Oh mann,
Anfang August diesen Jahres war der innere faule Schweinehund etwas schwach, so dass ich ihn überwinden konnte und mit dem Laufen angefangen habe. Bei meinen Daten (52 Jahre, 120 Kilo Lebendgewicht) war mir klar, das ich keinen Weltklasseläufer abgeben würde und langsam machen muss, wegen der Belastung der Gelenke.
Aber... ich hatte ja einen 4-beinigen Hilfsmotor, Marke Labrador, der mittels Jogginggurt vor den Bauch geschnallt, ein klein wenig Antriebshilfe brachte.
Nun ja, es lief besser als gedacht. Nachdem die ersten Läufe vom Tempo her von jedem Spaziergänger überholt werden konnten und mehr Gehpausen als Laufstrecken beinhalteten, kam so langsam die Kondition. Ich war dann bei etwa 7 km in etwa 1 Stunde.
Die leichten Schmerzen in den Knöcheln, Schienenbeinen und Knien wurden besser und ich konnte dann die Frequenz auf etwa 3-4 mal pro Woche steigern.
Das Gewicht reduzierte sich auch etwas. Alles Prima, oder ?

Dann fing das linke Knie plötzlich mit Problemen an (Schmerzen/Entzündung linke Knieinnenseite etwa 2 Fingerbreit unterhalb des Gelenkes, großer Druckschmerz).
Mit Entzündungshemmern und Voltaren Schmerzsalbe ging ich das Problem an. Der Orthopäde konnte im Röntgenbild nichts entdecken und empfahl die Medikation weiterzumachen, zu kühlen und zu schonen. Zusätzlich bekam ich 4mal eine Gleichstrombehandlung (um die Schmerz- und Entzündungsmittel in die Tiefe zu bekommen). Ursache war wohl eine Überlastung der Bänder, Sehnen, Gelenke.

Na ja, nach etwa 2 1/2 Wochen war das Knie schmerzfrei, es war aber noch zu spüren. Nach Rat des Arztes habe ich dann langsam (max. 3-4 km) wieder angefangen und schön Pause gemacht, wenn das Knie sich bemerkbar machte. Es lief wieder saugut, nach 14 Tagen konnte ich wieder täglich 3-5 km laufen, die Gehpausen wurden auch deutlich weniger (Tempo war egal). Das Gewicht war mittlerweile auf -4,5 kilo, also okay für 8 Wochen.

Jetzt meckert das Knie schon seit 1 Woche immer wieder und ich muss wieder pausieren, jetzt schon den 4.Tag weil ich keine Lust habe, das es wieder schlimmer wird.

Mann, das nervt.. und ich muss mir meinen Frust hier mal von der Seele schreiben...

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gib nicht auf!

Das ist erstmal doof, aber wenn der Orthopäde nichts Schlimmes findet, ist das doch die gute Nachricht!!! Eventuell kannst du erstmal walken (falls das schmerzfrei geht), das erhält dir die Kondition. Du kannst es auch mal mit Kinesio-Tapes (beim Physio) probieren oder mit einer Bandage fürs Knie. Aber wenn es sich um eine Überlastung handelt hilft nur pausieren, ggf. kürzere Strecken und längere Pausen (also mehr Tage) dazwischen.
Aber tröste dich, ich denke, damit haben wir alle mal zu kämpfen ...

Mach weiter so, du schaffst das!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Nicht verzagen!

Genau, nicht verzagen! Lass erst mal die Beschwerden abklingen! Danach würde ich dir empfehlen, etwas Kniestabi Training zu machen. Das kannst du bequem zu Hause machen. Oder sprich mit deinem Doc, der soll dir ein Rezept für nen Physio geben.

Und dann ganz gemütlich wieder Anfangen!

GT

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

Erst mal

kriegst du Respekt von mir, dass du was ändern willst!

Klar ist es schwer bei 120 kg... da läufst du schnell in einer Überlastung!
Laufen alleine ist wahrscheinlich nicht der richtige weg, einfach weil die Belastung noch zu groß ist und du so die Intensität nicht lange genug aufrecht erhalten kannst.
Optimal wäre es, wenn du noch 1-2 mal die Woche ins Fittnesstudio gehen würdest.
Das plus an Muskeln stützt deine Gelenke besser und erhöht den Kalorienumsatz. Dann noch laufen = perfekt!

Für mich persönlich ist das Optimum 4x die Woche laufen und 1 mal Studio. Dann eventuell noch ein Tag Rad oder Schwimmen.

Lass dich nicht unterkriegen!
r.

Ich hab mit 3x Laufen und 2x

Ich hab mit 3x Laufen und 2x Fitnessstudio auch richtig gute Ergebnisse erzielen können. Man kann im Fitnessstudio auch richtig Kalorien verballern und die aufgebauten Muskeln erhöhen ja auch den Grundumsatz. Ohne gescheite Ernährung wird's natürlich viel schwerer, aber Hunger muss man eigentlich nicht, wenn man nur genug Bewegung drin hat, die ja ohne Nahrungsaufnahme garnicht machbar ist.

Ich hab mir damals allen Sch*** gespart (Süßigkeiten, Alkohol, Fastfood), bin aber nie hungrig ins Bett gegangen. Ergebnis: 6,5kg weniger in 40 Tagen und Muskeln hab dabei auch noch aufgebaut.

und die schuhe?...

...auch schon überprüft?
wie alt sind die? welche sind es? ist die dämpfung für schwere läufer noch gut?
ich würd auch mal ne laufbandanaylse im laufladen machen...
____________________
laufend rät: happy™

Noch vorsichtiger angehen

Hi, auch von mir erst mal Respekt, dass Du Dich aufgemacht hast, die 120kg (bzw. jetzt 115) durch die Gegend zu schwingen und schwinden zu lassen.

Aber:
Es sollte (zunächst) nicht Dein Ehrgeiz sein, nun jeden Tag laufen zu gehen - das machen ja selbst von den "Fortgeschrittenen" hier die wenigsten.
Geh vielleicht auch zunächst mal den "Umweg" über's Walken.
Mach das ein Weilchen, bis noch weitere Pfunde gepurzelt sind und damit die Last etwas geringer wird. Auch das Walken wird bereits Anpassungen & Kräftigungen in Deinem Bewegungsapparat mit sich bringen. Und die wirst Du brauchen. Fitness-Studio ist dafür wohl auch keine üble Idee.
Erst dann solltest Du wieder beginnen Laufstrecken einzustreuen - aber auch zunächst nicht jeden Tag, sondern ca. jeden 2. und Du darfst auch gerne mal einen Tag haben, wo Du gar nix machst zur Regeneration.

Das Problem mit dem Laufen-(wieder-)Beginnen ist, dass die "Kondition" eigentlich ziemlich schnell hoch geht - hast Du ja zu Deiner Freude bemerkt; aber der ganze Rest (Gelenke, Bänder, Sehnen, Haltemuskulatur am Knie) hinkt halt immer mächtig hinterher. Und ist auch als erstes wieder geschwächt, wenn man ein Weilchen nichts tut. Und gerade bei Deinem Gewicht tritt dieses Problem noch viel schärfer zu Tage.

Außerdem musst Du Dir klar machen, dass der Trainingseffekt beim Ausdauer-Training (und nicht nur bei dem) auf dem Wechsel von Trainingsreiz und Erholung beruht. Das Prinzip dahinter nennt sich Superkompensation.
Du hast komplett untrainiert begonnen und soo weit bist Du nun auch noch nicht gediehen. Daher reichen 24h zur kompletten Erholung (noch) lange nicht aus.

Fazit:
Mach noch ruhiger, walke erst mal ein Weilchen, verliere noch ein paar Kilo (vielleicht auch per Ernährung), zieh nicht jeden Tag los, versuch es mit Fitness-Studio v.a. zur Kräftigung der Kniehalte-Muskulatur.

P.S.:
Ach ja: Und gib nicht auf - das wird :-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Noch ein Tip

du solltest auch von Anfang an mit Alternativen trainieren. Also nicht nur laufen bzw walekn. Auch mal schwimmen und Radfahren! Fitnessstudio ist sicherlich auch gut, wenn du das aber nicht willst, dann geh zu nem Physio und lass dir Übungen zeigen.

Wie Don Carracho schon sagt, es dauert alles ein wenig!!

Und was du jetzt mit Ruhe und Gemütlichkeit antrainierst, wird dir auch dauerhaft Freude bereiten.

GT

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

@horatiox: wenn ich schon

@horatiox:
wenn ich schon lese: "nach 14 Tagen konnte ich wieder täglich 3-5 km laufen" dann ist für mich der Grund schon gefunden! Du solltest dringend deinem Körper mehr regeneration zu kommen lassen, leider steht in deinem Betrag nicht wie groß bist, was mehr Rückschlüsse über das zuviel Gewicht geben würde.

Ich selbst hatte genau die gleichen Probleme am Anfang (Startgewicht: 124kg) ich konnte und wollte zu schnell zu viel und wurde immer wieder durch WehWehchen zurück geworfen. Mach einfach langsamer 3 x die Woche deine Runde reicht locker und vergiss am Anfang die KM-Zählerei, das juckt absolut nicht und die Pace sowieso nicht! Immer schön gemühtlich nach Lust und Laune und ich weis das man sich gerade am Anfang gerne dazu verleiten lässt mehr zu machen als wirklich gut für einen ist.

Mittlerweile bin ich auf 98kg runter (binnen einem Jahr) und kann das Gewicht seit mehr als einem Jahr auch halten, ich kann nun auch mehr Laufen, bin aber dabei geblieben fast nach jedem Lauf einen Tag Pause einzulegen, auch wenn ich wahrscheinlich nicht müsste. Ich lauf dafür halt einfach längere Strecken und hab dieses Jahr das erste mal in meinem Leben die 1000 KM Marke in 2012 gebrochen (und es sind ja noch fast 3 Monate!)

Zum Gewichtsverlust kann ich nur sagen, Sport alleine machts nicht - du musst unbedingt deine Ernährung mit anpassen dann purzeln die Kilos nur so - DU SCHAFFST DAS!!!

time waits for no one ...

Danke..

für eure Kommentare. Vielleicht ist der Ehrgeiz tatsächlich etwas zu groß.

Also muss der Hund als Opfer herhalten. Beim Fährten, Mantrailing oder Dummy-Training kriegt man ja auch einiges an Bewegung.

Zu einigen Fragen:
Schuhe-> Asics gel 3030 mit ~ 150 km
Größe: 178 cm

Gruß Jürgen

community

na mit so ner comunity wie dieser hier kriegst du das bestimmt bald in den griff.

haben viele richtige und gute anhaltspunkte gegeben die leute hier.
dann ist es an dir @hora zu schauen was sich umsetzen läßt.
selber fängst du gut an,hast gute schuhe und scheinst regelmäßig zu wollen.
das ist beim laufen das a und o finde ich.

gruss und respekt an die leute die den neulingen hier immer wieder auf ihre fragen/probleme antworten.
hochachtung ganz ehrlich...

lg

andreas

Nie den Mut verlieren

... ich bezeichne mich mal als fortgeschrittener- Neuling. Ich kann dir sagen was mir geholfen hat. Ich war genau so Ehrgeizig am Anfang wie du und habe übertrieben. Bei mir war es die Hüfte. Immer wieder musste ich von vorne Anfangen. Statt 4 x die Woche lief ich nur noch 2 x damit ich eine längere Regeneration hatte. Glaub mir, Regeneration ist sehr wichtig. Das musste ich auch erst lernen. Auch der Gang ins Fitness Studio (1-2 x die Woche) brachte Erfolge. Es dauerte einige Zeit aber jetzt Laufe ich längere Strecken komplett Schmerzfrei.

Verliere bloß nicht den Mut. Bleib drann, mach erstmal weniger, dann wird es automatisch mehr.

...und woher ich das weiß? Dank der Hilfe dieser super Community!

Ich gebe dir hiermit keine Tipps wie meine Vorredner, aber den Beweis, dass es so wie von allen gesagt funktioniert!

Lächeln, statt Hecheln

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