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Vielleicht gab es das Thema schon und ich bin zu blond für die Suche ;-) Egal, ich frag jetzt mal:

Mein Physio und auch mein "Trainer" empfahlen mir, die langen Läufe durch Radeinheiten zu ersetzen. Nur wie, haben sie mir beide nicht beantworten können.

Daher die folgenden Fragen an euch:
- Macht es Sinn, den langen Lauf durhc eine Radeinheit zu ersetzten??
- Wie baue ich das Radtraining auf?? Gibt es irgendeine Rechenformel mit der
ich meine Lauf Pace in Rad Pace rechnen kann??
- Ich fahre ausschliessslich MTB, welches KM Verhältnis bräuchte ich um 30 KM
Laufen zu ersetzen??

Danke schon mal vorab!!

GT

Hi

Also schon mal vorne weg, ersetzen läßt sich ein langer Lauf durch Radfahren nicht. Radfahren ist toll wenn es darum geht schonen die Grundlagenausdauer zu behalten. Aber die Lauf-spezifische Muskulatur geht mit der Zeit verloren. Auch ist die Intensität nicht die gleiche. Radfahren ist id.r. schonender. Sehr effektiv ist ein Mix Training aus Radfahren und dann Laufen. Dann bist du auch gleich beim Tria ;)

Ansonsten baut man halt die km langsam aus. Am Anfang ist für uns Läufer eher die Muskulatur das Problem. Denn Radfahren fordert andere Muskeln als Laufen. Ich würde es am Anfang eher Zeit als km abhängig machen. Erst mal ne Stunde, dann langsam steigern oder so.

KM-Verhältnis auf nem MTB würde ich x2.5 sagen Rennrad x3. Der Puls ist halt auf dem Rad auch niedriger.

Bin kein Spezialist, aber

Bin kein Spezialist, aber nach dem was ich gelesen habe, braucht man von der Intensität her etwa die dopplete Zeit auf dem Rad für eine vergleichbare Einheit beim Laufen.

Eigene Erfahrung hab ich wenig, kann aber bestätigen, dass ich nach gut einer Stunde Radfahren (Puls bei ca. 70-75%mHf) ziemlich platt war. Wie oben schon erwähnt: es lag eher an den fehlenden Muskeln, weniger an der Kondition.

Knie haben sich klasse angefühlt: von daher sicher eine tolle Alternative, aber kein richtiger Ersatz für ein Lauftraining.

Gruß, Dominik
_____________________
M43/69kg/1,81
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Habe...

im letzten Jahr 6 Wochen vor dem Essen Marathon 4 Wochen schwimm- und lauftechnisch verletzungsbedingt komplett pausieren müssen.

In den 4 Wochen konnte ich nur radeln und habe die langen Radausfahrten am WE bis zu 4 Stunden gemacht und die nicht ganz langsam.

Direkt vor dem Marathon hatte ich innerhalb von 10 Tagen 3 x 5 km, 1 x 8 km, 1 x 11 km, 1 x 30 km, 4 Tage Pause und noch einen 5er einen Tag vorher gelaufen.

Der Marathon war hart, mein härtester Lauf bisher, denn meine Verletzung meldete sich nach halber Strecke wieder und mir fehlte einiges an Grundlagenausdauer, die ich vor der Verletzung definitiv hatte. Ok, dazu war ich auch noch etwas erkältet.
Im Nachhinein war es ein sehr lehrreicher Lauf für mich, wo ich mir aber vorher vom Doc versichern lassen hab, dass ich mit der Verletzung nichts längerfristig kaputt machen konnte. (Schleimbeutelentzündung)
Danach musste ich wieder 2 Wochen komplett pausieren.
Hätt ich mir sparen können, hätt ich auf den Marathon verzichtet.

Bin momentan in einer ähnlichen Situation und verzichte deshalb am WE auf meinen heiß ersehnten Münster Marathon (zum zweiten Mal), weil das Risiko eines Rückfalls meiner letzten Verletzung unter den Bedingungen einfach zu hoch ist.

Die langen Läufe sind dazu da, die Grundlagenausdauer zu erlange, den Stoffwechsel daran zu gewöhnen und vor allem die Knochen, Sehnen und Bänder zu gewöhnen und stabiler zu machen.

Wenn Du vorher noch nie Marathon gelaufen bist und Deine Knochen so eine Belastung noch nicht kennen, wirst Du das mit Radeln definitiv nicht trainieren können und den Marathon werden Deine Knochen Dir garantiert übel nehmen.
Es wird Dir auch definitiv kaum Spaß machen.

Wenn Du schon länger Marathon oder sogar Ultraläufe gemacht hast, kennt Dein Körper die Belastung schon und die Wahrscheinlichkeit, da heile durchzukommen ist bei so einer Verletzungspause größer.

Die Frage ist, muss/will/sollte man das riskieren?

Gut, das muss jeder für sich selbst entscheiden und nachher ist man immer schlauer und gewisse Erfahrungen muss man einfach selber durchmachen.

An Deiner Stelle würde ich, da Du ja anscheinend kürzere Strecken laufen darfst/kannst, VOR der langen Radausfahrt laufen, weil die Ermüdung NACHHER doch erheblich sein wird und Du ja da am Knie ein muskuläres Grundproblem/Defizit hast, welches durch Ermüdung sicherlich nicht besser wird.

Was ich damit sagen will, mit dem Radfahren kannst Du einen gewissen Grad an Laufkondition und Laufausdauer für eine Zeit teilweise halten, aber bestimmt nicht aufbauen.
Dein Physio und Trainer empfehlen Dir das Radeln, weil Dein Knie im Moment nicht bereit ist für die langen Läufe, das Radeln aber hilft, die Muskulatur der Knie zu stabilisieren ohne Deine Problemstelle zu stark zu belasten.
Vielleicht hält es dann auch zum Marathon. Vielleicht.
Ich wünsche es Dir.

Alles andere ist Deine Entscheidung und vermag ich nicht zu beurteilen.
Gehe sorgsam mit Deinem Knie um, dann kannst Du noch einige Marathons laufen!

Lieben Gruß Carla

MTB vs. Rennrad

Hallo,

nach meiner persönlichen Meinung (das o.g. kann ich größtenteils bestätigen), würde ich nach dem Puls gehen und nicht nach den Kilomentern. Das Problem beim MTB ist nun das der Puls, ähnlich zum Berglauf, stark schwankt. Daher ist eine Umrechung natürlich schwierig. Mit dem MTB kann man auch nach 1 Stunde ohne viele KM richt KO sein. Wenn es eher leichtes Terrain/Asphalt/Straße ist, dann ist die Belastung natürlich eher mit dem Rennrad vergleichbar. Insbesondere wenn man da (wie ich teilweise) 22mm Rennradreifen + Triathlonaufsatz anbringt.

Als Laufergänzung würde ich prinzipiell eher Richtung Straße tendieren, da es hier wesentlich leichter ist mit einer kontinueirlichen Belastung (gleichmäßigem Puls) Grundlagen zu trainieren. Andererseits ist hier der Puls beim (Straßen)Radfahren noch einmal niedriger als beim laufen. Dies ist der Tatsache geschuldet das auf der Straße, bis auf Beine, die Muskelgruppen wesentlich weniger belastet werden als beim MTB oder laufen.

Die Veranlagung spielt dann auch noch eine große Rolle. Ich tue mich auf dem Rad sehr leicht, das Laufen fällt mir da vergleichsweise schwer.

Schönen Gruß

Ersetzen lässt sich der

Ersetzen lässt sich der lange Lauf nicht. Marquardt kommt in seinen Trainingsplänen mit weniger Lauf-Km aus. Er ersetzt einen Teil des LDL durch eine Radeinheit, z. B. 25 km laufen, danach 1 Std. Radfahren. Die Frage ist, ob das reicht. Sonnenblume2 hatte hier schon mal über ihre Erfahrungen damit berichtet. Die Laufkilometer haben ihr letztendlich doch etwas gefehlt. Ganz auf 30er zu verzichten dürfte schwierig werden.

Gruß

Sirius
...der ersatzlos rennt.

Nu bin ich schlauer

Seit heute hab ich meinen neuen TP, von meinem Physio zusammen mit nem Personaltrainer erstellt. Nun ist das Radfahren als Alternative für die GA1 oder GA2 Einheit angedacht. Und zwar, das man erst nen schnellen Trainingslauf macht und danach Grundlagenausdauer auf dem Rad trainiert.
Aber auch mein Physio rät mir mindestens einen 30er zu laufen.

Seiner Meinung nach sollte ich das Radfahren als Ergänzung sehn oder als Ausgleich.

Er geht aber im Moment davon aus, das ich spätestens in einer Woche komplett schmerzfrei bin, vorausgesetzt ich mach meine Hausaufgaben. Die heissen Dehnen, Dehnen, Dehnen und nochmal Dehnen!! Und ein wenig Stabilisation, dafür hab ich ein paar nette Übungen bekommen, da bekomm ich beim hingucken schon Muskelkater!!!

Egal, ich quäl mich ja ab und an ganz gerne!! Fahrrad bekomm ich jetzt auch, das von meinem Bruder, meins ist im Eimer sozusagen.

GT

Spendenaktion

klingt sinnvoll

alles WIchtige ist schon gesagt.

Ich fahre Rad nach Zeit, würde daher einen 30km Lauf (bei mir zwischen 3h und 3:15h) durch eine 3 Stunden Radtour ergänzen/ersetzen, das würde etwa 75 bis 80km bei mir machen. Der Ermüdungseffekt ist durchaus ähnlich, die Muskulatur eine andere, die Weichteile mehr das Problem als die Füße... Kannst du ja mit dem MTB ähnlich machen, dann kommen halt weniger Kilometer zusammen, dafür mehr Muskeln zum Einsatz ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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