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Die Zeit war knapp. Viel zu viel Zeit auf der Arbeit verplempert und dies und das müssen noch unbedingt fertig werden. Ja Chef wird gemacht, und das an so einem schönen Lauftag. Die Sonne lacht und ich muss hier die Zeit in dem öden Büro abhängen.
Endlich fertig. Nix wie ab nach Hause. Freu!
Ein Stück Zitronenkuchen, einen Kaffee mit der Familie aber Zeit für etwas Langes ist nicht mehr drin? Oder?
Strider hat auch noch wichtige Termine und die Kleine (Nummer 4) will lieber mich mit dem Rad beim Laufen begleiten als mit strider am Beckenrand sitzen. Was nun machen? Die Zeit für einen langen Lauf ist zu knapp. Eine halbe Stunde bis strider losfahren muss. Nummer 4 schafft mit dem Rad keine 15 km. Premiere von ihr war am Sonntag mit 10 km und einer Bestechungspause am Biergarten gewesen.
OK. Dann wird es eben eine kurze schnelle Einheit und danach nochmals nach Hause und einen 10’er langsam mit der Kleinsten.
Schuhe an und ab auf die Piste. Ui, das läuft aber heute gut! Das Tempo ist flott und die Beine fühlen sich gut an. Nach 1 km leicht bergab bin ich an der Saar. Dort sind viele Familien mit Kindern unterwegs. Ein junger Vater begrüßt mich freundlich als ich an ihnen vorbeiflitzte. Nach 2,5 km wird gewendet, die Zeit ist knapp und genau kalkuliert ein 5’er Schnitt passt bis strider los muss. Auf dem Rückweg wurde ich von der jungen Familie wieder freundlich begrüßt. 4 km sind nun geschafft und ich bin mehr als pünktlich. Jetzt geht es abseits der Saar nochmals einen knappen Kilometer bis zur Wohnung mit einem letzten Anstieg über 400 m drücke ich die Uhr ab.
Ups, viel früher als geplant. 5,12 km in 23:44 min (Pace 4:38 min/km).

Die jüngste ist ganz verwundert das ich schon da bin und freut sich mächtig.
Auf geht’s in Runde 2. Das Kind ist startbereit mit dem Fahrrad. Gleiche Strecke wie vorhin nur etwas langsamer. Der erste Kilometer geht in 5:20 min weg. Passt schon, es sollte ja langsamer werden. Aber kaum lässt man die Jüngste frei fahren ohne Autoverkehr wird es zum Duell wer vorne Laufen, bzw. Radfahren darf. Langsamer ich komme ja aus der Puste. Wieder werde ich von der Familie begrüßt, die mich jetzt hinter einem Kind hinterher hetzen sehen. Schnauf, das Tempo wird immer schneller. Ich wollte doch langsam, aber langsam ist relativ. Von Kilometer zu Kilometer wurde es schneller. Nach 5 km wird gewendet und die Uhr Zwischen gestoppt, da ich mir dachte den Rückweg gehen wir doch schön langsam an. Bilanz des 5ten Kilometers 4:21 min. Die 5 km waren jetzt mit 23:55 min verbucht worden (Pace 4:47 min/km).

Bevor ich mich umdrehte sah ich noch in 5 Metern Entfernung eine Bekannte die den gleichen Rückweg lief. Melanie ist vor einigen Wochen bei den Meisterschaften des 24h Laufes in Polen als beste Deutsche Läuferin mit weit über 222 km geworden und nach einen Nachfragen was für ein Tempo sie zurück liefe, ca. 5:13, sagte ich das passt doch ich laufe mit. Die Kilometer im Gespräch vergingen schnell. Stetig der Blick zu der Jüngsten, die war tapfer und strampelte wie wild. Ohne zu meckern hielt sie durch und das ohne Pause. Auf dem Rückweg wurde ich zum letzten Mal von der verdutzten Familie begrüßt, nur dieses Mal war ich vor der Jüngsten am Laufen ;-)
Ihre Gedanken über mich möchte ich erst gar nicht Wissen wollen. Das arme Kind wird hier durch die Gegend gehetzt….
Die Jüngste genoss die Zeit auf dem Rad und gab alles was noch rauszuholen war. Sie freute sich schon auf ihr Lieblingsessen. Ich mich auch. *Grins*.

Nach weiteren 4,15 km in 17:43 min (Pace 5:02 min/km) verabschiedet sich Melanie und ich trete den letzten Kilometer mit Nummer 4 wieder, mit dem kurzen Anstieg, nach Hause an. Damit wir pünktlich ankommen wird jetzt etwas das fahrende Kind am Berg angeschoben. Somit beenden wir das Auslaufen auch recht flott.
Und aus dem langen Lauf im Schlappschritt kamen zügige 3 x 5000 m heraus.
Jetzt noch unter die Dusche und ab den Herd das Essen zubereiten. Nummer 4 hat sich Currywurst bestellt. Da fällt bestimmt für mich auch etwas ab ;-) Pünktlich kommt strider von ihren Aktivitäten nach Hause und gemeinsam am Tisch wird der Tag beendet.

Es gibt Tage, da ist morgens auf der Arbeit nur Trübsal und mittags zu Hause bei der Familie fängt wieder die Sonne an zu scheinen.

3.5
Gesamtwertung: 3.5 (4 Wertungen)

von diesen Tagen

wünsch ich euch bis ans Lebensende jeden Tag einen. Nur die Currywurst könnte mal wechseln:)
...pain only hurts...

Da

wünscht man sich Unendlichkeit !

boh ist das ein hin und her bei euch.....

....habt ihr keinen Kreislauf? :-)

"Ein Leben ohne Rundenläufe ist denkbar, jedoch sinnlos"

Schleswig-Holstein im Herzen,
BORN im Kopf

Hey "Family-Coach" ...

... ich stimme dir voll und ganz zu !
Nicht nur "fängt wieder die Sonne an zu scheinen", nein auch das HERZ strahlt vor GLÜCK!

YOU ARE FAMILY ! ... Alles sehr sehr schön !

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Ähm... so als Sachse

und eigentlich ganz neutral... den Geschmack einer Wurst erkennt man besser ohne Beilagen wie Senf/Ketschup/Currysoße...
Aber an sich gefällt mir euer familiäres Training... Darf ich euch meinen Junior mal unterjubeln... Kl 3... eher TV/PC-Freak...?


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

einfach nur schön

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