Vorwort:
Nachdem ich letzte Woche knappe 37km in lockerem Tempo gelaufen bin und der verletzte Zeh keinen Ärger gemacht hat, ging dann am Dienstag meine 1 von 3 Vorbereitungswochen für den nächsten Halbmarathon los (anschließend noch eine Woche tapern in den Bergen). Fokus liegt auf Langintervallen im HM-Tempo (3x2000m in Woche 1, 4x2000m in Woche 2, 3x3000m in Woche 3) und etwas länger werdenden Läufen von 18, 20 und 22km, um den Körper wieder ein bisschen auf Distanz einzustellen, über 16 bin ich nämlich in den letzten Monaten nicht so oft gelaufen. Der Rest darf locker gelaufen werden, damit's nicht wieder mit Überlastungen losgeht.

Training:
Di gingen die 3x2000m gut durch. Es waren noch 27 Grad und ich wollte auch nicht direkt wieder mit zu hoher Belastung starten, aber ca 4:13/km konnte ich auf allen Intervallen halten (sollte das auch auf den 3x3000m klappen, geh ich den HM mit 4:15 an). Mi kam dann die nötigen Abkühlung und Do gingen 18km bei 16 Grad mit Pace 5:28 und Puls 140 perfekt durch. Mit beiden Einheiten zufrieden, beim HM-Tempo noch unsicher.

"Spontan"wettkampf:
Am Freitag Abend stand dann der Nachtlauf in Hannover an. Ich wollte 10km als Begleitfahrzeug in für mich regenerativen 60-65 Minuten mitlaufen, weswegen ich mich auch im Training nicht zurückgenommen und keine speziellen Vorbereitungen getroffen hatte. Freitag wurde dann klar: Zu begleitende Person krank, aber ich sollte doch bitte mitlaufen, da sonst nur noch eine in unserem gemeldeten 6er Team übrig wäre (es gab im Vorfeld schon 2 Verletzungen und 1 Absage). Kein Problem, dann aber auch mit bisschen Gas dabei.

45? Nee, zurücknehmen kann ich mich im Wettkampf eh nicht...40? Schaff ich nicht, die 18km vom Abend vorher sind für mich schließlich nicht garnix und gegessen hab ich am Tag auch nicht gescheit. Peilen wir also mal eine 42 an.

Im Verlauf ergaben sich dann aber km-Zeiten die mich die ehrgeiziger werden ließen. km 2 bei 8:05 passiert und es fühlte sich nicht schlecht an. 20:14 zur Halbzeit, aber mit dem Gedanken, dass ich das nicht mehr aufhole. Bin dann sehr gleichmäßige 4er Pace gelaufen und stand bei 36:13 an der 9er-Marke. Gut, Rest is Kopfsache, einfach mal durchziehen und gucken was passiert! Und tatsächlich 39:58 auf der Zieluhr und 39:50 am Ende als Nettozeit.

Traumhafter Lauf, tolles Ergebnis für meine Verhältnisse. Nun auch keine Ausrede mehr, dass der HM in 3 Wochen unter 90 gelaufen wird! :)

P.S. Der Lauf in Hannover ist schon groß mit 3300 Finishern beim 10er...das liegt vlt nicht jedem, aber es ist Platz genug und hat Spaß gemacht. Meine Garmin zeigte mir allerdings völlig verwirrende km-Punkte an, sodass ich die kaum zur Pacekontrolle nutzen konnte. 5,23km standen zur Hälfte und 10,43km am Ende der zweiten Runde auf dem Display. Ich werte es aber für mich als 10km-Zeit, sonst wäre das ne neue Bestleistung gewesen und so hat es sich nicht angefühlt.

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