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Der Run of Hope ist ein kleiner Benefizlauf gegen Krebs mitten auf einer meiner normalen Laufstrecken, bei dem es statt Startgebühren nur eine große Spendenbox gibt. Vier Läufe, viele Infostände, Musik, Tanz, Ponyreiten, später Feuerwerk...schöne Gesamtveranstaltung. Da war ich letztes Jahr schon, und es war sehr warm, so dass auf der 4-km-Strecke nicht mehr als 25:30 rauszuholen war.

Heute stand er wieder an. Und es war Sommer... 27 Grad im Schatten, wenn denn welcher zu finden war. Kein Wölkchen am Himmel. Ein Traum...fürs Freibad! Aber für schnelle Läufe einfach nicht meins...zumal die letzten Tage eher kühl waren und die Wärme sehr plötzlich zurückkam. Vor ein paar Wochen waren 27 Grad noch angenehm kühl, nachdem man sich an 37 gewöhnt hatte...so schnell ändert sich das.

Fit aufgewacht, Frühstück reingequetscht (selbst beim kleinsten Volkslauf rutschen die Brötchen immer so schlecht...) und mittags hingefahren. Das absolute Highlight: der Drehorgelmann, der eine Mischung von "Azzurro" bis "Verdammt ich lieb dich" drauf hatte, die mich immer wieder zum Grinsen brachte.

Nachdem ich zuletzt recht gut drauf war, hatte ich mal auf unter 24 Minuten gehofft. Doch schon beim Warten auf den Start knallte die Sonne durchs Kopftuch aufs Hirn, und der Kreislauf wurde etwas labbrig. Das Rennen ließ sich zunächst dennoch gut an, fühlte sich an wie meine innerlich "einprogrammierte" 6er Pace, und ich überholte damit echt viele Leute. Ich? Überholen? Ha! Aber nach etwa der halben Strecke wurde es immer schwieriger und ein schleichender Geschwindigkeitsverlust begann. Der Körper hat einfach bei Erreichen der zugelassenen Maximaltemperatur abgeregelt. Schnelleres Tempo hätte mich entweder mein Frühstück im nächsten Gebüsch verteilen lassen oder zum Kreislaufkollaps geführt. Kann man sich bei drei auf der Strecke verteilten Saniposten zwar leisten, ist aber trotzdem irgendwie doof.

Eine letzte Schleife an Bier- und Essensständen (Folter!!) vorbei, noch einen Becher Wasser auf den Kopf und "Endspurt". Bei 25:01 kam ich ins Ziel. Ich war so fertig, dass ich mir beim Öffnen der Isoflaschen an der Zielverpflegung helfen lassen musste, weil ich den Öffnungsmechanismus trotz Erklärung ("da musst du so ein Teil abreißen"...ich hab aber keins gefunden) nicht kapiert habe. Dehydriert wohl kaum, vielleicht ein leichter Sonnenstich? Noch ne halbe Stunde später fühlte ich mich ziemlich belämmert und auch jetzt am Abend bin ich ungewohnt platt.

Ich habe überlegt, ob ichs zu schnell angegangen bin...und dann fiel mir auf, dass mich außer in der Sortierungsphase nach dem Start niemand (!) überholt hat, obwohl ich ja immer langsamer wurde. Also ging es vermutlich allen so und ich habe eher nix falsch gemacht, zumindest keine Platzierung verloren. Noch 10 Minuten nach mir kamen Läufer ins Ziel. Aber auch 10 Minuten vor mir. Immerhin schneller als 2011 und in der ungewohnt stark besetzten W20 Platz 9 von 15. Wärme ist beim Laufen einfach nicht mein Ding. Ich werde die Strecke mal bei 15 Grad als Tempolauf machen, bin ja eh ständig dort...ich wette, dann geht eine 23:xx. Derweil geh ich schon mal Wettkämpfe im Winter suchen...kann doch nicht angehen dass das immer so warm ist wenn ich mal laufen will...

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Gesamtwertung: 4 (1 Bewertung)

Wärme in Training stört

Wärme in Training stört mich nicht. Bei Wettkämpfen versuche ich es auszublenden, aber die Zeiten sind dann nicht so wie man denkt und stellt sich fragen ob man falsch trainiert hat...ne ne war nur die Wärme. Ich werde Anfang November noch einen Halbmarathon laufen...

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Glückwunsch!

Ich lese Deine Berichte immer sehr gerne, da sie so authentisch sind!

Solche "Hitzeschlachten" finde ich allerdings grenzwertig, wahrscheinlich weil ich bevorzugt am frühen Morgen laufe. Lässt sich bei Wettkämpfen im Sommer allerdings nicht vermeiden, außer Du läufst Nachtläufe ... ;-)

Aber Du hast Dich ja wacker geschlagen und Deine Zeit sogar noch verbessert!

"Du weißt nie, was du kannst, bevor du es probierst."

+++ Ticker: 07.01.2013 +++

Nachdem in den letzten Tagen Temperaturen von bis zu -12°C alle frieren ließen, gab es gestern in Kersbach plötzlich eine unerklärliche Hitzewelle mit einer Höchsttemperatur von +27°C zur Mittagszeit, danach kühlte es jedoch schnell wieder ab.
Es wird von einem Zusammenhang mit der Teilnahme einer gewissen Salia beim gestrigen 3 Königslauf gemunkelt, dessen 6000m-Lauf um 11:00 startete.
Dieser werden Eigenschaften einer Sonnengöttin zugeschrieben.

+++ Fake-Ticker Ende +++

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Silvesterlauf

Salia, nachdem ich gerade die Tickermeldung von DonCarracho gelesen habe, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten: Ich lade Dich herzlich zum hiesigen Silvesterlauf ein. Obwohl, eigentlich könntest Du auch über den Winter bei mir einziehen und mit mir zusammen trainieren.

Bring Sonne mit! ;-)

Ciao, Tarahumara

"Du weißt nie, was Du kannst, bevor Du es probierst."

Ich finde...

...27, 28 Grad schon "laufbar", gerade für so kurze Strecken (beim HM war das irgendwann nicht mehr lustig). Ist ja schnell vorbei. Aber es ist halt fieser als bei 15, 20 Grad - wobei ich im Training nie nen Sonnenstich hatte - und es kommen nie die Zeiten raus, die man gern hätte. Nur man kann ja nicht immer kneifen, wenns warm ist oder regnet oder schneit, gerade bei solchen Benefizläufen wärs ja schade.
Früher bin ich bei über 25 Grad gar nicht gelaufen - viiiel zu gefährlich, man könnte ja verdursten. ;-)

Herrlich :D

Das erklärt natürlich einiges. Wenn mal wieder irgendwo Winterläufe wegen vereister Strecke abgesagt werden sollen, sagt bescheid, ich komm vorbei und tau sie kurz ab. :D
Nur wie ich den morgigen Herbsteinbruch aufhalten kann, hab ich noch nicht raus...

Danke für den versteckten Lauftipp! Kersbach ist ja tatsächlich noch mein Einzugsgebiet...und ich wüsste welchen wehrlosen Buddy ich da noch mitschleppen kann...hmm :)

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