasserlage und absolvierte sie. Das klappte gut. Ich spürte ganz deutlich die verbesserte Wasserlage, lag jetzt "auf meinen Lungen". Dann versuchte ich das Rollen ins Schwimmen zu integrieren. Wenn man diese Methode lernen will, sind natürlich noch viele andere Übungen dazwischengeschaltet. Die würde ich auch alle ordentlich nacheinander trainieren wollen, wenn mich das Gesamtkonzept überzeugte.

Und was soll ich sagen? Ich hatte heute tatsächlich einen ganz großen Aha-Effekt. Obwohl der ganze Bewegungsablauf sicherlich noch stark fehlerbehaftet war, merkte ich, welche Leichtigkeit mir das Rollen beim Schwimmen verschaffte. Ich konnte nahezu mühelos mehrere Bahnen hintereinander schwimmen ohne eine Atempause am Beckenrand machen zu müssen. Plötzlich funktionierte auch das Atmen zur Seite ohne Probleme. Ja! Endlich werde ich locker schwimmen können! Schwimmen ohne zu Ermüden, ohne außer Atem zu kommen! Wenn das nicht genial ist! So hatte ich mir Kraulschwimmen immer vorgestellt: ich schwimme mit so einem Gefühl, als wenn ich locker laufe. Ich genieße das Schwimmen.

Klares Fazit: Das werde ich jetzt so lernen. Schritt für Schritt. Die Trainingseinheiten sind im Buch sehr gut beschrieben. Und wenn ich die Technik richtig beherrsche, dann werde ich auch am Tempo arbeiten können.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend und bald auch schwimmend fit und gut drauf!

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auch haben...

will... ich wollte es mir schon mal bestellt haben, entschied mich aber für die DVD *schneller schwimmen* Holger Lüning & Jan Sibbersen. Jetzt bestell ich es mir doch noch, hast mich neugierig gemacht...
meine Aha-Erlebnisse beim Schwimmen kreisen immer wieder um die Rumpfstabilität, und tatsächlich seit ich sehr viel Bauch- und Rückentraining mache, kann ich bedeutend besser bzw. *einfacher* kraulen, neuerdings auch Rückenkraul ohne mit Krämpfen nach 15-20 m abzusaufen.

Sportliche Grüße und weiterhin viel Spaß & Erfolg

Ich habe das Buch auch

und sogar gelesen. Es hat mich sehr weitergebracht. Das Rollen habe ich zwar mittlerweile wieder abgelegt, aber es hat mir sehr geholfen ruhig zu atmen. Und bei den ganz langen Strecken habe ich mich auch einfach mal auf den Rücken gelegt bis sich der Atem wieder beruhigt hatte.
Übrigens trainieren das Rollen auch erfahrene Triathlontrainer, da muss also schon was dran sein.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Herzlichen Glückwunsch zum Aha Effekt!

Zum Inhalt des Buches kann ich nichts sagen, aber der Verlag, der ist super...;-)
Bin mal gespannt, wie sich die Technik langfrisitig auf die Zeiten auswirkt. Lass es uns wissen.
Beste Grüße aus Düsseldorf,
Lars

Hört sich interessant an

Ich habe das Buch "Schwimmtraining für alle Triathlondistanzen" und da fand ich nichts zum "Rollen". Auch beim Schwimmtraining im Verein machen wir das nicht. Scheint ein komplett anderer Schwimmstil zu sei. Allerdings hab ich ein Video dazu gesehen - das sieht echt genial aus. Kaum Wellen im Wasser und der Körper schneidet da durch wie ein Messer durch weiche Butter.

Rollen im Schwimmtraining

Im Schwimmverein wir auch nicht, wohl aber der Triathlontrainer ;-)) Macht sogar Spaß ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Rollen?

jetzt bin ich angefressen ;-) und muss erst mal auf das Buch warten...gibts n Videolink zum Rollen...mich quält die Neugier...
ist das ein Wechsel zwischen Rücken- und NormalKraul während des Schwimmens?
das praktiziere ich beim Rückenkraul inzwischen, um das Opfer mit dem ich zusammenstossen könnte vorher zu sehen, ;-) nach 3 Brustkraularmzügen dreh ich mich wieder auf den Rücken...kostet natürlich "Tempo" macht aber Rückenkraul sozial kompatibel

sportliche Grüße

Ute Mückel

Ich habe mir mal das Ute-Mückel-Buch gekauft. Dort finde ich die Schwimmpläne wirklich sehr schön und abwechslungsreich. Ansonsten halte es es ganz altmodisch: Kraulkurs besuchen. Und just gestern war auch das "Rollen" dran. Hey das stimmt, irgendwie ergeht es mir damit richtig gut! Ob ich dadurch schneller bin, möchte ich bezweifeln, aber auf jeden Fall entspannter. Viel Spaß und Erfolg!

Habe zwar nur wenig

bis gar keine Ahnung vom Schwimmen, glaube Dir aber SOFORT, dass Du das Gelesene umsetzen kannst. So ist es einfach mit guten Büchern, die man gern verschlingen möchte. Es wird ganz bestimmt Früchte tragen und Dein Tempo wird pö a pö bessser!

Lieben Gruß und weiterhin viel Erfolg!
Tame

Das TI-Buch habe ich auch

Das TI-Buch habe ich auch gelesen bzw. mir die dvds dazu angeguckt. Spannende Sache, schön, daß es Dir so viel bringt! Empfehlen kann ich zum Ausgleich noch das Buch von "swim smooth" und das "swim speed secrets" von Sheila Taormina. Die Meinungen gehen wohl hin und her, was am aller-aller-wichtigsten beim Schwimmen ist: Die Wasserlage oder der Antrieb. Sheila Taormina sagt zB, daß Johnny Weißmüller Olympiasieger mit einer für heutige Verhältnisse dramatisch un-aqudynamischen Wasserlage geworden ist. Und das in einer Schwimmzeit, an die keiner der heutigen TRiathleten, die sich seit einigen Jahren plötzlich "nur noch" um die Wasserlage und Aquadynamik kümmern, erreicht. Grund: Er setzt seinen Antrieb, sprich Armzug, so gekonnt ein, daß die Wasserlage quasi egal ist (ich glaube, er ist damals mit dem Kopf über Wasser geschwommen, es gibt jede Menge Fotos dazu im Internet). Auch eine spannende Meinung, wahrscheinlich muß aber wie immer jeder für sich entscheiden, wo sein goldenes Mittel beim Üben und Anwenden aller Theorien liegt. Wir Frauen haben ja zum Glück immerhin den Vorteil über die Männer hinsichtlich Wasserlage... mal ein Vorteil unserer Fettverteilung :)))

Frohes Schwimmen weiter, das wird bestimmt!
LG Britta

PS: "Langsam" warst Du doch nun wirklich GAR nicht bei Deinem heute eingetragenen Schwimmen?!

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