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... Ich drehte ne Runde um Jena - als Wochenendabschluß.
Der erste 40er am Freitag war eine erweiterte Runde von Arbeit zum Wuhletal inkl. 12km Kienbergkreiseln. Schön! Nur das Pollerknie meinte sich mal melden zu müssen. Nix tragisches. Fällt unter „Beobachten“.
Der zweite 40er ging Samstagfrüh komplett am Kienberg drauf. 42km-Kienbergmarathon. Abgespult. Fertig. Kein Pollerknie.
Der dritte 40er war Heutemorgen. Frühstück fiel aus. 2Liter Wasser waren im Rucksack und 8Uhr gings Nähe Jenoptik los hoch in den Jenaer Forst. Gleich erst mal hoch zum Schottplatz, geplant war über Forsthaus und Bismarkturm zur Papiermühle. Auf dem Stück hab ich einiges an Umwegen drin gehabt und Zeit zur Orientierung verknallt. Forsthaus und Bismarkturm hab ich nicht gesehen. Aber irgendwann war ich dann unten an der Papiermühle. Ab da bin ich schön über die Saale-Horizontale Richtung Zwätschen oben übers Schlachtfeld. Hier schlug 1806 Napoleon die sächsischen und preußischen Truppen. Wald gibt’s da heute noch nicht wieder. Ab Zwätschen gings runter Richtung Kunitz und wieder rauf zur Kunitzburg. Den Schlänker der Horizontale vom Schlachtfeld zur Kunitzburg kürzte ich einfach mal ab. Es sollten "nur" 40km werden und nicht die 100 der Horizontale. 20km standen auf dem Tacho. Die Beine fühlten sich noch gut an. Schnell war ich ja aufgrund der Orientierungsstops nicht unterwegs. Aber nun kannte ich wieder den Weg. Jetzt konnte ich abwärts Richtung Laasen und weiter zum Jenzig schön Meter machen. Es rollte einfach. Am Jenzig mußte ich nochmal fragen, obs auch auf der Seite zu Löbnitz runter geht. Ein ekliger Asphaltweg. Aber egal. Ich war schon jenseits der 30km. Es ging (wieder die Horizontale abkürzend) Schuß runter nach Löbnitz und genauso gerade hoch zum Fuchsturm. Es lief. Die zweite Luft? Keine Ahnung. Hauptsache es läuft. Vom Fuchsturm aus trat ich dann den Rückweg an. Knapp 35km standen hier auf dem Tacho und ein Ausflug rüber zu den Kernbergen verbot sich schon aus Zeitgründen. Ich war bereits 15min über Limit und reichlich 20min würden es noch bis zum Ziel sein. Also auf geradem Weg abwärts Richtung Paradies. Hier wurden "plötzlich" die Beine etwas schwer. Komisch. Je dichter es der Heimat geht, desto mehr werden Verschleißerscheinungen angezeigt.
Nach 40km und 4:10h netto, aber 4:40h brutto (!) War ich dann wieder bei Schwesterherz angelangt.
Ein schöner Lauf rund um Jena. Die Horizontale vom Schottplatz zur Papiermühle muß ich mir beim nächsten Mal genauer ansehen. Dann wird vielleicht auch Brutto=Netto-Laufzeit. ;-) Naja, nicht ganz. Pipipausen dürfen auch sein bei dieser Sauferei auf dem Weg.
Fazit:
Die nächste Woche auf dem Weg zu den Verrückten ging verletzungsfrei ab. Das Pollerknie, das sich letzte Woche mal janz im Hintergrund aber eben doch zu Wort meldete, war gestern und heute wieder ruhig.
Ich brauche noch mehr Berge als Training. Der Kienberg ist einfach zu kurz. Einige Anstiege heute auf der Strecke waren gutes Training, um die Belastungsgrenze im Anstieg besser zu finden. Aber auch die Jenaer Berge sind nicht wirklich hoch. Man ist einfach viel zu schnell oben und auch wieder unten.
Der heutige Lauf war mal was anderes.
Trotz reichlich 175Wo-km fühle ich mich nicht kaputt. Das ist das Wichtigste!
Jetzt kommen noch mal zwei solche Wochen und dann ne Regenerationswoche. Übernächste Woche solls ins Riesengebirge gehen. Berge laufen. Ick freu mir.
;-)

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Der Kienberg...

....ist einfach zu kurz!
Ist ja auch nur ne Bodenwelle ;-)
Viel Spaß beim alten Rübezahl!
und pass schön aufs Pollerknie auf - nicht dass das beim verrückten Lauf meint, verrückt spielen zu müssen...
Herzliche Grüße ausm WW, Conny

DAS ist ja mal wieder ein super schöner Lauf mit WOW Effekt!

Aber in Rüningen hast`e ja an diesem WE auch jede Menge gerissen;-)

Tame:-)

Heißt das Riesengebirge so,

weil da die Berge so riesig sind? Hört sich nach einer guten Vorbereitung an - liegt aber jenseits meiner momentanen Vorstellung. Gut, wenn alles heil bleibt und keine übermäßigen Verschleißerscheinungen auftreten oder alte "Kriegsverletzungen" sich wieder penetrant bemerkbar machen.

Hau rein!

Von der Horizontalen zur Diagonalen

Wer zum Frühstück einen 40er über abreißt, historische Schlachtfelder mitnimmt, wo anno tobak ein kleiner französischer Insulaner die Oberhand hatte, wird bei verrückten Sachen im äußerst südlichen insulanen Frankreich mit Sicherheit eine gute Figur machen.
Wenn Du dort läufst, reicht es, Du must den Reunionisten nicht auch den Wald platt machen, damit es dort aussieht, wie auf dem Jenaer Schlachtfeld. ;-)

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

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