Benutzerbild von mani pejuta

im august 2012 hab ich mir im popo 3 sehnen teiausgerissen. dort war schon aus dem jahr davor eine schwachstelle. es gab dazu kein trauma. wahrscheinlich überlastung bei oft 2 - 3 sporteinheiten am tag (durch das radfahren zur/von der arbeit).
ich merk die stelle je nach körperlich/seelischer verfassung teils immernoch und hab nun natürlich angst.
ich habe nicht nur einmal gehört, daß ich an mein alter denken solle, mein körper wäre keine 20 mehr. ich werde in diesem jahr 50.

aber: ich bin ja nun nicht die einzige in dem alter, die schwimmt, radfährt und läuft.
ich finde es unwahrscheinlich schwer, alles mögliche in eine woche zu pressen, denn es kommt ja zu den drei sportarten auch die stabi dazu. wo soll denn da noch ein ruhetag hin? bzw. muß (möchte) man an manchen tagen einfach auch zwei einheiten machen. grad im sommer bietet sich das an.
gilt ein stabitag auch als "ruhetag"?

ich wäre euch für ein paar meinungen zu triatraining/lebensaltersehr dankbar, denn ich möchte nun wieder mehr trainieren. hab leider auch einen körperlich belastenden beruf (KH geriatrie. doctor sagte, ab ende november wär alles soweit i.o.
meine ambitionen sind: erstmal eine sprintdistanz zum reinschnuppern, denn die verletzung kam zwei tage vor meinem ersten tria ... :-( und beim laufen maximal HM (als wettkampf dieses jahr aus angst eher nicht).

ich danke euch und wünsche euch ein gesundes, glückliches, verletzungsfreies jahr 2013!

christiane

Liebe Christiane!

Zunächst einmal herzlichen Dank für Deine Wünsche zum neuen Jahr. Gebe ich natürlich gleichermaßen an Dich zurück. Hoffentlich wird Dein Sportjahr 2013 besser, als es 2012 anscheinend gewesen ist.
Zu Deinen Fragen:
-Sehenabrisse im Po sind mir unbekannt (bin Physiotherapeut und habe noch keinen Patienten mit so einer Diagnose gehabt), da müsste ich etwas genaueres wissen, um da eine Meinung zu abgeben zu können.
-Trainingsbelastung: Wo steht denn geschrieben, dass man jeden Tag trainieren muss und alles in eine Woche pressen sollte? Gerade im fortgeschrittenen Sportleralter (wozu ich mich auch zähle) sollte doch der Spaß vor dem Leistungsgedanken stehen. Manchmal schwimme ich wochenlang nicht, mal habe ich keine Lust zu laufen und schwinge mich bei gutem Wetter eher aufs Fahrrad und manchmal ruht das Rennrad für Monate im Keller. Da habe ich kein Problem mit.
Lass es doch einfach locker angehen. Wenn der Muskel beim Laufen zwickt, dann mach da halt weniger und schwimme mehr. Stabilisierung ist zwar vernünftig, aber auch keine Pflicht. Ich bin bisher auch ohne unfallfrei durchs Triathlonleben gekommen.
Und wenn du dich auf ein Volksdistand/Sprintdistanz vorbereiten willst, dann sollte bei guter Grundkondition dreimal Training die Woche ausreichen, wenn es "nur" aufs Ankommen ankommt.
Ich kenne Dich ja nicht persönlich, aber deine Zeilen erwecken in mir den Anschein, dass du dich zu sehr unter Druck setzt. Gehe es ruhiger an. Sport macht Spaß, Triathlon ist abwechslungsreich, aber es sollte nicht in Stress ausarten, wenn man es nur zum Hobby betreibt.
Alles Gute und gute Besserung wünsche ich Dir auf jeden Fall.
Lars

Kein Stress!

Ich bin zwar noch nicht im besten Triathlon-Alter, aber auch finde, dass Du Dir da anscheinend ganz schön viel Stress machst. Und der Stress ist altersunabhängig. Das hat Lars bereits sehr schön formuliert. Was im Triathlon-Sport auch alles durch die Medien geistert, ist schon ganz schön angst-einflößend. Da ist von 30h-Trainingswoche die Rede, 100x100m Kraulen, ja und zwei Mal in der Woche zum Krafttraining ist ja schon Pflicht! Ach ja, und die Laser-gesteuerte Sitzplatz-Optimierung sollte man auch ein mal pro Saison durchführen. Aber die ganzen Pros machen das beruflich, und haben keinen körperlich-anstrengenden Job und keine ausgerissenen Sehnen am Hintern.

Ich kann Dir auch nur den gleichen Tipp geben: HAB SPASS! Wenn Du Lust auch Radeln hast, dann schwing Dich aufs Rad. Wenn Hintern & Lust mitmachen, dann zieh die Laufschuhe an! Beim Schwimmen sieht es genauso aus. Und lass Dich nicht von den ganzen Posern mit ihren Ironman-Badekappen beeindrucken. Auch die haben nämlich auch irgendwann mal angefangen. Auch wenn Du am laufenden Bande überholt wirst - Du machst Dein Ding und hast Spaß dabei!

In diesem Sinne... viel Erfolg! Und berichte mal, wie es Dir so ergeht!

hallo lars, danke dir für

hallo lars,

danke dir für deine antwort.
bis august war alles schick. kein druck. im gegenteil. ich fühlte mich fit und stark wie noch nie. das radfahren bedeutete freiheit und glück. fahre zwar in berlin, hab aber eine schöne strecke zur/von arbeit. entspannung pur im vergleich zur s-bahn...
und plötzlich aus allem rausgerissen ... da es mir seelisch sowieso nicht gut ging, kam jetzt auch noch der no-sports-depri dazu.
und deshalb geb ich dir recht, mach ich mir jetzt wahrscheinlich zu viel druck. scharre mit den füßen und will endlich wieder richtig. und ich hab angst, daß ich nie wieder die gesundheit von vorigem sommer haben werde.

die sehnen der semis und bic.fem. am tuber teilein/ausgerissen (MRT-befund). zum glück nicht ganz ab und nicht abgerutscht.
für dich als physio und triathlet vielleicht auch interessant: hab ich in der neuen triathlon-training gelesen:
"psychischer stress - egal ob durch belastende ereignisse ausgelöst oder nur subjektiv empfunden, verlangsamt in der ersten stunde nach intensivem krafttraining die muskelerholung. US-forscher im fachmagazin 'medicine and sience in sports and exercise'". würde bei mir passen. naja, egal.

ich lass deine worte nochmal sacken und schalte einen gang zurück.
ich nahm wirklich an, daß man für triathlon deutlich mehr macht, als wenn man "nur" läuft.

hab einen entspannten abend - christiane

danke auch dir, robind! ich

danke auch dir, robind!
ich glaub, eure herangehensweise ist besser, als trainingsplanungs/-optimierungs-tips.
grüße - christiane

Auf jeden Fall

solltest Du das Ganze mit weniger Druck und mehr Spaß angehen. 2*Training pro Tag kann man verkraften - aber nicht hopplahopp! So wie ich Dich verstehe hast Du gerade wieder angefangen - da macht so etwas keinen Sinn. Ein langsamer Einstieg ist für den Körper besser. Dazu kommt ausreichend Schlaf (könnte auch ein Problem sein, wenn man einen so belastenden Job hat). Und natürlich die Regeneration nicht vergessen! Die ist wichtig - und sollte mit zunehmendem Alter (ich hab da welche von "ab 25 Jahre" sprechen hören, also sieh es nicht allzu negativ) mehr berücksichtigt werden. Rumpfstabi kannst Du machen wenn Du es magst - manchmal gibt es auch Gruppen dazu oder einfach zu Hause. Das kann auch am "Pausentag" sein - am Pausentag solltest Du aber nicht schwimmen, radeln oder laufen, wenn das Dein sonstiges Training ist. Spazierengehen ist erlaubt - oder was anderes tun wie Gymnastik, Blackroll, ... - was auch immer Spaß macht. Und wenn Nichtstun Spaß macht - dann mach genau das!

danke dir

danke dir fazer,

wahrscheinlich hab ich auch im sommer vor der verletzung, wo es einfach nur spaß machte, viel zu viel gemacht. schade! harte schule ... aber da muß ich wohl durch, wenn ich weiter spaß haben will.
daß du blackroll schreibst ist lustig. die hab ich grad vor drei tagen bestellt ... habe mich damit beschäftigt, nachdem ich davon in der triathlon-training las. bin schon gespannt ...

lieben gruß - christiane

kommt auf das Training an

Morgens laufen, mittags Rad und abends Schwimmen habe ich auch schon gemacht, aber dann nicht alles auf Tempo oder an der Belastungsgrenze. Wenn ich Radausfahrten oder Spinning mache, reicht mir das in der Regel für den Tag (bin halt Läufer und kein Radfahrer ;-). Laufen und Schwimmen kombinieren geht bei mir ganz gut. So übers Jahr mache ich 2-3x die Woche schwimmen (2x Vereinstraining, einmal für mich), 3-4x die Woche laufen und Rad so wie es kommt, also die Alltagskilometer plus im Sommer eine längere Ausfahrt und im Winter einmal (Vereins-)Spinning. Reicht völlig für die Halbdistanz bislang. Ohne jeden Plan. Und soviel jünger bin ich auch nicht ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Ergeiz find ich gut, aber langsam!

In 3 Jahren bin ich altersmäßig bei dir ;O)
Ich trainiere nur nach Lust und Laune und Wetter, habe keine festen Tage an den ich trainiere, nur das Vereinstraining ist geregelt. Manchmal mache ich zwei Pausentage in einer Woche und manchmal trainiere ich zehn Tage durch, je nach Kind und Kegel.
So als nicht nur Läufer, sondern auch Schwimmer, recht mir Sabi/Athletiktraining einmal wöchentlich, der Rumpf wird ja schließlich auch beim Schwimmen trainiert.
Zwei Einheiten am Tag empfinde ich als nicht belastend, vorausgesetzt eine Einheit ist ruhig.

Aber so ungefähr sieht bei mir die Winterwoche aus:

Mo: morgens 12 km Laufen / abends Athletiktraining
Di: abends Lauftraining Intervalle und ABC, im Verein
Mi: Ruhe
Do: Laufen 12km / Schwimmtraining
Fr: Schwimmtraining
Sa: langer Lauf
So: Rad
Im Sommer fällt 1x Laufen weg und dafür 2xRad.
Das wird auch für die Mitteldistanz reichen müssen.

Für eine Volksdistanz reicht es, wenn du zur Zeit jede Disziplin nur einmal trainierst, außer du musst wie ich beim Schwimmen echt noch besser werden und dich langsam steigerst, wenn du eine Belastungsgrenze (Schmerzen oder Müdigkeit) merkst, leg gleich einen Tag Pause ein. So nach und nach wirst du merken wie viel du verkraftest.

Hey, wir können entspannen, gewinnen können wir nicht, wir wollen nur nicht Letzter werden.

Triathlon-Training, Stabi und und und...

Ja, es ist sauschwer, das alles in den Alltag einzubauen! Wem sagst du das? ;-) Nach dem, was bei mir bis jetzt war, habe ich u.a. die Erfahrung gemacht, dass in der Ruhe die Kraft liegt und es sich unter Stress sowieso sehr schlecht trainiert. Der Spaß bleibt dann sowieso auf der Strecke! Aus diesem Grund ist auch schon so manches anvisierte Tempotraining gescheitert. Zugunsten eines lockeren Kopf-frei-pust-Läufchens, weil ich oft nicht den Nerv habe, mich auch noch darauf zu konzentrieren, dieses oder jenes Tempo zu halten. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Alltag eben auch kräftezehrend wirkt. Eine Leistungsdiagnostik sowie Laktattest habe ich übrigens noch nie machen lassen! Derartige (Puls-)Werte will ich nämlich gar nicht wissen! Denn je wissenschaftlicher das Hobby wird, desto mehr Verunsicherungspotential ist da und man setzt sich auch noch zusätzlich unter Druck, diesen oder jenen Wert bloß nicht zu über- oder unterschreiten. Mich macht so was total wahnsinnig! Da vertraue ich lieber auf mein Körpergefühl und achte bewusster auf gewisse Feinheiten wie Armarbeit, Haltung, etc. Aber da tickt jeder Jeck andes.

Wie schon andere geschrieben haben, sind wir Freizeitläufer, aber andererseits hat man ja schon einen gewissen Ehrgeiz, um persönlich gesetzte Ziele zu erreichen. Daher bin ich nun dazu übergegangen, meine Woche flexibel zu gestalten. Also nicht mehr montags ist dies, dienstags jenes...., sondern so, wie es zu den sonstigen anstehenden Aufgaben und natürlich auch zur fraglichen Trainingsperiode passt. Zur Zeit ist es so, dass folgende Trainingseinheiten zum wöchentlichen Pflichtprogramm gehören:

1 x Pilates/Spinning (diese Kurse sind hintereinander) - hier habe ich die Wahl zwischen dienstags und/oder freitags, alternativ: Schwimmen

Bergintervalle (10 x ca. 150 m)
Je nach Witterung auch vor der Arbeit. Dann habe ich diese ganz sicher "in der Tasche"!

1 langer Lauf

1 Ruhetag (in der Regel der Tag nach dem langen Lauf)

Die Kür:

Schwimmen und lockere Läufe. Wenn solche Läufe mal ausfallen, ist's nicht weiter schlimm. Denn mit der Zeit wird man ja altersmilde...

;-))

ich danke euch herzlich für

ich danke euch herzlich für eure antworten.
es tat mir sehr gut, euch zu lesen. vor allem auch, weil ihr so erfolgreich seid, in dem was ihr tut.
zu lesen, daß ihr "auch nur mit wasser kocht" war gut für mich. wenn man sich mit verschiedener literatur usw. beschäftigt, verliert man schnell den überblick. also, ich zumindest ... :-D die empfehlungen sind so unterschiedlich und ja meist auf perfektes training ausgerichtet, daß ich jetzt echt nicht mehr wußte, ob ich mit weniger training als im sommer je nochmal meinen stand von damals erreichen kann.
ich werde jetzt nur noch aus spaß an der freud sport machen. das wird sicher nicht immer klappen :-D, aber ich möchte und muß es tun, wenn ich will, daß mein körper mir noch lange erhalten bleibt. und ohne druck etwas im leben zu tun, ist ohnehin schöner!

also, nochmal herzlichen dank ihr lieben und immer 'ne handbreit alsphalt unterm rad, waldboden unterm laufschuh und wasser unterm bauch ... christiane

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