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Hallo zusammen,

mir stellt sich folgende Frage:

Wie sind die Nutzung von Gels und Co mit der eigentlich angestrebten verbesserten Fettverbrennung vereinbar?

Wenn ich (in Maravorbereitung) auf langen Strecken unterwegs bin, nur mit Wasser oder Tee, ist es doch besser für die Fettverbrennung oder irre ich da?
Andererseits soll man ja auch testen, unterwegs zu essen... das zu essen, was es beim WK gibt (wären bei mir Apfel, Banane, Süßkram und Salzstangen, wobei ich zu Obst und Salzstangen greife). Steh nicht so auf den klebrigen Gelkram.

Wäre lieb, wenn ihr Tipps habt. Danke im Voraus sagt
lonelysoul

grundsätzlich

ist es besser den Körper im Training 'darben' zu lassen, damit er sich wenn die Glycogenvorräte verbraucht sind, an seine Fettreserven hält. Dieses Umstellen auf 'nutze dein Fett Körper' und die Unwilligkeit des Körpers das zu tun- das ist der Mann mit dem Hammer- je öfter man den Körper damit konfrontiert, um so williger und schneller nutzt er irgendwann das Fett. Wenn man jetzt im Training Kohlenhydrate, sei es als Gel oder Banane oder süßes Getränk zu sich nimmt, greift der Körper natürlich lieber darauf zurück, weil es für ihn einfacher zu verbrennen ist, als ans Fett ranzugehen und nix stellt sich um. Deshalb sollte man im Training einzig nur mal zu Verträglichkeitstestzwecken seine Wettkampfnahrung, zB Gels ausprobieren- manchmal mit sehr durchschlgendem Effekt. Den will man im Wettkampf, auch bei freier Wahl des Dixies natürlich nicht. ABER es gibt auch solche Aussagen, dass das Fett nur im Feuer der Kohlenhydrate verbrennt- man soll demnach immer etwas zu sich nehmen, um die Fettverbrennung zu unterstützen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich nicht leer laufe (dazu bin ich viel zu verfresssen, außerdem mache ich das alles aus Spaß und hungrig macht keinen Spaß), auch im Training nicht- ich frühstücke vorher und im Wettkampf habe ich immer eine Handvoll Salzbrezlchen dabei und ein Bier. Bis jetzt hat das gut funktioniert. Testen musst du jetzt selbst. Viel Erfolg ...pain only hurts...

"testen mußt du selber"

... ist eine ganz wichtige Aussage. Denn die Motivation für's laufen und der Ehrgeiz sind ja auch unterschiedlich. ... und dann gibt es auch noch Menschen, die Probleme bekommen, weil sie leichter unterzuckern.

Mir hat es anfänglich geholfen mittels Kohlenhydrate im Training auf längere Distanzen zu kommen. Vieleicht hat es auch ein bischen vom Schweinehund abgelenkt.
Inzwischen laufe ich bei längeren Läufen mit Wasser im Trinkrucksack und ohne zusätzliche Kohlenhydrate. Aber länger als 30-40 km laufe ich im Training auch nicht. Ich laufe ohne Kohlenhydrate um den Körper zu zwingen, die Fettverbrennung zu optimieren und so den Kohlenhydratspeicher zu schonen. Nur beim Mara im WK trinke ich etwas mit Kohlenhydraten und führe Kohlenhydrate (Gel, Saft, Cola) in kleinen Mengen zu. Als Gel funktioniert da HIGH5 Isogel bei mir. Andere Sorten haben mir im WK schon Probleme gemacht und sind mir auch zu klebrig. Bananen gehen auch. Die habe ich anfänglich als Minibananen auch zum Training mitgenommen.

@mainrenner:
Was für ein Bier nimmst du und was machst du mit der Kohlensäure? Ist dir schon mal der Trinkrucksack "explodiert", weil du die Kohlensäure rausgeschüttelt hast oder gibt es eine Druckbetankung, sobald du auf's Mundstück beißt? ;-)


... gelaufen seit März 2011

Licher Pils alkoholfrei

und die Kohlensäure wird rausgeklimpert- das ist schön herb und nicht so süß. Ich laufe allerdings mit Flaschen im Rucksack. Beim ersten Schluck drückts immer bisschen Bier aus dem Trinkhalm aber danach gehts- Trinkblase ist aber auch kein Problem, das macht Carla-Santana immer. Und noch zum Thema: Welche Wettkampfnahrung man nutzt ist auch geschwindigkeitsabhängig: Brezeln verdauen sich schlechter als Gel bei hohem Tempo- man muss eben auch mehr kauen- dabei atmen ist schwer- Gel schlonzt man nur so runter, da bracht man nix koordinieren, atmen, schlucken, rennen- kein Problem (aber mir schmeckts nedd und ich vertrags auch nedd)...pain only hurts...

jojo effekto ?

hallo liebe leute,
also ich persönlich habe nicht soo große probleme damit,da ich es auch eher locker halte.dh.wenn ich was brauche dann nehme ich es mir .dafür habe ich einach grundsätzlich alles bei.
aber interessieren tut es mich doch.wenn ich mich im training ich nenne es mal liebevoll geissel,bekommt man dann hinterher nicht dieses jojo effekt problem??
also das man sich dann nach dem training nicht mehr zuegeln kann um wieder aufzuholen?
oder bleibt man danach im normalen tagesablauf dann einfach weiterhin "diszipliniert" und alles ist gut?

also ich habe keine gewichtsproblem,aber das hatte mich schon länger interessiert,wenn bzgl. dieses themas was geschrieben wurde,da ich wie gesagt eben meine sachen dabei habe und nutze wenn ich denn denke ich brauche jetzt was.da bin ich natuerlich auch diszipliniert und aase und fresse nich .aber wenn ich alle 10 km ein gel einschmeisse und im notfall zwischendurch nochmal ne banane und ein traubenzucker,dann find eich nicht das es zuviel ist.getrunken wird eben auch.
ich bestreite aber grundsätzlich keine wettkampfe.bin ich deshalb etwas entspannter diesbzgl. ?

vielleicht interessiert mein beitrag ja auch den thread schreiber.ich will mich natuerlich nicht dazwischendrängen!

lg andreas

2 paar Schuhe

Also den Körper darauf zu trainieren die Energiegewinnung aus Fettverbrennung zu optimieren und abnehmen durch Fettabbau sind zwei paar Schuhe. Durch die langen Läufe wird der Körper darauf trainiert anteilig noch mehr Energie aus Fettverbrennung zur Verfügung zu stellen, als aus Kohlenhydraten. (Die Anzahl der Mithochondrien wird vermehrt). Damit wird der Kohlenhydratspeicher geschont bzw er hält länger vor und der Mann mit dem Hammer stellt eine geringere Gefahr dar. - Gewichtsprobleme zielt letztlich auf deine Energiebilanz ab. Wenn du durch laufen Kalorien verbrätst und danach den Kühlschrank plünderst, wird das Hüftgold nicht weniger. Aber dem Trainingseffekt des langen Laufes in den Muskeln tut dies keinen Abbruch. Wenn du allerdings nach dem langen Lauf noch ein Weilchen wartest mit der Kohlenhydratzufuhr ist das für den Körper ein Grund mehr, die Energiebereitstellung aus Fett zu optimieren.

Jojo-Effekt meint eigentlich den Effekt, das du die Kalorienzufuhr drosselst bei einer Diät, der Körper Notstand feststellt und deshalb den Stoffwechsel runter fährt, um Energie zu sparen. Wird wieder normal gegessen, wird der Stoffwechsel nicht wieder sofort hochgefahren, um Energie (Fett) für schlechte Zeiten zu speichern. Dadurch nimmt man häufig eher zu nach/durch eine Diät.

Nach dem laufen ist der Stoffwechsel eher angeregt. Blöd, wenn man dem Körper ausgerechnet dann mehr Energie zuführt, als er durch das laufen verbraucht hat.


... gelaufen seit März 2011

Danke euch

@mainrenner und makesIT

Danke euch beiden. Ja, einerseits möchte ich, dass mein Körper länger von dem zerren kann, was da ist, dass ich ohne Probleme länger laufen kann. Andererseits möchte ich natürlich auch Gewicht los werden.
Dieses High5 ist ganz gut, ist dünner in der Konsistenz, nicht so süß und klebt vor allem nicht so. Dennoch lauf ich bislang ohne.
Ungesüßter normaler Tee geht ja auch anstelle von Wasser, grad jetzt, wenn es kälter wird. Wenn ich nur bald die Technik von meinem Schlauchsystem verstehe, so richtig krieg ich da nämlich nix raus und immer den Rucksack abnehmen, Flasche raus und wieder rein... ist auch nicht das wahre.

Testen werd ich weiter, nehm ne Handvoll Rosinen mit (in so ner kleinen Ersatzknopftüte) für den Hungerast, wenn der denn kommen sollte. Und im WK it ja eh alles bissl anders. Ähm, ich bin da nicht so der schnelle Typ, von daher gingen auch Brezeln oder Salzsticks, aber Banane/Apfel ist auch ok.

@superkorrekt: Danke auch dir. Deine Fragestellung klingt durchaus plausibel, doch meine Hauptambition des Laufens besteht im Abnehmen. Von daher kann ich auch mit all dem, was du unterwegs verzehrst, nicht viel anfangen.
Wichtig ist dabei für mich makesIT Antwort
Aber dem Trainingseffekt des langen Laufes in den Muskeln tut dies keinen Abbruch. Wenn du allerdings nach dem langen Lauf noch ein Weilchen wartest mit der Kohlenhydratzufuhr ist das für den Körper ein Grund mehr, die Energiebereitstellung aus Fett zu optimieren.
Das beherzigend sollte beides noch besser klappen.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

abnehmen

Also wenn abnehmen deine Hauptmotivation ist, dann sollte eine negative Energiebilanz dein Ziel sein. Also über den Tag betrachtet mehr verbrauchen, als zuführen.
Den Fettstoffwechsel zu optimieren nützt dir, wenn du lange Läufe bewältigen willst. Aber zum abnehmen ist es interessanter möglichst viel Energie zu verbrennen.
Viel laufen hilft da schon mal, den Kalorienverbrauch zu erhöhen. Braucht der Körper mehr Energie, als ihm von außen zugeführt wird, verstoffwechselt er Fett.

Übrigens, je schneller du läufst, umso mehr Energie mußt du dafür aufwenden.

Hier gibt es noch einen interessanten Artikel zum Thema: www.dr-moosburger.at/pub/pub031.pdf

danke für die antwort

als ich meine trinkrucksack neu hatte da is mir anfangs nicht aufgefallen das der schlauchteil der im rucksack war nicht gerade (also geknickt)lag.da kam nur ganz wenig und ich musste den ganzen plunder ein zwei mal auseinander nehmen bevor ich das checkte.

@ makes. jaja so in etwa sehe ich da dann "grob" keinen großen unterschied letztlich.
es heisst eben ob abnehemen oder optimieren - diszipliniert und rationiert bzgl. der mengen,da ich es auch beim abnehmen ja nicht ganz weglassen kann/also das zuführen von nahrung.
ist ja /wie gesagt grob/beides optimieren.
so langsam verstehe ich das das eben immer individuell ist,und auch jede menge mit lauferfahrung also gewohnheit zu tun hat
danke für die antwort.

bzgl. abnehmen hast du auch schon alles gesagt...reicht also.
mehr verbrennen als man nachführt.
is wie mit dem sparen,weniger ausgeben als man einnimmt :-)
sonswirddattnix

lg andreas

Schlauchsystem

Das du auf das Mundstück beißen mußt ist schon klar? Erst dann öffnet es sich.

... gelaufen seit März 2011

Wenn du es ohne zusätzliche

Wenn du es ohne zusätzliche Kohlehydrate durchhältst, würde ich die langen Läufe wenn möglich immer ohne Verpflegung machen.

Allerdings sollte man die Wettkampfverpflegung doch mal ausprobieren. Bei Eigenverpflegung das Zeugs das man mitschleppen will, wenn man das Verpflegungsabgebot des Veranstalters nutzen will, dann mit den Produkten die dort angeboten werden.

Da ich im WK nicht zwingend alles vertrage was im Training geht, nutze ich meist einen eher unwichtigen Vorbereitungswettkampf als Hauptprobe für die Ernährung.

Gelbedarf antrainieren

Ich habe im Vorfeld des Chemnitz-Marathons die langen Läufe so bestritten, dass ich immer bei ca. km 20 - 22 ein Gel genommen habe. Schon nach 3 langen Läufen auf diese Weise hat mein Körper spätestens ab km 18 laut "Gel" gerufen. Ich denke, man kann sich das Ruckzuck antrainieren. Stellt sich natürlich die Frage, ob das ein Problem ist, oder man im Wettkampf nicht auch einfach "auf Gel" läuft. Hat bei mir aber nicht funktioniert. Ich laufe daher ab sofort ohne Kalorienzufuhr bei den langen Läufen, habe nur ein "Rettungsgel" einstecken für Notfälle.
LG
Michael


Energie und Schlauchsystem

Das mit der negativen Bilanz ist mir durchaus bekannt und ich versuche sie auc eizuhalten. Ist nicht immer einfach, aber ich arbeite daran. Für mich beginnt ein Tag leider schon 4:30 oder 3:30 je nach Arbeitsbeginn und da ist die Zeit bis zum Frühstück schon erst mal recht lang (8:30). Na, ich bleib weiter am Ball... gute 5kg sind noch abzugeben... wer will...?;-)

Mein Training beinhaltet neben langen und langsamen Läufen natürlich auch 1-2 schnellere Einheiten/Woche. Und auch 1-2 Einheiten/Woche in der Muckibude.

Ich hab nen Trinkrucksack mit Schlauchsystem, heißt, ich kann den Schlauch per Adapter auf verschiedene Flaschengrößen schrauben. Werd das aber mit dem beißen noch mal testen nächstes WE, komme erst am Sa-abend nach hause. Dann klappt das vllt auch mit dem Licher... aber seit wann haben Bierflaschen Schraubverschluss oder füllt mainrenner das Bier um?

@Superbunny: Ja, das mit dem Testen kenne ich, wobei ich wie schon gesagt nicht so dolle dembo laufe. Banane geht eigentlich immer, die muss man nicht so kauen und rutscht auch so gut runter. Allerdings nehm ich wenn, dann ab km 15 und dann km 25, 35...

@firlefanzus: Ja, ich denke, das macht die Regelmäßigkeit, will nicht gleich Abhänggkeit sagen, aber Gewöhnung eben. Ich hab wenn, auch nur ein Notgel dabei für den Kopf und o.g. Rosinen in der kleinen Tüte. Aber eigentlich erst am Trainingsläufen über 20km. Jetzt bei den Temperaturen hab ich noch nicht mal immer was zu trinken dabei.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

ich habe einen

Rucksack bei dem man die Flaschen vorne auf den Schultergurten trägt. Raidlight olmo 5 girl light oder so ähnlich.

...pain only hurts...

tinkrucksack

der große von decatthlon (die haben nur 2)hat auch hinten im rucksack die blase,und vorne kann man je 0.5 liter in flaschen zusätzlich an den gurten einstecken..

lg

Trinkrucksack

@mainrunner... wir zwei beide hatten wegen diesen Teils (grammatisch korrekt so???) schon mal miteinander geschrieben. Leider geht das bei mir nicht, weil die Flaschen in dodal ungünstiger Position wären. :-(

@superkorrekt: auch dein Modell geht bei mir nicht, (also wenn du die won Kalenji meinst) weil siehe oben.
Ich muss einfach das Schlauchsystem noch mal austesten, dann klappt das auch, denn nen Rucksack hab ich ja.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

schau dir mal

das ding an
http://bags4gadgets.com/nach-verwendung/sport/6/urban-tool-sportholster-sp02-1-yellow-laufrucksack?c=19
In das Netzt passt wohl eine 500ml Flasche rein- dann noch einen eigene Gurtverbinndung vorne angeknotet und schon kann man genug Flüssigkeit transportieren- wenn man keine Flasche in der Hand herumschleppen will. Für normale Läufe braucht man aber gar nix mitschleppen- oder höchstens mal so ne Mini-150ml Flasche, die man sich auch in die Jackentasche stopfen kann...

...pain only hurts...

Flaschengurt

Ich hab wie gesagt, nen Rucksack von Jack Wolfskin und dazu das Schlauchsystem und zusätzlich diverse Trinkgürtel... 4 kleine Flaschen (zwei davon optional), 2 mittlere und eine größere, wobei die beiden mittleren auch durch zwei größere tauschbar sind und die optionalen kleinen auch jeweils angesteckt werden können. Die Singleflasche ist doof weil schwer im Rücken, da machen sich die beiden an den Hüften schon besser, auch wenn man sie besser gleichmäßig leeren sollte.

Dein Modell des Holsters oben... ich kann mir nicht vorstellen, dass da ne 0,5l Flasche reinpasst. Und wenn doch, dann hab ich die im Genick (na gut, unterhalb davon) und komme aber relativ schlecht ran. Danke dir dennoch für den Tipp. :-)


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

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