Benutzerbild von Anja Bongard

Nachdem ich ja erfolgreich gekniffen habe, und nicht nach Troisdorf zum Wassertreten gefahren bin, war der Sonntag ja noch offen für was auch immer.
Da Göga gerne mal in seiner alten Heimat den Rursee-Marathon laufen wollte und das Wetter angeblich einigermassen werden sollte, fuhr ich also mit - wie immer perfekt unvorbereitet. Aufgrund der zahlreichen Nachmelder wurde der Start um 15 Minuten verschoben, also Zeit, um noch was vor sich hin zu frieren. Das änderte sich nach dem Start aber zügig, bei km 4 Jacke aus, bei km 12 aber wieder aus dem Rucksack gezaubert. Mit einer Läuferin tat ich mich dann zusammen, hatten wir doch ungefähr die gleichen Vorstellungen, was die Zeit betraf.
Zwischendrin wurde es etwas zäh, meine Mitläuferin liess mich irgendwann ziehen, sie schimpfte über das Pflaster. Ob die Strecke oder Hansaplast gemeint war, bekam ich nicht mehr mit. So hangelte ich mich also alleine weiter und haderte mit der Verpflegung - Bananen, Bananen und noch mal Bananen. Ein paar Äpfel gabs auch noch und am letzten VP ein bisschen Schoki. Getränke waren ausreichend vorhanden, aber die feste Nahrung nehme ich mir nächstes Mal lieber selber mit.
Ab km 32 konnte man ja schön runterzählen, ab km 37 fing es an zu regnen. Erst moderat, dann immer heftiger. Da es aber gerade so schön lief (ok, es war grottenlangsam, fühlte sich aber ganz passabel an) wollte ich keinen Stopp einlegen, um die Regenjacke aus dem Rucksack zu friemeln, war ja nicht mehr weit. Bei km 38 gings noch mal blöd bergab und irgendwo zwischen km 39 und 40 sprang ein Stein vor meine Füsse und verhalf mir zur Fangopackung, als wenn nass nicht schon genug gewesen wäre. 2 nette Männer packten mich direkt unter den Armen, Not-OP wurde angeboten, denn einer der Samariter war Arzt. Kurzer Check, es tut nichts weh, also langsam wieder anlaufen. Tut mir leid, dass ich den beiden den Schnitt versaut habe, aber die 3:30 hätten sie auch so nicht mehr erreicht ;o) Der Regen wurde immer heftiger, jetzt auch mit feinstem November-Wind, aber es war ja fast geschafft, das Ziel konnte man schon sehen. Göga stand schon am Rand und feuerte wie üblich an, noch 30 m und fertig.
Die Strecke an sich ist sehr schön, immer recht nah am See mit teils steinigen Wegen, aber zwischendrin auch Aspahlt, alles schön bedeckt mit Laub - also Füsse heben ;o)
Beim Umziehen dann gesehen, dass die Knie doch was abgekriegt haben, und meine Lieblingshose hat ein Loch ;o(
Zuhause erst mal Badewanne zum Auftauen und jetzt Füsse hoch.

Noch eine Frag zum Schluss: Wer hat den Stöpsel aus der Talsperre gezogen? Mannoman, war da wenig Wasser drin...

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

grins

cooler Bericht, so schön geschrieben ;-)) Also, wenn ihr Wasser für die Talsperre braucht: die Saar ist randvoll...

Und deine Zeit??? Jetzt fiebern wir hier alle mit und die Infos fehlen *strengguck*. Klingt aber nach einem erfolgreichen Lauf, also meinen Respekt hast du sowieso!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

perfekt unvorbereitet...

...mal eben ein Marathönchen gelaufen. Äähhh - ja.
Loch in der Lieblingslaufhose, schade, aber zumindes Loch im Knie wird wieder zuwachsen.
Glückwunsch auf jeden Fall, und wann regenrerierst Du eigentlich???
Liebe Grüße, Conny

Hahaha...

... ein schöner, frischer Bericht :0)! Wer dich kennt weiß warum ich lachen muss... Das war genau dein Lauf glaube ich :0))))...

Erhole dich gut und strecke schön die Füße hoch...

Fangopackung Hahahahahahahahahahaha... der ist niedlich...

LG, Kaw. ;0)

Die Zeit ist

so, wie man es bei mangelnder Vorbereitung nicht anders erwarten kann, war mir aber total egal (4:47:14).

LG,
Anja

:-))

Anja, Schlammpackung und nette Herren kommt mir irgendwie bekannt vor.
Ab 40 muß man halt alle Register ziehen ;-))
Hast Du toll gemacht. Ich meine jetzt den M!!
Kannst Du mit dem fiesen Bein denn ins Wasser?
LG, KS

Du Lustmarathoni, Du!;o)

Wellness sieht aber anders aus!
Lieblingshosen mit Loch sind besonders ärgerlich.
Na, da hat der Weißkittel wohl nicht richtig nachgeschaut da unter der Schlammschicht, was?!
Haupsache keine Entzündung und schnelle Knieheilung, neue Hosen können auch Lieblingshosen werden!;o)
Der Typ, mit dem ich da beim Röntgen 15 km gequasselt hab, der war auch Weißkittel, aber das Vergnügen des Aufhebens hatte ich zum Glück nicht, aber hinter mir ein Läufer, den hatte es über so einer Wasserablaufrinne so richtig hingehauen...autschn, das tat schon vom Hören her weh.
Der hatte auch seine zwei Aufheber direkt neben sich und stand schnell wieder, nachdem wir uns alle vergewissert hatten, dass es wieder laufen kann.
Da wars aber trocken, Matsch federt da wenigstens etwas ab, ist aber auch nicht schön.
Gute Besserung fürs Knie und ja, verdammt kalt in Germanien, echt!;o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

noch ne Banane dazu:)

Hey Anja, du wirst ja richtig tollkühn! Mit Stunteinlage und so,
herzlichen Glückwunsch und grüße den, du weißt schon wen...pain only hurts...

Nee,

da lauf ich nicht, wo einen die Steine anspringen.
Kleiner Schreck, aber alles noch mal gut gegangen.

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