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Ich arbeite 'mal wieder einen 10km-Trainingsplan ab. Meine Aufgabe für heute war 11km mit einer pace von 5:50/km zu laufen. Tatsächlich bin ich in die 12km gelaufen mit einer pace von 6:05. Allerdings hatte ich bei meinem Lauf 380 Höhenmeter (erst rauf und dann auch wieder runter) zu bewältigen.

Jetzt die Frage: beim Bergauf-Laufen bin ich ja langsamer als im Flachen, dafür beim Bergab-Laufen aber auch etwas schneller. Habt ihr Erfahrungen, ob sich das dann ausgleicht (bei etwa gleichvielen Höhenmetern)? Hätte ich also trotz der Höhenmeter eigentlich die pace von 5:50/km erreichen müssen/sollen?
Oder hebt es sich eben nicht auf. Gibt es dann irgendeine Pi-mal-Daumen Rechnung, wie man das umrechnen kann?

Auf hilfreiche Antworten freut sich
die_alternative

Hab ich mich auch schon gefragt!

Eine für mich sehr hilfreiche Antwort findest du hier: :)
http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/287779

Herr Greif weiß alles ;-)

Greif greift aber nur eingeschränkt ...

... sobald die Untergründe technisch und die Anstiege zu steil sind, passt's nicht mehr. Schreibt er ja auch selbst ...

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Hier noch ein anderer

Hier noch ein anderer Höhenmeterrechner:
Lauftipps.ch

Gruß, Dominik
_____________________
M43/69kg/1,81
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

so bis auf die ...

....letzte Kommastelle würde ich dem Ergebnis jetzt auch nicht zuuuviel Bedeutung beimessen, aber als Orientierung finde ich es durchaus brauchbar. Ggf. zusammen mit dem Puls. Denn bei leichten Steigungen kann man auch ganz gut pulsgesteuert trainieren.

da kommt

...nahezu dasselbe raus wie beim Greif.
Irgendwie beruhigend :-)

Weg ist weg

Jetzt die Frage: beim Bergauf-Laufen bin ich ja langsamer als im Flachen, dafür beim Bergab-Laufen aber auch etwas schneller. Habt ihr Erfahrungen, ob sich das dann ausgleicht (bei etwa gleichvielen Höhenmetern)?

Nein. Was bergauf an Zeit verloren geht, kann bergab nicht vollständig ausgeglichen werden.

+ + +
Vergesst nicht den Hund!

Mao Tse Tung

Vielen Dank!

(...) Aber warum willste das wissen? (...)
Ich fand das jetzt schon interessant, dass ich laut Greif eine pace von "nur" 6:40/km hätte laufen müssen. Da war ich ja mal deutlich schneller unterwegs und das obwohl ich bei 2 oder 3 Stellen gegangen bin. Psychologisch finde ich das sehr wertvoll und freue mich jetzt schon auf das kommende Wochenende, wo ich die gleiche Runde wieder laufen werde, diesmal allerdings in entgegengesetzter Richtung. Mal sehen, was da dann raus kommt.
Eine schöne Laufwoche wünscht
die_alternative

Immer diese "Umrechner" ...

... Wer berghoch schnell ist aber technisch nicht gut und bergab schwach und dann "X" Höhenmeter technisch schwierig hochläuft und die selbe Anzahl technisch einfach runter muß, wird das hochwärts verlorene nicht wieder rauslaufen können. Je nach dem was man besser kann, wird auch die Belastung geringer sein. Wie soll man das aber in einen Umrechner einbauen?
Wie Waxl schon meint. Vergiß die Umrechner und geh einfach Laufen. Wenn die Pace sonst paßt, wirds da auch passen.
;-)

Basst scho

Aber was heißt denn "(...) wenn die pace sonst passt (...)"? Irgendwie passt sie schon, immerhin kam ich bisher bei meinen wenigen Wettbewerben immer vor dem Zielschluss an. Aber ich möchte schneller werden, also trainiere ich "schnelleres laufen".
Um meine Motivation dabei schön hoch zu halten und mich auch selbst zu belohnen, suche ich mir dafür abwechslungsreiche Strecken (im Moment mit viel Schattenanteil) heraus: rauf und runter, rechts und links, Wald und Wiese. Das scheint aber in den null-acht-fünf-zehn-Trainingsplänen nicht vorgesehen zu sein. Die Umrechnerei von Greif gibt mir einfach eine Orientierung, ob ich "zu genussvoll" unterwegs war oder ob ich mich "ausreichend gequält" habe.

Es geht mir dabei eben nur um eine grobe Orientierung und nicht um wissenschaftlich exakte Analysen. Laufen ist ja auch nur Hobby und Freizeitbeschäftigung und nicht Gelderwerb.
Wenn ich größere Genauigkeit wollte, dann müsste ich auch die Trainingspläne sehr viel buchstabengetreuer abarbeiten. Aber dann würde auch ein großer Teil meines "Lauf-Vergnügens" verloren gehen.

Eine tolle Lauf-Woche wünscht
die_alternative

Lass Dich mal vom Schalk nicht ärgern …

… der hasst "Rechnen" einfach. So wie ich Garmins. Ist einfach 'nen Steckenpferd.

Damit lügt er sich allerdings in die eigene Tasche:
Wenn er einen hügeligen Lauf hinter sich gebracht hat, muss er ja auch raus finden, ob er damit zufrieden sein soll. Das macht er dann halt qua Erfahrung. Dass die aber vielen einfach fehlt und das die dann gerne "was zum Rechnen" hätten, will ihm nicht in den Kopf - so wie mir die Notwendigkeit von GPS-Uhren. Kannste nix machen …

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Alles voller Elektronik

Ach du Schreck, ich mag "Umrechnungs-Hilfsmittel" und ich würde mich ohne meinen kleinen Gremlin am Handgelenk ganz furchtbar einsam fühlen während des Laufs. Noch schlimmer ist allerdings, wenn sich 'mal wieder der Akku meiner Musikmaschine während des Laufs verabschiedet - da wird dann gnadenlos der Heimweg angetreten und abgekürzt.

Ich sehe schon, hier sind wohl mehr so die Minimalisten unter den Läufern unterwegs. ;-)
Trotzdem viel Spaß wünscht
die_alternative

Na nicht nur,

auch wenn ich, schon wohnortbedingt, nicht jeden Höhenmeter in Sekunden umrechne gehe ich nur ungern ohne Garmin* und Unterhaltung auf meine Runden.
Ich glaube die Miniamlisten und die Zahlenfreaks halten sich hier schön die Waage.
Ich gehöre definitv zu den Rechnern. Nichts hilft mir besser im Rennen mich abzulenken als mir auszurechnen mit welcher Pace ich weiterlaufen muss, um mit welcher Zeit ins Ziel zu kommen.
minimalist bin ich eher beim schwimmen: Badehose, Handtuch, Duschbad, Brille. Mehr brauch ich da nicht.


Uli

* also Polar würde mir ja nie ans Handgelenk kommen ;-)

@die_alternative

Du scheinst mich da ein bisschen missverstanden zu haben.
Ich mag nur die Gremlins nicht - gegen Hochrechner für Wettkampfzeiten, bzw. Umrechner für Höhenmeter hab ich bestimmt nix. Ich hatte sogar mal eine selbst gebauten Kombination aus beidem online - kommt bestimmt wieder ...

Ich war übrigens der Verfasser des von Tinaa (fast) verlinkten Kommentars zur Höhenumrechnung.
Und mit dem Schalk liege ich - genau wegen meiner vielen Rechnerei - auch hin+wieder im Clinch.

Beim Laufen selbst bin allerdings tatsächlich Minimalist: kein MP3-Player (ich hab das vor 15 Jahren (noch mit Walkman) mal probiert: Highway to Hell - und nach 2km war ich fertig, weil viel zu schnell - nee, iss nix für mich).
Kein Garmin, aber immerhin Stoppuhr und vor allem keine Gesöffbuddeln (wenn's gar nicht anders geht: kleiner (!) Trinkrucksack) und auch kein Gel-Gedöns.

Es reicht, wenn ich mich selbst schleppen muss.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

@Schalk!

Du bist ja bloß neidisch auf die echten Berge ;-)
NIch kann das verstehen, wenn man im hügelichen Gelände für einen flachen Wettbewerb trainiert helfen die Umrechner, die eigenen Zeiten einigermaßen richtig zu bewerten. Und nur darum gings doch in der Frage... Oder sollte ich die so miss-interpretiert haben?
Schönen Gruß aus dem Mittelgebirge nach Bodenwellenhausen,
Conny

Ich versuch es 'mal konkret

Ziel ist es, schneller zu laufen. Falls das zu allgemein ist:
Ich möchte 10km (erst einmal überhaupt und dann zuverlässig) unter 55min laufen können (und danach natürlich möglichst nahe an die 50min ran).
Ich möchte im Frühjahr bei meinem ersten HM entspannt zwischen 2:05:00 und 2:10:00 ins Ziel kommen (von meinem ganz am Anfang meiner "Laufkarriere" formulierten Ziel, unter 2 Stunden laufen zu wollen, habe ich mich erst einmal verabschiedet - ich hatte ja keine Ahnung, was für ein Tempo man da wie lange durchhalten muss!!!)

Was ich bisher schaffe: Ich kann 10km zuverlässig unter einer Stunde laufen - na, das ist doch schon 'mal 'was.

Und jetzt die Gegenfrage: hilft mir die bei diesen Zielen die Umrechnerei weiter oder sind das höchstens psychosomatische Effekte (wäre ja auch nicht zu verachten) oder alles nur totaler Blödsinn.

Vielen Dank für die weitere Diskussion,
die_alternative

Kein *totaler* Blödsinn

Also ich denke, das ist kein totaler Blödsinn.
Es ist zwar alles nicht so 100%ig wissenschaftlich durchgeforscht aber einen Anhaltspunkt kann es bieten.
Wann ist der nützlich?
Eigentlich hauptsächlich in 2 gegensätzlichen Szenarien:
1. Du hast zu Hause nur hügelige Strecken zur Verfügung, der WK auf den Du Dich vorbereitest ist aber flach.
2. Das Gegenteil.
Du kannst per Umrechnung besser einschätzen wo Du stehst.

Ach ein 3. fast noch wichtigeres Szenario:
Du folgst einem Trainingsplan - deshalb hat Greif das auch auf seiner Website.
Die Vorgaben dieser Pläne sind immer auf "vollkommen flach, eben, gute Streckenbedingungen" ausgerichtet. Wenn Du nun fast nur Gebuckel zum Training hast, dann hilft Dir der Umrechner bei der Anpassung sowohl der Streckenlängen als auch der Tempi oder bei der Beurteilung ob Dein absolvierter Lauf "im Soll" liegt. Für zu erwartende HM-Zeiten von etwa 2:05 - 2:10 ist das vielleicht ein bisschen "Kanonen auf Spatzen" - schaden kann es aber nun wirklich nicht.

Dabei ist zu bedenken:
In extremem Gelände ist das alles Schall und Rauch, da hat der Schalk recht- das ist quasi unberechenbar.
Bei "Hügeligkeiten" von in der Größenordnung +/-100Hm (per Jogmap vermessen) bei ca. 10km Streckenlänge kann man sich's wirklich sparen - so großen Einfluss hat es dann nun auch nicht - naja: vielleicht den angesprochenen psychosomatischen ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

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