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„J'AI SURVÉCU“ – „Ich habe es überlebt“ steht auf dem T-Shirt und ich habe es, dieses Shirt.

Der zugehörige Lauf nennt sich bei den Einheimischen auf La Reunion „Grand Raid“ oder auch Le Diagonale de Fous - Die Diagonale der Verrückten und es war ein total verrückter Lauf.
170km, 10600 Höhenmeter standen in der Ausschreibung. 9800 Höhenmeter gestehen sie uns auf dem Finisher-Shirt noch zu. Es war mein erster Lauf weit über 100km. Die Zahlen an sich sind angsteinflößend. Wem diese Zahlen wirklich Angst machen, der sollte Abstand von dem Lauf nehmen. Er gilt als einer der härtesten Trailläufe der Welt.
Mich haben sie beeindruckt.
Ich habe Berichte zu diesem Lauf gelesen. Die klangen schon irgendwie komisch, nicht vorstellbar, vielleicht auch einfach nur verrückt. Aber bei der Zugspitze letztes Jahr meinte ich doch begriffen zu haben, wie man so was langes laufen kann. Also ist sie doch nicht so unvorstellbar? Nein, doch nicht. Und was die anderen können, kann ich auch. Also wurde nach der Absage des UTMB im Frühjahr gebucht.
Über die Vorbereitung hatte ich schon reichlich geschrieben. Über die nackten Zahlen und wenige Infos während des Laufs stand schon einiges hier. Ein irrer Blog! Dnake Klada!
Viele Fragen spukten mir vor dem Lauf im Kopf rum.
Wie läuft man gerade in der zweiten Nacht? (Start ist 22Uhr Ortszeit und mehr als zwei Nächte wollte ich nicht unterwegs sein) Schafft man es weiter hinten die laufbaren Passagen laufen zu können? Wie ist der Kopf in der Lage mit Unwegbarkeiten klar zu kommen?
Kann ich mich auch nach so vielen Stunden noch sicher im Gebirge bewegen? Erkennt man Grenzen und überschreitet sie nicht?
Wie reagiert der Magen auf diese Extrembelastung?
Machen die Knie und vor allem die Oberschnekel die vielen Bergabpassagen mit? Schafft man es ohne Krämpfe durch zu kommen?
Was für Klamotten braucht man wo? Umziehen, nicht umziehen?
Die Antworten, oder einen Teil davon sollte es geben - vom 18.10. um 18Uhr ab Cap Méchant bis irgendwann am 20.10. in Stade de Redoute in St. Dennis auf der Diagonale der Verrückten 2012 auf La Reunion.
Wir reisten bereits anderthalb Wochen vor dem Lauf an und besichtigten Teile der Strecke im Vorfeld. Das war genial! So hatten wir Ideen zu dieser Strecke. Ja, Teile der 170km sind laufbar. ;-) Gerade eine Idee für die letzten Abschnitte, die mit Sicherheit mental Härtesten zu haben, stellte sich als hervorragend heraus. Die Akklimatisierung kann sich als sinnvoll herausgestellt haben. Ich empfand das Klima von immer locker über 25°C durch den Wind als nie wirklich unangenehm - auch beim Laufen. Da stören mich in Deutschland 22°C manchmal mehr, als dort 28°C. Klingt komisch, ist aber so. Vielleicht auch, weil man ja auch sein Lauftempo anpaßt. So unterirdisch langsam wußte ich gar nicht laufen zu können. Nein, Blödsinn. Einen großen Einfluß hat bei uns Ottonormalläufern die Differenz von Brutto und Netto. Allein die reinen Pausenzeiten an den VPs addieren sich mächtig. Aber anständig essen schien mir bei diesem Lauf nun mal extrem wichtig.
Die letzten Tage vor dem Lauf wurde nur noch ein wenig gewandert. Eigentlich ist ja alles, wie bei der Zugspitze, nur etwas länger. Also muß das Tapern auch nicht viel anders aussehen. Aufregung vor dem Lauf kam aber irgendwie nicht auf. Klar drehten sich die Tage vorher viel, oder fast nur noch um den Lauf. Aber das war keine Wettkampfspannung. Mehr ein Erstellen und Abarbeiten einer imaginären Checkliste und ein mehr oder weniger starkes Addaptieren dieser Liste über der Zeit. An welchem VP darf man in keinem Fall vergessen die Trinkblase aufzufüllen? Nur einfach der Blick auf km zwischen den VPs kann da etwas daneben gehen. Wir planten im Schnitt mit 2h/10km und sollten die VP-Pausen nicht einbeziehend gar nicht so falsch liegen – jedenfalls in Teilen der Strecke. Für mich sind das etwas komische Zeiten. Aber auch hierfür waren die vielen Tage vorher auf der Insel gut. Diese notwendige Langsamkeit gewann Platz im Kopf.
Gerade im Flieger auf dem Rückflug sitzend, überlege ich, ob ein paar Tage im Anschluß nicht auch noch schön wären. Andererseits kann man die Schmerzen der Heilung und die Regeneration durchaus auch daheim ertragen. Jetzt noch auf der Insel zu sein, hieße nicht wandern gehen können. Das wäre wohl noch blöder. Dann lieber so.
Und dann war es Mittwoch, der 17.10. und Zeit die Startunterlagen abzuholen. Vorher packten wir noch unsere Beutel für Cilaos (km72) und Savannah (km136) in der Hoffnung wir müßten diese nicht mit zum Start nach Cap Méchant nehmen, sondern könnten diese bereits in St. Dennis abgeben. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllte. Andererseits war damit alles gepackt und somit anderthalb Tage vor dem Start alles ready to go, da natürlich gleichzeitig Laufrucksack und Wettkampfsachen bereitgelegt wurden. Sehr schick. Ziehmlich streßfrei. So blieb wieder etwas Zeit die besichtigte Strecke in JM zu dokumentieren und Aufschreiben festigt bekanntermaßen. Der eine oder andere Gedanke bezüglich des Laufs kam auch erst beim Aufschreiben. Hat doch auch was. Das Startunterlagen abholen war recht unspektakulär. Das eine oder andere würde ich beim Verteilen der Sachen der Sponsoren anders machen. Das Anstellen nach Startunterlagen, T-Shirt und Werberötel ging mir etwas auf den Zeiger. Letzteres muß man ja auch nicht und es gibt Schlimmeres. In jedem Fall kam so langsam etwas Wettkampfspannung auf.
Eine Nacht noch enspannt schlafen und dann war er da, dieser, jener, welcher Tag. Und lang wurde er. Vormittag doddale Entspannung, anständig Mittagfuttern, Mittagsschlaf, Kaffee trinken und gegen 15Uhr starteten wir zum Bus der uns auf die andere Seite der Insel von La Possession aus zum Start nach Cap Méchant bei St. Phillipe bringen sollte. Der fuhr dann an einer anderen Haltestelle und etwa ne Viertelstunde später, aber auch das ging alles ziehmlich locker und streßfrei ab. Entspannung doddal. Wird noch lustig genug.
Unser Bus startete in La Possession und in den Orten auf dem Weg sammelten wir immer mehr Leute mit dem gleichen Ziel ein. Bei den Verabschiedungen lief mir dann erstmals ein Schauer über den Rücken. Ist es die Situation? Ist es das, was man hinein interpretiert? Wir hatten alle Großes vor. Es war diese positive Stimmung, die Spannung des Aufbruchs, die Gänsehaut verursachte. Die Fahrt dauert fast ewig. Wir hielten hier und da und dort, stauten uns wie erwaret von St. Joseph Richtung Cap Méchant und kamen trotz allem - wahrscheinlich auch so geplant - knapp 2h vor Start in Cap Méchant an.
Die Rucksackkontrolle inkl. des Zugangs zum Stadion war dann wieder wenig deutsch, aber wir waren ja auch in Frankreich und der diesbezügliche französische Charme gepaart mit südseeländischer Ruhe ergibt eine sehr spezielle Mischung. Der deutschen Mentalität könnte das Wort entspanntes, organisiertes Chaos entspringen. Aber das ist wirklich zu klein gedacht. Ein sehr spezieller Charme halt. Im Stadion gab‘s noch mal was zu futtern, die Beutel für Cilaos und Savannah mußten abgegeben werden und plötzlich waren es nur noch 30min bis Start. Ich wollte weit nach vorn. Bei etwa km 20 geht es in einen sehr schmalen und steilen Pfad, auf dem Überholen nicht wirklich möglich ist. Dort soll es dann immer wieder weiter hinten Staus geben. Hihi. Ich denke wir waren am Ende des ersten Drittels vom Starterfeld. OK, dann ist das so.
Jetzt wurde die Lampe aus dem Rucksack geholt, kontrolliert wo Mütze, Handschuhe, Jacke und Windhose waren. Es war längst dunkel. Der Himmel war wie die letzten beiden Tage auf der anderen Seite der Insel auch stark bewölkt. Geregnet hatte es im Norden trotz dieser Bewölkung nie. Warum sollte sich das also jetzt ändern? Kalt war es nicht. Angenehme 25°C. Die Minuten vergingen - natürlich in Ruhe. Ich war ruhig. Eine konzentrierte, kontrollierte (?) innere Ruhe vor dem was kommen sollte. Ich war vorbereitet. Der Rest würde sich ergeben und meist eh anders als gedacht.
Noch 10min bis Start. Garmin an. Zeit den Rucksack völlig ruhig ein letztes Mal zu kontrollieren. Aufstehen. Rucksack auf. Lampe auf. Kabel zum Rucksack einfädeln. Lampencheck, OK. Garmin sucht Satelliten. Noch fünf Minuten. Track auf der Uhr starten. Natürlich weiß der Garmin nicht, ob wir richtig sind. Hat ja noch keinen Satelitten. Zum Glück weiß ich es aber. Und zum Glück wissen die vor mir den Weg. So kann ich auch loslaufen, sollte der Garmin nicht fündig werden. Aber fünf Minuten suchte der noch nie. Warum also heute. Noch zwei Minuten. Die Favoriten werden vorgestellt, Jokes gemacht. Julia Böttcher läuft ja auch mit. Letztes Jahr an der Zugspitze überholte sie uns km 5 und ich sie km75. Dieses Jahr werde ich sie eher nicht sehen. Die Uhr sucht immer noch. Egal, die Aufzeichnung ist eh mehr für die Statistik.
Und dann ist er da, der spannende Moment. Die Uhr läuft auf 22Uhr. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Start!
Jetzt gilt es!
Das wollte ich, also soll es nun auch sein?
Warum?
Was soll diese blöde Fragerei?
Weil ich das kann!
Die Massen strömen aus dem Stadionausgang. Schieben, drängeln, schubbsen, eng, so wie in älteren Berichten gelesen? Bei uns war da nix. Aber da war auch schon ein ganzer Schwung raus. Es geht nach vorn. Der Startbogen. Uhr an, langsam loslaufen. 20, 30 oder 50m, dann scharf rechts auf die Straße und nun erst mal weit geradeaus. Ich trabe mit dem Strom mit. Ich schaue auf die Uhr. Pace etwa 5er Schnitt. Alle die hier laufen haben das Gleiche vor. Alle wollen 170km laufen. Um mich rum auch einige Frauen. Wissen die hier alle, was sie tun? Ich bremse mich ein. Die Leute um mich sind so schnell wie ich oder schneller. Wie viele um mich rum haben hier wohl eine HM-Bestzeit um 1:45h? PBs werden bekanntlich im Flachen erzielt. Aha. Dann ist das eben so. Von mir aus. Für mich ist Tempo locker, kein Problem. Schneller mag ich nur aus Respekt des noch kommenden nicht. Bis zu dem engen Pfad hoch zum Vulkan sind es ja 20km. Das wird noch.
Was schwer beeindruckt sind die Leute am Straßenrand. Es ist nach 22Uhr und hier scheinen deutlich mehr Leute am Rand zu stehen, als die Ortschaften an Einwohnern hergeben kann und es ist Volksfest! Einfach irre diese Stimmung. "Bon courage!" hallt es immer wieder. Gänsehaut. Der Gedanke worauf ich mich hier wohl eingelassen habe, wird sofort beiseite geschoben. Der ist nicht zielführend.
Wie komme ich nach St. Dennis? 170km am Stück laufen sind für mich zu abstrakt, immer noch nicht vorstellbar - auch nachdem ich sie gelaufen bin. Die km erschrecken also nicht. Sie sind als eine Einheit schlicht nicht vorhanden. Ich habe diese km für mich zwar als unvorstellbar, aber eben beherrschbar eingestuft. Viele machen das hier jedes Jahr. Also kann ich das auch. Auch wenn ich es nicht erfassen kann oder vielleicht auch nur nicht will.
Folglich wird der Weg das Ziel!
Egal was kommt. Nicht dran denken wie weit oder wie lange noch.
Tempo raus!
Ich pendele mich zwischen 5:10 und 5:30min/km ein. Schneller als gewollt, aber langsamer, als alle anderen um mich. Egal. Die Abrechnung wird in St. Dennis gemacht. Mal sehen, wer dann noch alles vor mir ist.
Die ersten km auf der Asphaltstraße sind geprägt vom in sich hineinhören dass alles OK ist, dem Aufsaugen der Stimmung und dem Unverständnis wie so viele Leute vor mir so viel Blödsinn machen können. Zu mal das ja nun nicht alles Greenhörner auf einer langen Laufdistanz sein sollten. Ein langer Zug an Läufern war vor mir, eine langezogene Lichterkette. Der Anfang der Lichterkette außer Sicht. Ein klitzekleines bisschen schob ich schon Panik im ersten Anstieg hängen zu bleiben und nicht vorwärts zu kommen. Andererseits bliebe dann noch genug Zeit die gesparte Kraft in laufbaren Passagen hinten einzusetzen.
Bei km2 hatte es angefangen zu regen. Es war warm, also kein Problem. Hoffentlich hört es bald wieder auf. In den Bergen die Sturzbäche brauchen wir grad nicht. Ich hatte mein langes T-Shirt in einer Tüte. Somit konnte ich weiter oben auf etwas Trockenes zurückgreifen. Hose war aber bis Cilaos nur eine Kurze an Bord. Mit der würde ich oben nix anfangen können. Auf dem Vulkan wird es später kalt werden. Wir werden sehen.
Die Straße führt geradeaus. Wir biegen nun links in einen Wirtschaftsweg ein. Das muß irgendwas um km5 sein. Es geht leicht (!) bergan. Ich könnte laut losbrüllen: 'Ihr Idioten da vorne!' Viele um mich gehen nun - aber nicht schnell. Entweder in dem Tempo mitgehen, oder kraftraubend überholen. Wieso mußten diese Vollpfosten alle so schnell losheizen? Wenn jeder in angemessenem Tempo losläuft wäre es doch so einfach. Aber was rege ich mich auf? Wie hies der Lauf doch noch mal? Diagonale des Fous! Genau! Also, was erwarte ich?
Die nächsten 4-5km bin ich am Überholen. Das Tempo ist gleichmäßig. Nicht zu schnell. Bloß keine Energie sinnlos verballern. Die erste Kontrollstelle kommt. Chip einlesen, Kontrolle der Übereinstimmung zur Startnummer und weiter. Der Weg wird besser. Es ist einfacher sein Tempo zu gehen und doch schneller als andere zu sein. Ich komme langsam in den Lauf. Im Nachhinein ist es fast sinnvoller zwischen km5 und dem ersten Kontrollposten nicht wirklich zu überholen, sondenr dies dann ab da bis km21 zu tun. Der Weg ist da besser geeignet und es Zeit genug bis zu dem Anstieg. Nur, diese Ruhe hat man wohl erst im Alter…
Irgendwann wurde der Regen weniger. Es hörte auf. Hoffnung schöpfen. Alles wird gut. Nicht lange hin finge es wieder an, diesmal umso heftiger vielleicht hätte ich mir doch noch ne Goretexjacke zulegen sollen. Für den UTMB dann ganz sicher. Hier war die wasserabweisende, winddichte Jacke i.O. Erster VP bei km11. Chipcheck, Startnummerkontrolle und weiter. Das Wasser in der Blase reicht bis km21. Es wird ruhiger. Ich habe Leute in meinem Tempo gefunden. Ab jetzt kein Streß mehr. Einfach nur Laufen. Ein wenig schaue ich schon mal auf die Markierungen - auch wenn man diese hier noch nicht braucht. Das wird im Dunklen, wie im Hellen gut erkennbar sein. Ich hab ja eh den Track auf der Garmin, aber egal. Verlaufen sollte nicht das Thema sein – war es auch die gesamte Strecke über nicht.
Wir kommen langsam höher. Der Wind nimmt zu. Noch ist es nicht kalt im kurzärmligen Laufshirt trotz Regen. Der Wind wird dies aber Stück für Stück ändern. Also doch schon mal das trockene lange Shirt raus und Jacke an. Im Rucksack ist nun nur noch das nasse, kurze Shirt und Schluß. Das muß so bis Cilaos reichen. Wird es auch! Zum einen wird es ja eh bald aufhören zu Regnen und zum anderen wird es nicht so kalt bei bedecktem Himmel und Regen ist weiter unten auch kein Problem - von den Temperaturen her. Nur den Vulkan muß ich überstehen.
VP21. Ab jetzt beginnt der Grand Raid. Jetzt geht es steil bergan. Ich war gespannt auf den Trail. Als anstrengend und teilweise schwierig wurde er in Berichten beschrieben. Jetzt kurz verschnaufen, Essen, Trinken, Wasser fassen und dann erst weiter.
Futter war gut! Bagette mit Käse oder Schinken. Daraus wurde Bagette mit Käse und Schinken. Lecker! Weiter gab es Rosinen, Riegel, Schokolade, Bananen, Kekse. Mehr habe ich mir nicht gemerkt. Gab es dort Suppe? Egal. Die Suppe sollte auf jeden Fall über die nächsten vielen Stunden den Körper am Arbeiten halten.
Die Getränkeauswahl war einfach. Wasser oder Cola. In die Trinkblase kam Wasser. Cola wollte ich hier in keinem Fall schon nehmen. Die Verweildauer war ausreichend, aber kurz. Gut Präpariert ging es in den Trail. Auch hier standen wieder Leute ohne Ende machten richtig Stimmung. Klasse!
Schwer gespannt war ich nun auf diesen Streckenabschnitt. Was würde kommen? Was kam waren knapp 1400Höhenmeter auf 6km auf einem steil ansteigenden Pfad. Technisch schwierig war da aber nichts. Der Pfad war schmal und an einigen Stellen waren die Tritte wirklich Kniehoch und höher. Aber das hier ja auch nicht der Berlin-Marathon für den manche Leute reichlich 2h brauchen. Zügig, aber nicht zu schnell stiegen wir in einer langen Schlange an Läufern nach oben. Ein paar unbelehrbare mußten unbedingt überholen und Kraft verballern. Ich hätte mir die Startnummern merken sollen. Wäre interessant, ob und wann die in St. Dennis ankamen. Am Rand saßen nun immer wieder mal erschöpfte Läufer, pumpten wie die Maikäfer und verschnauften. Hätte ich das nicht bereits in Berichten gelesen, ich hätte riesige Fragezeichen im Kopf gehabt. So langsam wurde die Vegetation weniger, der Wind griff immer mal wieder zu. Aber noch war es nicht zu kalt. Es ging. Mittlerweile hatte ich meine Windhose angezogen. Der komplette Schutz gegen kalten Wind war gut. Während es im Anstieg aufgehört hatte zu regnen, fing es nun oben wieder an. Wie lange würde das so gehen? Wie werden die Wege sich entwickeln? Ist es noch weit? ;-)
Nächster VP (km29 Foc Foc/crête de l'Enclos). Ich hatte Hunger und sehnte mich schon nach den leckeren Baguettes. Leider Fehlanzeige. Auch warme Suppe gab es nicht. Dafür aber warmen Tee. Der wurde recht langsam auf Anfrage ausgeschenkt. Kam mir vor wie wenn es Goldstaub gäbe. Zwei Becher wärmten etwas auf und bevor ich weiter auskühlte ging es fix weiter. Der nächste VP ist nicht weit und die Höhenmeter hatten wir auch erst mal im Sack.
Jetzt ging es entspannt zügig laufend auf einem breiteren Pfad in der Ebene entlang. Einfach langsam laufen lassen, erholen vom Anstieg, Kraft sparen. Es lief.
Ein Läufer fragte mich nach meiner Lampe. Wieviel Lumen sie hätte und wie lange das Akku bei Leuchtkraft halten würde. Ich meinte, nur die mittlere Stufe eingestellt zu haben und mit dem Akku über beide Nächte kommen zu wollen. Volle Leuchtkraft sind 170Lumen und das Akku hat 11Ah. Am Ende des Laufes war es noch zu 20% voll und ich hatte ein kleines Reserveakku mit 1,7Ah ja auch noch anbei. In dem Nebel oben auf dem Vulkan zeigte sich die Entscheidung als goldrichtig sehr viel Geld für dieses Spielzeug ausgegeben zu haben. Wir unterhielten uns in Englisch. Das ging gut. Dann fragte er wo ich her käme. Auf meine Antwort kam: „Na dann können wir ja auch in Deutsch weiter reden.“ ;-)) Sehr schön. Hier starten 18 Deutsche unter 2.752 Leuten und wir treffen uns auf der Strecke. Er ist auf LaReunion geboren und sehr früh schon nach Deutschland. Aber da sein Vater dort lebt, kennt er natürlich die Diagonale. Einmal mußte er aussteigen. So meinte er man müsse bis zum Mafat zwar Kräfte sparen, aber laufen, da im Mafat ein Laufen quasi nicht mehr möglich ist. Die km macht man vorher. Er war gut drauf und ich lies ihn ziehen. Gerade sah ich, dass ich in Cilaos wenige Minuten vor ihm rein bin. Im Anstieg Richtung Piton de Neiges (zum km65) muß ich ihn überholt haben. Schade, nicht mitbekommen. In Cilaos müssen wir uns fast auf den Füßen gestanden haben. Nächste Zwischenzeit in Marla war er jedenfalls 2h nach mir. Aber auch er ist in St. Dennis angekommen!
Normalerweise ist die Strecke vom Vulkan an, also ab etwa km29 bis km52 sehr gut laufbar. Das stimmt. Nur, ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnte. Es regnete. Es regnete seit etwa 22:10Uhr mehr oder weniger stark fast ohne Unterbrechung. Weiterhin sei zu erwähnen, dass die Strecke von den ersten 20km abgesehen bis Ortseingang Cilaos ausschließlich aus Pfaden bestand. Kein Wirtschaftsweg, keine Straße – doch! Mal ein km kurz vor km52. ;-) Bei der Streckenbesichtigung meinte Andreas noch so: „Nur regnen sollte es nicht.“ Wir lachten darüber bei strahlendem Sonnenschein.
Die Wege waren ausgesprochen lustig zu laufen. Teils lief man doch noch von Stein zu Stein. Davon sind wirklich reichlich auf den Wegen. Teilweise lief man an den Wiesenrändern. Öfter blieb aber gar keine andere Chance, als mitten durch den Schlamm zu laufen. Oft hatte ich Glück und hatte einen vor mir, der dann in die knöcheltiefen Stellen rannte und ich konnte so woanders hintreten – immer in der Hoffnung nicht ganz so tief zu versinken. Die10 oder 15km vor km 52,4 (Mare à Boue) durch Matsch und Schlamm und aufgeweichte Wiesen zogen nicht nur Kraft, sondern auch Moral. Irgendwann seit dem Vulkan entwickelten sich Blasen. Goretexschuhe wäre sicherlich gut. Aber irgendwann wäre es auch da oben reingelaufen. Heilfroh war ich von Andreas zum Geburtstag noch Gamaschen geschenkt bekommen zu haben. Die waren Gold wert. Wer weiß wieviel Dreck sonst noch da in den Schuhen gelandet wäre.
Etwa bei km50 kamen wir auf ein kurzes Stück Asphaltstraße und sehr, sehr viele gingen hier, konnten sich offensichtlich nicht zum Laufen motivieren. Ich lief. Langsam, aber ich lief. Den nächsten Streckenabschnitt kannte ich ja. Am VP wollte ich mindestens ne Viertelstunde pausieren und dann frisch gestärkt den Anstieg in Richtung Piton de Neiges angehen. (Man läuft nicht zum Piton de Neiges hinauf, sondern biegt in einem Sattel (Caverne Dufour) dann nach Cilaos nach unten in den Cirque de Mafate ab.)
Am VP km52,4 angekommen war ich platt. Richtig platt und ich hatte keine Vorstellung wie ich die nächsten 120km noch absolvieren sollte – wirklich keine Idee. Also Ruhe bewahren, ne Suppe, noch ne Suppe, Sitzen, den Beinen Ruhe gönnen und Futtern und trinken und bloß nicht an das Kommende denken. Der nächste Step war der Anstieg nach Caverne Dufour – nix anderes. Ich weiß nicht wie lange ich da saß, aber da steht doch in der Tat Andreas vor mir. Wie geil ist das denn?! Ich schnappte mir noch ne Suppe, wir quatschten kurz und er meinte keine Vorstellung zu haben, wie wir die restlichen km noch Laufen könnten. Na dann. Willkommen im Klub!
Ich war mittlerweile wieder einigermaßen i.O. und Andreas ist hochzu eh nicht ganz so schnell wie ich. Also machte ich mich los. Wir würden uns schon noch wieder sehen. Nach Cilaos geht es weit nach unten. Da bin ich eine Schnecke gegen ihn.
Erst mal ging der Weg weiter wie gehabt. Schlamm und aufgeweichte Wiesen. Dann kam aber Abwechslung ins Spiel. Es ging ja hoch. Und es regnete. Und das Wasser fließt bekanntlich von oben nach unten. Und der noch vor Tagen besichtigte trockene Knüppelpfad war nun mal Schlamm (zwischen den Knüppeln), mal schlichtweg ein kleiner Bach. Die Schuhe wurden also wieder sauber. Naß waren die Füße eh schon seit dem Anstieg zum Vulkan, also irgendwas nach km20, aber nun wurden sie abwechselnd eingesaut und gewässert. Einzig, im Anstieg störten die Blasen nicht. Hoch konnte ich gut gehen. So überholte ich wieder einige Leute. Es lief wieder sehr gut. Die Pause war goldrichtig. Leute, die aus dem VP raus sind, als ich reinkam passierte ich einiges vor dem nächsten VP bei km64,7. Auch hier machte ich wieder ausreichend Pause und sammelte Kraft für den langen und gefürchteten Abstieg. Sehr steil und teilweise sehr schwierig sein. OK, steil war er. Immerhin ging es auf 5km 1100Hm runter. Aber technisch schwierig war er gar nicht. Die Tritte waren teilweise wieder kniehoch. Das schlaucht natürlich. Wenn man da runterhämmert und das nicht gewöhnt ist, kann man sich dort schon ordentlich die Knie ruinieren. Ich lies mir Zeit. Vielleicht sollte ich sagen ‚Ich mußte mir Zeit lassen.‘ Jetzt machten sich die Blasen so richtig schön bemerkbar. Jeder Schritt tat weh. Ein Auftritt auf einen scharfen Stein an der falschen Stelle löste leichtes Stöhnen aus. Zum Glück war ich allein. Zum Glück stehen in Cilaos frische Schuhe und trockene Socken und zum Glück gibt es dort einen Med-Punkt mit Fußversorgung. Beim Blick auf die Route map hatte ich über die Fußversorgung noch gelächelt. Ich hatte noch nie im Wettkampf ein größeres Problem mit Blasen. Und wenn, dann wurde durchgelaufen. Zähne zusammenbeißen und durch. Hier kamen aber noch 100km und für die würde ich noch mindestens 20h benötigen!
Am schlimmsten beim Ablaufen waren die Blasen unter beiden Fußballen. Geil wenn man da auf ne Kante trat. Die letzten drei km nach Cilaos rein lief man Asphaltstraße bergab – Hölle! Es ging bergab und ich ging. Laufen war unmöglich. Ich spürte wie sich bei jedem Schritt an der Hacke die Blasen vergrößerten. Und es gab keine Alternative. Es sollte einfach nur aufhören. Ja, da hatte ich nen Rock an! ;-)
Ich denke ich mußte nicht erwähnen, dass es regnete. Erwähnenswert ist allerdings, dass die Schleusentore kurz vor Ankunft am VP Cilaos noch einmal ganz weit geöffnet wurden. Es schüttete wie aus Kannen. Nicht dass das irgendetwas änderte. Naß war ich vorher auch schon. Nur jetzt tropfte wirklich alles. ;-) Ich wrang die Handschuhe und die Mütze aus. Irre, was da für Wasser rauskam. Vielleicht 400m vor dem VP klopfte mir dann noch jemand von hinten auf die Schulter, Andreas. Geil! Ich ging, er lief, holte schon mal unsere beiden Beutel.
Wir trafen uns im Trockenen beim Essen, suchten uns eine ruhige Ecke und zogen erst mal die komplett durchgeweichten Lumpen aus. Mit trockenen Sachen machte ich mich auf den Rückweg zum Stadioneingang zur Fußversorgung. Schuhe aus. Socken aus. Schadensanalyse. Die Füße waren komplett aufgeweicht. An den Ballen waren gar keine großen Blasen, nur kleine. Dafür aber schöne Druckstellen. Die Hacke war mit einer umfänglichen Feuchtbereifung umschlossen. An den Zehen war leichter Kollateralschaden.
Das Mädel am Med-Punkt machte wirklich nen guten Job. Die Blasen wurden mit einer Spritze mehrfach aufgestochen und ausgedrückt, um dann Desinfektionslösung einzuspritzen. Das ganze wurde getapt und fertig. Mittlerweile lag ich ne halbe Stunde in trockenen Sachen bei Sonnenschein mit immer noch schmerzenden Füßen. Andreas hatte sich schon wieder verabschiedet. Auf dem Weg zurück zum Essen schmerzten die Füße aber doch noch so, dass ich mir nicht vorstellen konnte weitere 100km mit diesen Blasen zu absolvieren. Schon der Ritt nach Cilaos runter war die Hölle und Abstiege kamen noch genug!
Muß ich das haben?
Die trockenen Klamotten waren schon toll. Die trockenen Schuhe auch. Die Schmerzen ließen langsam nach. Es ging mir wieder besser.
Wie lange würde ich in dem Zustand bis St. Dennis benötigen? 25h, 30h? es waren noch 100km! Noch nicht einmal die Hälfte! Noch nicht einmal die Hälfte an Höhenmetern!
Wie lange dauert es bis Klamotten, Schuhe, Socken wieder durch sind?
Jetzt ist es doch gerade angenehm. Wieso schon wieder den Scheiß von vorhin? Wieso diesen Scheiß und dann noch mal länger, als bisher schon? Wozu jetzt weiterlaufen, wenn ich doch eh nicht bis St. Dennis komme? Brauche ich das? Dann doch besser gleich Schluß.
Hier kann mich Silke mit dem Auto abholen. Sie wird begeistert sein diese Straße hier hoch fahren zu müssen. Das ist für sie die Hölle. Aber der nächste Ausstieg ist erst wieder bei km121 in Maido – 50 weitere km und mindestens 12h, sicherlich eher mehr.
Nein, das brauche ich nicht! Wenn schon nicht bis St. Dennis kommen, dann wenigstens jetzt aufhören. 30h laufen und dann aufhören müssen ist viel dämlicher, als nach 15h dem Schrecken ein Ende bereiten.
Ich rief Silke an und die Mädels machten sich auf den Weg.
Jetzt wollte ich erst mal was Essen und dann in Ruhe vor zur Zeitnahme gehen, mich abmelden.
Es gab Suppe und dann Reis und Huhn. Irgendwie hatte ich keinen Hunger. Die Läufer die reinkamen und aßen sahen geschafft aus. Aber aus den meisten Gesichtern sprach Optimismus. Es war gerade erst 15:30Uhr. Für viele war das sicher eine gute Zeit jetzt schon in Cilaos zu sein.
Und was mache ich? Ich höre auf!

;-)

5
Gesamtwertung: 5 (26 Wertungen)

verrückter geht`s nimmer

Du bist doddal bekloppt mich hier mittendrin hängen zu lassen, aber es tut doddal gut von dir zu hören.

Du Schalk...

...dank Klada fallen wir da nicht drauf rein!
Ich bin gespannt wie es weitergeht und heilfroh, dass Ihr wieder gesund und munter daheim angekommen seid!
LG, Conny

Wie jetzt....

da sitze ich hier und lese diesen ellenlangen Bericht und jetzt ist Schluss

Hallo Herr Schalk, geht´s noch!

Erst rennst du wie wahnsinnig diesen verrückten Lauf, halb JM wartet auf erste Berichterstattungen, SMS werden hin und her geschickt und jetzt hören wir nur die Hälfte.

Setz dich gefälligst sofort an den PC und schreib weiter. Vorher gratulier ich dir auch nicht - basta

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

Manno...

...allein vom lesen stehe ich kurz vor nem Herzklabaster...

Pollerarlam und Blasenschwäche... der Schalk kann... :-)

"Ein Leben ohne Blasen laufen ist denkbar, jedoch unwahrscheinlich"

Schleswig-Holstein im Herzen,
BORN im Kopf

... ganz breit grinsen muss ... und immer noch überwältigt bin !

...heut morgen dachte ich an dich und deinen Bericht und stellte mir folgende Frage:
"Man(n) könnte doch wunderbar ein BUCH über diesen Lauf schreiben, mit Ettappen-Kapiteln" ! ... oder ???
Und was machst DU ??? *grins* ... machst mir "Berlin" nach ...
(erst die DNF Meldung von der Strecke, und dann den JM-Bericht in 3 Teilen ???)

Als Klada hier blogte Schalk muss leider in Cilaos raus musste ich sofort an unsere Unterhaltung:
"DNF aus Vernunft" (bei KM 32, beim Berlin Marathon) denken ...
( glaube mir, ich hätte dir in dem Moment so gerne in deinen Arsxx getreten !) ;-)

Als es dann von Klada 27 Minuten später den Blog Jaaaa, Schalk läuft doch weiter!!! gab,
dachte ich nur: "Ahh-Jaaa !!!" ... BORN-Schalk vs VERNUNFT-SCHALK ... "hoffentlich geht das gut ?"

... und genau da durch hast DU diesen, euren Lauf, auch so spannend gemacht !!!

und nun warten wir auf diesen spannenden, kommenden Bericht von dir ...

.

.

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

mensch Schalk

ich bin auch froh, dass Ihr wieder wohlbehalten zu Hause gelandet seid!!
Was Du Deiner Frau aber auch so zumutest ;-))) Die ist mindestens genauso tapfer wie Du.
Ich freue mich auf die nächsten Zeilen von Dir.
Du doddal Verrückter Du :-))
GLG, KS

Klassischer Cliffhanger!!!!

Klassischer Cliffhanger!!!! Wie geil!

Hätte ich nicht Klada's Einträge gesehen und die wiiiinzig kleinen drei Punkte unten -- ich hätte vermutet dir wäre tatsächlich die (Schreib-)Puste ausgegangen!!
Weitermachen, biitttäääää!!!!
Das was bis jetzt kam, sprengt meine Vorstellungskraft... un-f***ing-glaublich!

(Mir hat auch der Teil mit den Lumen sehr gut gefallen!!!)

Gruß, Dominik
_____________________
M44/69kg/1,81
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Das ist ja besser als jeder Krimi

und jetzt müssen wir warten???

Gruß stachel

Take your time and remember slow is the new fast ...

HAMMER MANN

Ganz herzlichste Glückwünsche aus Sachsen, mein lieber Falk!
Du bist und bleibts der Hammer, Mann!

Erhol dich gut und regeneriere... und tipps uns Teil 2... büdde!

Ganz liebe Grüße
lonelysoul


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

sollte KEIN Vergleich sein !

Bin mir schon sehr bewusst das man das ALLES überhaupt nicht vergleichen kann !
( und damit meine ich wirklich alles : die Personen / die WK's / usw. )

Es geht zum einen nur um das persönliche Gespräch zwischen Schalk und mir
und
über die TATSACHE(n):
- es gab eine "DNF-Meldung" von der Strecke ! (auch wenn diese nicht lange bestand hatte)
- es gibt einen mehrteiligen Bericht.

... jeder der mich etwas besser kennt weiß: Ich bin ein ABSOLUTER SPINNER ...

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Verrückter Kerl!

...sprachlos

Verrückter Kerl!

Ja :0)...

...du kannst ruhig mal mit dem schreiben aufhören und deine Finger zum tippen anfeuchten....

ich muss sowieso erst mal das gelesene sacken lassen...

freue mich schon auf Teil zwei :0)...

Gruß, Kaw.

Menno

erst die wilden Meldungen hier von Aufhören und dann doch weiter und jetzt mitten drin Schluss mit dem Bericht - so geht das aber nicht. Ich will mehr davon lesen, bitte, bitte lass uns nicht zu lange warten.
LG aus DD und regeneriere mal schön ausgiebig, damit wir uns zum Wintermarathon in Leipzig wiedersehene können.

hey, du schalkules, du...

...wohl verrückt geblieben, wa? -)
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laufend muss jetzt außer entspanung auch noch geduld aufbringen seufzt: happy™

Einfach nur born

Boah, was ein Bericht. Ich

Boah,
was ein Bericht. Ich gratuliere dir für deine erstklassige Leistung. Das Ding hast du super durchgezogen. Deinen Bericht schaue ich mir morgen nochmal genauer an. Ich habe heute zuviel Zeit schon auf der Arbeit am Rechner verbracht. Jetzt brauch ich mal eine Pause von dem blöden PC.

Ich wünsch dir lockere Beine für deine weiteren Taten und ganz viele Grüße aus Saarbrücken.

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

Überwältigend

Lustig: ich bin eigentlich der Meinung Läufer zu sein, aber das wovon ich wirklich glaube in diesem Zusammenhang Ahnung zu haben, ist die Wundversorgung Deiner Blasen in Cilaos;-)!
Im Ernst: Danke für die Einblicke und Deine tiefgründigen Gedanken bei diesem Diagonalenabschnitt, aber wie es sich wirklich auf der Strecke anfühlt, kann ich nur erahnen...und ist auch mit vielen Worten nicht annähernd beschreibbar.
Du bist grandios...ich bin eigentlich immer weit entfernt, in Heldenverehrung zu verfallen, aber bei Dir bin ich fast dran...aber nur fast;-)!
Gruß, Marco
You'll never ...;-) alone

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos

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yazi (sprachlos)

Mann, Du Verrückter, jetzt

Mann, Du Verrückter, jetzt setzt Du aber noch einen drauf, wa? Obwohl ich schon mal vor ein paar Tagen hier vor PC mit dem Blasen-Thema mitgefiebert habe und daher weiß, daß Erlösendes kam, kaue ich jetzt schon wieder Nägel.

Sofort weiterschreiben! Wie hast Du Dich umentschieden??? Das frage ich mich schon seit Tagen, jetzt will ich es aber wissen!

Öh... ansonsten schonmal Glückwünsche bis dahin natürlich :)

LG Britta

Uh, diese Bilder...

vermutlich werde ich von Deinen Füßen träumen...
Bitte schnell vom nächsten Teil berichten, damit ich das noch abwenden kann. Dann gibt es auch eine riesengroße Gratulation für diese wirklich unvorstellbare Leistung.

Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Hammer Schalk

SuperHammerLeistung
bin mit dabei wenn ich deinen Bericht lese, freue mich auf die nächsten Zeilen!!

Fraggle

respekt

ich habe eben erst mal gegoogelt wo ihr da rumgerannt seid.
und ich habe mir die zeit genommen, den langen blog zu lesen.
liest sich super spannend und als wäre man dabei gewesen.
ist ja wirklich irre was ihr da geleistet habt.
ich freu mich schon auf die fortsetzung.
danke für den bericht.

lg ls

"Wenn du eine Düne erklimmst, verschwende deine Energie nicht damit zu beschreiben, was auf der anderen Seite sein könnte, warte, bis du oben bist, um es zu entdecken." Maxime Chattam

Wo bleibt Teil II

man man man, da fiebert an ein ganzes WE mit und dann, macht der mitten im Bericht Schluss!!

Ja hallo gehts noch??

Schön zu hören, das es dir gut geht!! Ich kenn dich zwar wie viele ander nicht persönlich, hab aber einen riesen Respekt vor deiner LEistung!!

GT

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

Du kennst ihn nicht persönlich?

Sei froh;-)!
Das kann abfärben...
Gruß, Marco
You'll never lauterbekloppteumihnherum alone

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos

ich wäre für

eine Vertonung eures Abenteuers ... dann könnte man sich das auf den Player geben und zum Laufen mitnehmen :-)

Was ihr da abgeliefert habt, können sich nur die wenigsten vorstellen ... dein Blog hilft ein bisschen dabei ! Bin / nein, WIR sind ALLE schon sooooo gespannt, wie es weitergeht !

Bis dann, viele Grüße
Uwe

Ach wie ist das schön!

Der schalk fängt endlich seinen Bericht an! Ich freu mich schon auf die Selbstgespräche und Gedanken unterwegs - gerade weil eine solche Leistung für mich eh unvorstellbar ist.

Der schalk völlig durchnässt und unterkühlt im Dschungel - die Bilder der Vorblogs noch dazu und schlechtes Wetter reingemacht: schon hast Du den Krimi zusammen! Du solltest das als Buch veröffentlichen!

UTMB hört sich für mich schon reichlich verrückt an - das hier aber fast noch mehr!

Was so alles unvorstellbar ist

wenn man eine Bestzeit im Halbmarathon mit 1:45h hat ;-))

170km? Never.
10000 Höhenmeter (pi mal Daumen)? Never.
Tropen? Nix da.
170km Trail in den Tropen mit 10 000 Höhenmeter? Schalk! Aber verrückt!

Bin nur froh, dass ich weiß, dass es gut ausgegangen ist!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Unglaublich verrückt

Genau, mach' mal eine Schreibpause, nicht dass Du Dir die Fingerkuppen noch aufstechen und zusammenkleben lassen musst.

Das ist für mich bis dahin schon unglaublich. Unglaublich verrückt.

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

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