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20. Crosslauf in Elm. Das ist ein kleines Dorf in der Nähe von Schwalbach. Kaum ist man die Ortschaft hinein gefahren ist man auch schon wieder draußen.
Nach dem Coach am Anfang fürs Einfangen von ein paar Impressionen zuständig war und den angeblichen Crosschnecken zugeschaut hatte durfte er um 12.55 an den Start. Was für eine Uhrzeit? Dieses leckere Kuchenbüffet. Bis ich an der Reihe bin ist das schon alle. Die Langstreckenmänner durften erst knapp 3 h nach den Kindern an den Start. Übrigens was heißt hier Langstrecke??? 8,12 km? Ich mag die Sprints gar nicht so sehr. Da muss man ja Dembo Laufen :-(
Was hat diese Person doch einen Einfluss auf das gesamte Jogmap in der letzten Woche gehabt. Inspiriert von all dem Dembo des Berliners wurde nach den vielen langen Kanten auch das Dembo-Programm für den Winter eingeleitet.
Das sah dann sah aus:
Dienstag: 6 x 400 m (Knapp über 4’er Pace) / 200 m Trabpause und direkt 1000 m noch vor der K…grenze hinterher unter 4’er Pace
Da Männer ja sehr Einfallsreich sind gab es dann Donnerstag nochmals Intervalle aber in etwas abgewandelter Version. Die Abwandelung bestand darin die gleiche Anzahl der Intervalle und Gesamtkilometer zu Laufen. Nur die Intervalle wurden etwas schneller ausgeführt und die Gesamtpace des Laufes war 10 Sekunden schneller ;-)
Also dann der Donnerstag: 6 x 400 m (Teilweise ganz knapp über 4’er Pace) / 200 m Trabpause und direkt 1000 m noch knapper vor der K…grenze hinterher unter 4’er Pace.
Samstag: Morgens siegte die Vernunft. 13,3 km im Supersauerstofflauf und mittags ging es noch zum Spinning um die Beine 1,5 h etwas zügig zu lockern.
Jetzt aber zum Renngeschehen, wenn man das noch Renntempo nennen darf?
Es war ein Rundenkurs über 4 Runden durch den Wald ins Stadion hinein, der sich daraus Zusammensetzte dass man sich zuerst ca. 1,3 km hoch schlängeln musste um dann wieder auf einer leicht abfallenden Geraden etwas Luft zu holen. Danach durfte man ca. 200 m freier Fall nach unten genießen. Kurz vor dem Einschlag wurde nun auf „Fast-Null“ gebremst um die Spitzkurve zu bekommen. Und die die letzten paar Meter wurde noch einmal hoch beschleunigt bevor es wieder in das Stadion ging zur nächsten Runde.
Die Runde wurde einmal vorher zum warm werden abgelaufen. Am Start wurde ich schon vermisst. Der packt es nicht mehr zum Start wenn er jetzt nicht gleich da ist.
In fast letzter Minute ging es dann zum Start. Brav eingereiht habe ich mich hinter den ganz schnellen Kaderathleten vom Olympiastützpunkt. Der Startschuss fiel und los ging es. Den virtuellen auf der Uhr habe ich mal auf 4:30 min/km gestellt. Mache ich meist um mir mein vorher so gedachtes Tempo / Endzeit im Kopf überschlagen zu können. Zügig ging es los mit gleichmäßigen Schritten. Puh ist das heute anstrengend! Die Beine sind gar nicht so locker. Egal da muss ich jetzt durch zu gewinnen gibt es nicht. Der Erste ging dann mal in 4:40 durch. Der Zweite, weil flacher und hinunter in 4:20. Schei..e Crosslaufen ist anstrengender als Gedacht. Das wird heute nix. Aufhören nach der ersten Runde oder weiter Laufen. Blöder Schweinehund, bleib ja hinter mir. So ein Mist die ganze Bande wartet nur auf mich im Stadion und ich denke daran aufzuhören. Durchbeißen heißt es jetzt.
Da stehen sie alle und jubeln. Danke, aber zurück lachen kann ich nicht mehr und ab in die nächste Runde. Nur noch 3 sind es jetzt. Die Meter werden immer härter und die Pace an den Anstiegen fällt Rapide ab. Schneller geht nimmer. Position halten ist angesagt. Zeiten werden jetzt völlig überbewertet. Den Läufer vor mir hole ich nicht ein, hinter mir ist auch nichts zu sehen. Das Feld hat sich auseinander gezogen. Nach einem kurzen Lichtblick im Stadion geht es in die nächste Runde. War das eben auch schon so steil hier? Oder kommt es mir nur so vor? Langsam entschwindet der Läufer vor mir, hinter mir ist aber immer noch nichts zu sehen. Also weiter stampfen im Laufschritt. Ein letztes Mal vorbei an der Familie, das habe ich jetzt gebraucht! Und ab auf die letzte Runde. Ist das meine Pace? Da war ich ja beim Einlaufen schneller unterwegs. Endlich oben, jetzt geht es nur noch fast eben zu und die 200m schnell hinunter sind ja auch noch da. Der Puls rast, die Beine tragen mich Richtung Ziel und für einen Endspurt ist auch noch die Kraft da. Ups, der letzte Kilometer ging noch mit 4:08 durch. Er war auch somit der schnellste des Laufes gewesen.
Danke an die Familie die so lange an der Strecke auf mich warten musste. Schneller ging es nicht. Aber mit 36:36min für die 8,12km habe ich meine gedachte Pace von 4:30 genau getroffen.
Für einen Platz auf dem Treppchen hat es auch noch gereicht ;-)
Gesamtplatz 11 und 3. In der AK
Crosslaufen mit der ganzen Familie kann wirklich schön sein!

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boah, bist du schnell! Hast

boah, bist du schnell!
Hast du denn wenigstens noch Kuchen abbekommen? Oder war alles weg? Sei ehrlich, du bist nur deshalb so gerannt, um noch ein paar Krümel abzustauben....(grins)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Ich glaube eher,

die Family hat noch gar nicht mit Dir gerechnet;-)
Super gemacht und wieder so ein schönes Familienlaufwochenende, toll!!!

Lieben Gruß
Tame

@ tame

Die Familie weiß schon, was der Coach kann, nur der Coach weiß nicht, was er kann ;-))

Dafür dass du nach der 1. Runde geflucht hast wie ein Rohrspatz warst du verdammt schnell mit den vier Runden fertig. Es geht doch nichts über ein gut gefülltes Kuchenbüffet, Lyoner auf dem Grill und eine eiskalte Dusche. Dann klappt es auch mit dem Treppchen ;-))

Glückwunsch!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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