Benutzerbild von cherry65

Die Berichteflut der Großereignisse in Berlin (davon habe ich noch einige zu lesen) und Sparta ebbt ab, nun kann ich mich von ganz hinten links mit einem vergleichsweise kleinen, aber netten Eventchen melden.

Den Termin des Trifelslaufs in Annweiler bekam ich in den letzten Jahren immer erst mit, wenn in der Presse der Nachbericht kam. X-mal hatte ich mir gesagt, dort möchte ich mal dabei sein. Diesmal las ich zwei Tag vor der Austragung davon.
Der Termin am vergangenen Samstag passte. Eine Woche vor dem Pfalztrail können ein paar Höhenmeter überhaupt nicht verkehrt sein. Es sollte allerdings der erste und einzige Lauf in jener Woche werden, denn sonntags zuvor bin ich den Badenmarathon gelaufen und musste mich dort durch eine zähe zweite Hälfte kämpfen.

Der Start war ein paar Meter oberhalb des Städtchens, bereits im Wald. Die ersten beiden Kilometer waren fast flach. Dann ging es bergauf. Fast stetig. Etwas steilere Stücke waren nur zwei darin.
Die Stecke verlief ständig im Wald. Dort wo es etwas zu sehen gab, wiesen die Veranstalter mit Schildern darauf hin, damit man die „Sights“ im Laufmodus nicht verpeilt. An der ersten Stelle war der Blick auf die Burg Trifels geboten.

Dort wo die Kurzstreckler abbogen (etwa bei km 4), war ein paar Hundert Meter auf Asphalt zu laufen. Bald ging es wieder auf Waldwege. Ein Wegstück war mir nun wohlbekannt, denn es liegt auf meiner Lieblings-Pfälzerwaldrunde, auf der ich in verschiedenen Variationen schon ein paar Jogmap-Lauftouristen entlang geschickt habe.

Wo es von meiner „Stammstrecke“ ab ging, mussten wir eine kurze, knackige Rampe hochlaufen. Auf der Schleife am Berg wurde mal der Blick ins Tal frei, etwas später breitete sich die Rheinebene mit Blicken bis zum Odenwald und Nordschwarzwald aus. Nach der zweiten Wasserstelle blickte man auf die fast auf Augenhöhe gelegene Madenburg, die fast am höchsten Punkt des südlichen Nachbarberges thront.
Hier war etwa km 8 und der Scheitelpunkt der Stecke erreicht. Nun ging es fast nur noch bergab. Schon bergauf war ich mit meiner Leistung zufrieden. Bergab ließ es sich auch ganz gut an.

Ein Gegenanstieg war noch zu meistern, der den Puls wieder hoch trieb. Dafür wurde ein toller Ausblick vom Rehberg über den Pfälzer Wald bis zum Burgendreigestirn Trifels, Anebos und Münz frei.
Bergab war wieder das Asphaltstück drin, diesmal bis zum Parkplatz beim Berggasthof bzw. unterhalb des Trifels‘. Es hätte mich schon gereizt, in die herrlichen Trails einzubiegen, die direkt an der Münz, dem Kletterfelsen und dem Anebos entlangführen. Kann ich aber im Wettbewerb schlecht bringen.

Ab dem Parkplatz liefen wir wieder auf Waldwegen. Ich staunte nicht schlecht, als ich zum Ende hin einen Blick auf die Uhr wagte. Für die letzten beiden Kilometer standen Paces von 3:58 und 3:48 auf der Uhr. Klar es ging bergab, aber ganz von alleine schreibt sich diese Pace trotzdem nicht aufs Display.

Die 17 km mit rund 360 Höhenmeter waren nach 1:22:24 Stunden gemeistert und der Nachlaufkuchen schmeckte köstlich.

cherry65

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Den Kuchen ...

... haste dir ja dann auch wahrlich verdient.
Und zu mindest mir ist völlig klar wo die Zeit herkommt. Ich vermisse die Bilder im Blog. ;-)) Bei sub4er pace macht auch Cherry keine Bilder mehr.
Für dieses WE klingt das doch gut. Das wird! Und wie!
Viel Spaß!
;-)

Bilder hat er schon-

aber die sind alle verwackelt, weil die Kamera nicht schnell genug war:)
Die Beschreibung hat mir allerdings beim Kopfkino schon recht ordentliche Bilder beschert
...pain only hurts...

Großartige Gegend ...

... da kommen sofort Urlaubsgefühle hoch. Hab' mir dort den letzten Schliff für den TAR geholt. Und bei der Gelegenheit auch der Burg Trifels einen Besuch abgestattet. Sehr schöne Trails gibt's da, und ich kann sehr gut verstehen, dass es dich gejuckt hat, einfach mal von der Rennstrecke abzubiegen.

Klasse Zeit hast du hingelegt, Respekt!

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Warum...

... in die Welt hinaus reisen, wir haben hier so schöne Laufstrecken :0)...

Woooowww... und mit dieser Zeit steht dem Pfalztrail wohl nichts mehr im Wege!?!

Gruß,
Kaw.

Hui, rasend schnell!

Schöne Ecke - Pfalztrail hätte mich auch "gejuckt", aber schon wieder reisen...

Jedenfalls hast Du eine tolle Zeit hingelegt.

genau! Keine Bilder!

Nicht dass dem Waxl noch die Leberkässemmel aus der Hand fällt vor Verzückung.
Viel Spaß wünsch auch ich Dir!

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links