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Nachdem Jörg Behrendt zu seinem 50. Geburtstag ein 3000 Meter Bahnrennen veranstaltet, war es für mich Ehrensache, dass ich hier teilnehme. Da war es auch kein Thema den für diesen Tag eigentlich geplanten 35 Kilometerlauf auf einen Tag später zu verschieben.

Meine mündliche Zusage hatte Jörg bereits im Rahmen der Kreismeisterschaften in Dinkelsbühl erhalten. Meine schriftliche und definitive Anmeldung reichte ich aber erst am Mittwoch vorher per Email ein.

Da ich eigentlich in der Marathonvorbreitung für München bin, habe ich keine spezielle Taperingwoche eingelegt und den Lauf praktisch aus dem Training heraus gelaufen.


Am Wettkampftag hatte ich zwar neben meine Frau und meinem Sohn auch eine gute Freundin, samt deren Kinder als Motivations- und Anfreuerungstrupp dabei. Doch irgendwie kam nicht so recht die Stimmung, was auch irgenwie an den für mich etwas enttäuschenden Teilnehmerzahlen lag. Ich war fest überzeugt, wenn Jörg, der uns seit Jahren mit tollen Wettkampfberichte und Fotos versorgt, einlädt, komme alle oder zumindest sehr sehr viele. Von TSV Dinkelsbühl waren leider nur Andreas May und ich dabei. Ach, nicht zu vergessen, Susanne Rotermundt, die aufgrund einer Verletzung als Zuschauer da war.


Das Warmlaufen erledigte ich in Kurzform mit den tiefstapelnden Daniel Spieß, der ein für seine Verhältnisse lächerliche 12:00 gemeldet hatte und damit beim ersten von zwei Läufen startete und natürlich auch in 10:30,9 den B-Lauf für sich entschied.

Nun zum stark besetzten A-Lauf. Obwohl es recht viele Starter waren, kam es am Start zu keinem Gedränge. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nach etwa 100 Meter mich auf dem letzten Platz wieder fand. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und erhöhte sofort das Tempo um auch auf meine h Konkurrenten Jan Haberzettl aufzuschließen. Mit Jan war ja noch eine Rechnung offen. Zwar hatte ich ihn beim Berglauf und Limes-Lauf im Rahmen der Tour de Hesselberg gleich zwei Mal deutlich schlagen. Doch Jan´s Stärke sind eher die Kurzstrecken und da hatte er zuletzt die 5000 Meter im Schlusssprint für sich entscheiden können.


Also ich hing an Jan dran und versuchte sein Tempo zu halten. 2 Runden gelang mir das auch noch, aber dann wurde ich wieder von ein paar Läufern überholt und der Abstand zu Jan und dessen Gruppe wuchs.

Das Tempo müsste ich eigentlich gut laufen können, doch irgendwie fehlte mir heute Motivation. Vielleicht lag es daran, dass ich auf den Wettkampf nicht besonders heiß war und schon viel mehr an den geplanten 35 Kilometerlauf dachte...

Bereits nach der dritten Runde dachte ich immer wieder ans aufgeben. Ich hatte mir bereits eine passende Ausrede ausgedacht, doch soweit wollte ich es nicht kommen lassen.


Ich biss mich von Runde zu Runde durch und versuchte den Abstand zu Jan und Kurt Weinmann und Ralf Müller nicht größer werden zu lassen.

Den Blick nach hinten habe ich mir ebenfalls verboten, denn dann würde ich mich selbst ja nur noch darauf konzentrieren nicht überholt zu werden, ich wollte aber Jan schlagen...

Es waren noch 2 Runden zu laufen. Ich versuchte den Abstand etwas zu verringern, was mir nur unwesentlich gelang.

Die letzte Runde brach herein. Endlich, bald sind die Qualen vorbei. Der Hals, Lunge und die Oberschenkel brennen wie die Hölle. Von meinen Knieproblemen ist in diesem Moment nichts zu spüren.


Den Abstand zu Jan einzuholen und einen Vorsprung herauslaufen, der Jan´s starken Endspurt standhält war nun nicht mehr drin, zumindest waren so meine Gedanken. Gegen Ende der letzten Kurve zur Zielgeraden sah ich Jan zum einem sehenswerten Zielspurt ansetzen. Kurt Weinmann hatte anscheinend nicht mehr viel entgegen zu setzen, sodass ich einen Angriff wagte und auf der Zielgeraden auch Kurt noch einholte und 2 Sekunden nach Jan in 10:36,9 ins Ziel kam.

Gemeldet hatte ich 10:30, mit 10:36,9 habe ich eine persönliche Bestzeit aufgestellt, die auch für meinen jetziges Leistungsvermögen in Ordnung geht.

Sport frei!
Thomas
Ein Video vom Lauf gibt es unter: Läufer-Blog.de

 
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