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Die Sonne scheint hier schon seit ein paar Tagen, die Luft ist warm - in der Sonne jedenfalls, kaum ein Laufthauch regt sich, die Blätter haben sich angemalt und lauern unter den Bäumen und auf den Wegen knöchelhoch auf Läufer damit die da durchrascheln können wie in fernen Kindertagen. Kastanien knalen einem auf die Birne.... schöner geht's kaum.

Tja. Schön wärs gewesen....

Und da war da noch der Landwirt der mit seinem 300 PS Schlepper und seinem 5000ltr Jauchetank genau neben meiner Laufstrecke den Mist seiner 500 Schweine genau dann abkippen muss, wenn ich daran langlaufen will. Und der nächste Tankwagen zum Nachfüllen steht schon am Feldrand. Die ganze Gegend stinkt nach den Stoffwechselendprodukten. Besonders nett ist es, wenn der Bauer gerade am Feldrand umgedreht hat und im Gegenlicht feinste Tröpfchenschwaden in meine Richtung ziehen.
Gerade eben noch einen Tempolauf gemacht, jedes vorbeikommende Sauerstoffatömchen wird gierig eingesaugt - und dann das! Den Geschmack krieg ich doch in 100 Jahren nicht mehr aus dem Hals.

Fast - aber nur fast möchte ich mit den armen Jogmappern in der Stadt tauschen, die in einem Park umgeben von Autos im Großstadtmief ihre Runden drehen müssen.

Aber die Sache hat auch Vorteile:

Letzte Woche bin ich in neuer Höchstgeschwindigkeit vor einem Traktor hergelaufen, der in einem Affenzahn über die Felder gefahren ist - immer hinter mir her (und es war ein großes Feld) und von seinem Anhänger Mist auf die Felder verstreut hat - im hohen Bogen und auch reichlich auf den Weg. ---- Wenn der mich erwischt hätte - hätte ich wohl zu Hause etwas erklärungsbedarf gehabt. Auch eine Art der Motivation zur schnelleren Gangart.

In der Hoffnung, dass irgendwann die Sch**ss-zeit vorbei ist, grüsst Euch ein fast beschi.....ner

Angbar

4
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Und ewig stinken die Felder!

Ich habe zudem das Gefühl, dass es diese Sch**sszeiten immer häufiger gibt und sie und immer länger andauern. Früher gab es m. E. mehr Schonzeiten.

Gruß

Sirius
...der mit zugekniffener Nase rennt.

Frueher

gab es auch nicht eine derart intensive Tierhaltung bei der so ein Zeug ueberhaupt in diesen grossen Mengen anfaellt.

cour-i-euse

Gülletransport

jr Die Gülle kommt meist nicht von einzelnen Höfen,sondern kommt gesammelt in großen Tankwagen mit gelben Nummernschildern.

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