Hallo,

Ich möchte hauptsächlich Abnehmen und einfach möglichst viele Kalorien verbrennen.
Ich laufe ca 3 mal pro Woche, da ich noch 4 mal pro Woche reiten gehe. Öfter schaff ich fast nicht.
Ich laufe nun eher langsam, dafür versuche ich immer zwischen 7 und 11 km zu Laufen. Geschwindigkeit ca. 8 km/h bis 9 km/h

Nun habe ich eine Strecke, die ziemlich viele Höhenmeter hat (260 m) auf 10 km.
Die schaffe ich leider nicht immer ohne Gehpausen. Je nach Tagesform, Temperatur etc.

Ist mein Gedankengang richtig, lieber diese Strecke zu Laufen und einige Gehpausen einzulegen oder wäre es besser eine flachere Strecke zu suchen, die ich am Stück laufen kann und die dann auch schneller laufen kann? Auch wenn sie evtl kürzer ist?

Ich möchte eigentlich an keinen Wettkämpfen teilnehmen, von daher ist Geschwindigkeit eigentlich nicht wichtig für mich. Ich mache es für die Gesundheit und eben zum Kalorien verbrennen.

Also besser lang und langsam oder besser schneller und evtl etwas kürzer dafür?

Danke für Eure Hilfe
Grüsse Bine

Optimal

Ist beides! Die Höhen Meter bringen Kraft und langsame lange runden im Flachen bringen Grundlagenausdauer. Außerdem tut die Abwechslung gut. Wettkämpfe motivieren immer. Auch wenn das Ziel ist einfach nur gut durchzukommen. Melde dich einfach mal an!!!!

Je schneller du läufst,

desto höher ist der absolute kcal-Verbrauch pro gelaufenem km. Möglicherweise verbrennst du so mit deinem langsamen langen Läufen ca. genausoviel Kalorien wie mit den kürzeren schnelleren Läufen, das müsste man mal durchrechnen.
Da du abnehmen möchtest und etwas für die Gesundheit tun möchtest, solltest du dir also die Laufeinheit raussuchen, die dir am meisten Spaß macht. Das kann je nach Tagesform ja auch mal die eine oder die andere Strecke mit ihrem jeweiligen Tempo sein.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

mal so mal so!

Am besten ist es, abwechslungseich zu trainieren. Die kurzen schnellen Einheiten geben Kraft, die längeren langsamen (ruhig auch mit Gehpausen!) sind gut für die Grundlagenausdauer und trainieren den Fettstoffwechsel.
Ich würde an Deiner Stelle einmal in der Woche 4-5 km etwas schneller laufen, einmal 7-8 km im Wohlhühltempo, und einmal 11-13 km noch etwas langsamer.
Alle vier Wochen mal eine Regenerationswoche einlegen, also ggf. nur 2mal laufen, dann die Tempo-Einheit weglassen und die anderen beiden Läufe etwas kürzer machen.
Viel Erfolg beim Abnehmen und viel Spaß beim Laufen!

ich denke auch ...

... was hier schon gut erläutert wurde ! Jede Art Laufen verbraucht Kalorien ;-)
Mach einfach das, was dir Spass macht und wofür du Zeit hast. Das bringt dir nach meiner Erfahrung am meisten, weil die Lust erhalten bleibt :-) und ein bisschen Abwechslung schadet nie !
Gehpausen sind egal ... das wird automatisch besser ! Und wenn es mit dem Abnehmen mal ein bisschen dauert - keine Panik !

Dabei bleiben, dann wird das schon (Wettkämpfe können da aber auch schon noch ziemlich motivierend wirken, auch wenn man das eigentlich gar nicht will :-)))

Viel Spass und Erfolg !
VLG
Uwe

Stoffwechsel

Ich denke zu den Lauftipps gibt es nicht mehr viel zu ergänzen, was jedoch wichtig ist das man sich vor Augen hält das man die meisten Kalorien nicht beim Lauf selber verbrennt, sondern durch den erhöhten Stoffwechsel, wenn man über längere Zeit trainiert. Ich verbrauche z.B. bei einer 5km Einheit, ca. 300 kKal. Das entspricht nur ca. 35 Gramm Fett!. Also wirklich nicht viel. Damit möchte ich sagen, es dauert lange. Also nicht verzweifeln wenn man nach 1-2 Monaten nicht viel merkt.

Mein Stoffwechsel hat sich jedoch über die Monate um ca. 500kKal pro Tag erhöht, so das ich (ohne Sport) anstatt 2500 nun ca. 3000 kKal verbrenne.

Für das Abnehmen ist es daher sehr wichtig das Training dauerhaft durchzuführen und auf die Ernährung zu achten. Die 300kKal von einem 5km Lauf entsprechen ca. 1/2 Tafel Schokolade oder einem Schokoriegel. Das heißt wenn man durch das Laufen mehr Hunger bekommt und mehr isst, dann ist der Abnehmeffekt schnell weg.

Was nun hinzukommt ist das man typischerweise erst einmal Körperfett in Muskeln umwandelt. Diese sind geringfügig schwerer, so das dies einem Abnehmen (auf der Waage) entgegenspricht. Allerdings fühlt man sich meistens schon viel besser und bei mir war es auch am Bauchumfang zu sehen. Die zusätzlichen Muskeln haben einen erhöhten Energiebedarf, so das der Stoffwechsel steigt.

Schönen Gruß

Lang und langsam ist besser

Lang und langsam ist besser um Fett zu verbrennen. Wenn du kurz und schnnell läufst, verbrennst du in erster Linie Kohlenhydrate und weniger Fett. Für dich wäre eine langsame Tr-Einheit von ca. 60-80min ohne Pause, das effektivste um abzunehmen (wenn du es nicht so lange schaffst, dann halt das längste, das du z.Zt. ohne Pause schaffst). Egal wie langsam du laufen musst, das wichtige ist, dass du die ganze Strecke ohne Pause schaffst, bei kontinuierlicher Belastung (Achtung, nicht kontinuierliche "Geschwindigkeit" sondern "Belastung" sprich Puls, d.h. z.B. bergauf reicht es super langsam zu laufen bzw schnell zu gehen um einen gleich hohen Puls zu haben. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle sondern die Belastung. Ein Pulsmesser wäre eine sinnvolle Investition, wenn du dir die Zeit nimmst um zu lernen, welche Pulsbereiche du für welches Training brauchst. Es ist nicht sehr schwer aber wenn du dich nicht damit beschäftigst, dann kannst du mit den Pulswerten gar nichts anfangen).

Trotzdem ist es gut, einmal pro Woche schnell und kurz zu laufen, am besten in Form von Intervallen. Abwechslungsreiches Training ist effektiver. Die langen Einheiten bringen dir Ausdauer und die schnellen steigern dein Lauftempo, die ergänzen einander. Meine Empfehlung wäre einmal pro Woche schnell und kurz zu laufen und die restlichen Tr-Einheiten eher lang und langsam

Lang und langsam ist besser (für dein Ziele)

In großem und ganzem hat Laufloser schon alles gesagt.
In den Sportwissenschaften wird es so gelehrt, dass bis ca. 30 Minuten dauerhafter Anstrengung (hier laufen) zum größten Teil der Kohlenhydratestoffwechsel aktiv ist. Bis ca. 90 Minuten schaltet sich der Fettstoffwechsel immer stärker mit hinzu.
Ab ca. 90 Minuten bleibt das Verhältnis erstmals ziemlich stabil (ich glaube ca. 90% Fett und 10% Kohlenhydrate).

(Bei mehrstündiger Belastung werden auch irgendwann Eiweiße zur Energiegewinnung bevorzugt verwendet. Dies ist aber bei Jugendlichen und Kindern zu vermeiden ist,da sie das Eiweiß neben den Erhalt der Knochen, auch für den Aufbau der Knochen brauchen (bei Erwachsenen auch nur mit professioneller Anleitung))

Das alles heißt im Endeffekt für dich, lauf lieber langsam und länger (zeitlich!), als kürzer und schneller, wenn du Kalorienverbrauch / Fettverbrennung maximieren willst.

Diese Ansichten

sind veraltet bzw. nicht zu Ende gedacht. Wenn der Körper durch Sport Kohlenhydrate verbrennt (und diese hinterher nicht gleich wieder zuführt, also insgesamt am Tag weniger Nahrungskalorien aufnimmt als er verbraucht - und nur dann funktioniert ja das Abnehmen), dann kann er die verbrannten Kohlenhydrate aus sich selbst, und zwar aus den körpereigenen Fettreserven wiederherstellen. Dieser Prozess heißt Glukoneogenese. Und damit gelingt also trotz primärer Kohlenhydratverbrennung die Fettverbrennung und damit die Gewichtsabnahme.
Es ist somit auch egal, ob man einmal am Tag 60min Sport treibt oder 3x am Tag 20min. Das verbrennt die gleiche Energie. Und für den Wiederaufbau der verbrannten Rohstoffe nutzt der Körper entweder die Naehrstoffe und Kalorien aus der zugeführten Nahrung oder eben aus den körpereigenen Fettreserven.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

"Es ist somit auch egal, ob

"Es ist somit auch egal, ob man einmal am Tag 60min Sport treibt oder 3x am Tag 20min. Das verbrennt die gleiche Energie."

Es verbrennt die gleiche Energie aber diese Energie kommt nicht von den gleichen Energiesubstraten. Die verschiedenen Stoffwechselprozesse laufen parallel bei sportlicher Aktivität, aber nicht in gleicher Proportion. Der Fettstoffwechsel beträgt in den ersten Minuten der sportlichen Betätigung einen sehr kleinen Anteil der gesamten Energieproduktion. Mit zunehmender Dauer der Belastung wird er immer mehr und ist irgendwann dominant. Wenn man am Tag dreimal 20min Sport macht, dann werden die Fettreserven kaum verbraucht, jedenfalls viel viel weniger als wenn einmal 60min Sport macht. Vereinfacht gesagt: man wird wohl nicht dicker, weil man 3-mal Kohlenhydrate verbrennt, die sich nicht mehr zu Fett verwandeln können, aber man wird weniger abnehmen weil man dadurch die Fettreserven weniger angreift als bei länger andauernden aeroben Belastung.

@Laufloser: Was gern vergessen wird...

...bei dieser Argumentation: Klar, bei ruhiger Bealstung verbrennt man ANTEILIG mehr Fett als bei höherer Belastung. ABER der Energieverbrauch pro Zeiteinheit ist bei höherer Belastung viel höher!
Extrembeispiel: Schlafen. Gesamtenergiebedarf sehr gering, Anteil der Fettverbrennung am Gesamtenergieverbrauch höher als bei jeder Aktivität.

WEITERHIN: Wenn man sich die Kohlenhydrate garnicht erst zuführt, müssen sie auch nicht verarbeitet werden und der Stoffwechsel kann sich gleich auf das Zerlegen der Fette ausrichten.

AUßERDEM ist es ziemlich egal, aus welchem "Substrat" die Energie kommt. Verheizte KH sind weg, unverbrauchte werden als Fett gespeichert. Verheiztes Fett ist auch weg. Es kommt daher auf die Energiebilanz an. Mehr verbrauchen als zuführen. So einfach ist das - und so schwierig ;-)

Außerordenlich bemerkenswerte Unterschiede gibts indes beim Hungergefühl.

noch viele Fragezeichen.....

Vielen Dank für Eure tollen Antworten.

Ich muss zugeben, das Thema mit dem Fettstoffwechsel und wann was verbrannt wird bzw welcher Stoffwechsel wie trainiert wird, ist mir immer noch nicht ganz klar.
Für mich war bisher logisch: Bewegung gleich verbrannte Kalorien gleich letztendlich irgendwann verbranntes Fett sofern mehr verbrannt wird wie zugeführt.

Spielt es nun wirklich eine Rolle ob ich kurz vor dem Laufen bzw kurz nach dem Laufen etwas esse ?
Oder ist es letztendlich vollkommen egal, zählt nur aufgenommene kK und verbrannte kKalorie ?

Eigentlich

einfach nur die Energiebilanz.
Kcal rein gleich kcal raus und das Gewicht bleibt konstant.
Aber das Hungergefühl hängt sehr stark mit dem zusammen was du ißt. Schocki ist leider schnell durch....

Wenn du weniger Kalorien am Tag über Nahrung aufnimmst,

als du durch Ruheumsatz und Belastungsumsatz verbrennst (egal, ob diese Nahrungskalorien aus Kohlenhydraten, Fetten oder Eiweißen kommen und egal, ob dein Körper bei der Belastung primär Kohlenhydrate oder Fette verbrennt), dann holt sich dein Körper die fehlende Energie aus deinen Fettreserven.
Auch wenn er durch schnelle Laufeinheiten primär Kohlenhydrate verbrennt, werden die Kohlenhydratreserven in deinem Körper später aus deinen Fettreserven wieder aufgebaut und somit sekundär doch wieder Fette verbrannt.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

genau das habe ich letzte

genau das habe ich letzte woche meine ernährungsberaterin gefragt.
ih bin nämlich hier bei jogmap über die aussage gestolpert, dass man nach dem joggen (bis zu) 90min nichts essen soll. nur wasser trinken ist erlaubt.
sie hat mir dann erklärt (ich hoff, ich gebs richtig wieder), dass eben wenn du losläufst, zuerst der kohlehydrat speicher geleert wird und später dann, kommt die fett-ecke dazu. da ja der körper nach dem joggen nicht gleicht auf 0 runterfährt wird er also wenn du nichts isst, noch mehr aus der fett-ecke ziehen.
aber sie sagt, dass spiele schlussendlich keine rolle. das einzige was am ende des tages zählt, ist die kalorienbilanz.

"Es ist somit auch egal, ob

"Es ist somit auch egal, ob man einmal am Tag 60min Sport treibt oder 3x am Tag 20min. Das verbrennt die gleiche Energie."

Das scheint plausibel,stimmt so aber nicht ganz. Zum einem, weil man bei 3 mal am Tag und kürzerer Belastungsdauer mit höherer Intensität trainieren kann. Und es ist nicht so schwarz-weiss zu sehen, dass in den ersten Minuten nur Kohlehydrate bzw. Glykogen verbrannt wird. Glykose und Fett werden stets zusammen verbrannt. Und bei einer Belastungsdauer von 60 min verschieben sich die Anteile von Fett und Kohlehydraten nicht sonderlich. Dazu müsste die Belastungsdauer schon deutlich über eine Stunde hinausgehen.

Und es zählt nicht der Verbrauch während des Trainings sondern der Verbrauch über den Tag, wenn es ums Abnehmen geht. Da ist es völlig egal, ob man während des Trainings Fett oder Kohlehydrate verbrennt.

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