So gelitten wie letztes Jahr am Hallwilerseelauf, hatte ich an einem Wettkampf noch nie!
Der Ofen war damals eigentlich schon nach km 8 aus. Ich hab mich dann, auch dank der tollen Zuschauer bis zur 10km Marke gerettet, und ab da weiss ich nicht mehr, wie ich es ins Ziel geschafft hatte.
Aber die Erinnerung an die vielen Lauftode, die ich damals erlebt hatte, sind mir bis heute geblieben, und dieses Jahr sollte es besser werden!
Wo ich trainingsmässig stand, wusste ich nach einem Umzug diesen Sommer und der dadurch anderen Trainingsstrecken nicht genau.
Die Anreise lief auch nicht optimal, da ich im Abfahrtsbahnhof vom Zug, der mich 1.25 Stunden vor dem Start nach Beinwil am See bringen sollte, gerade noch die Schlusslichter sah :-(.
Also lief die Vorbereitung, einmal in Beinwil angekommen, sehr Zeit-gerafft ab. Dank der tollen Organisation und der guten Beschriftungen aller wichtigen Posten (Startnummern, Garderoben, Wertsachen) schaffte ich es aber ohne Stress in meinen Startblock (B).
Dort angekommen und eingereiht, machte ich mir das erste mal Gedanken über die Strategie. Mit der Erfahrung von letztem Jahr, nahm ich mir vor, langsam zu starten (wie immer)!
Schon hiess es vorrücken auf die Startlinie! Die Zeit wurde runtergezählt 5..4..3..2..1..LOS!
Ich fühlte mich nicht schlecht und konnte den meisten Läuferinnen und Läufern folgen. Als es nach dem Bergabstart flach wurde, suchte ich mal die km-Marke am Wegrand. OK, 5km. Alles OK! Tempo zwar hoch, aber nicht so am Anschlag wie letztes Jahr.
km 9 es wurde härter! Sollte es wieder werden wie letztes Jahr? Fertig überlegt! Weiterrennen! Zwischenfazit bei km 10: Ging doch ganz gut! Zeit? keine Ahnung, da ich immer ohne Uhr renne und Hallwil keine Pace-Maker hat, wusste ich nicht wo ich stand.
Bei km 11 wartete er wieder! Der Läufertod, nicht so mächtig wie letztes Jahr, aber spürbar! OK, etwas langsamer! Die Läufer vor mir ziehen lassen und sich etwas ärgern, wohl wieder zu schnell gestartet zu sein! Und KÄMPFEN!
So lief es bis ca. Km.15. Ab da war es wieder besser. Zum Teil folgten die km-Wegmarken in so kurzen Abständen, dass ich mich fragte 'kann das sein?'! Trotzdem sehnte ich die 20km Marke herbei! Da war sie auch schon! OK, noch gut ein Kilometer! Jetzt noch geniessen! Da wahr auch schon das Ziel, Durch!!
Phu, anstrengend, aber ich fühlte mich OK! Die Zeit? Keine Ahnung! Egal, ich bin durch! Im Vergleich zum Vorjahr war es viel weniger kämpfen, und viel mehr rennen!
Auf der Rückfahrt im Zug suchte ich mich mal in der Rangliste. Ich blätterte zu 1:30h, in etwa der Bereich wo ich letztes Jahr lag. Blätterte langsam bis 1:45h nirgends mein Name :-(! Phu, so schlecht? Ich suchte nach der Startnummer...und? Oh, 1:27:16! Kann das sein? über 2:30 unter meiner bisherigen Bestzeit!
Ich nehme es natürlich gerne! Wichtiger ist mir aber, dass die negativen Erinnerungen vom Vorjahr endlich aus meinem Kopf sind!

Sehr schöner Bericht

und super tolle Zeit gelaufen.

Was willst du mehr. Endlich mal wieder ein WK-Bericht hier.

Hoffe, du findest noch Nachahmer, die auch mal wieder hier was veröffentlichen.

Gratulation us em Aargau

Ute

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Wow... top Zeit !! Da hat

Wow... top Zeit !!

Da hat sich das leiden doch gelohnt, oder?

Danke für den Bericht :-)

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