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Am 01.09.2012 fand der "2. Scholle Natur Marathon" in Brandenburg a.d.H. (an der Havel) statt. Also fast vor meiner Haustür und was für mich endlich mal keine so lange Fahrerei in Verbindung mit einem Lauf bedeutete. Angemeldet war ich schon länger, doch in den letzten 3 Wochen musste ich etwas kürzer treten und habe es doch wahrhaftig auf 2 kürzere Laufrunden geschafft. Von Lauftraining, geschweige denn Vorbereitung für einen Marathon keine Spur - musste also mal wieder so gehen. ;-)

Am Samstag klingelte um 05:00 Uhr der Wecker. Danach frühstücken, alle benötigten und auch hoffentlich nicht benötigten Laufutensilien (Regensachen z. Bsp.) zusammenpacken und ab mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Sind ca. 3 km schätze ich mal. Zum warm werden zu wenig. Kurz nach 07:00 Uhr fuhr dann die Ostdeutsche Eisenbahn AG (ODEG) in Richtung Brandenburg a.d.H.. Ab Brandenburg Hauptbahnhof folgte dann die Erwärmungsrunde und zwar mit dem Fahrrad, welches ich ja mitgenommen hatte, ca. 7 Kilometer bis zum Start- und Zielort im Brandenburg-Wilhelmsdorf. Dort stand uns die Sporthalle einer Schule hinsichtlich Umkleiden, Toiletten, Duschen u.s.w. zur Verfügung. Das finde ich immer gut für so eine Veranstaltung.

Um 09:00 Uhr war Start. Durch das anfängliche erzählen mit anderen Läufern, natürlich waren auch wieder einige Bekannte dabei, lies ich mich ablenken und zu einem Anfängerfehler hinreißen und lief die ersten Kilometer zu schnell. Das lag wohl auch daran, dass die Läufer der kürzeren Distanzen (1 Runde, 2 Runden, 3 Runden) mit gestartet waren und die können eben auf Grund der kürzeren Strecke auch vom Start weg ein etwas höheres Tempo anschlagen. Würde ich ja auch tun, wenn ich nicht immer so weit laufen müsste. ;-))
Vom Gefühl her dachte ich schon: "Irgendwie kommt Dir das heute aber etwas zu schnell vor für den Beginn..??"
Das sollte sich bestätigen, als in meinem Umfeld jemand bei Kilometer 5 anmerkte, das wir mit einem Durchschnitt von 4:45 – 4:50 Minuten pro Kilometer unterwegs sind. Da bremste ich mich dann aber sofort ein, schließlich wollte ich primär nur im Ziel ankommen. Das sollte doch nur ein Testlauf für mein letztens etwas lädiertes Sprunggelenk sein und keine Rekordzeitenjagd.
Vielleicht sollte ich doch mal mit Uhr laufen, um das besser kontrollieren können? Aber warum sollte ich das tun? Ich laufe doch immer so, wie ich mich fühle und lasse mich durch eine Uhr nicht hetzen. Getreu dem Laufmotto: "Anfangen ist Überwindung, Durchhalten ist Erfolg und anzukommen ist das Ziel!"
Es lief auf jeden Fall sehr gut, keinerlei Probleme körperlich. Das Wetter war perfekt - für mich jedenfalls. Es war eine schöne Waldrunde von 10,54875 km 4 x zu durchlaufen, um auf die Marathondistanz von 42,195 km zu kommen. Es durfte aber auch jeder nach jeder Runde aussteigen, wenn er gewollt hätte und wäre dann auf diese jeweilige Distanz gewertet worden. Das ist ein feine Sache für einen Trainingslauf oder auch für jemanden, der sich an seinem ersten Marathon versucht. Unterwegs lief ich dann noch auf einige Bekannte auf und erzählte natürlich erstmal ne´ Runde mit denen. Vor allem auf der letzten Runde lies ich mir etwas mehr Zeit und war nach 03:57:50 Stunden im Ziel. Damit war ich mehr als zufrieden.
Danach noch Medaille und Urkunde abgeholt, die Nachverpflegung im Zielbereich mit Bierchen genossen und geduscht.
Die Medaille ist dieses Mal übrigens wieder etwas Besonderes. Aus Edelstahl und mit Holz gefüllt - in Echt jedenfalls ganz schick geworden. Ich würde Euch ja gern ein Bildchen zeigen, aber wie das „einbauen“ von Bildern hier in den Text funktioniert habe ich mir noch nie zeigen lassen. Lerne ich demnächst sicher auch mal – bis dahin muss ich Euch mit reinem Textbericht vertrösten.

Dann stand die Frage der Heimfahrt an. Mmmhh..., zum Hauptbahnhof zurückradeln (ca. 7 km) macht noch nicht soviel Sinn, da ich dann dort noch wieder ne´ Stunde auf den Zug hätte warten müssen. In einer Stunde wäre ich mit dem Fahrrad auch schon ein gutes Stück Richtung Heimat vorwärts gekommen. Also entschied ich mich dafür, noch einen lockeren, entspannten Marathon mit dem Fahrrad hinten dran zu hängen und radelte die ca. 45 Kilometer bis nach Hause zurück. Das eingesparte Fahrtgeld für den Zug (immerhin 8,50 Euro inklusive Fahrradkarte) investierte ich dann unterwegs zum Teil noch in ein leckeres Softeis. Gegen 18:00 Uhr war ich wieder daheim und da das relativ früh war, konnte ich mich noch der üblichen Hausarbeit sowie einkaufen gehen widmen.
Am Sonntag folgten dann noch mal ca. 50 km mit Fahrrad - um die Muskulatur etwas aufzulockern sozusagen.

So, ich hoffe, Euch nicht zu sehr gelangweilt zu haben und wünsche Euch Allen ein schönes Wochenende.

Viele Grüße aus dem Havelland

Jens

4
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Danke...


... und ich hoffe, Euch geht es gut.
Viele Grüße an Maren und bis irgendwann auch mal wieder persönlich.
Gruß
Jens
P.S. Übrigens, gestern bin ich den Stadtwallmarathon in Gardelegen gelaufen. War zwar mit 04:04 Std. durch, aber doch recht erschöpft. Mit dem Fahrrad wäre ich dieses Mal danach auch nicht mehr heim gefahren. Es läuft nun mal nicht an allen Tagen locker.

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