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War heute eigentlich nicht mein Tag: Schlecht geschlafen. Arbeitsmäßig auch nicht viel auf die Beine gestellt. Hatte mich erst auf meinen Lauf am Nachmittag gefreut. Aber irgendwie war alles doof, so dass ich eigentlich keine Lust mehr hatte, bei nassem, windigem Wetter auf die Piste zu gehen. Na gut, zu Hause angekommen. Kaffee, Kekse. Die Welt wird besser. Eine kurze 8km-Runde muss drin sein. Also: Umziehen und Los!

Und es läuft eigentlich ganz gut. Nicht schnell, aber locker geht’s voran. Der Weg wird matschig, aber ich kann an den entsprechenden Stellen ausweichen. Die Dunkelheit bricht herein. Ich könnte an schlüpfrigen Stellen immer noch ausweichen, sehe aber nicht mehr alle. Entsprechend saue ich mich ein, aber eigentlich stört’s mich nicht groß. Ist ja dunkel. Kurz vor der Heimat überkommt mich dann doch der Wunsch nach einem sicheren Tritt. Ein kleiner Abstecher zur Leichtathletik-Bahn könnte eigentlich nicht schaden. Nur für zwei Runden. Also: Abstechen.

Eigentlich laufe ich nicht so gern auf der Bahn. Für ein paar Intervall-Einheiten geht’s. Aber so richtig Kilometer schrubben? Man sieht ja auf jeder Runde immer nur dasselbe. Heute sehe ich noch viel weniger. Ist ja dunkel. Eine einzelne Lampe beleuchtet die Anlage. Ich laufe auf der 2. Innenbahn und folge nur den deutlich sichtbaren Begrenzungen. Der MP3-Player dudelt. Ich höre einfach nur zu und folge den Linien. Nach zwei Runden: Eine geht noch. Ist grad so schön. Also: Noch eine.

Tja, und noch eine und noch eine und jetzt mal eine etwas schnellere. Hach, das bringt ja noch mehr Spaß. Also: Noch eine. Es folgen weitere. Ich weiß nicht wie viele. Dann muss mal Schluss sein. Nur noch eine ganz kurze. Also: Auf die Innenbahn wechseln.

Schlagartig habe ich keine Lust mehr. Irgendwie ist da alles anders. Die Linien, der Untergrund, die Luft... alles. Ich bringe die Runde aber noch zu Ende und begebe mich nach Hause. 14,3 km sind es dann doch geworden. Und es war mein schönster Lauf des Jahres. Also: Sogar des ganzen Winters.

Gruß

Sirius
…der immer im Kreis rennt.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Gratuliere

So geht es mir manchmal auch. Da hat man keine rechte Lust, läuft aber dann trotzdem mit dem Vorhaben eine kleine Runde tut´s auch und dann kommen am Ende richtig Kilometer heraus, weil es irgendwann mitten auf der Strecke einen überfällt. Toller Bericht.... Motivation für jeden....

Hihihiiiii...

das kenn ich!
Wenn man mal in Gang ist und sich geistig weggebeamt hat, wundert man sich, wieviele Runden plötzlich auf dem Konto stehn. :o)

War gestern Abend auch auf der Bahn...Aschebahn, dunkel, Nieselregen, mit Stirnlampe ohne Musik.

War sehr lange nicht mehr da.

Die Bahn war relativ frisch niveliert und glattgezogen.
Sonst wars ehr ein Hubbelacker.
Die Zeitmessmatte musste ich mir erst mal wieder gradeziehen.
Streifen gibts da nicht, nur eine breite rote Bahn für mich ganz alleine.
Der Fußballrasen war grad frisch gemäht und das Grün (wir haben Januar!!) lag auf der Innenbahn und glitzerte nass im Schein der Stirnlampe.
Da ich nicht immer genau den Randstein innen sehen konnte, bin ich auch lieber mit einer gefühlten Bahn Abstand gelaufen.
Trotzdem war die glatte Asche sehr angenehm zu laufen.

Zum Auslaufen hab ich dann noch die Richtung gewechselt und noch ein paar Runden drauf gepackt und alles sah wieder anders aus.

War alles sehr kurzweilig und nicht so ermüdend, wie ich es vom letzten Jahr in Erinnerung hatte.

Mach doch mal einen Stundenlauf mit. Da will man auch immer noch eine Runde und noch eine und noch eine und......;o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Stundenlauf?

Stundenlauf?

Da will man doch immer schnell noch 'ne Runde und schnell noch eine und schnell noch eine... Das kann ziemlich anstrengend werden. Da bekommt das Wort Kreislaufproblem eine ganz neue Bedeutung.

Gruß

Sirius
...der immer mit der Ruhe rennt.

nee nee, sirius...

...man kann auch gemuetlich langsam ne runde, und noch ne runde...
aber es ist schon wirklich so: wechselst du die bahn, dan wechselst du auch den gemuetszustand...
____________________
laufend wuerd auch mal nen paar stunden mit sirius rennen: happy™

wer pläne schmiedet, verhindert die zukunft!

Die 2. bahn...

Dass das ob 2. oder 1. bahn soviel ausmacht? Muss ich gleich auch mal probieren...

Meine erfahrung: egal welches wetter, ist man mal draussen und rennt spielts keine rolle. Ich habe den reiz eines longjogs im regen gefunden, ist gut um abzuschalten.

Warte noch!

Warte bis es dunkel ist. Normalerweise zieht es mich immer auf die 1. Bahn.

Regenläufe können auch schön sein - wenn nicht gerade Gegenwind der Stärke >6 herrscht.

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