Benutzerbild von metaltheo

Hallo liebe Laufgemeinschaft ...!

Ich hab da mal ein paar Fragen an die "Profis" lange Läufe betreffend. Habe gestern einen längeren Lauf gemacht -> 28 km - 03:13h!

Das Gute: ich bin wieder gut zu Hause angekommen und ich bin durchgelaufen. Juhu!

Das weniger Gute: ich war danach dermaßen im Eimer. Mir tat alles weh: Knie, Waden, Füße, Rücken ..... außerdem hatte ich leichte Übelkeit und Kopfschmerzen. Habe eigentlich vor, während und nach dem Lauf gut getrunken und hatte auch 2 Müsliriegel an Bord!
Fühlt Ihr Euch auch so nach langen Läufen? Ist das nur anfänglich so und wird mit der Zeit besser?

Muss auch dazu sagen, ich hatte mir eigentlich vorgenommen, im unteren Pulsbereich (ca 130 - 140 -> ca 70% der MHF) zu bleiben. Leider hat das gerade mal die ersten 45 Minuten geklappt. Ruckzuck war ich bei 160 und am Ende sogar bei 180/190.

Ich fange gerade an, längere Läufe zu absolvieren, deswegen fehlt mir da die Erfahrung. Habt Ihr vielleicht ein paar Tips für mich, die solche Läufe angenemhmer, bzw effektiver gestalten lassen.

Lieben Gruss
Nico***

0

Kein Wunder

Warum bleibst Du denn nicht in dem Pulsbereich, den Du Dir vorgenommen hast? Kann es sein, dass Du die schöne Sache Laufen vielleicht doch eine feine Spur zu ernst nimmst? Oder willst Du im nächsten Wettkampf zur internationalen Elite aufschließen?

Hast Du vielleicht mal dran gedacht, dass es unter Umständen noch zu früh für derart lange Läufe ist? Keine Frage: Die Zeit kommt sicher, aber womöglich musst Du einfach noch ein bisschen zuwarten damit.

Na, bin mal gespannt, was die anderen hier schreiben.

Gruß

P

+++ Laufen bringt dich nach vorn +++

Hi Nico ! Ich kenne das nur

Hi Nico !

Ich kenne das nur so das man während der Langen Läufe die Fettverbrennung Trainiert und es da dann Kontraproduktiv ist etwas Essbares mitzunehmen. Also besser auf die Müsliriegel verzichten.Ausser natürlich im Wettkampf!

Das mit den Kopfschmerzen kenne ich auch. Versuch mal nach dem Lauf gleich etwas Isotonisches zu Trinken und was leichtes zu essen. Bei mir bewirkt ein Alkoholfreies Alster und nen paar Bananen Wunder. Seit dem ich das so mache (vorher hab ich nur Wasser getrunken)hab ich damit keine Probleme mehr.
Das andere hört sich Stark nach Überlastung an. Die Umfänge langsam Steigern (20 Km , 24 Km ...) und im Fettverbrennungsbereich laufen (70% bis 80% max.HF).Das der Puls zum ende hin hoch geht ist dabei ganz normal.
Ganz wichtig ist auch das ausgibige Dehnen nach langen Läufen . Auch wen es noch so schwer fällt.

Gruß
Gänseblümchenpflücker

zu schnelle Steigerung???

Hallo Metaltheo,
Bereite mich gerade für einen M vor.

Bei meinen langen Läufen, bis 30 Km, liege ich auch am Anfang zwischen 130 und 140 Puls.(Bei gleichen Km/min).

Danach steigt der Puls auf max. 155. Der Endpuls scheint mir bei Dir ein wenig hoch zu sein und deutet vielleicht auf eine zu hohe Belastung hin.
Natürlich bin ich auch im Eimer und merke wo meine Gelenke und Muskeln sitzen.
Übelkeit und Kopfschmerzen sollten aber nicht sein.

War die Steigerung doch zu hoch ?.

Versuch mal bei ansteigenden Puls etwas langsamer zu laufen.
Mir hilft das.

Glückwunsch zum besiegeten Schweinehund :-)

Mit sportlichem Gruß
togo65

ööööh.

Hi Portos.

ich glaube du hast mich ein wenig missverstanden. Ich will da nichts erzwingen und sehe Laufen auch als Hobby und SpaßanderFreud. Dennoch hat man ja Ziele und möchte seine Leistung auch steigern!
Losgelaufen bin ich mit ner 7:30 Pace in dem genannten Pulsbereich. Dennoch stieg trotz gleichbleibender Pace der Puls stetig!
Mir gehts hier natürlich darum, Tips abzugreifen von erfahrenen Läufern. Und was Ihr mir ratet, nehm ich mir natürlich zu Herzen:)

Gruss
Nico

Meine Meinung

Hi Nico,

auch wenn mich der Rest jetzt steinigt, vergiss diese Pulslauferei. Du bist die 28 km in einem fast 7er Schnitt gelaufen. Für in den vorgegebenen Pulsbereich zu kommen, hättest Du wohl gehen müssen.

Dein Puls ist von so vielen Faktoren abhängig, die nichts mit der Belastung vom eigentlichen Laufen zu tun haben. Aussentemperatur, zu wenig getrunken, schlechter Tag, usw.
Ausserdem hattest Du vor 2 Wochen einen HM-Wettkampf, vielleicht waren davon noch ein paar Nachwirkungen zu spüren.

Schau Dir mal den Trainingsplan von Peter Greif "Countdown zur Bestzeit" an, da ist auch etwas über die Einflussfaktoren der Pulswerte geschrieben.

Ich nehme mir für meinen langen Lauf ein Tempo vor, das ich über die gesamte Strecke halten möchte (wie in einem Wettkampf). Ich laufe die ersten 2 Kilometer etwas langsamer bis ich den Rhythmus gefunden habe und versuche dann mein geplantes Tempo bis zum Ende durch zu laufen. An guten Tagen kann ich zum Schluss noch etwas draufpacken und an schlechten muss ich mich bis nach Hause quälen (manchmal langsamer als geplant und einem Puls jenseits von gut und böse).
So kann es sein, das ich den Lauf in der einen Woche mit einem Puls von 140 im Schnitt hinter mich bringe und die Woche drauf bei gleicher Strecke und gleichem Tempo 165 im Durchschnitt auf der Uhr habe (z.B. nur weil´s warm war).

Mein Puls ist mir dabei herzlich egal.

Genauso ist es mit den Zipperlein nach einem langen Lauf. Am Samstag beim langen Lauf habe ich schon noch meinen Marathon von der Vorwoche gespürt. Die Beine waren zum Ende hin recht schwer, Kreuz und Knie taten auch weh.

Ich weiß zwar nicht welchen Kilometerumfang Du so unter der Woche abspulst, aber je nach dem sind 28 Kilometer auf einen Schlag schon eine Belastung. Aber je öfter Du das machst, desto besser wird es. (natürlich mit guten und schlechten Tagen)

Bezüglich Essen und Trinken während des langen Laufes, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich nehme prinzipiell nichts mit. Wenn es sehr warm ist, trinke ich vorher noch mal ordentlich, das wars dann aber auch. Allerdings ist es mir dann schon mal an sehr heissen Tagen passiert, dass ich die letzen 2 Kilometer bis nach Hause gewandert bin.

Gruß Gazelle123

mal nachgerechnet

Hi Metaltheo,
ich denke Du bist ganz unbewusst immer schneller geworden. Ich hab naemlich mal ganz hinterruecks mal nachgerechnet: 28 km in 3h 13 min ergibt naemlich eine pace von unter 7 min, also die meisten Deiner km waren viel schneller als die 7:30 mit denen Du gestartet bist und die Du waehrend der ersten 45 min gelaufen bist.
Ich selbst bin fuerwahr kein Experte der langen Lauefe, aber ich kann Dir sagen dass ich persoenlich nach dem was ICH lang nenne (max 23 km zur Zeit) weder aus der Puste bin, noch mein Puls, noch meine Geschwindigkeit hochgeht. SChmerzen in den Beinen, ja, die hab ich, die legen sich aber innerhalb von einer Stunde und flackern hoechstens noch mal fuer die ersten paar Schritte auf die ich nach laengerem still sitzen mache. Gegen die Kopfweh die ich manchmal habe half mir bisher immer eine kleine Tuete Kartoffelchips (readily salted) und ein Liter Wasser.

Hoffentlich hilfts!!!

Mach langsam

Hallo,

so völlig breit zu sein, halte ich nicht für normal und so geht es mir nach langen Läufen auch nicht (die für mich die Standardlänge 36 haben, aber manchmal auch mehr).
Klar, weiß ich, was ich getan habe, aber nach Essen und Trinken ist alles wieder ok.
Ich nehme auch nichts zu essen mit, das widerspricht m. E. dem Trainingsziel (Fettstoffwechsel optimieren), aber wenn es warm ist 1/2 l Apfelschorle.

Ich vermute, du bist diese Belastung nicht gewohnt und hast dir für den Anfang zu viel vorgenommen.
Nimm deine bisher längste Strecke (vor dieser Aktion) und steigere jede Woche um 3 Km, bis du bei der Länge bist, die du brauchst. Dann solltest du das ohne solche dramatischen Erschöpfungszustände hinkriegen.

Anders als Gazelle bin ich der Meinung, dass es bei diesen langen Dauerläufen sehr wichtig ist, dass du 72% des Pmax nicht überschreitest. Alles andere macht trainingsmethodisch gar keinen Sinn, denn du willst deinen Fettstoffwechsel trainieren und das tust du nicht, wenn du mit höherem Puls läufst.
Und die Äußerungen von Greif beziehen sich nicht auf die LDL, sondern andere Trainingsformen.
Wenn es dir nicht gelingt, den Puls laufend so weit runterzuregeln, wäre das für mich eher ein Hinweis, dass deine Grundlagenausdauer noch zu gering entwickelt ist und dass du eher daran arbeiten solltest, also gemütlich langsam laufen (nicht unbedingt gleich lange Läufe).

Gruß
dadarun

BORN to run

angelrunner - Certified Member Of BORN

nur Wattebäusche

Ich verstehe, dass ein Fixieren auf die Zahl auf der Uhr auch kontraproduktiv sein kann.
Gegenfrage: Wie viele km von einem 35km-Lauf würdest Du jede Woche mit 90% HF_max laufen?

Wenn Du 140 oder 165 läufst, bist Du (wahrscheinlich) in beiden Fällen in Deiner Zone und bei beiden Werten nicht im roten Bereich, oder?

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim 10. Cross "Rund um den Bismarckturm" am 26. Juli

danke ...

... für die umfangreichen Antworten.

mein längster Lauf vor gestern war 24 km! allerdings war dieser ca 4 wochen her.

werde die tips beherzigen und schauen, dass ich in einem tempo und puls bleibe so lang es geht :-)

halt euch auf "dem laufenen ...."

gruss
NICO

warum keine Gehpause...

..um den Puls wieder ein bisschen runterzubringen? Gerade wenn diese Streckenlänge für Dich neu ist, finde ich das durchaus angemessen. Und 7er-Pace ist keine Schande, das darfst Du mir glauben, denn in diesen Temporegionen kenne ich mich richtig gut aus ;-) Und wie sagte markuskrueger dereinst: Geschwindigkeit wird vollkommen überbewertet, schließlich betreiben wir einen Ausdauersport!
Und nach nem 3-Stunden-Lauf bin ich auch ziemlich unbrauchbar für sonstige Anforderungen des normalen Lebens. Da brauch ich erstmal ne Mütze Schlaf, dann gehts wieder.
Zum Thema Kopfschmerzen guckst Du hier.
Alles Gute, WWConny

Thema Streckenlänge:

Du schreibst dein Längster waren 24 km vor vier Wochen. Mein Tipp: versuche wöchentlich einen langen Lauf einzuschieben und steigere nur alle drei Wochen die Streckenlänge um 3 km. Oder stehst du unter Zeitdruck (Marathontermin?).

Ich kann ansonsten nur dadarun48 beipflichten. Auch mir ist beim langen Lauf der Puls nicht egal. Ich schau, dass ich die ersten 100 Minuten wirklich niedrig bleibe, danach steigt er meistens leicht an.

Und als Trost: An meinen ersten langen Lauf mit 27 km erinnere ich mich auch sehr ungern zurück. Da ging es mir so ziemlich genau wie dir, nur Übelkeit und Kopfschmerz war nicht dabei. Ich bin aber auch nicht so hohen Puls gelaufen.

Aber ich kann dir versichern, wenn du eine Strecke gewohnt bist und erst dann 3 km steigerst, wirst du nicht mehr so leiden müssen.

Gruß maecks


Wir sind BORN - Laufen wie bekloppt!

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links