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… oder doch nur zur nächsten Abzweigung und Richtungsänderung? Darüber sinniere ich, während ich meine Lieblingsstrecke entlang trabe.

Vor 3 Wochen habe ich mir beim funktionalen Training einen Halsmuskel gezerrt. Seitneigen und Kopfdrehen nach rechts ging gar nicht mehr. Eigentlich war die Ursache klein. Etwas schwungvoll in den Schlingentrainer gehängt. Aber die Wirkung war bei meinen ohnehin verspannten Nacken- und Schultermuskeln massiv. Über 4 Tage strahlte die Zerrung aus und verspannte nach und nach alle Muskeln vom Kopf bis zur Fußsohle. Erst vor ein paar Tagen ging die Spannung in den Fußsohlen zurück.

Doc meinte, dass ich jetzt eine wichtige Lektion gelernt hätte. Übermotivation ist genauso schädlich wie Nichtstun. Das will ich natürlich nicht hören. Aber irgendwie hat er recht. Das funktionale Training hat für mich einen richtigen Suchtfaktor. Immer mehr Übungen in immer kürzerer Abfolge. Und das meist ohne Ruhetag. Manchmal zwei Einheiten am Tag. Da hat sich der Körper doch irgendwann gerächt.

Jetzt muss erst einmal die Nacken- Schultermuskulatur langsam wieder weich werden, bevor ich den Oberkörper wieder weiter trainiere. Solange ist Loslassen angesagt. „Geduld ist nicht Ihre Stärke“, meinte Doc. Na, das weiss ich selbst. Wenn ich nicht aktiv was tun kann, drehe ich durch. Also wird für die Form meines Lebens jetzt das Loslassen ins Sportprogramm eingebaut.

Ich hatte schon überlegt, den Sport Streak jetzt zu beenden. Aber ich glaube, das ist nicht der richtige Weg. Ein Ausgleich zum Bürojob muss sein. Und das Loslassen muss ab jetzt genauso zum Sport gehören, wie die Muskelarbeit.

Während ich so weitertrabe merke ich, dass ich in einen runden leichten Tritt gekommen bin. Ich fliege förmlich über den Weg. Aber mehr als eine halbe Stunde sollte es nicht sein. Obwohl ich am liebsten weiter gelaufen wäre beende ich den Lauf, als er am Schönsten ist. Mit einem Grinsen im Gesicht und einem wunderbar lockeren Gefühl. Das ist doch schon mal ein guter Anfang für mein neues Sportverständnis.

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Immer neue Wendungen

Es ist sehr spannend, wie Du Deinen Weg beschreibst, dabei wünsche ich Dir hilfreiche Erkenntnisse an allen Abzweigungen und vor allem viel Freude beim Sporteln. Ich glaube, ich kann mir bei Dir auch immer mal wieder was abgucken.

Ich finde ja, daß Geduld eine ganz große

Stärke von Dir ist!!! Wer so lange ohne Laufen zu dürfen/können durchhält und trotzdem weiter so sehr dahinter her ist, daß er sich nun auch noch zielstrebigst in Schlingen hängt, hat in meinen Augen mehr als Geduld bewiesen.

Das sind nur Umwege, keine Rückschritte. Gute Besserung,
LG Britta

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