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Es dauerte doch ganze 18 Tage, ehe ich nach meinem Leistenbruch am vergangenen Sonnabend erstmals gegen Abend wieder meine Laufschuhe anzog und meine ,,normale" Runde gelaufen bin. Die geht immer so über knapp sieben Kilometer durch die Grünanlage ,,Planten un Bloomen" im Herzen der Hansestadt Hamburg.

Anfangs war ich doch sehr aufgeregt, ob und wie sich dann die Schmerzen bemerkbar machen würden, doch besser als erwartet lief es dann. Auch die ,,Anstiege" mitten im Park konnte ich locker nehmen. Wollte ich anfangs nur vier Kilometer laufen, fühlte ich mich nach zwei Kilometer so gut, dass ich abbog in Richtung Fernsehturm. Nun gab es kein ,,Zurück" mehr. So zog ich durch und freute mich am Ende der insgesamt 6,9 Kilometer, für die ich 37 Minuten und 42 Sekunden benötigte.

Damit hatte ich in etwa den Leistungsstand erreicht, den ich mit Schmerzen vor der Operation hatte. Auf diesem Wege meinen herzlichen Dank an den Chirugen, der nicht nur den Leistenbruch in Griff bekam, sondern mir unterhalb der Blinddarmnarbe eine weitere schöne Narbe fabrizierte. Acht Fäden benötigte er, damit sich die Narbe schloss.

Nach nunmehr fast drei Wochen Pause bemerkte ich dann heute Morgen, dass meine Knie sich erst einmal wieder an die Belastung gewöhnen mussten. Heute Morgen bin ich die Strecke noch einmal gelaufen, brauchte fast eine Minute mehr. Leider hat sich das rechte Knie deutlich bemerkbar gemacht. Rechts außen schmerzt es. So werde ich am Montag und wohl auch am Dienstag noch einmal eine Pause einlegen.

Am Mittwoch nehme ich dann den nächsten Anlauf, wenn, ja wenn mich das Lauffieber nicht schon früher wieder ergreift. Aber mit Schmerzen möchte ich auch nicht laufen, also mal abwarten, was denn so in den nächsten Tagen von meinen Knie aus für Signale ,,abgeschossen" werden.

Jedenfalls freue ich mich, dass ich nicht nur den Mut aufgebracht habe, endlich wieder zu laufen, nein, auch die Tatsache, dass ich fast keine Schmerzen mehr an der OP-Stelle merke, ist ein gutes Zeichen.

Im September nehme ich am ,,hella-Laufcup" in Hamburg teil. Anfangs zehn Kilometer um die Außenalster, dann 16 Kilometer um den Flughafen und letztlich vierzehn Tage später ein abschließender Halbmarathon.

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