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Oh man,
der Lauf eben hatte so seine "Seiten". Der Beginn brachte mal gleich anhaltenden Sprühregen - der aber nach dem erstem Frösteln auf der neu gewählten Umkürzung 'nach Hause' aufhörte. Also kurzer Check, Brille getrocknet und wieder zurück Richtung ursprünglicher Strecke - nun von Hinten aufgerollt.
Der Lauf war dann noch ganz toll und knackte nach langer Zeit mal wieder die 10km, wie angepeilt und ohne körperliche Zimperlein.

Bloß auf dem Rückweg die krasseste Begegnung jemals:
An einem Drainagegraben, auf dunkler Strecke an schmaler Stelle, begegnen mir zwei Jungspunde mit Bulli, natürlich nicht angeleint (das Viech). Also Tempo raus und Gehen. Ein kurzer Moment noch und das Biest kommt auch schon in meine Richtung gehottet, mit unzweideutigem Grollen und gefletschtem Gebiss.
Reaktion der/des (?) Halter: KEINE.
Reaktion des Köters auf mein scharfes "AB": KEINE.
Inzwischen umspringt mich der Köter schulterhoch, heftig grollend und gefletschten Zähnen. Ich stehe, Arme angewinkelt, Augen auf dem Feind und versuche zumindest das Gesicht vor dem ggf. Schlimmsten zu bewahren.
Meine Aufforderung, das Tier zurück zu rufen und zu halten, scheint auf völlige Überraschung und stumpfsinnige Untätigkeit zu stoßen.
Endlich mal ein Ruf einer der Beiden und das Vieh lässt ab und läuft zum "Rufer", der es aber nicht zu fassen bekommt, worauf das Biest mich wieder wie zuvor angeht.
Inzwischen wird es skurril:
Mir wird tatsächlich eine Diskussion aufgedrängt, das Ganze läge doch an mir, da ich nicht weitergehe und ich das Tier durch mein Ruf und dem Schirmlicht erst "ganz wild machte" ... unterdessen unablässiges Anspringen und Gefletschte von der Seite. Der Dummschwätzer zeigt dabei keine Reaktion, etwa mal seine glimmende Kippe aus der Hand zu legen und das Tier abzuhalten.

Die beiden scheinen sich Einzurichten und auch keinen Abstand gewinnen zu wollen, inzwischen kommt aber von Hinten ein Radfahrer, der Köter hat ein neues Ziel, meine Chance gehend zu einem Seitenwechsel und mehr Raum zu gewinnen. Nach mehr als einen kurzen "Vorsicht Bulli!" Warnruf an das neue Opfer ist mir nicht zumute, und die Situation im Auge zu behalten ... und dabei erst mal Abstand zu gewinnen.
Aber Denkste! Das Biest verfolgt das Rad und dessen Lichtkegel und kommt wieder unangenehm nahe.
Reaktion der/des (?) Halter während dessen wie gehabt: KEINE.
Die dumme Töle dreht dann aber kurz vor einer beleuchteten Ecke ab.

Puh - alle haben es geschafft, aber mein noch letzter Kilometer hat nur grob gereicht, um den Adrenalinschub abzubauen.^^

Ich überlege jetzt ernsthaft, welche 'Kampfmittel' man gegen so dumme Wesen, insbesondere gegen das Vieh ;) , einsetzen kann?
Guter Rat ist gefragt - soll ja auch nicht allzu belastend und einfach handhabbar sein.^^

...
23:12h TIPO

4
Gesamtwertung: 4 (2 Wertungen)

Die Diskussion ist (mal wieder) eröffnet!

Da hast du ja das Diskussionsthema schlechthin angesprochen. Immerhin hast du es unter "Erfolgsgeschichten" verfasst. Wohl, weil du den Zwischenfall überlebt hast. Ich hätte nicht in deiner Haut stecken mögen. Was die Kampfmittel angeht, so sollten sie wohl eher gegen die Halter angewendet werden.

Gruß

Sirius
...der lieber ohne Hunde rennt.

:-D, genau, oder der schon so

... oft thematisierte Waffenschein für bestimmte Rassen (also: Hunderassen !).

Hat mich in so einer saublöden Form Gott-sei-Dank noch nie betroffen
(war bisher immer mehr Kopf-Kino als real,
und nur einmal ein ziemlich mittelgroßer, halbstarker Mischling hinter hohem Maschendraht, bloß leider dann überrschend auftauchender, genau mittelgroßer Bodenlücke - glücklicherweise verließ ihn dann, Angesicht zu Angesicht, auf fremdem Territorium irgendwie der Schneid.).

Werde dann hier mal über die Suche gehen... ;)

Grüße,
K.

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