Benutzerbild von Schalk

Es ist Samstag, der 20.10.2012. Ich sitze auf einer Wiese. Die Sonne scheint angenehm warm. Mit ihrer vollen Kraft trifft sie mich aber nicht. Ich sitze unter einem Baum, habe das Telefon in der Hand und höre wie es am anderen Ende klingeln muß. Es war ja grad erst Sieben. Diese Uhrzeit und was das in der normalen Welt im Urlaub bedeutet realisierte ich erst in dem Moment, als Silke ran ging. *räusper*
Doch Schluß! Nach Maido kommt man auch besser mit dem Auto. Die Straßen sind nicht so eng und den Weg kennt sie ja schon. Ich meinte, sie solle sich Zeit lassen. Die Sonne ist warm und ich hätte Zeit. Fast wollte ich schon auflegen. Da fragte ich noch kurz wann Andreas drin sein würde. Nicht dass sie mich abholt und dafür den Zieleinlauf von Andreas verpaßt.
„Andreas? Der ist noch tief im Mafat. Seine Lampe ist ausgefallen und er mußte warten, bis es wieder hell wurde. Mit anbrechendem Tag ist er in Marla erst wieder los.“
„In Marla? Dann ist er ja mindestens 35km hinter mir. Das sind minimum 7h.“ Während des Telefonates ratterte es im Kopf: ‚Wie lange würde er von Marla seit 6Uhr bis St. Dennis brauchen. Das waren mindestens 80km. Das sind noch mindestens 16h. Wie lange würde ich brauchen? 18h hatte ich von Cilaos bis hierher gebraucht. Die Distanz ist die Gleiche, aber die Strecke wird besser.‘
„Alles klar. Danke für die Info. Entschuldige das Wecken, aber das war grade seehr gut. Wir sehen uns in La Possession. Wann ich da bin, weiß ich noch nicht. Aber ich komme!“
Schuhe wieder an. Rucksack wieder auf. Nen Gel reingedrückt und weiter. Schön ist anders, aber erst mal war der Druck ja raus aus den Blasen. Dreihundert Meter weiter kam der VP. ;-)
Sicherheitshalber steuerte ich das Sanizelt doch mal an. Ja, Blasenversorgung haben sie an Bord. Also Pause. Die gute Frau schaute sich etwas konsterniert mein Meisterwerk von vor wenigen Minuten an, machte lediglich etwas Tape um ein, zwei offene Blasen, lies die von mir übersehene Blase dann doch zu, schmierte alles mit Vaseline ein und meinte das wäre OK. Den Aufenthalt hätte ich mir sparen können. Aus Frust vergaß ich am VP glatt ordentlich aufzutanken und kontrollierte auch die Trinkblase nicht. Der nächste VP ist nicht weit. Das ist Ilet Alcide, gegenüber vom Col de Orange. Andreas und ich hatten bei unserer Besichtigung schöne Fotos von Calas dort gemacht.

Also weiter. Zum Glück ging es noch nicht steil bergab, sondern mehr flach durch den Wald. Es war schattig. Ich kam vorwärts. Aber warm wurde es trotzdem. Und … die Trinkblase war alle. OK, ich hatte im Rucksack für alle Fälle eine 0,33l-Flasche mit Wasser und es kam ja bald der nächste VP. Blöd nur, dass das gar kein VP war. Dort wurden nur Startnummern aufgeschrieben. Betteln wollte ich nun auch nicht nach Wasser. Eine kurze Frage nach Wasser wurde mit Sans Souci beantwortet. Und ich dachte mir dann so, Vielen Dank ihr hilfreichen … Dann eben nicht. Das schaffe ich jetzt auch noch. Nicht mehr aus dem Schirm hatte ich, dass es noch 8km bei Sans souci waren. 8km Bergab gewandert hieß unter den aktuellen Bedingungen trotzdem noch mal reichlich 2h. Das wußte ich dem Moment aber nicht wirklich in der Konsequenz. Nach spätestens ner Stunde war die Flasche dann auch gänzlich alle und dann hieß es einfach nur durchhalten. Da ich aber ja nun ehr mehrere Probleme hatte, konnte ich mich in der Konzentration von einem zum anderen hangeln.
Ich hatte Durst, Hunger, es ging steil bergab, wobei die Zehen mit jedem Schritt der zu stark auf der Spitze landete super brannten und mit sinkender Höhenmeterzahl fing das linke Knie an zu zicken, die Sonne knallte, ich wußte genau, dass es noch weit bis unten ist und der Weg wollte nicht enden. Das war Schalk mit richtig Rock an. Nur war ich völlig allein und konnte mich meinem Selbstmitleid völlig ergeben. Quatsch. Ganz so schlimm war es nicht, aber der Weg wollte in der Tat nicht enden und ich sehnte mir die nächste Wassertränke herbei und vor allem ein Enden dieser elenden Stufen. Ich wollte nicht weiter runter!

Bild von der Streckenbesichtigung
Was das Knie anbelangt, hatten die Blasen an den Füßen den enormen Vorteil, dass ich mir vermutlich bei höherer möglicher Laufgeschwindigkeit das Knie schon dort richtig geschrottet hätte. So wurde es bis Sans Souci nur leicht angeknockt.
Dann endlich kam er, der Ort Sans Souci. Die ersten Leute. Wieder wurde man angefeuert. Bon courage, bon Courage! Noch waren es einige Meter bis zur Schule. Aber jetzt war das Ende in Sicht. Die Straße wurde eben. Endlich nicht mehr runter. Leute auf der Straße, die einen anfeuerten. Da kann man nur wieder in den Laufschritt verfallen. Und dann endlich der VP. Trinken, trinken, trinken! Und das absolute highlight waren Pfannkuchen. Die hatten dort wirklich Pfannkuchen, also Crepe meine ich natürlich. Ich muß mächtig verhungert ausgesehen haben, oder lag es daran, dass ich mich wie ein Schneekönig über die Crepe freute und das auch kundtat? Auf jeden Fall bekam ich drei Stück. Alle, die nach mir kamen erhielten jeder nur einen – zum Probieren. ;-) Lecker war das! Die Chefin vom VP fragte mich, ob es mir gut ginge und weiß ich was nicht noch. Irgendwann fragte sie auch wo ich herkomme. Und auf die Antwort kam wieder ganz lustig ein „Na dann können wir uns doch auch in Deutsch reden.“ Na gut. Dann haben wir uns eben ein wenig in Deutsch unterhalten.
So erfuhr ich aus allererster Quelle, dass Iker Karrera, der Sieger des Zugspitz-Ultratrails 2011 an Position drei liegend in La Possession 2h Pause machen mußte, weil er völlig erschöpft war und dann auch dort das Rennen beendete. Ich denke, die Bedingungen der ersten 15h bei Regen waren hart. Und die Jungs sind ja durch den ganzen Mafat bei diesem sch… Wetter geheizt. Und von Sans Souci sind es noch einmal nicht zu unterschätzende 40km!
Leider mußte ich auch dort erfahren, dass ein Läufer abgestürzt ist und dabei zu Tode kam. Sehr, sehr traurig! Dort hieß es noch es wäre ein Deutscher gewesen. Ich bin vom Essensstand weg dann gleich erst mal zur Zeitnahme und fragte wo Andreas gerade ist. Als die mir mitteilten er wäre gerade Roche Plate durch, war ich zu mindest erst einmal diesbezüglich beruhigt. Später las ich, es wäre ein Läufer aus Marseille gewesen, der schon einmal die Diagonale erfolgreich beendete. Dann kann man zumindest annehmen er wußte was er tat und es war ein tragischer Unfall. Für die Familie macht es dies allerdings auch nicht besser.
Von der Zeitnahme machte ich mich dann auch gleich auf die paar km bis zum nächsten VP. Da war wieder eine offizielle Fußversorgungsstation! ;-)) Während alle um mich rum gingen, bin ich förmlich dahin geflogen – gefühlt. In Realität wird es ne 7er pace gewesen sein. Aber ich war immerhin schneller, als die anderen. Das hat doch was, das baut auf.
Am VP km136 stand der nächste Beutel bereit. Also kurz Klamotten und damit frische Schuhe und Socken geholt und ab zur Fußversorgung. Die Mädels haben ihren Job wieder perfekt gemacht. Alles was so dazu gekommen war, wurde aufgestochen, desinfiziert und getapet. Neue Socken an, Beutel wegbringen, noch fix was anständiges zu Futtern in Form von Reis und gegrilltem Hühnchen geholt und eingeworfen, Trinkblase aufgefüllt und los ging es auf den bekannten Weg nach La Possession. Die Verweildauer im VP wird sicher aufgrund der Fußversorgung locker ne halbe Stunde gedauert haben. Aber Zeit war eh völlig wurscht. Ich würde es eh nicht mehr schaffen im Hellen bis St. Dennis zu kommen. Laufen konnte ich nun wieder! Das hatte doch schon mal was. Und Streckenkenntnis hatte ich auch. So wußte ich nun genau wie weit es hoch geht und kannte das hinter St. Therese folgende Auf und Ab mit Urwaldstrecken und laufbaren Passagen. Hier habe ich so einige eingesammelt. Runterzu war kurz genug, damit sie mir nicht zu weit weg liefen und in der Ebene und vor allem hochzu war ich fix. Das hat Spaß gemacht! Nicht ganz so geil waren dann die eigentlich leichten Meter runter nach La Possession. Da war ich wieder langsam. Aber irgendwann waren die dann auch überstanden. So wie ich wieder in der Ebene unterwegs war, wurde wieder gelaufen. Am VP noch kurz ne Cola und nen Müsliriegel eingeworfen und dann ging es schon weiter. Nun noch 20km, nur noch 20km, so möchte man meinen. Diese 20km bedeuten aber noch einmal ordentlich Höhenmeter hoch wie runter und mit der Chemin des Anglais ein durchaus schwierig zu laufendes Gelände. Das sind 5h sicher für einzuplanen. So relativiert sich der immer gehende 10er doch mächtig. Aber ich wußte das. Damit war es nur halb so wild.
Kurz nach dem VP, am Ortsausgang von La Possession standen Silke und Marion.
Das letzte mal hatte ich sie gesehen, als wir aufbrachen zu diesem großen Abenteuer. Es war schön sie zu sehen! Und beim nächsten Mal würde ich sie in St. Dennis sehen! Wie geil ist das denn? Dort gab ich Silke meine Stirnlampe. Sie würde sie Andreas geben, da er definitiv noch einiges im Dunkeln unterwegs sein würde. Sie gab mir meine alte Tikka. Es war kurz nach 16Uhr. Ich hatte also noch 2 ½ h Zeit bis es dunkel wird. Noch kurz nen Trinkjogurt eingepfiffen, einen zweiten packte ich in den Rucksack. Das sollte etwas Verpflegung für unterwegs sein und schon „stürmte“ ich in Richtung Chemin des Anglais.

Hoch ging es wieder im Stechschritt.

Alles und jeden lies ich hinter mir. Es machte Spaß, ich hatte Kraft, es lief. Der 240Hm-Anstieg war ruckzuck geschafft und in der Ebene wurde ich wieder ruhiger. Schalk, nicht übermütig werden. Es ist noch ein Stück! Grausam für die Füße war noch einmal der steile Abstieg nach Grande Chaloupe. Hier wurde ich dann doch ab und an gefragt, ob es mir gut ginge. Muß wohl ganz schön getänzelt und geschlichen sein. ;-( Mit intakten Füßen kann man diese fünf Serpentinen der Steinstraße durchaus gut laufen. Man springt einfach von Stein zu Stein. Aber so war es doch etwas ätzend. Egal. Nun ist es vielleicht noch etwas lang, aber nicht mehr weit! Den Anstieg ebenfalls noch auf dieser Straße, nun wieder mit besserem Pflaster, von Grande Chaloupe nach St.-Bernardt flog ich wieder förmlich hoch. Das hat einen heiden Spaß gemacht. Ich hatte einen guten Rhythmus und stürmte an allen vorbei. Es ist der letzte Anstieg. Runter sind wieder alle schneller. Also gib hier noch mal was drin steckt! Und es steckte! ;-)) Ein Raider kam mit mir mit. Da war ich allerdings schon auf der Hälfte des Anstiegs, als er mit einstieg. Und so flogen wir im Zweierteam an allen vorbei. Kommentare, die man sich hinter uns zurief habe ich zwar nicht verstanden, aber balsam für die Seele war es doch noch (wenn auch nur ein paar km) einen auspacken zu können und noch mal losstiefeln zu können.
In St.-Bernardt war dann aber irgendwie der Kopf im Ziel-Modus – Ich will jetzt nicht mehr! Die restlichen km nach Colorado lief ich noch, aber irgendwie war dann die Kraft raus. Vielleicht hätte ich doch nicht so viel Pulver im Anstieg verschießen sollen. Andererseits limitiert die Bergabpassagen nicht die Kraft. Also ist das auch egal.
Es wurde finster. Also Stirnlampe auf. *räusper* Funzel auf. Hilfe, war das ein Licht. Und damit sollte ich den letzten Abstieg meistern? Das kann ja heiter werden. Aber erst mal ging es noch nach Colorado hoch. Auf dem Weg dahin machten die Streckenposten schon etwas Zinnober.
„Sie laufen das erste mal hier?“
„Ja.“
„Also, es geht dort vorn rechts in einen kleinen Pfad etwa 3km immer steil bergan. Dort angekommen in Colorado beginnt dann ein 7km langer schmaler Trail nach unten ins Stadion. Viel Glück und einen wunderschönen Abend wünsch ich.“
Das ging mir auf den Zeiger. Die letzten 160km hat mir auch keiner viel Glück gewünscht und den Weg erklärt. Wieso fangen die dann jetzt damit an? Hauptsache die Strecke ist vernünftig markiert, dass ich mit meiner Funzel ne Chance habe.
Gehört habe ich schon genug von den legendären letzten 5km. Da kann man noch mal richtig Zeit verbringen, weil der Trail so schwierig sein soll. Na Prost Mahlzeit. Mir reicht das Abwärtslaufen schon. Das wird lustig genug. Kurz gesagt. Mir ging noch mal die Muffe. Und noch mal 10km hatte ich nicht auf dem Schirm. Das war so nicht geplant. Andererseits müssen auch diese km irgendwann zu Ende sein.
In Colorado angekommen verschnaufte ich kurz am VP. Die ganze Atmosphäre war nicht mehr wie Wettkampf. Die Ersttäter vom Trail Burbon wurden dort hin mit nem Bus gefahren – so meinte jedenfalls ein Streckenposten - und liefen mit Guide die Strecke nach unten. Von oben kamen ab und an mal ein paar „Verrückte“ angeschossen, die schnell da runter wollten. Ich bin in aller Ruhe mit den anderen mit. Zum einen hatte ich damit ne Orientierung vom Licht her und zum anderen tat mittlerweile wieder jeder falsche Schritt Hölle weh. Es bildete sich eine immer länger werdende Schlange an Läufern in dem Trail bergab. Technisch schwierig war der nicht wirklich. Ich würde ihn nicht einmal als Klettersteig einsortieren, wie den letzten oberen Abstieg beim Zugspitz-Ultratrail. Ein paar höhere Tritte waren wieder bei. Aber sonst gings eben nur einfach diese elenden keine Ahnung wie viele Hm runter. Eine Kehre, noch ne Kehre, dann blieb man auf der Höhe und noch ne Kehre und man kam und kam einfach nicht weiter runter. ICH WILL JETZT EINFACH NUR NOCH DA RUNTER! Man sah das Stadion längst und schlängelte sich endlos an diesem dämlichen Berg entlang. Runter! Runter! Ich will nicht mehr! Am Ende dieser Schlange bildete sich eine kleine Leidensgemeinschaft. Bei nem falschen Tritt konnte ich manchmal ein kurzes Aufstöhnen nicht unterdrücken. Hinter mir lief eine Frau. Ich fragte, ob sie vorbei wolle, ich kann nicht mehr so schnell. „Nöönöö.“ War die Antwort. Sie kann auch nicht schneller. Als Erklärung für diese Langsamkeit führte ich die Blasen an den Zehen ins Feld. ‚Oh ja, das könne sie gut nachvollziehen.‘ war die Antwort. Ihr ging es exakt genauso. Jeder Auftritt, wenn man grad ne Blase erwischt tut weh. Nein, schneller geht nicht. Das reicht völlig und einfach nur noch ankommen! Und mal trat sie auf ne Blase und mal ich. Das war schon irgendwie wieder so komisch, dass wir lachen mußten.
Janz langsam schraubten wir uns nach unten. Das Stadion kam näher und näher, die Straße war erreicht. Leute über Leute standen hier und feuerten einen an. Jetzt noch über die Straße, zum Stadion, ins Stadion hinein. Hier war irgendwie so ein wenig Chaos, da Zuschauer und Läufer sich mehr oder weniger den Platz teilten. Mancher Läufer wußte nicht wo er lang müsse. Nicht immer wurde der Weg gewiesen. Ich wußte den Weg und so ging es auf die letzten 150m dieses verrückten Rittes. Es war geschafft! Silke und Marion standen an Rand. Noch einmal um die Kurve und dann war es endgültig vorbei!
Schluß! Aus! Vorbei! Ziel! Ende!

Erst hier realisierte ich, dass von Colorado doch noch einmal die Zeit genommen wurde. Andererseits habe ich unterwegs auf den 170km so viel Zeit vertrödelt, dass die 10min, die ich vielleicht hätte schneller sein können, den Kohl auch nicht mehr fett machten. Die letzte Nacht im Marfat und weit bis nach km121 war für mich eine große Wanderung. Das war kein Wettkampf mehr. Der hatte bei km72 aufgehört. Ab da war es Wandern. Das kotzte mich an. Ich war gekommen, um zu laufen und über diese vielen Wanderkilometer setzte sich der Frust ob dieser 100km-Wanderung fest. Ich fühlte mich nicht auf diesem großen 170km-Lauf. Erst in La Possession, wo die Leute alle Läufer wie Helden feierten und anfeuerten – wo man doch noch lange nicht im Ziel war! – Erst da kam ein bisschen das Gefühl zurück bei einem großen schweren Lauf dabei gewesen zu sein und diesen erfolgreich beendet zu haben. Oben nach Colorado kam die „Wanderung“ wieder durch. Insofern war der Zieleinlauf etwas zwiespältig. Ich hatte es geschafft, aber eben irgendwie Zweigeteilt. Es war nicht EIN Wettkampf, es war in Summe nicht DER Wettkampf. Ich konnte über weite Strecken gar nicht mehr an meine Grenzen gehen, war trivial bescheuert gehandicapt. Gefühlt war ich einer der Letzten, die ins Ziel kamen. Da waren mit mir nicht mehr viele auf der Diagonale unterwegs. Alles was einigermaßen laufen konnte, mußte längst im Ziel sein. Schließlich bin ich doch nur noch gewandert und habe viel zu lange Pausen an den VPs gemacht.
Tja, so kann man sich irren. Von 2752 gemeldeten Läufern kamen 1363 ins Ziel. Der Letzte erreichte nach 66h22min das Ziel. Mit 47h32min war ich Gesamt 244. Bis 1363 fehlten da doch noch ne ganze Menge.
Mittlerweile bin ich doch wieder etwas auf dem Boden der Tatsachen angekommen.
Ja, ich habe doch ernsthaft diese doddal verrückten 170km mit irre tollen Wegen, einer super Stimmung am Rand bei den Zuschauern und elendig vielen Metern hoch wie runter nach zwei erfolglosen Aufgabeversuchen geschafft! ´
Es war ein doddal verrückter Lauf!
Aber Ultraläufe sind wohl immer so – unberechenbar.
;-)
PS: Nach dem Zieleinlauf hieß es warten. Erst mal bis die Mädels was zu futtern organisiert hatten. Dann Duschen und dann mußte doch irgendwann auch Andreas kommen. Etwas doof war, dass wir Klamotten für den Zieleinlauf um die Mittagszeit eingepackt hatten.

Es war mittlerweile aber nicht mehr Mittag.
Andreas seinen Zieleinlauf verschlief ich. Wäre ihm die Lampe nicht ausgefallen, hätte er bestimmt einen richtig guten Lauf hingelegt. Immerhin mußte er 7h in Sentier Scout verharren und auf Licht warten.
Trotzdem waren wir wohl beide geschafft, aber glücklich diese Verrückte Diagonale geschafft zu haben.
Dnake an euch alle für's Mitfiebern. Das nachträgliche Lesen hat einen heiden Spaß gemacht. ;-))

5
Gesamtwertung: 5 (26 Wertungen)

Danke für den großen Dreiteiler...

Schöner ausführlicher Bericht von einer großen Leistung, egal ob Du nun mehr gewandert oder gelaufen bist.

Habe wie viele andere auch am Ticker mitgefiebert und auch jeden Teil des Berichts mit Spannung erwartet.

Glückunsch zum durchkämpfen und gute Erholung an die Füße...

Ob Du die nun mal ein paar Wochen stillhalten wirst? Oder juckt es dich jetzt schon, mal wieder anständig "dembo" zu laufen? ;)

Moritz

Glückwunsch ...

... zum Durchhalten, Durchbeissen ,Finishen
... einfach sprachlos bin !!!

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Danke,

für diese drei tollen Bericht - die ich genauso gebannt gelesen habe, wie den Liveticker verfolgt.

Erhol dich gut,
Karen

....Nur wer sich auf den Weg macht, wird etwas Neues entdecken.....

Ja Schalk...

... ein Ultra bleibt immer unberechenbar, ein Abenteuer halt :0)...

Mit professioneller Versorgung denke ich, scheint es sich leichter zu laufen!? Vielleicht!?...

Andreas und Du habt es schließlich auf eigne Faust geschafft :0)...

Super schöner Bericht! Danke...

Kaw.

Das Shirt hast Du verdient!

Überlebt - nur DAS zählt da wirklich. Vor allem wo leider ein Läufer tödlich verunglückt ist.

Was ein überaus spannender Dreiteiler! Und der schalk kann auch 7er Pace und vermutlich noch viel langsamer (8km bergab in 2h). Aber das alles in knapp 2 Tagen - eine verrückte körperliche und mentale Leistung!

Nicht mal die Hälfte hat es überhaupt geschafft. Ich mein Zeiten werden total - Du weißt schon - zumindest bei solchen Ultras.

Aber erst mal wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen hört sich 244. von über 1300 doch richtig gut an! Überleg mal wie viele Profiläufer dabei waren - und sogar ausgestiegen sind! Und Du (und Andreas) seid keine Profiläufer - trainiert aber sehr professionell. Und ihr habt es hingekriegt. Mit Blasen, Schlaf, ordentlich Futtern unterwegs und Ersatzlampen.

Respekt vor dieser Leistung! Aber um das alles richtig auszudrücken fehlen mir die Worte.

Hey Schalk

ich hab nen Klos im Hals.
DANKE und LG auch an Silke. KS

Hammer

so ne Story ist wirklich sowas von, naja, surreal!! Ich glaub, man kann nur ahnen wie es für dich und die anderen war!!

Aber du hast es geschafft. Gratuliere!!

GT

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

Wortlos...

...begeistert. Danke fürs Mitnehmen. Danke fürs Kämpfen. Danke fürs Ankommen.

---

"Ich bin nicht geil auf die Angst, aber die Angst macht ein Ziel erst wertvoll. Daher gehört die Angst dazu."
Felix Baumgartner

"Ich bin nicht geil auf den Schmerz, aber der Schmerz macht ein Ziel erst wertvoll. Daher gehört der Schmerz dazu."
Allgemeine Ultraweisheit

Wahnsinn Eure Leistung,

Wahnsinn Eure Leistung, meine grösste Hochachtung vor Euch beiden. Bin absolut sprachlos.

ich...

...danke dir, schalk! und auch andreas...
____________________
laufend einfach: happy™ über den gesunden zieleinlauf der beiden helden

Junge, Junge...

...mach das bloß nicht nochmal! Man soll das Glück nicht herausfordern.
Ich denke mal, mit dieser Brachial-"Wanderung" bist Du mental noch lange nicht fertig.
Ich danke Dir sehr, dass Du uns an Deinem Erlebten und Empfundenen hast teilhaben lassen. Es ist unglaublich beeindruchend, und für mich nach wie vor nicht wirklich vorstellbar.
Erhol Dich gut! Und grüß Silke aufs Herzlichste, Ihr Leiden war zwar anderer Art, aber auch das möchte ich mir nicht im Detail vorstellen. Allein die Nachricht über den Verunglückten...*würg*.
Liebe Grüße, Dein größter Fan im Westwerwald!

Irre

Ich hatte gehofft du könntest den Lauf genießen, war wohl nicht so, aber gekämpft hast du und das erfolgreich.

Ich mag mir nicht vorstellen wie dein Lauf für Silke war, ich bewundere sie sehr.

Mannomann, nach dem Blog ...

... musstest du bestimmt Blasen an den Fingern verarzten, oder ;-)? Das ist der Nachteil von einem 170-km-Lauf - das Berichten nimmt reichlich Zeit in Anspruch ;-).

Klasse, dass du uns die Geschichte so ausführlich und gefühlsecht geschildert hast. Ich hab schon Phantomschmerzen an den Füßen ...

Du bist jetzt in eine neue Liga Ultrafinisher vorgestoßen, in der die allermeisten von uns nie spielen werden. Wanderkilometer hin oder her - das war großer Sport! Und jetzt erhol' dich gut.

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

"nach zwei erfolglosen Aufgabeversuchen geschafft"!!! :o)

Mein lieber Scholli...äh,Schalk!
Die meisten hätten Erfog gehabt da beim Aufgeben, doch Du?
Nä!
Du kannst sowas nicht! Der Gedanke ist zwar da, aber, nein,
nicht wegen sowas...diesem trivial bescheuerten Handicap!

Schalk, genau DAS macht Dich aus!:o)
Und deshalb hast Du es geschafft!!
Und Andreas auch!
Verrückt!
Danke! Jetzt hab ich eine ungefähre Vorstellung von dem Ganzen!
Und Deine Art...
Gefällt mir sehr! *knuddel*:o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Natürlich war es ein Wettkampf

was sonst??? Beim Lesen drängte sich mir einmal mehr die Frage auf, wo um Himmelswillen du dir noch neue Blasen gelaufen haben willst: so groß sind deine Füße nun auch wieder nicht ;-))

"Endlich nicht mehr runter." kann ich seeeeehr gut nachvollziehen!

Lieber Schalk und liebe SIlke, ihr habt da eine sehr eindrucksvolle Leistung abgeliefert! Wenn ihr es nicht schon längst wärt würde ich euch aus den verschiedensten Gründen zu meinen persönlichen Helden erklären.

Und danke für den schönen Bericht, der uns ein wenig mitgenommen hat!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Man bekommt den Eindruck von

Man bekommt den Eindruck von Fleischklumpen anstelle der Füße und damit einen GPSies-Index von 108! laufen. Bei allem, was ich bei Jogmap schon zu lesen bekam, TAR, Brocken, aber DIESER Lauf schreckt mich doch eher ab. :lach:

Danke für deinen Bericht. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie du da unterm Baum hockst und mit der Erschöpfung, dem Schmerz ringst. Deine Rennsau ist beeindruckend.


Komm Schweinehund - wir gehen laufen.

Was für ein Kampf, was für ein Bericht!

Eigentlich bin ich ja noch immer sprachlos ob der Leistung, die du da hingelegt hast. Man kann das gar nicht hoch genug einschätzen. Sicher, wenn die Blasen nicht gewesen wären, hättest du den Lauf auch laufen können. Wer wenn nicht du! Aber gerade wegen der Summe der ganzen Widrigkeiten, ist es um so höher einzuschätzen, das Ding bis zum Ende durchgezogen zu haben. Klar, auch ein ganz klein wenig "verrückt".

Also nochmals einen fetten Glückwunsch. Den Rest dann Morgen, ich freue mich wie verrückt auf euch, die Bilder und die dazugehörigen Geschichten!!

Und jetzt wieder ehrfurchtsvolles Schweigen

Riggoo

Prioritäten

"Da ich aber ja nun ehr mehrere Probleme hatte, konnte ich mich in der Konzentration von einem zum anderen hangeln."

Kein Wettkampf? is klar! wandern? is klar! Platz 244? was sonst?

also für nen Spaziergang nicht schlecht ... da entfleucht mir dann doch auch mal ein kleines, anerkennendes Kopfnicken .....

und zum Glück hattest du zumindest bei unserem (klada´s) Blog nen Heidenspass :-))))

Mensch Schalk, was Andreas und Du und Eure Mädels da abgeliefert haben, ist für mich (und für die meisten anderen wohl auch) nicht zu fassen! Ich hoffe sehr, dir irgendwann mal die Hand reichen zu können :-)

Erholt euch gut von diesen Strapazen ... und genießt das Glück diese unglaublich verrückte Leistung vollbracht zu haben !

Viele Grüße
Uwe

Das

war ganz großer Sport. Wandern hin oder her. Ihr habt so Unglaubliches geleistet, dass mir die Worte fehlen. Chapeau.

Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

meine güte !

auch ich hab via jm mitgefiebert...und war hin-und hergerissen , ob ich die ganze aktion nun bewundern soll oder nicht .
zugetraut hab ich es dir auf jeden fall, unvorstellbar ist es aber eben doch .
deshalb neben der gratulation für dein verdientes finish ein besonders grosses dankeschön an dich für das ausführliche mitnehmen auf die piste, das dem unbedarften leser wie mir das ganze doch etwas näher bringt !!! und obwohl du sicher nur einen bruchteil der zwiespältigen gefühle und erlebnisse in freud und leid hast schildern können, muss ich den bericht erst mal gaaaaaaaaaanz tief sacken lassen. wie muss es dir da erst gehen...

frohes , vollständiges regenerieren wünscht : c

Einfach Toll

Erst nur am Rande mitbekommen, das da ein "Verrückter" verrücktes vor hat und dann mitgefiebert. Was er hat aufgehört? Warum fährt er den dahin ;-), zum Glück er hat weiter gemacht *mitfieber*. Nach dem Lesen der bisherigen geschriebenen Teile verstehe ich warum und weshalb auch aufhören eine Option sein kann. Respekt und Anerkennung vor dieser Leistung und Danke für die spannende Lektüre.

Tief beeindruckend...

Mit viel Respekt für diese unglaubliche Leistung reihe auch ich mich gerne in die lange Schlange der Gratulanten ein. Gratulation !!!
Ich hoffe, irgendwann mal physisch in der Lage zu sein auch an eine Teilnahme an solch einem Event zu denken.
Dein Blog motiviert mich in jedenfalls dazu

Gruß K4sper

Ich bin sprachls!

Ob dieser Leistung kann ich gar nichts dazu sagen. Das liegt außerhalb meiner Vorstellungskraft.

Ich gratuliere Dir zum Überleben und zum Gewinn des Kampfes gegen Dich selbst.

Gruß Nicole

Du bist ein Held.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung.
Danke für diesen spannenden Bericht, könnte ein Buch draus werden :)

VG LS

"Wenn du eine Düne erklimmst, verschwende deine Energie nicht damit zu beschreiben, was auf der anderen Seite sein könnte, warte, bis du oben bist, um es zu entdecken." Maxime Chattam

Jetzt bist du endgültig mein Laufheld

ich find's nach wie vor unglaublich....und mag nur mit Schaudern an deine Füße denken, weil selbst der Gedanke weh tut.
Für dich und auch für Silke wird das wohl ein Erlebnis sein von dem ihr noch euren späteren Enkelkindern erzählen werdet.

Gruß stachel

Take your time and remember slow is the new fast ...

Schalk in Folie...

gerade dieses letzte Bild berührte mich so sehr... 170km, ca 10000 hm... am Stück... egal, ob gelaufen, gewandert, gestolpert... du bist durch und das ist das, was zählt.
Du (und unbekannterweise auch Andreas und alle anderen auf der Strecke), ihr seid der blanke Wahnsinn und wahre Helden.
Ich danke dir fürs ergreifende Mitnehmen, für die emotionalen Details im Blog und überhaupt.

Nun erholt euch gut, regeneriert und dann sehen wir uns sicher in LE im Januar wieder.

Ganz liebe Sachsengrüße nach Berlin


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

Unfassbare Leistung!

Lieber Schalk,

ich hatte das große Glück, deine drei Teilblogs gleich ohne Werbepause hintereinanderweg lesen zu können :-)
Enorm beeindruckend, was du da geleistet hast! Und irgendwie surreal, dass dein Geist diese Riesenleistung jetzt erst nach und nach realisiert. Da erreichst du so eine super Platzierung und begreifst es erst nach und nach? Aber auch das gehört wohl zum Ultratraillaufen dazu und rundet deine Schilderung ab.
Danke für diesen tollen Bericht eines für mich nachwievor unvorstellbaren Laufes.
Ich wünsche dir eine optimale und schnell voranschreitende Regeneration! Liebe Grüße an Silke!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Wandern?

Nach einem Spaziergang hört sich das aber nicht gerade an! Zum Glück hast du dich mit deinem Finish "versöhnt"! Das Ergebnis spricht für sich!

Einen solchen Lauf kann man wohl nur "mit dem Kopf" laufen! Nicht nur deine läuferischen, sondern auch deine mentale Stärke ist beeindruckend! Da darf man(n) sich auch mal einen Rock anziehen!

Der Todesfall ist ja furchtbar! Silke und Marion müssen ja vor lauter Sorgen fast verrückt geworden sein nach dieser - Nachtrag: zum Glück! - falschen Erstinformation! Denn so viele Deutsche dürften da wohl kaum dabei gewesen sein! Gott sei Dank seid ihr weitgehenst wohlbehalten angekommen!

Ebenso riesen Respekt und Gratulation auch an Andreas! Er muss ja Nerven wie Drahtseile haben! Dass ihm das Licht ausgegangen ist und zum Ausharren gezwungen war... einfach Horror!

:-)

Mein Wortschatz hat sich erweitert.....

... um den/der/die/das SCHALK!

Es gibt hier tolle Läufer
Es gibt hier tolle Schreiber
Es gibt hier tolle Bewerbe (ja Uwe, ich habe es übernommen weils gut ist)
Es gibt hier viele tolle, aufregende, beeindruckende, faszinierende Dinge

und es gibt eine neue Superlative - SCHALK!

Ne, ich schreibe nicht weiter Lobeshymnen, ich warte darauf das wir uns in naher Zukunft treffen und ich dich drücken kann und wir beide oder mit mehreren zusammen ein Bierchen trinken.

Für mich hast du Grenzen verschoben und ich weis noch nicht ob das gut ist für mich.... wir werden es sehen... :-)

"Ein Leben ohne Internetbekanntschaften ist denkbar, jedoch sinnlos"

Schleswig-Holstein im Herzen,
BORN im Kopf

Mit diesem Bericht hast Du

Mit diesem Bericht hast Du mir gezeigt, was alles möglich sein kann im großen Laufuniversum... was für eine Erfahrung muss das für dich sein!!!
Danke fürs Teilhabenlassen!
Meinen ganz herzlichen Glückwunsch zum erfolglosen Doppelabbruchversuch!!!
Reverse-Psychology! Genial!

Gruß, Dominik
_____________________
M44/69kg/1,81
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Du bist sooooo weit vorne mit rein,

da haben Gedanken wie "kein Wettkampf mehr" nichts zu suchen. Aber so sind wir Menschen. Haben wir großes geleistet kommen in dem Moment, wo das Ziel erreicht ist, die Zweifel. Das liegt aber nur daran, dass der Körper vor Erschöpfung kaum noch klar denken kann. Er funktioniert und handelt automatisch, reiner Selbstschutz um zu überleben. Sowie die Anspannung nachlässt, läuft das Gehirn auf Hochtouren und in dem Moment wirst Du erst realisiert haben, was Du das Großartiges geleistet hast.
Lieber Schalk, ich bin völlig überwältigt ob Deines schönes Berichts und Deiner körperlichen und mentalen Stärke all die Strapazen weggesteckt und dieses, für mich unvorstellbare, Rennen überstanden und als 244 von 1363 gefinisht zu haben. Wenn man sich dann auch noch die Zahl derer anschaut, die auf der Strecke geblieben sind, wird einem einiges klar. GRADIOS GIGANTISCH VERRÜCKT und immer wieder auch *kopfschüttel*;-)

Tame:-)

Hell raid!

Und Du hast es geschafft.
Und zwar bravourös!
Die zwiespältigen Gedanken nach dem Lauf kann ich nicht nachvollziehen, wandern kann auch sehr anstrengend sein,zumal mit den Handicaps an den Füssen bei einem Lauf über diese Strecke (es war doch keine Rennsteig-Autobahn) und diesen Hm.
Hast Du Dir einmal vorgestellt wie Du Dich jetzt fühlen würdest wenn Du ausgestiegen wärst, selbst wenn es vernünftig gewesen wäre?
Das mit Andreas tut mir in der Seele weh!
7 Std. warten, welch ein Horror!!!

Andere Welt

Faszinierender Bericht über eine mir unbekannte Läuferwelt!
Danke dafür und natürlich Gratulation zu deiner grandiosen Leistung.

Gruß

Sirius
...der in seiner Welt rennt.

Danke, Schalk

Vielen Dank für diesen unglaublich spannenden Dreiteiler. Es ist großartig, dass Du die Zeit, in der wir alle am Liveticker hingen, nachträglich so eindrücklich mit Leben gefüllt hast. Das ist beinahe, wie ein winziges bisschen bei einer Sache dabei gewesen zu sein, für die meine Vorstellungskraft eigentlich nicht ausreicht. Dafür ganz herzlichen Dank!
Erhol Dich gut!
yazi

Mag sein Kaw, ...

... dass da die Profiläufer und ein paar Einheimische auf ein Rundumversorgungspaket zurückgreifen konnten. War ja schon irre was los an den Punkten der Strecke an die man rankam. Aber für die meisten Läufer galten die gleichen Bedingnungen. Alle hatten das erste Paket bei km72 und das Wetter bis dahin war für alle gleich schwer. Ich möchte nicht wissen wie der Weg bis kurz vor den Piton de Neiges für die Letzten des Feldes war. Ich fand das bei uns schon richtig anstrengend...
Im Moment hält sich die Lust zum Laufen sehr in Grenzen, Moritz79. Und die auf Dembo erst recht. Ein klein wenig taub ist der linke große Zeh noch und auf der Arbeit beginnen die Füße doch irgendwie nach ner Weile an zu brennen. Da bin ich froh wieder nen Weile einen Stuhl unterm Hintern zu haben. Aber das gibt sich auch noch. Muskelkater war ja nicht mal an Sonntagfrüh vorhanden. Woher auch? Bin ja mehr gewandert, als gelaufen. ;-) Nur die Füße brannten mächtig.
Recht hats du, Petra60. die Zeit spielt in der Tat irgendwann keine Rolle mehr. Jede der beiden Garminuhren hielt ziemlich genau 16h, macht 32h in Summe. Dann war ich eh ohne Uhr und ab Cilaos hat mich die Uhr auch nicht mehr interessiert. Der Weg war das Ziel und der war "zeitlos". Die Fortbewegung erfolgte beanspruchungskonstant. Es gab kein Dembo, es gab eine Beanspruchung, die zum Erreichen des nächsten VPs besser nicht überschritten werden sollte.
Ja, es ging langsamer, Birgit. Auf den letzten Serpentinen runter nach Grande Chalupe hätte mich vermutlich jede Oma mit Rollator überholt - wenn das Pflaster nicht völlig Rollatoruntauglich wäre. ;-)
Das lustige ist, dass es für mich selbst noch etwas sureal ist, Ricola72. Wenn ich anderen davon erzähle, ist es fast wie die Erzählung über etwas, das ein anderer gemacht hat. Seehr, seehr komisch. Ich hoffe das gibt sich.
Jetzt ist Wochenende, jetzt ist wieder Erholung, Karen.
Grüße hab ich ausgerichtet, Kniescheibe! Der Kloß ist hoffentlich weg. ;-)
Dnake Rü!
Und wahnsinns Leistung auch von den anderen 1361 Finishern, Mausux! Von Allen!
Was ist schon nach 170km Gesund, Happy. Aber wir danken auch dir!
Du hats ja Recht, Conny. Mit dem Glück, mit dem mental noch nicht ganz durch, mit der Anstrengung für Silke. Aber so was muß ich noch mal besser machen. Der UTMB2013 ist ja quasi schon gebucht.
Auch Fairy, weißt du. Wieso nicht genossen? Vielleicht nicht wirklich jeden km. Aber doch, das zu beherrschen ist irgendwie doch auch Genuß, oder?
...
Schon wieder Fortsetzung folgt... Edit:
Ja Klaus, auch über die Zahl der Finisher wollte ich das Geleistete schon etwas normalisieren. Da starten jedes Jahr so viele und es kommen jedes Jahr so viele an und beim UTMB sieht das nicht anders aus. Und es gibt noch viele sehr schöne Berg-Ultras, die ich noch nicht kenne und auch da ist man nicht allein. Es ist schon erstaunlich wie viele zu solchem in der Lage sind, dahin trainieren und das dann auch schaffen. Man möchte meinen das ist ein klitzekleiner Haufen an völlig Bekloppten. Es sind mehr, als nur ne Hand voll, aber alle nicht minder Verrückt! Schön dazu zu gehören!
Ich habs wirklich ernsthaft versucht - das Aufgeben, Carla! Auch beim zweiten Anlauf. Aber dann die ganze Zeit auf Andreas warten? Das wär ja völlig dämlich gewesen. ;-) Und wenn wir uns sehen, dann knuddel ick dir ooch! ;-))
Ach nee, Fleischklumpen waren das nun auch wieder noch lange nicht. Nur ganz triviale Blasen. Dafür halt zwei, drei mehr - pro Zehe. Und Erschöpfung, nee, die war da gar nicht mit im Spiel. Komischerweise wirklich nicht. Nicht während des Laufs, Egospezia. Bergab auf die Blasen treten, tat einfach weh. Auch ziemlich trivial - aber trotzdem doof. Bis zur Erschöpfung konnte ich ja gar nicht laufen. Da wurde ich immer wieder durch Bergabpassagen gebremst. Sitzen oder berghoch laufen oder in der Ebene. Da war immer alles i.O. Nur runter war ziemlich doof. Klingt komisch, ist aber so.
Da war immer noch 'n bissle Platz, Ulrike. Leider. ;-)
Ja, genau Riggo. Die Summe macht es so spannend, so verrückt. Und dabei ist jeder einzelne Teil des Laufes für sich doch soo schön!
Ich glaub, bei mir dauert das noch ne Weile, bis die Leistung im Kopf Platz hat, RitterEd. Aber is ja Zeit über den Winter. Klar, bestimmt sehen wir uns irgenwo mal. Nach dem Fichtelgebirgs-M und jetzt dem schicken 10er in Hof, geht's bei dir ja auch immer weiter den Berg hinauf. Ich bin nicht ganz up to date. Rennsteig nächstes Jahr?
Dnake xylophon, Nicolsche, Markus, Laufspaß, proteco, !
Is noch nich gesackt, Christine. Jedenfalls bei mir nich. Und bei dir?
Gern geschehen, mas_joggt.
Ich hab vor über einem Jahr beim Zugspitz-Ultratrail gemeint zu verstehen, wie so was geht. Wenn dir das auch so geht, kannst du drüber nachdenken. Das kommt, K4sper.
Ja, es war ein riesen Erlebnis, Stachel. Das auf jeden Fall!
Und jetzt ist Erholen, lonelysoul. Aber nicht bei Schneeregen, sondern eher bei schönstem Herbstwetter. ;-)
Zwischen Spaziergang und Wandern ist doch noch ein Unterschied. Das wird mir grad beim Lesen deines Kommentars klar, MC. Nein, ist nicht das Gleiche. War Wandern. War kein Spaziergang.
Naja, also Werbepause war das ja eher nicht. Aber ganz so schnell bin ich nun auch wieder nicht mit der Tipperei. So wie was fertig war, gings online, Sonnenblume. Ja, wir Regenrieren.
Das mir dem Wortschatz überdenken wir noch mal nach dem dritten oder vierten Bier. Da fällt das leichter. Als nächstes fällt mir so Braunschweig und Weihnachtsmarkt ein...
Reverse-Psychology - sehr schön. Dnake Dominik!
Ich war nicht Erschöpft, Tame! *mitdemfußaufstampf* Im Leben nich. (siehe zwei Bilder weiter oben. Hihi. ;-)
An dich hab ich ein paar mal denken müssen beim Lauf, Dietzrun. Die Erfahrung mit einem so langen Kanten hattest du mir voraus. Und ich kann mich gut an deine Berichte erinnern - wie anstrengend doch Wandern sein kann. Ja, ich weiß, dass du meine Gedanken sehr gut vorstellen kannst. Wirst sie selbst schon öfter gehabt haben. Schwer hin, schwer her. Diese Distanz ist irre lang. Ich hatte drüber nachgedacht, wie es mir nach dem Ausstieg gehen würde - bevor ich Silke anrief. Und ich dachte dies wäre die richtige Entscheidung und somit wäre das auch OK gewesen. Danach habe ich weiter darüber nachgedacht - und bin weiter... ;-)
Die 7h waren ganz bestimmt Horror. Und am schlimmsten ist dann diese Machtlosigkeit. Er hätte so einen super Lauf am Stück hinlegen können. So war er halt zweigeteilt - aber nicht minder grandios!
Die Welt ist die selbe, Sirius. Eine Läuferwelt. Und die ist schön!
Es war mir eine janz besondere Freude, Yazi!
Dnake an alle für's Mitfiebern am Liveticker, in den Blogs zum Lauf und hier! Dnake für die Glückwünsche und ich hoffe es war für euch auch ein Stück erlebbarer Grand Raid 2012! Diesen harten und doch sehr schönen Lauf wollte ich für mich begreifen und ihn für euch begreifbar machen.
So wie ich nach Berichten im Vorfeld gesucht habe, hilft dies hier anderen sich auf dieses Abenteuer vorzubereiten und es zu meistern.
Dafür Viel Spaß und viel Glück!
;-)
PS: Hab grad den Lauf eingetragen. Pace 16:46min/km - Dembo wird doch immer wieder völlig überbewertet. ;-))

Nachträglich

Allerhöchsten Respekt!

Unglaublich, unbegreiflich, unverständlich was du da durchgezogen hast.

Mehr kann ich gar nicht dazu sagen, dazu fehlt mir komplett die Einsicht, was das bedeuten muss. Auch wenn dein Bericht das bestimmt ziemlich gut wiedergibt.

Unglaublich ...

.. was du so geleistet hast - ich glaube das muss ich mir irgendwann nochmal in Ruhe durchlesen und dabei die Strecke nachverfolgen. So habe ich es erst einmal "verschlungen" und gestaunt und mitgelitten und -gefiebert. Toll - du bist echt ein zäher Kerl. Ich hoffe ich seh mal mehr Bilder irgendwann und höre noch ein paar Geschichten direkt - demnächst hier.

Willkommen im Klub ...

... ich habs auch noch nicht so ganz...
... nach dem heutigen Tag nun gleich gar nicht mehr. Jetzt ist es ganz unverständlich. Aber muß gehen. Ist real. Klingt komisch, muß aber so sein.
Und Danke!
;-)

Freu mich schon, Mone!

Bess demnähx!
;-)

Jetzt erst entdeckt

so was aber auch, obwohl ich deinem Bericht entgegenfieberte.

Du schreibst großer schwerer Lauf. ÄÄHhhmmm, ich finde keine Adjektive für diese Veranstaltung, die du mit Bravour gemeistert hast, aber groß und schwer reicht meiner Meinung nicht aus.

Und noch weniger Worte fallen mir ein, wie ich das ganze finde: von wahnsinnig, beängstigent über mutig, zäh, kämpferisch.

Schalk, du hast hier wirklich ne hohe Hausnummer hingelegt. Du bist bis auf völlig geschundene Füße dort heile durchgekommen. Das ist das Wichtigste. Ich möchte nicht wissen, wie es deiner Frau ging, was sich tragisches auf der Strecke abgespielt hatte.

Kann man zu so einem bekloppten Lauf überhaupt beglückwünschen?

Ja, frau kann. Also du wahnsinniger Schalk, Herzlichen Glückwunsch zu diesem Hammerlauf mit sagenhaften Ergebnis.
Ich hoffe, du bist inzwischen wieder ausreichend regeneriert und "verheilt".

Ich kann es immer noch nicht glauben, was du erlebt und geleistet hast.

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

Dnake, Swabs! Eine Ergänzung ...

... was WIR geleistet haben, Andreas und die 1361 anderen. Da hat wirklich jeder grandioses geschafft!
;-)

Caballo Negro

Mein Freund, dieser Dreiteiler war der allerste Deiner vielen Berichte, auf den ich nicht sofort antworten konnte.

Von Herzen gewünscht habe ich Dir einen anderen Lauf, einen solchen wie Du ihn Dir auch erträumt hast. Laufen bis an die Grenzen, sicherlich mit ein paar Gehpausen, aber überwiegend (halbwegs) zügig unterwegs.

Dreimal wolltest Du 'raus, unglaubliche drei Mal bist Du wieder zurück auf die Strecke, Deine Strecke. Es ist gut, dass Du das alles aufgeschrieben hast - für Deine riesengroße Fangemeinde daheim und insbesondere für Dich selbst.

Verblüffend war für mich, dass ich viele Deiner Worte genau so oder ganz ähnlich gewählt hätte. Ich denke, dass Du mich dadurch noch etwas mehr als manch anderen mitgenommen hast. Und dafür möchte ich Dir von Herzen danken.

Lautstarken Jubel gibt es diesmal nicht von mir - mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als Andreas und Du (letztlich doch) wohlbehalten im Ziel wart. Riesengroßer Respekt dafür, dass ihr beide diesen Bewerb angegangen seid und tiefe Verbeugung dafür, dass ihr das 'Ding' zu Ende gebracht habt.

Mit etwas Abstand wirst Du Dich bestimmt nicht mehr über die Wanderpassagen ärgern - dazu gibt es keinen Grund. Bei solchen Distanzen können so viele Sachen unterwegs passieren und letztlich kann man sich nur auf eine Teilmenge vorbereiten...
Es gibt etwas (aus meiner bescheidenen Sicht), das wichtig ist, das entscheidend ist: Du warst dabei. Du hast Dich dafür entschieden, Du hast dafür trainiert, Du warst zum richtigen Zeitpunkt am Start und ich bin überzeugt, Du hast alles richtig gemacht. Es gibt Dinge, die passieren einfach.

Deine erste Entscheidung, den Bewerb zu beenden, war richtig. Das Revidieren dieser Entscheidung ebenso. Das Leben ist nicht gradlinig und oftmals voller Widersprüche. Eine Laufstrecke halt ;-)
Ich finde: Es ist die Intensität, die zählt. Und ich denke, dass wir aus genau diesem Grund die Langstrecke lieben. Geschenkt wird einem nichts - und doch so unendlich viel.

Irgendwann einmal wirst Du in den Copper Canyons laufen und ich möchte wetten, dass Dich die Tarahumara sofort adoptieren - als Caballo Negro.

Dir Rarámuri beim Laufen zuzusehen ist großartiges Erlebnis, wie ich weiß.

;-)

... Lieben wir sie, die Langstrecke oder hassen wir sie - und können doch nicht davon lassen?
Nein, ich hasse sie definitiv nicht. Kein klitzekleines Stück. Hier können wir selbst gestalten. Wir haben in der Hand was wir tun - ganz allein.
Wir arbeiten auf ein Ziel hin und setzen es um und am Ende gibt es keine Ausreden - brauchen wir keine Ausflüchte - nix. Die Langstrecke ist was greifbares, was definiertes, was beherrschbares und was von uns selbst beeinflussbares.
Wie so ein langer Lauf aussehen kann, werde ich beim nächsten sehen. Mal schaun was da kommt. Was ich will, weiß ich. Ob ich das dann auch kann, werde ich sehen. Bei diesem Lauf hab ich sicherlich alles richtig gemacht. Da hast du recht. Und beim nächsten sind die Karten wieder neu gemischt - ist alles wieder neu und anders.
Ob ich in den Cooper Canyons jemals laufen werde, weiß ich noch nicht. Aber eins weiß ich. Wir werden beide noch den einen oder anderen Ultra Laufen. Und immer wird's was Neues geben. Aber eins wird immer sein - Der Spaß am Laufen. Sonst wäre es dämlich es zu tun.
Dnake Holgi! Wir sehen uns.
;-)

Mensch, Schalk,

Ich schließe mich Mone an und lese mir das alles nochmal in aller Ruhe durch.

Eine für mich unglaubliche Welt des Laufens, Leidens, Kämpfens, Aufgebens, Wiederantretens, Schreibens...

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg! :-)

Man sieht sich!

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

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