Benutzerbild von zausel1993

Ist meiner nun der letzte der ganzen Berlin Blogs? Hab ein paar Tage gebraucht, um mich aufzuraffen, eratmal bißchen die Wunden meines Stolzes und meines Ehrgeizes lecken müssen... Dabei war es objektiv gesehen, gar nicht so dramatisch.

Aber jetzt mal von Anfang an:

Berlin sollte der 2. Lauf meiner "Traumlauf"-Liste werden (ich wollte immer schon nicht einfach Marathon laufen, sondern ganz bestimmte, nämlich Berlin, Hamburg, New York City).
Meine Vorbereitung hatte für meine Leistungsfähigkeit gute Ergebnisse gebracht, schicke Intervallzeiten, schnelle Tempoläufe, ausreichend lange Läufe, einen zufriedenstellenden Testhalbmarathon, ausreichend getapert, gut ernährt, kein Infekt, also alles perfekt.
Der Zielzeitrechner ließ die 4:45 h realistisch erscheinen, wies sogar Richtung 4:30 h, geträumt hatte ich eine 4:38h.

Diesmal ohne Hase, aber ich erwartete, nach den geplanten Zielzeiten mit einigen JogmaperInnen zusammen laufen zu können.
Freitags abends in Berlin angekommen, machte ich mich Samstag morgen zum Frühstückslauf auf, wohnte ja nur 600m vom Charlottenburger Schloß entfernt. Grandiose Stimmung schon dort, erstes Gänsehautfeeling.

Vorm Start zum Frühstückslauf

die Stimmung war toll, die Strecke ein bißchen bergauf, das allgemeine Gemurmel der Läufer ein ganz ungewohntes Geräusch.
Dann der Einlauf ins Olympiastadion, durch die "Katakomben", grandios!

ungeheure Läuferscharen...

Am Nachmittag dann die Startunterlagen abgeholt, vorher schon mal durch das Läuferdorf geschlendert, wo sich die Skater auf ihr Rennen vorbereiteten. Es war wie im Film "Avatar", lauter "große" schlanke, elegante Gestalten um mich. Da war manch schöner Hintern, weiblich wie männlich, in Augenhöhe dabei, an den sich die geneigte Läuferin heften könnte, wäre sie denn schnell genug...

Auf der Messe hatte ich dann Glück, anscheinend war der größte Ansturm schon vorbei, wie ich später erfuhr, keine Schlange, das Funktionsshirt sehr ansprechend, außer der Farbe (BORN möge mir verzeihen: ich mag orange nicht). Und im Vorbeigehen noch eben schnell ein paar neue bunte Flügelschuhchen (Newton Momentum) erworben.

Das Tomasa ist ja Gottlob gleich um die Ecke und da war auch schon die jogmap-Meute, laut und bunt.

Viel zu viele, um sie alle zu identifizieren, aber wenigstens mal den Schalk in live getroffen. Mit Mostrich verabredet, zusammen zu laufen. Zu irgendwem habe ich dann noch gesagt,dass ich vor diesem Mara mehr Respekt hätte als vorm ersten, da hatte ich ja nichts zu verlieren (Vorahnung?) Bin dann bald nach Hause, weil müde.

Am nächsten Tag früh aufgestanden, gefrühstückt, meine sieben Sachen gepackt vielleicht den ersten Fehler gemnacht, nicht noch mal gepflegt aufs Klo. Und ab zum Bahnhof, dem ersten Treffpunkt, runner_hh und noch den ein oder anderen getroffen, S-Bahn nach S-Bahn spuckte Läuferportionen aus, die sich in den endlosen Strom ergossen, der vom Bahnhof zum Läuferdorf floss

Auch dort haben wir noch mal ne jogmap-Truppe getroffen, mit cocobolo bin ich dann zu den Kleiderabgaben, ein unglaubliches Gedränge. Vergessen, die Vor-Rennportion meines "Zaubertranks" im Kleidersack vergessen, 2. Fehler? Mostrich habe ich leider verpasst, dafür dann SWaBS, stachel, rennbue, Erbse und Inumi getroffen. Dixis hoffnungslos, also es kurzerhand den Jungs nachgemacht und ab in die spärlichen Büsche. Geht doch.(Dixis gabs dann trotzdem später noch mal).
Startblock H war so voll, dass wir noch nicht mal von den Dixis zurück durch die Absperrung kamen, selbst da wartete eine Schlange.
Von weitem schielte ich schon mal zum 4:30er Ballon, so kühn war ich allerdings nicht, mich dort einzureihen. 3. Fehler?

meine Mitstreiterinnen hatten sich so auf 5 h eingestellt, mir wurde schnell klar, dass ich dann wohl mal allein los müsste... Aber alles gut, Wetter, klasse, Stimmung.

Die erste Startwelle wurde runtergezählt und wir ließen uns in den Startblock spülen, der sich nach vorn bewegte, die zweite Welle startete und wir näherten uns ebenfalls dem Banner

Dann auch unser Countdown und los gings. Startmatte, ich drückte auf Garmine und --nix! Mist, sie hatte keine Satelliten, warum nicht, keinen Schimmer und sie fand sie auch nicht auf den ersten km... Und damit war ich ziemlich von der Rolle, keine pace, an die ich mich halten konnte. Eigentlich hatte ich mir gar keine gescheite Renneinteilung überlegt, hatte mich einfach drauf verlassen, dass ich ja fit war und einfach im ganzen schon schneller sein würde als beim letzten Mal...
Wie langsam ein langsamer Beginn sein müsste, keine Ahnung, nahm einfach mal das Tempo meiner langen Läufe. Ich kam ziemlich gut zurecht, bin aber wohl recht ungleichmäßig gelaufen. Und voll wars, meine Fresse, es zog sich einfach nicht auseinander. So habe ich mir sogar Zeit zum Fotos machen genommen.

Ich war sehr mit Laufen beschäftigt, bekam gar nicht immer so mit, wo es überall lang ging. Die "Stationen eines Marathons" haben mir gefallen, wenn ich sie gesehen habe

Ein Stück lief ich mit einer Freundin von Gycerin und Entenfrau, die mich aufs neoingelb ansprach, eine kleine, drahtige, erfahrene Marthoni, leider zu schnell für mich.
Beim HM-Punkt fühlte ich mich topfit, gefühlsmäßig gut in der Zeit, aber Garmine hatte mich ja im Stich gelassen...

Kurz danach(?) sah ich zum einzigen Mal eine Jogmap Supporterin, Yazi, und lief ihr direkt in die Arme, das tat gut

irgendwann so bei km 26 war plötzlich Mostrich da, wir liefen imme wieder ein Stück zusammen, aber so ganz passte es nicht, ich lief meiste ein schnelleres Tempo, machte dafür längere Gehpausen bei den Getränkeständen, die ich jetzt begann bewusst herbeizusehnen. So liefen wir mal mit, mal ohne einander weiter.
2/3 hatten wir bald. Als ich mal wieder ein bißchen vorauslief, leuchtete es rechts neongelb, runner_hh stand da, das sollte er nicht, er sollte weit vor mir sein, mit gpeuser einer neuen PB entgegen... Einen winzigen Moment lang blitzte in mir ein Déjà vu auf, mein erster Halber 2011 in Hamburg, runner mit verhärtetem Oberschenkel und dann doch als mein Hase mit mir ins Ziel... Das wäre jetzt schön... Aber er sagte nur "Knie" und zeigte auf einen beachtlichen Verband. "Du schaffst das" gab er mir noch mit auf den Weg, was mich verwirrte, denn daan zweifelte ich nicht (sah ich da schon so fertig aus, wie ich mich später fühlen sollte?). (Später erfuhr ich, dass er extra noch auf mich gewartet hatte, bevor er zur U-Bahn ist, Markus, du bist echt ein Schatz!) Bis km 35 liefs eigentlich weiter vom Gefühl her ganz rund, dann wurde es plötzlich ziemlich dringend, das ist mir noch bei keinem Lauf passiert, Folge von Fehler Nr. 1? Sehr knapp bis zum nächsten Dixi, längere "Hockung" und Gott sei Dank (zum ersten Mal!) hatte ich sogar Papier eingesteckt.

Aber danach war irgendwie die Luft vollkommen raus, Gehpausen, ich mochte einfach nicht mehr... Mein Mantra: "Ab km 35 wird im Kopf gelaufen" (und nen dicken Kopf habe ich ja) konnte mich nicht vom Gehen abhalten. Von mir aus bräuchte es die letzen 7 km wirklich nicht mehr zu geben... Es waren zwar nur noch 5 jetzt aber die fand ich mörderisch, besonders die letzten 3 nach dem Potsdamer Platz, immer noch mal abbiegen um ne Häuserecke und noch mal, und nochmal. Ich wollte einfach nicht mehr, selbst meine unzuverlässige Garmin (wie lange bin ich denn ungefähr so unterwegs) hatte mir längst gezeigt, dass ich weit von der angestrebten Zeit weg war, aber an etwas um 4:45 glaubte ich schon noch. Aufgeben war keine Option, gehen schon, laufen phasenweise.
Immer noch nicht um die letzte Ecke gebogen und dann plötzlich doch das Brandenburger Tor, und es war gar nicht mehr so eine lange Gerade Unter den Linden, wie ich gedacht hatte. Also, egal was, das musste noch aufs Foto...

Für Rührungstränen war ich zu fertig, durch zu laufen war trotzdem geil und dann auch schon das Ziel in Sicht, letzte Kräfte mobilisiert und doch noch ein paar eingesammelt, mein übliches Abschlussritual. Dran denken, weiter gehen, nicht stehenbleiben wie in Hamburg... Und dann kamen die Tränen... Wieso steht hier niemand und nimmt mich ín den Arm, nachdem ich am Schluss so gekämpft habe? So ein Lurch oder ein Hase, oder irgendwer?
Einfach weitergehen, Medaille, Plane, Finisherfoto, Kleiderbeutel, wie in Trance, keine Freude, keine Erleichterung. Da endlich bekannte Gesichter, Corina und Rico. "Nehmt mich mal in den Arm, ich habs mir verdient" Das tat gut und hat den Bann gebrochen.
Es war schön, nach dem Duschen beim Familientreffpunkt J all die andern zu treffen, das Strahlen der Debütantinnen zu erleben, zu hören, was den andern gutes und schlechtes passiert ist und dann zu essen. War immer noch sicher, wenigstens eine PB erreicht zu haben. Aber eine telefonische Nachfrage bei runner zog mir auch diesen Zahn noch. 10 (!) sec langsamer als Hamburg. So ein Mist, die hätte ich ja nun auch noch schaffen können, trotz allem.

Fazit: Berlin war nicht mein Lauf, dieser Marathon nicht mein Freund, ganz sicher mein Lehrer. Was die Lektion ist, weiß ich noch nicht. Bessere Renn- nicht nur Trainingsplanung oder akzeptieren, dass ich zwar einen Marathon schaffe, aber eben innerhalb dieses Zeitfensters meine Leistungsgrenze liegt? Oder dass ich nicht fürs alleine laufen geschaffen bin?
Vielleicht habe ich auch zuviel des Tranings im letzten Monat absolviert, habe noch keinen Monat mit so vielen Km gelaufen, auch wenn ich am Schluss brav getapert habe... Hamburg wirds weisen... und New York wird eh ohne Zeitziel nur auf Genuss gelaufen nächtes Jahr, da will ich nämlich nichts verpassen, was es zu sehen gibt!

Das Schönste habe ich aber in den letzten Tagen erlebt: Soviel Zuspruch, Aufmunterung, Trost war selten. Hier sind nicht nur Sieger gefragt, Jogmap feiert mit dir Siege wie (vermeintliche) "Niederlagen". Und jetzt doch nochmal die Sch...Fliegen. Danke euch allen!

Zausel

Ach ja, und weils so lang gedauert hat, gibts jetzt auch zum ersten mal nen Bilderblog!

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Danke für's mitnehmen

vieles erinnerte mich an HH,ich sach nur rosa Overoll, und ich hätte dich auch gerne wieder hasiert und nach dem Ziel aufgefangen. Aber auch solche Erinnerungen gehören wohl in ein Läuferleben ddamit man nicht zu übermütig wird
Also: abhaken und ein neues Ziel anpeilen, denn: Nach dem Mara ist vor dem Mara näch.

LG von deinem Karnickel

Regenfetischisten = die "normalste" Laufgruppe im Universum
wird nur von NEONGELB getoppt!

Schwester im Geiste

und wie du Recht hast! Mein 1. Marathon war mit 4:44 eine Punktlandung (Köln), mein 2. Rom mit knapp unter 5h eine einzige Leidensstrecke. So schlimm war es bei dir ja wohl nicht, aber irgendwie war das mit meinen "Zweiten" immer so. Vermutlich doch Kopfsache, man ist eben nicht mehr so locker, sondern will was erreichen. Tröste dich, der 3. wird super, ganz bestimmt. Aber immerhin hast du das Ding durchgezogen, und das ohne Garmine. Also: Hut ab! Und feier dich mal.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Hier sind jetzt auch Fliegen

Ach Du liebes Zausel,
10 Sekunden länger als in HH unterwegs? Das zählt nicht. Ok, für die Weltranglisten wäre es schon wichtig, aber nicht für solche Läufer, wie wir es sind. Irgendwann wirst Du über die Zeit lachen. Wichtig ist, dass Du es geschafft hast, aller Widrigkeiten zum Trotz die Strecke allein zu laufen. Und ich ziehe auch meinen Hut vor denen, die sich nicht völlig kaputtlaufen, sondern so viel Vernunft besitzen, um im Falle des Falles rechtzeitig aus dem Rennen zu gehen.
Ich bin mir sicher, der Marathon wird kommen, bei dem Du Deine Wunschzeit erreichen wirst.

Habe ganz lieben Dank für den berührenden Blog und die schönen Bilder. Allerdings werde ich mir es jetzt noch mal überlegen, ob ich wirklich in Berlin laufen möchte - ein bisschen Platz hätte ich nämlich gern.

Eine Umarmung aus Hamburg


Jogmap-Schleswig-Holstein - de neongelen Löper ut´n Norden

Liebe Buddyline,

das war ein ganz schwerer Lauf, so hart soll es nie wieder kommen! Ich war 3x in Berlin dabei und bin jedesmal unter meinen Möglichkeiten geblieben. 2x war ich 20 min langsamer als geplant, einmal sogar 1h. Berlin ist für uns Normalos nicht für eine PB geeignet. Das mag ganz vorn bei sub 3:30 ganz anders sein, aber nicht da, wo der gemeine Läufer läuft. Viel zu dichte Läufertrauben machen ein gleichmäßiges Kräfte einsparendes Laufen schier unmöglich. Trotzdem ist und bleibt Berlin etwas Besonderes für mich, da hängen Kindheitserinnerungen dran, ein bisschen Geschichte eben. Du wirst nächstes Jahr in HH wieder strahlen, so wie wir Dich kennen. Nach dem Mara ist vor dem Mara. Die Strapazen werden bald vergessen sein und die Kämpferin zausel wird mit frischem Elan auf neue Beute-Mara-Zeit gehen, da bin ich sicher;-)
Toll gekämpft und gefinisht und wunderbar geschrieben!!! Wow, welch ein Blog!!! Danke dafür!!!

Fühl Dich ganz doll gedrückt und geknuddelt von
Tame:-)

ach zausel ...

10 Sekunden sind doch gar nichts. Unter den Umständen war das mehr als nur eine Bestätigung deiner Zeit in Hamburg. Und in Hamburg sind wir bestimmt wieder ganz viele. Da findet sich bestimmt ein Hase und auch JM'er die dich im Ziel auffangen. Und überhaupt funktioniert Garmine in Hamburg garantiert besser. Nene, laufe den Winter durch, besorg dir mal einen passenden Plan von Steffny und dann zeigst du uns in Hamburg, aus welchem Holz du geschnitzt bist. Ich bin überzeugt davon, das du noch für Überraschungen gut bist. Wetten das? Ich glaube an dich!

PS.: Vor dem Hamburg Mara werde ich garantiert Samstags Runden in Öjendorf drehen. Langsame Trainingsläufe für den Fettstoffwechsel. Machste mit ?


... gelaufen seit März 2011

Sicher doch...

lauf ich wieder mitin Öjendorf! Vielleicht muss ich auch noch viel langsamer...

Und übrigens: ich hatte den passenden Trainingsplan von Steffny(4:20)!
Der hat auch prima geklappt, deshalb hat's mich ja so kalt erwischt...
Wer weiß, vielleicht hab ich auch einfach zuviel Urlaub gemacht, obwohl, auch da bin ich brav gelaufen.

zausel

>

Zauselchen alle guten Dinge

Zauselchen alle guten Dinge sind 3 :-) ... beim nächsten wird es wieder besser. Öjendorf ist eine gute Idee. Mir selber nimmt so ein Mara den Druck, man darf ankommen aber muss aber nicht.
Jedenfalls nicht um dann mitten in einer Stadt oder im Wald aufzuhören.

Und ich schließe mich den Worten von Heiner mal an... ,,Ich glaube an dich,, :-)

Mensch, du hast wenigstens

...pain only hurts...

gefinished, ich dagegen habe meinen zweiten Marathon wegen Blödheit und Selbstüberschätzung bei km 23 abbrechen müssen. Dir herzlichen Glückwunsch!!! War doch gut und in schicker Kulisse- genieße es.

Was für ein schöner Bericht !!!

Vielen Dank für diesen tollen Bericht und fürs Mitnehmen !!!
Und meinen allergrößten Respekt für diese TOLLE Leistung, sei ruhig ein wenig stolz auf Dich !!!!
LG Lutziii

Hey zausel -

sieh es mal so: ohne Garmin ziemlich exakt die HH-Zeit gelaufen. Wer außer Dir schafft das? Und dann sieht mir Berlin auf allen Bildern und Videos von der Strecke soooo voll aus - das hast Du gar nicht erwähnt. Da kann man bestimmt nicht einfach nur "sein" Tempo laufen.

Ja, das ist schon schade, wenn da im Ziel niemand auf einen wartet. Aber es gab ja dann doch welche, die Dich aufgefangen haben.

Alles gut, mach Dir nicht zu viele Gedanken. Du hast es geschafft. Ich glaube der Druck im Kopf (besser als letztes Mal, schneller als in ...) kann einen richtig verrückt machen. Nimm den raus - und genieße den nächsten Lauf.

Liebe Zausel,halte es mit

Liebe Zausel,
halte es mit Anna Hahner, sie ist in Berlin auch ihren zweiten Mara gelaufen, hat ihre Bestzeit auch um paar Sekunden verpasst, ist auch etwas traurig deswegen und hat nach eigener Aussage den gleichen Fehler gemacht wie so unendlich viele andere Läufer auch: zu schnell angegangen...
Ich schließe mich da in keinster Weise aus, mir passiert das auch oft und mein zweiter M war auch (deutlich)langsamer als der erste!
Deshalb habe ich mit Frankfurt noch ne Rechnung offen...

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Hey,....

Du hast grad mal wieder einen MARATHON gefinished!!!
So, uns jetzt möchte ich Dich virtuell auch mal umarmen, wenn die anderen schon alle weg sind. *ganzfestdrück* :o)

Zeit, Grenzen,...ist das denn immer sooo wichtig?
Alleine Laufen ist auch nicht so schwer, wenn man sich von allem Druck löst.
Ja, es ist ein Unterschied, ob man schon länger mit vielen KM trainiert, wobei die Menge nicht das große Kriterium ist, oder einen Monat so richtig hochfährt und dann tapert.
Ich bin davon überzeugt, Deine Grenzen bzgl. Laufleistung liegen ganz woanders, da bist Du noch lange nicht angelangt, hast noch sehr viel Luft nach oben!!

Es gibt soooo viele Stellschrauben, an denen man drehen kann.
Ich finde immer, das ist doch auch das, was Spaß dran macht...hier was probieren, da was mehr oder weniger machen, dort was ganz anderes zu hören und zu testen...und da gehören auch kleine Rückschritte von 10 Sekunden dazu!;o)

Du hast glaub ich eine ganze Menge Erfahrung gewonnen bei dem Lauf und so schon angefangen zu analysieren...bist also voll drin!

Also auf zum Nächsten!:o))
Da geht noch einiges!
Zeigs Dir!;o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)
(Es sei denn, er/sie läuft "Schmalspurmarathon", so wie ich! Dann kommt das Glück auch nicht vorbei!)

... bin etwas ich an den 10 Sek. schuld (?) ...

... als ich Dich bei KM 31 aus de(ine)r Konzentration gerissen habe ??? ;-)
... du dein Tempo reduziert hast ... mich mit grossen Augen angesehen hast ... ?

Ich wollte dich dort nur motivieren, wusste ich doch, das du ohne Hase unterwegs bist und dich stärken sowie ggf. aufbauen durchzuhalten um eine PB zu schaffen.

NEIN , du hast noch nicht "fix und foxy" ausgesehen , eher noch locker, gleichmässig laufend !
Das sah wirklich (noch) so gut bei dir aus in deinen "Flügelschüchen".
Wenn es mir irgendwie möglich gewesen wäre, hätte ich dich gerne, wie in Hamburg, noch mit ins Ziel begleitet.

Ein gefinisheder Marathon, in deinem Fall HAMBURG'12, ist ein Anfang und gibt einem auch Sicherheit,
das man(n oder Frau) diese strecke schaffen kann, doch es ist nie eine Garantie für den nächsten Marathon!
Jeder zukünftige Marathon, den du mitlaufen wirst ist wieder eine ganz neue Herausforderung!

Wie die anderen auch schon schrieben ... SEI EINFACH STOLZ AUF DICH ...
du hast den Berlin Marathon gefinished !!!
... ganz allein - ohne Hase ... und dabei deine Zielzeit "manifestiert" !
Meine Hochachtung zu deiner / dieser Leistung von Dir !!!

Du hast uns einen sehr schönen bebilderten Blog geschrieben, der NICHT der letzte Berlin Marathon Blog sein wird ;-)
( mindestens einer wird noch folgen *grins* )

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Hast du dir wirklich verdient!

So ein Marathon kann und wird jedesmal anders verlaufen. Manchmal eben auch suboptimal. Egal, du hast ihn zu Ende gebracht und das ist es was zählt!
Plötzlich standst du im Ziel neben uns! Gerne geschehen, das mit dem in den Arm nehmen! Es war mir eine Ähre!!

Gruß
Riggoo

@zausel...

Herzlichste Glückwünsche zum Mara-Finish... Zeit spielt untergeordnete Rolle, ankommen ist das, was zählt. (Verletzungen ausgenommen!)

Und dein Blog ist nicht der letzte... meine Bilder sind noch aufm Händi, die Gedanken im Kopf...


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

kleine Führung über die Strecke

Ich schaue deine Bilder an und bin wieder auf der Strecke.

Das war natürlich sehr ärgerlich mit deiner Uhr, aber du hast auch geschrieben, dass du am Brandenburger Tor schon ein wenig fertig warst. Vielleicht wärst du mit Uhr nur schneller gerannt , zum Schluss total eingebrochen und hättest dich maßlos geärgert.

Der nächste ist ein Heimspiel und mit funktionierender Garmin, wird der dann der Kracher.

Freu dich, das du es geschafft hast, dass wir ein superschönes Wochenende hatten und ich gratulier dir ganz herzlich zum 2. Marathon liebe zausel.

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

An unserem gemeinsamen Weg

An unserem gemeinsamen Weg zu den Klamottenzelten hat es bestimmt nicht gelegen. Wir waren ja noch nicht die Letzten?! Aber in HH nächstes Jahr gehen wir etwas zeitiger los. Und stellen die Garmins zusammen früh an.

Respekt für Deinen Pace-losen Lauf, ohne Garmin wäre ich wohl noch eher ausgestiegen. Weil zu schnell losgelaufen. Toll, daß Du das zu Ende gebracht hast. Und: Beim zweiten hätte es auch noch schlimmer kommen können... ich hab auch noch keine Erklärung für mein DNF-Desaster. Aber ich habe HH gemeldet, das mußte jetzt sein, danke für den Tritt!

Erhol' Dich, ärgere Dich nicht, sei stolz aufs Durchhalten und das Tor-Durchlaufen, denk' dran, nicht alle haben das geschafft.

LG aus dem heilsamen Berg- und Weißbier-Bundesland,
Britta

Schade dass du die letzten km nicht so genießen konntest

Du bist durchgekommen und nur das zählt....du bist mir auch nicht so enttäuscht vorgekommen. Ich hoffe, ich war nicht zu sehr mit mir beschäftigt und habe es dadurch nicht mitbekommen.
Ich bin mir bei dir sicher der nächste Marathon in HH wird dir die Zeit bringen die du dir erträumst... und ich bin mir genauso sicher dass du deine Zeiten noch ein ganzes Stück verbessern wirst.
Es war schön dich wiedergetroffen zu haben.

Fast PB

ist doch für diesen Lauf super, da hab ich mir viel mehr Zeit gegönnt.
Hab mal in meinen Laufstatistiken geguckt. Bei meinem zweiten Marathon hatte ich auch die meisten Kilometer im letzten Monat - und das war nicht gut. Vor Berlin ähnlich. Also nächstes mal den Umfanghöhepunkt nach vorne schieben.
Aber manchmal klappt das einfach nicht.
Bis bald mal.
Gerald

lass dich mal...

...herzlich zauseln! zehn mickrige sekündchen! pfhüü!
pfeif drauf. du hast den berlin-marathon gefinished. kann nicht jeder, aber du!
____________________
laufend freut sich mit zausel: happy™

Bilder sind toll

Wow, du hast dir sogar Zeit zum Fotos machen genommen, danke!
Ich hab mich auch sehr gefreut, dich auf der Strecke zu sehen, und da sahst du noch echt frisch aus.

Als eine, deren Zweiter ja noch aussteht, finde ich Deinen Bericht richtig toll. Bestimmt wäre ich losgewetzt in voller Überzeugung, jetzt ja schon zu wissen,was kommt, und es sicher noch ein bisschen besser hinzubekommen als beim ersten Mal. Gerade die Berichte von denen, bei denen es nicht optimal gelaufen ist, holen eine da wieder auf den Boden, und das ist gut so. Jetzt weiß ich wieder, dass beim Marathon nie vorher klar ist, wie's wird, es kann immer so viel passieren und alles ganz anders sein.
So gesehen hoffe ich, dass Du schnell feststellen kannst, dass es zwar anders war als gewünscht, aber dennoch ein richtig großer Erfolg.

Schön, dass Du da warst!
Liebe Grüße
Micha

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