Benutzerbild von Wolle29

und zum ertsen mal habe ich Zweifel.

Zweifel, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, mich für meinen ersten Marathon anzumelden und dafür gezielt zu trainieren.

Nach 1730 km die ich seit November 11 in dieses Ziel gesteckt habe, habe ich zum ersten mal keinen Bock mehr.

Eine richtige Erklärung habe ich nicht, denn ich bin gesund und habe keinerlei Beschwerden. Auch Strecken > 30km habe ich in den letzten Wochen gut überstanden. Doch der letzte 30ger vor dem Wettkampf lief echt nicht nach meinen Vorstellungen.

Hatte mir relativ viel vorgenommen für den Lauf. Die Strecke waren knapp 32km vom Röntgenmarathon, den ich eigentlich Ende Oktober laufen wollte/will. Kenne die einzelnen Streckenabschnitte gut, da ich hier Wohne und bewußt hier trainiere.
So begab ich mich zur Wettkampfzeit an meinen Startpunkt und rannte gemütlich bei strahlendem Sonnenschein los. Die ersten km waren großartig: niedrieger Puls, hohe Pace (5:27 min/km) so lief das bis km 23. Ab dann war eigentlich eine Endbeschleunigung im MRT (4:50-4:55 min/km) geplant, die aber nie stattgefunden hat. Plötzlich wollten meine Beine nicht mehr und mein Kopf wollte nix mehr von Laufen wissen. So schleppte ich mich mehr gehend und fluchend als trabend bis zu meinem Ziel.

Heute, etliche Stunden später, habe ich keinen Muskelkater und es ist physisch alles in Ordnung. Allerdings will mein Kopf immer noch nicht. Ich denke ständig: "Das schaffst Du nicht! Walkend will ich auch nicht ins Ziel kommen! Warum mache ich das überhaupt?"
Morgen steht mein nächster Lauf auf dem Trainingsplan und heute weiß ich nicht, ob ich überhaupt weiter machen soll.

Kennt irgend jemand solche Situationen? Hört das wieder auf?

Danke für die Aufmerksamkeit

Wolle

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lust?!

nun ja ich bin kein maratoni,sondern nur ein halber.
die erste frage die ich mir stelle ist,läufst du alleine?!
wenigstens ab und zu(wenn es auch voellig andere einheiten als die eigenen sind) mit anderen zu laufen kann das gemuet unerhört erhellen :-).

natürlich hat man immer mal ein tief / welches bekanntlich nacher wieder hoch kommt :-)
ich laufe wöchentlich einen halbmaraton,und das nun schon recht lange,,,AAber- ich laufe keine wettkämpfe. nun ja ich hab keinen druck!
wenn man wettkämpfe laufen möchte ...dann könnte ich jetzt sagen :" zähne zusammengebissen und weiter ".
ob das hilft lass ich im raum stehen.
such dir moralische unterstuezung,,binde frau oder freundin ein(sie muessen ,denn sie wissen was ihnen bevorsteht falls nicht).stell sie bei km 25-30 (oder eben in deine problemzone) und befehle ihnen :-) dich anzufeuern etc,.wenn du noch mehr freunde bekannte hast dann stell sie an die linie (bestech sie falls nötig).

kopf hoch,du hast viel trainiert und warst scheinbar doch ganz gut//bleib locker und lauf viell. etwas langsamer....

oder gib gas wie ein löwe.....
nur enscheide dich vor dem kampf zur taktik,und dann laufe den plan.
ich habe gelernt das es egal ist wie man ankommt,nur aufgeben ...das gibt es bei mir nicht.selbst gehende zieldurchquerende läufer erhalten von mir den höchsten respekt.

lg

Mache einfach ein zwei Tage

Mache einfach ein zwei Tage sonderfrei. dir scheint die Saison in den Beinen und im Kopf zu stecken. Für das nächste Jahr würde ich an deiner Stelle so im Mai/Juni und direkt nach dem Saisonhöhepunkt eine Regeneration planen in denen du mal zwei Wochen keinen Schuh anziehst um im Kopf wieder klar zu kommen. Die Beine machen eigentlich immer mit, sofern man nicht irgendwelche Wehwehchen hat.

Ich persönlich quäle mich auch grade leicht bis zum 3.11. brauche dann auch eine Auszeit. habe vom Kopf her keine Lust mehr zu laufen oder Intervalle zu 100 % durch zu ziehen...

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Wenn du im Kopf hast, das

Wenn du im Kopf hast, das schaffe ich nicht und walkend will ich nicht ins Ziel, sind das die falschen Vorstellungen, weil ausschließlich verneinend. Damit kann man doch nicht gut laufen.
Mach ein kleines Päuschen und stell dir vor, wie du locker und fluffig hintenraus die Läufer einsammelst. Ich bin gerade im Training für den halben nächsten Sonntag und immer wenn ich während des Laufens die Vorstellung habe, wie ich hinten raus Läufer einsammle, werde ich schneller als der Plan erlaubt.


Komm Schweinehund - wir gehen laufen.

also....wenn die

also..
..wenn die Generalprobe nicht klappt, wird der Lauf umso besser! Das muss so sein ;)
Nur die Ruhe, du hast gut trainiert, du bist gesund und fit, alles wird gut! Mach zwei-drei Tage Pause, lauf einfach mal ohne Uhr im absoluten Wohlfühltempo und du wirst den Wettkampf rocken!
Ich habe in jeder Maravorbereitung beim letzten 30er das Gefühl: oh Gott, nie im Leben wird das was. Und es wird doch:)

genau, wie egospezia schreibt: visualisiere den Zieleinlauf. Stell dir vor, wie du ankommst, über den roten Teppich läufst, die Menge jubelt, du bekommst ne Medalie um den Hals gehängt...was meinste, wie flott du wirst :)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

... dann ist doch alles in Ordnung

Vollkommen normal

Das mach ich bei jedem M mit, das ist vollkommen normal! Irgendwann sind die Beine müde, irgendwann fällt jeder Schritt schwer. Aber dann macht man ein Woche weniger und schon läuft es wieder.

GT

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

Mein letzter >30er 10 Tage

Mein letzter >30er 10 Tage vorm Marathon wurde nach dem Beck-Trainingsplan durchgängig mit 80% gelaufen. Als ich mit dem fertig war, war ich mir sicher, dass ich garantiert keine 42 km, auf der zweiten Hälfte ja mit noch weitaus höherer Intensität, laufen könnte.

Und ich hab auch zweimal die EB ausfallen lassen. Im Endeffekt hab ich sie nur einmal tatsächlich eingehalten, weil ich einen 32km-Wettkampf als Trainingsstrecke gefunden hatte, und dort im Vorhinein Kollegen großspurig von meiner EB erzählt hatte ;)

Beim Wettkampf hat der Glaube an die Mathematik geholfen. Meine Trainingszeiten haben mit den Vorgaben übereingestimmt, es gab also keinen Grund, aufzugeben, auch an den Stellen, an denen mir nach aufgeben war.

Ich...

weiß gar nicht was du hast!
Generalprobe versaut und keine Lust mehr auf lange Läufe... hört sich für mich nach einer perfekten Vorbereitung an! Jetzt gönn dir was Ruhe, geh da an den Start und hold dir das Teil ;)

P.S. so n crash kommt immer wieder mal vor. Egal wie gut man ist. Die vielen km machen einen einfach fertig. Du darfst nicht vergessen, dass du ausgeruht zum Marathon gehst!

Ist echt normal!

Zum letzen Viertel eines Trainingsplans wirds immer haarig, da kommen auch mal solche extremen Phasen, wo der Körper und/oder Geist nach Pause schreit.
Kein Muskelkater? Top!!
Wenn es keine beginnende Erkältung oder so ist, zieh es durch.

Wichtig ist aber das Tapern einzuhalten, nicht ganz aufhören, aber erheblich runterfahren!! Kraft sammeln!

Wenn der Röntgenlauf Dein Ziel ist, passt es doch ganz wunderbar!
Beiß Dich durch, das wirst Du beim Marathon auch machen müssen!:o)

Lauf erst mal morgen, dann sieht alles vielleicht wieder anders aus!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)
(Es sei denn, er/sie läuft "Schmalspurmarathon", so wie ich! Dann kommt das Glück auch nicht vorbei!)

total normal

hatte ich auch. Trainingsplananarchie ist jetzt angesagt. Mach was dir Spaß macht und wenns Nichtlaufen ist dann wird eben nicht gelaufen. Deine KOndition bleibt dir erhalten, keine Angst und bis zum Röntgenlauf wirds wieder.
...pain only hurts...

das ist alles...

...doddaal normaal! echtgezz! mach dir keine sorgen.
beim marathon läuft´s dann...
____________________
laufend kennt das und kommt auch langsam in den zustand: happy™

Schließe mich Happy an,

Schließe mich Happy an, total normal. Ich bin in 2 Wochen dran mit meinem Mara...und meine Motivation liegt gerade auch am Boden.Aber ich bin mir sicher am Maratag selber ist alles gut... :-)

Ich nenne das den Tapering Blues

... finde ich ganz normal. Zwei Wochen vor meinem Köln Marathon am 14.10. mit einer Zielzeit von ca. 3:23 = 4:49 min/km habe ich mich bei einem abschließenden 20er Lauf (vorher 5 Läufe > 30 k + HM) mit 6:05 nach Hause gerettet. Solche Phasen hat man immer mal wieder, das sollte aber nicht weiter beunruhigen, wenn man seinen Trainingsplan mehr oder weniger erfüllt hat. Ob mein Einschätzung stimmt, werde ich dann allerdings am Sonntag sehen.

LG und viel Erfolg.

oh jaaaa! kommt mir auch bekannt vor

Hallo Wolle,
bin auch "nur" halber Marathoni, aber solche Gedanken hatte ich ganz extrem Anfang des Jahres. z. B. "wozu das Ganze" und: "Das sind doch nur km runtergerissen - öde und stupide" und richtig wohl habe ich mich beim Laufen auch nicht mehr gefühlt. Dann die Gesundheitskrise kurz vor dem HM jetzt im September! ich, nie krank - dann plötzlich das Gefühl nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Schlapp, müde, kaputt. Fazit: Ich habe den HM geschafft - zwar nicht mit meiner Bestzeit, aber Spaß hat es dann alle mal gemacht und natürlich der Gedanke: Jederzeit und so oft wie möglich wieder.
vermutlich gehören solche Tiefs zu unserem Laufen dazu und machen genau das aus, was es ist, nämlich wirklich bewunderswertes Training und mentale Stärke und die Kraft durch tiefe Täler zu gehen, lange Strecken zu bewältigen, die einem unendlich lang und einsam erscheinen. Es ist glaube ich oft nur der Kopf... Ich drück Dir die Daumen, dass es Dir bald besser geht und hey, Deine Zeiten sind TOP.
Grüße Ute

Danke, Danke, Danke!!!

Vielen Dank Euch allen für die netten Worte und Eure Erfahrungen.

Habe mich heute wieder in die Schuhe gestellt und einen Lauf im Wohlfühltempo gemacht. Nach 20 min. war der Kopf frei und alles lief wieder wie gewohnt.

Ohne Euch hätte das gewiss viel länger gedauert !!!

Auf Euch kann man sich verlassen!

Liebe Grüße

Wolle

06.03.2012 22. Citylauf Remscheid 10km 45:07 PB (weil 1. mal)
26.08.2012 37. Sengbach Talsperrenlauf (HM)1:39:50 PB (weil 1. mal)
28.10.2012 12. Röntgenlauf (M) (auch 1. mal)

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