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...wobei Sabrina Mockenhaupt zugegeben ein flotter Tempodauerlauf zum Sieg bei den Frauen reichte. Ich dagegen musste am Anschlag laufen, um die obige Blogüberschrift zu erfüllen.

Aber der Reihe nach: Erst letzte Woche zeichnete sich die Möglichkeit eines spontan eingeschobenen Starts beim Köln HM ab. Eigentlich hatte ich die gesamte Veranstaltung aus terminlichen Gründen schon abgeschrieben, aber unverhofft kommmt oft...

Vorsichtshalber hatte ich mal ein wenig "herangetapert" und Freitag gab es dann grünes Licht und die Nachmeldung für den Halbmarathon. Über die happigen Nachmeldegebühren beim Kölner Marathon hüllen wir mal den Mantel des Schweigens.

Zielvorgabe war es, die vor 3 Wochen am Fühlinger See (Endzeit 1:17:14)durch "verlaufen" weggeworfene knappe Minute zurückzugewinnen. Sozusagen die dort erkannte Leistungsfähigkeit zu bestätigen. Um die 1:16:00 - 1:16:30 Std. sollte es werden.

Nötig hierfür ein Km-Schnitt von etwa 3:36 Minuten, eine Geschwindigkeit, die ich noch nie länger als 10 Km bislang durchgelaufen bin.

Das bequeme am Köln Marathon ist für mich persönlich, dass der Start und das Ziel nur etwa 700 m von der Haustür entfernt liegt und somit alle Kleiderbeutel-Hektik entfällt. Ganz enspannt konnte ich von kurz nach 8 Uhr aus dem Haus und zum Start traben.

Am Start doch einige bekannte Gesichter. Ein Jahr nach der Rückkehr in den Kreis der Läufer hat man doch gemerkt, wie klein die regionale Laufszene ist. Einen geeigneten Pacemaker kann ich aber auf die Schnelle nicht erkennen. Dann höre ich kurz vor dem Start Sabrina Mockenhaupt im Interview, dass sie am heutigen Tag einen flotten Trainingslauf plant, sicher unter die 1:20 Std. anlaufen und dann steigernd möglichst nah an 1:15 ran.

Da ich einen "Schnellstart" vermeiden will, klemme ich mich nach dem Startschuss auch an Mocki ran, gemeinsam Seit an Seit die Deutzer Brücke hoch. 3:39 für den ersten Kilometer, das ist in Ordnung. Dennoch will ich mein Rennen gleichmäßig gestalten und arbeite mich etwas weiter nach vorne.

Die ersten 10 Km laufen sehr geschmeidig in 35:50 Minuten (3:35 Min/Km), auf den nachfolgenden 5 Km in 18:09 Min. verliere ich allerdings dann schon ein paar Sekunden, mit 3:38 im Schnitt aber noch akzeptabel. Die meiste Zeit des Rennens laufe ich in 2er oder 3er Grüppchen, die sich aber ein wenig verschieben. Zwischendurch laufe ich auch alleine. Km 15-20 sinkt der Schnitt auf "nur" noch 3:42, dennoch merke ich ab Km 19 (es geht durch die Einkaufsstraße "Hohe Straße hoch zum Kölner Dom), dass mein Tief vorbei ist und ich wieder zulegen kann. Zudem höre ich hinter mir den Applaus für Publikumsliebling Sabrina Mockenhaupt näher kommen. Ich kann mich doch nicht im Endspurt von einer Frau überspurten lassen... ;) Also: Gas geben!!!

Mit Schwung geht es auf die Deutzer Brücke und ab dem Scheitelpunkt lasse ich es laufen und schaffe noch einen richtigen Endspurt. Die ca. 1,3 Km ab dem letzten Messpunkt "Gürzenich" lege ich in einem 3:22er Schnitt zurück, der Deutzer Brücke zum Trotz.

Zieleinlauf mit 1:16:07 brutto und 1:16:04 netto, das realistische Ziel ist deutlich erreicht, das Traumziel 1:15:59 nur um ein paar winzige Sekunden verpasst. Aber alles in allem bin ich hochzufrieden mit dem Wettbewerb und mit meiner Form.
Gesamt auf Rang 27, Platz 5 in der AK M30, bei über 6000 Männern im Ziel, da kann ich echt nicht meckern. Und HM Stadtmeister in der M30 bin ich auch. :D

Nachmittags war ich dann noch mal 15 Km locker laufen (4:42er Schnitt), damit zumindest die Kilometer des an diesem Wochenende entfallenden langen Trainingslaufes zusammenkommen. Denn in zwei Wochen ist Röntgenlauf. :)

4.2
Gesamtwertung: 4.2 (5 Wertungen)

Hui, das ist ja fast eine Punktlandung!

Über die 5 Sekunden decken wir den Mantel des Schweigens - und beim Röntgenlauf haust Du ordentlich rein.

Erhol Dich gut. Ähm - Du warst nicht zufällig der Pacemaker für Mocki?

Nein... bin nur bis Km 1 mit Mocki gelaufen...

...allerdings die Brücke hoch mit Kamera-Motorrad nebendran. Wenn ich irgendwo zu sehen sein sollte, dann zufällige Momentaufnahme.

Erholen klingt gut. :)

Ganz, ganz stark

Hallo Moritz,

Hut ab, was du diese Saison auf den Asphalt zauberst. Aber bei dem Training bleibt die Belohnung nicht aus. Ich werde versuchen, dich im Geiste, die Lücke im nächsten Jahr weiter zu verkleinern. Setzt allerdings voraus, dass du nicht noch ne Schippe drauf legst.

Bleib Gesund

Berti

Ja, Training hilft, so wie es aussieht...

...die Erfahrung machst Du selbst ja auch dieses Jahr durch. Und klar, hau rein nächstes Jahr. ;)

Ich werde dann mal probieren, diese Laufsaison gut und gesund zu Ende zu bringen.
Ist ja nicht mehr lang hin...

Und dann schauen wir mal, was das kommende Jahr bringt. ;)

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