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Benutzerbild von cocobolo

Seit einer Woche hat für mich ein Art Schwimm-Block im Rahmen des Triathlon-Wintertrainings begonnen: Ich schwimme jetzt dreimal pro Woche organisiert oder betreut. Da es mir als Triathlon-Anfänger nach meiner Schnupper-Volksdistanz im August jetzt vor allem ums Kraulenlernen geht, wird mein Blog hier jetzt also des öfteren zum Schwimmblog mutieren.

Da man die eigenen Mikro-Fortschritte ja häufig übersieht, dokumentiere ich mein Schwimmenlernen seit meinem ersten Freibad-Besuch im Mai zusätzlich zum üblichen Garmin-Sporttracks-Log in einer Milestone-Liste. Hier deren aktueller Stand (wehe, hier lacht einer… dann schreibe ich nie wieder Zahlen dazu bzw. schwärze die hier...):

Jetzt aber insbesondere zur vergangenen, meiner ersten richtigen Schwimm-Woche:

Ich schwimme jetzt immer Dienstags, Mittwochs und Freitags. Jeweils abends eine Stunde zwischen 19:30 und 21:30 Uhr. Dienstags etwas außerhalb "auf dem Dorfe" mit der Trainerin, die mich seit 4 Wochen halbprivat betreut, und die beiden anderen Tage mit den Triathleten im Hallenbad um die Ecke. Aufgrund der nicht immer sozialverträglichen Freitags-20.30-Uhr-Trainingszeit behalte ich mir allerdings vor, stattdessen hin und wieder an einem anderen Tag alleine trainieren zu gehen.

Die Abfolge der Trainingstage ist leider nicht ausgewogen, aber ich muß nehmen, was ich bekommen kann. Erste Erfahrungen alleine im Hallenbad haben mich bereits mit quergespannten Fang-Bojenleinen zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich (gerne auch mal von darauf balancierenden Kindern genau in meine Drunterweg-Tauchbemühungen tiefergelegt), fürsorglichen Eltern ("nun schwimm doch mal wenigstens eine Bahn, QUER ist es doch nicht soooo weit!"), kreuz und quer springenden Schülern ("ich konnte Sie ohne Brille eben nicht sehen!") und stoischen Rentnern ("ich schwimme immer hier!") bekanntgemacht. Auf der Tria-Bahn kreiseln wenigstens alle in eine Richtung. Und man muß keinen Eintritt bezahlen. Und man kann eine ganze Stunde im Wasser sein, ansonsten gibt es in meinem Hallenbad die Eintritts-Staffelung 1h vs. 3h. Niemand braucht 3 Stunden fürs Schwimmtraining, aber eine Stunde inkl. allem(!) artet schon in Hektik aus. U.a. in nur halbangezogenes hektisches Verlassen des Schwimmbads mit nassen Haaren.

Letzten Dienstag hat mich meine Trainerin Birgit zuerst einen 400m-Test und dann 8 25m-Kraul-Intervalle schwimmen lassen. Sie ist jetzt 5 Wochen nicht da (Kur), hat mir aber einen ausführlichen handgeschriebenen Plan mit vielen netten Tipps und Anregungen für ihre Abwesenheit und ihren Trainer-Kollegen W. dagelassen, der mich neben seinen jugendlichen Vereinsschwimmern übergangsweise weiterbetreut. Wenn Birgit wieder da ist, soll ich einen zweiten 400m-Vergleichstest schwimmen. Hoffentlich mit mehr Kraulanteilen und vor allem schneller. Und dann wieder kurz vor Weihnachten, dann hoffentlich noch schneller :) Mit den 8 Kraul-Intervallen in je knapp 30 Sekunden war sie schon einigermaßen zufrieden, vor allem aber, weil ich die jeweils nur 10 Sekunden Pause nicht überziehen mußte.

Am Abend danach bin ich dann zum ersten Tria-Mittwochs-Training gegangen. Wir waren 8 Schwimmer verteilt auf 2 Bahnen, die Herbstsaison läuft gemütlich an. Der Tria-Trainer schwimmt selbst mit und bringt jeweils einen Plan für den Abend mit. Die Schwimmer hier werden den Aufbau eines solchen Trainings kennen: Einschwimmen - Technikübungen - Hauptteil - Ausschwimmen.

Ich war schon etwas unruhig ob der anstehenden und für mich neuen Gegebenheiten (Bahnenschwimmen in Gruppen, Technikübungen, Tempovorgaben, Gesamtkilometer...). Das gab sich zum Glück ganz schnell, als der Tria-Trainer mir nach dem Einschwimmen und meinen ersten beiden Kraulbahnen eine "schon sehr gute Wasserlage" bescheinigte. Das und meine nette Gruppe auf der Bahn ("Du machst das für den Anfang super, der Rest wird ganz schnell kommen, das war bei uns allen so, weißt Du noch, als ich das erste Mal hier war...") gab Auftrieb im wahrsten Sinne des Wortes. Im Technikteil habe ich "Hundepaddeln" (Kopf über Wasser, nach hinten verkürzter Kraularmzug komplett unter Wasser) gelernt. Dann Atemübungen. Mein bisheriger Standard ist die Dreieratmung, aber bei den Übungen habe ich erstmals gemerkt, daß auch Vierer- und Fünferatmung möglich sind bzw. ihre Einsatzbereiche haben können.

Der Hauptteil bestand aus

- 6*50 (Ich: 4*)
- 8*25 Sprint (Ich: 4*)
- 1*150: 4B Kraul g.L., 1 Bahn Kraul 5er Atmung, 1 Bahn Rücken (Ich: 2B. weniger)
- 6*50 85% (Ich: 4* in irgendwelchen Prozenten)

In Klammern steht, wo ich wie abgekürzt habe. Hauptproblem ist bei mir immer noch Luft (ich kann noch nicht länger als 100 Meter "ruhig" schwimmen ohne außer Atem zu kommen, hier ist noch einiges an Effizienz zu gewinnen) bzw. gegen Ende die nachlassende Kraft in den Armen. Das ist aber verständlich, bisher war ich noch nie so viele Meter in einem Training geschwommen. Ich war später ganz stolz: Von den 1300 Metern, die ich zurückgelegt habe, war ich 850m gekrault. Sagte die neue Garmine, ohne die ich das hinterher niemals noch gewußt hätte ;) Und vom Tempo her bin ich gut mitgekommen, sogar bei den Sprints. Ok, ich bin natürlich auch ein paar Meter weniger geschwommen als der Rest bzw. ich hatte längere Pausen.

Zu Anfang wurde mir für ein paar Bahnen ein Pullbuoy empfohlen, aber ich mag das Schwimmen damit nicht. Man kann nicht ordentlich längsrotieren, das Ding legt irgendwie nicht nur die Beine sondern auch den Rumpf lahm. Kurze Flossen sind für mich gute Hilfsmittel, zum einen für Beinarbeit, zum anderen, wenn Konzentration auf die Arme gefordert ist. Aber damit übe ich hin und wieder ein paar Bahnen beim Dienstags-Training, das reicht. Zuviel davon gibt Krämpfe. Das Tria-Training werde ich also erstmal mit Pausen / Brustschwimmpausen mitmachen, die hoffentlich bald kleiner werden.

Den Freitag (also zwei Tage später) fasse ich zusammen: Mit mir nur 3 Triathleten für die eine Bahn, also viel Platz. Gute Stimmung, supernette Mit-Trainierende. Ruhige Taucher auf der Nachbarbahn, dadurch abwechselungsreiche Unterwasser-Unterhaltung statt Kachelnzählen für uns Schwimmer. Ich bin 1550m (850m Kraul) geschwommen, habe im Technikteil einarmiges Kraulen geübt (ging gut fürs erste Mal), wurde wieder für die Wasserlage gelobt, konnte durch den Hinweis auf längeres ruhigeres Ziehen meine Züge pro Bahn und damit die Effizienz deutlich verbessern und bin fast immer 4er-Zug geschwommen. Das fühlte sich an dem Tag am besten an. Aus der 50-100-200-300-200-100-50-Pyramide, die die anderen geschwommen sind, habe ich 12*50m gemacht. Nach 100m Erholung und dann noch 4*100 progressiv (ich: 2*) war ich total platt, die Arme waren absolut nicht mehr antriebstauglich. Ein abschließender Wadenkrampf (jaja, nicht mehr so stark von der Wand abstoßen gegen Ende eines Trainings…) ließ mich meine Grenzen auch im Beinbereich erkennen. Aber ich war hochzufrieden, habe sogar nach späten Freitag-Feierabend-Bieren noch meinen Garmin 910XT ausgelesen (Bahnenschwimmen geht super damit, wer an Anschaffung und Kritiken herumüberlegt, dem kann ich nur den Testbericht von DCRainmaker via google ampfehlen) und habe dann noch mit dem Sporttracks-Swim-Plugin meine Intervalle, Bahnen, Zeiten, Lagen, Züge, Effizienzen,... schön in bunt am PC begutachten können.

Ich muß sagen: Schwimmen macht mir unerwartet Spaß. Morgen abend starte ich in die zweite Woche, ich freue mich darauf!

LG Britta

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Was du machst,

machst du gründlich. Ich bin beeindruckt! Viel Spaß auch weiterhin dabei!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Mut machen

Der Bericht liest sich super...ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen auch ähnliches berichten kann. Du bist mir da definitiv ein paar Längen voraus.

Nachdem ich letzte Woche meine Rad- und gestern mit dem Kölnmarathon meine Laufsaison beendet habe und in diesen beiden Disziplinen 2-4 Wochen regenerieren werde, muss jetzt wieder das Schwimmen in den Vordergrund rücken.

Ich wollte/sollte mich auch einer Trainingsgruppe anschließen, denn ich habe noch nicht den Status "Schwimmen macht Spaß" erreicht. Ich schaffe so 1000m Kraul, aber langsamer als Du und dann habe ich keinen Bock mehr. Techniktraining mache ich auch nur das nötigste und im Gegensatz zu Dir wird mich definitiv niemand für meine Wasserlage loben.

Dein Kommentar macht aber Mut - erstens Deine Erfahrungen, zweitens die Kommentare, die Du bei Tria-Training bekommen hast. Irgendwie muss man doch dieser Disziplin auch Herr werden können ;-)!

Ganz schön flott unterwegs

bist Du! Ich bin da wesentlich langsamer. Scheinbar bringen Trainerstunden was? Mal sehen, ob ich auch jemanden finde, der das günstig macht - die "echte" Trainerstunde ist mit 59 Euro plus Badeintritt (evtl. noch MWSt) zu berappen, was ich heftig viel finde. Im Tria-Training sind wir meist so viele, dass die individuelle Korrektur zu kurz kommt (oder der Trainer will privat Geld verdienen - er hat eine eigene Firma und macht den Trainerjob für den Verein "nebenbei").

Bin letztens an "1:15min ab" pro 50m (draußen auf 50m-Bahn; inklusive Pause) gescheitert ab dem 4. Versuch. Bei den ersten dreien kam ich grad so zum Luftholen zwischendurch, während der Rest sich schon gelangweilt hat.

@fazer: 60€ für eine

@fazer: 60€ für eine Trainerstunde finde ich auch happig. Ich kenne 30€ als "normalen" Satz z. B. für 45 Minuten guten Musikschul-Einzel-Unterricht?! Beim Für und Wider kommt es natürlich auf die Effizienz und den Nutzen für Dich an. Meine Trainerin macht momentan außer Flossenübungen für die Beine gar nicht viel Technik mit mir. Nach der ersten Korrektur (Kopf nicht ganz so tief halten, um Pendeln des dem Kopf folgenden Rumpfs zu vermeiden) fragt sie zwar hin und wieder, ob ich selbst meine, irgendwas an meiner Technik fühle sich ineffizient an, und wenn ich etwas nennen könnte, würden wir sicher daran auch arbeiten. So konzentriert sie sich momentan auf meine Atmung in Zusammenhang mit der Grundlagenausdauer. Die beim Schwimmen ja deutlich anders aufgebaut wird und mit der vom Laufen leider wenig zu tun hat :( Aber was die Trainerin für mich als ganz wesentliche Hilfe leistet: Sie gibt mir immer (und kompetent!) das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, was ich alleine sicher nicht hätte.

Aber wenn Du beim Thema Tempo wenig bis keine Fortschritte machst, ist sicher etwas an Deiner Technik ineffizient, da dürfte dann auch Deine inzwischen ziemlich gute Schwimmkondition leider nichts dran ändern. Für (punktuelles) nur-Technik-Training würde ich mir dann wohl schon jemanden suchen, der mal sehr gezielt auf Dich draufguckt. Üben kannst Du dann ja wieder alleine, wenn Du weißt, was Du ändern mußt / sollst.

LG Britta

Pullboy

Hört sich richtig spannend an. Die Fortschritte sind wirklich lobenswert. Bei mir hat das viel länger gedauert.

Eine Anmerkung noch: ich finde der Pullboy hilft am Anfang sich voll auf den Armzug zu konzentrieren. Man braucht gar nicht an die Beine denken. Die Wasserlage ist damit auch (meist) besser und daher kann man dann entspannter schwimmen. Ich hatte am Anfang immer das Problem: Arme, Beine und dann noch das Atmen. Drei Sachen auf einmal waren schwierig.

Pullboy und 4er, 6er oder 8er Zug ermöglicht einem die volle Konzentration auf den Armzug (da das Atmen selten passiert), vor allem wenn man alleine trainiert.

Schönen Gruß

P.S. nachdem ich nun auf anraten vom Forum hier in einen Verein eingetreten bin, habe ich gesehen das im Preis (26 Euro im Monat) auch 3x Wöchentlich Schwimmtraining enthalten wäre (inkl. Eintritt). Die Gruppen sind nur 5-10 Leute, so das die Technik von JEDEM, individuell beobachtet wird. Kommt nach Heidelberg!

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