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Benutzerbild von hofpoet

Wo ist eigentlich „Hüppelröttchen“? fragte ich mich, als ich im Winter das erste Mal mit Hofpoetin und Rheinsteig-Extremhund durch den Hochwald des Naturschutzgebietes Leuscheid (im vorderen Westerwald) streifte. Der Name und die Landschaft inspirierten mich zu einer interessanten Laufstrecke, die im Winter ausgearbeitet und jetzt im Sommer endlich mit den Lauffreunden vom LT Siebengebirge eingeweiht wurde.
So begann ein Landschaftslauf nach Schneewittchen-Art mit sieben Recken und einer Prinzessin bei anfangs leichtem Nieselregen und gemischter Wetteraussicht am Wanderparkplatz an der B8 am Ortsende von Kircheib. Anfangs über den grob geschotterten Forstweg, später dann abwechselnd auf weichen Waldwegen, und Asphalt erreichten wir das romantische Wohmbachtal, das wir auf der Naturpfad-Variante durchliefen. Dieser Fleck ist auch im Winter, wenn alles Kraut flach liegt und der Frost die Konturen modelliert, einen Besuch wert. Der gegenüberliegende Teerweg ist etwas kürzer, aber weniger „fußläufig“. Wo beide Pfade zusammentrafen, liefen wir am heftig zugewachsenen Fischteich vorbei die Serpentinen zum Platz des ehemaligen Forsthauses Hüppelröttchen hoch. Hier angekommen, wurde eine kurze Kulturpause eingelegt, um die sehenswerte Kräutersammlung, die Streuobstwiese mit alten Obstsorten und einen Lehrbienenstand zu besichtigen. Nur noch ein Gedenkstein erinnerte an das 1972 abgerissene Forsthaus. Nach einigen Dehnübungen wurden wir ungeduldig und trollten uns auf den weiteren Weg. Angela schoss noch einige Fotos, was uns nicht zum letzten Mal zu einer kleinen Wartepause veranlasste. Nun ja, Tempo sollte ohnehin nicht die Prämisse dieses Landschaftslaufes sein und so wurden die Heißsporne auch bald ausgebremst, als es vom Hauptweg an der „Schweizerhöhe“ auf einen tiefgründigen Holzabfuhrweg abbog, der einen leichten Fuß und federndes Sprungvermögen abverlangte. So mancher vermutete hier den Ursprung des Namens „HÜPPELröttchen“.
Unvermittelt öffnet sich der Wald und eine liebliche, sonnenüberflutete Wiesenlandschaft lud uns zum Weiterlaufen ein. Mitten drin eine waldumkränzte Bergkuppe, die wir im weiten Bogen umliefen um irgendwann unvermittelt über einen kaum wahrnehmbaren Wiesenpfad in das Wäldchen zu traben. Ich war an dieser Stelle froh, dass die Heuernte schon vorbei war, sonst hätte ich die schwache Spur womöglich nicht rechtzeitig erkannt.
So aber tat sich ein weicher Naturpfad vor uns auf, der uns nach einigen Metern zum Eingang des faszinierenden Steinbruches in Stein führte. So gewaltige Basaltsäulen wie hier, sind selbst bei uns im Siebengebirge nirgends zu finden. Beeindruckt kletterten wir ein wenig auf den Brocken herum, informierten uns über die biologischen und geologischen Besonderheiten an diesem schönen Ort und setzten unseren Lauf am Steinbruchrand fort, um nach Durchquerung der kleinen Ortschaft Stein wieder auf dem Wirtschaftsweg talwärts zur Obereiper Mühle zu rennen. Sanft zeigte sich uns die Landschaft und das Wetter ,als wir uns aus der tiefsten Stelle der Tour auf einem kurzen, knackigen Anstieg auf der Asphaltpiste in direkter Fallinie quer durch das untere Wohmbachtal nach Obereip kämpften, um anschließend am Waldrand mit Blick auf die zurückgelegte Strecke um Stein und das Hüppelröttchen auf flacher Bahn ein wenig zu erholen. Noch etwa 3 Kilometer trennten uns vom Zielplatz, jetzt aber standen noch ein tiefes Tal und ein finaler, steiler Anstieg nach Kircheib bevor. Einige Mitläufer spürten nun doch sehr die Hummeln im Hintern und beschleunigten deutlich ihr Tempo. Leider kannten sie den Weg nicht und mussten so an jeder Abzweigung auf meine Arm- oder Rufzeichen warten. Schließlich kam nach der Passage diverser Kuhwiesen mit (zumindest für unsere Fotografin) liebreizenden Jungviechern nach dem heruntergekommenen Campingplatz und dem lauschigen Friedhof unsere Wagenburg auf dem Parkplatz in Sicht, wo wir von nachkommenden Partnerinnen freudig begrüßt wurden.
Was jetzt folgte, gibt mir Anlass, die Ernährungsgewohnheiten von Laufsportlern zu hinterfragen. Nach dem ritualisierten fresh-up bauten wir ein opulentes Picknick auf und schlugen uns die Bäuche voll, als ob wir gerade einen Ultra –Lauf abgerissen hätten. Wie dem auch sei, die Stimmung war hervorragend und auch, als der Himmel einige Tropfen zu uns schickte, spannten wir kurzzeitig die Schirme auf und feierten weiter, bis der nahende Sonnenuntergang die Veranstaltung allmählich beendete.
Ich hatte den Eindruck, dass meine Laufstrecke Gefallen gefunden hat und freue mich, dass alle Läufer gesund und fröhlich am Ziel angekommen sind. Dank Angela können wir uns über schöne Fotos freuen. Wir haben die 13 Kilometer in knapp 2 Stunden bewältigt. Eine Zeit, die einige Aussichtspausen einschließt. Flott durchgelaufen ist man sicherlich in 1:30 zuhause. Den Lauf werden wir bestimmt nächstes Jahr wiederholen. Dann vielleicht mit mehr Teilnehmern!
Hofpoet

Strecke in Jogmap unter: Hüppelröttchen

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Hab mir gerade die Strecke

Hab mir gerade die Strecke angeschaut- schade, daß ich so weit weg wohne. (momentan ist nichts drin mit laufen, leider.)
Vielleicht klappts ja dann mit dem 7Gebirgsmarathon im Dezember wieder. Ich mag Eure Gegend und die Leute
Astrid

Irgendwann...

...versuche ich die mal nachzulaufen. Ist ja gleich bei mir um die Ecke.

Voraussetzung 1: Braves Knie,
Voraussetzung 2: Zeit,
Voraussetzung 3: Laufbegleitung, die mich aus dem Wald rausführt, wenn ich mich verlaufen hab ;-)

Spätestens nächstes Jahr, wenn Ihr die Hüppelröttchenrunde das nächste mal lauft. Bis dahin ist ja hoffentlich auch mein Account auf der Siebengebirgs-Laufseite mal frei geschaltet. Hab mich da angemeldet, aber ich darf aus mir unbekannten Gründen immernochnicht rein. :-(

Viele Grüße, WWConny

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