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Ich bin gestern bei der Challenge am Walchsee gestartet. War ein schöner Wettbewerb und hat viel Freude gemacht.

Nachdem ich letztes Jahr in Saalfelden meine erste Mitteldistanz gefinished habe, war nach dem Ende der Veranstaltung in Saalfelden ob ich dieses Jahr mir eine neues Ziel suche. So bin ich auf den Walchsee gekommen. Eigentlich wollte mein Sohn auch starten, aber wegen dem tollen Wetter haben wir das sein lassen. Bei etwa 10 Grad, Regen in knapp 20 Grad warme Seen ohne Neo springen müssen für einen Kinder Swim&Run nicht sein. So sind wir erst mittags los gefahren. Nach abholen der Unterlagen und einchecken ging es noch zur Pastaparty. Für viele wurde es zum Kaiserschmarrnparty, da die Nudeln frühzeitig ausgingen. Da war wohl jemand mit dem Ansturm bei der erstmals ausgebuchten Veranstaltung überfordert. Danach noch kurz ins Schwimmbad unserer Ferienwohnung in Kössen und die Hoffnung das ich etwas Wetterglück haben werde - die Wolken hingen tief, es war zumindest trocken, kühl. Der Wetterbericht war auch nicht allzu berauschend. Teils wurden Schauer gemeldet, teils stark bewölkt mit späteren Auflockerungen.
Da sah es in der früh am Start schon recht erfreulich aus. Nach Abgabe der Wechselsäcke zeigte sich der Kaiser zum ersten mal und die Sonne fand 2-3 Löcher. Um acht war der Start der Profis (mit Raelert und Bracht recht gut besetzt), ich durfte in der dritten Gruppe ran. Schwimmen war OK. Die Strecke schön, aber ich war jetzt nicht sonderlich schnell unterwegs, aber es hat gepasst. Im Wechsel habe ich mir etwas Zeit gelassen und bei 13 Grad und noch ein Shirt übergezogen. Zuerst ging es runter Richtung Kössen dann weiter nach St. Johann. Je weiter südlich, desto schöner wurde das Wetter. Zuerst ging es mir auch recht gut auf dem Rad. Das änderte sich an der Huberhöhe. Die 2 km Steigung waren gestern zu viel für mich, oder für mein Radtraining, welches in der letzten Zeit aus beruflichen Gründen zu kurz kam. So musste ich auf der langen Bergabstrecke Richtung Kössen meine Mitfahrer ziehen lassen. Dann auf einer kleinen kuppierten Strasse habe ich nochmals gefangen. So nach 50 km hat mir langsam vieles weggetan und nach der zweiten Huberhöhe fehlte mir dann komplett der Druck, trotz der guten Verpflegung mit 4 Verpflegungstellen am Rad. Am Ende wurde noch eine kleine Schleife Richtung Kössen gefahren, welche ziemlich sinnlos war - da die Strecke auch so 90 km gehabt hätte. So wurden es dann 94 km. Den Anstieg zurück zum Walchsee zockelte ich dann so vor mich hin. Insgesamt war ich trotzdem zufrieden - die Strecke war ganz nett und vielseitig, hatte ein paar schöne Ausblicke...
Pünktlich zu T2 verzogen sich die letzten Wolken und die Sonne brannte auf den Walchsee (und auch auf mich, der bei dem Wetterbericht auf die Sonnencreme verzichtet hatte...). Mit einem 5er Schnitt konnte ich die Laufstrecke gut beginnen. 4 schöne Runden um den See mit jeweils 2 Wellen und einer giftigen Brücke lagen vor mir. Auch hier waren jeweils 2 Verpflegungstellen pro Runde auch recht hilfreich. Die erste Runde lief flott und ich genoss die Strecke. In den weiteren Runden wurde ich zunehmends langsamer... Aber alles noch im Rahmen und ich konnte komplett durchlaufen, während viele andere bereits Gehpausen benötigten. Nach 1:52 beim Lauf und 5:34 gesamt kam ich dann zufrieden ins Ziel. Dort noch kurz die Verpflegung genossen. Dann mein erstes Challenge Finisher Shirt abgeholt und noch beim Schwimmstart an den sonnigen See gelegt, bevor es zurück ins triste und graue München ging:-).
Klar vergleiche ich bei meiner zweiten MD die Veranstaltung mit der ersten. Walchsee war ganz nett, aber nicht perfekt. Gerade konnte die Stimmung bei weitem nicht mit Saalfelden mithalten. An der Radstrecke war ja eigentlich niemand, vom Walchsee aus für Fans auch nicht erreichbar. Das ist nicht optimal. Auch beim Lauf ist die ganze Stimmung auf vielleicht 1,5 km pro Runde konzentriert. Dafür war natürlich die Laufstrecke genial schön und auch die Schwimmstrecke hat gut getaugt.
Trotz der Größe war die Veranstaltung gut organisiert (habe ja auch Nudeln erhalten) und hat bei dem Wetter kaum Wünsche offen gelassen. Für nächstes mal wünsche ich mir mehr Radtraining, aber ich habe es ja nicht anders gewollt und bin dafür selbst verantwortlich.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Für wenig Training

ist es doch eine respektable Zeit geworden. Glückwunsch zum Finish und erhol Dich gut!

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