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Vollgestopft mit Wanderungen und dem täglichen Krankenhausbesuch, wegen dem wir den Kurz-Urlaub dorthin verlegten, blieb selbstverständlich ausreichend Zeit, um dem Harz die laufende Erkundung aufzudrücken.

Feinster Nieselregen, irgendwas um 5°C, die noch recht neuen NB Minimus WT10 an den Füßen ging es über die Weiden hinterm Hotel los. Binnen Sekunden pitschnasse Füße, das Obermaterial saugt sich regelrecht voll. Nach den Wiesen durch die Büsche in den Wald und schon den ersten Pfad gefunden. Überwiegend auf Pfaden oder querfeldein ging es einfach in die Gegend. Teils am Feldrand entlang, wenn der Pfad plötzlich weg war und immer wieder stieß ich auf Wegweiser, eine so gut ausgeschilderte Gegend, dass selbst ich nur gelegentlich in die falsche Richtung lief, als ich zurück wollte. Selbstverständlich nur, wenn G.Armin eine Richtung von ca. 90° zum vorhandenen Pfad angab. Es war ein wunderbarer Lauf. Die Schuhe schienen sich im Schlamm festzusaugen, nicht einmal gerutscht weder auf nassem Gras noch im Schlamm, in den Pfützen, im tiefem Laub über den Pfützen :-) herrlich.

aufgeweichter Waldweg mit dicker Laubschicht und Pfütze

Ein Manko, das Laufen auf den Forstwegen fiel mir mit dem Schuh schwer, sofort meckerte Achilles links, also vielleicht nicht der Schuh für den Rennsteig. Und der Schuh war nach zwei Tagen zur Abreise immer noch feucht, das fand ich sehr enttäuschend.

Der zweite Lauf fand dann auch im trüb-grauen Morgenlicht statt. Kein Niesel, aber wenn, wäre er nicht aufgefallen. Diesmal mit Kinvara an den Füßen an die Wege gehalten. Dabei natürlich auch Wurzelpfade. Nun ist der Schuh nicht gerade der klassische Griptreter, aber ich komme damit einfach super zurecht. Und so konnte ich durch Schlamm, Laub, vermodernde Äste ohne Probleme laufen, das Obermaterial saugte sich nicht voll und auch auf den Forstwegen war ich gut beschuht. Wahrscheinlich dann eher der Schuh für mich auf dem Rennsteig.

Wirtschaftsweg langer Anstieg

Spass hat es gemacht, auch wenn das lange bergauf Laufen sehr anstrengend war. Die Rache kam ein paar Stunden später als wir auf den Brocken wanderten. Uargh, der Spass bestand dann eher darin, der körperlichen Grenze zu trotzen. :-)

Insgesamt zwei wunderbare Läufe, mit denen ich die Gegend erkunden und den Tag genießen konnte.

5
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