Hallo liebe Community,
mein Profil sagt, dass ich schon seit drei Jahren und 20 Tagen dabei bin. Stimmt, dieses Jahr versuche ich nun schon das dritte Mal - immer im Sommer - wieder ins Laufen einzusteigen.
Aber der Anfang ist ja soooo mühsam!

Und - Laufen ist erst Laufen wenn man über 5 km läuft oder über 30 Minuten "durchhält".

Also treibt mich der Blick auf die Waage jeden Sommer auf die Laufstrecke.
Immer wieder versuche ich mit Gehen - Laufen - Gehen - Laufen schön ins "flow" oder zumindest in die ersten Schritte zu finden.
Und nie hat es geklappt.

Und das Gewicht steigt...

... Und die Kondition sinkt....

Dieses Jahr scheine ich es vielleicht geschafft zu haben.
Wieso?

Nun,
(1) Motivation war noch nie so hoch (das Gewicht auf der Waage auch)
(2) Kinder werden größer und können nicht mehr als "Entschuldigung" herhalten

Im Gegenteil:
(3) Mein Jüngster hat mich bei den ersten fünf Läufen unterstützt und den "Hasen" gespielt. (Mann ist der schnell....)

Trotzdem, Schule hat wieder angefangen, der Sohn hat leider nicht mehr so viel Zeit, (ich doch eigentlich auch nicht, wieso tue ich mir das nur an...), es muss also mehr die eigene Motivation herhalten.

Heute habe ich mich also trotz Regen (fast) motiviert alleine auf den Weg gemacht. Mit einer neuen Pulsuhr hoffte ich, dass ich endlich über die Schwelle in meinem Kopf ("Wenn du jetzt nicht sofort anhältst, dann stirbst du oder du kotzt....") hinweg kommen konnte.

Nachdem ich bei meinem Lauf am Freitag mal wieder an einem kleinen Hügelchen gescheitert war, sollte es heute endlich mal ein anderer Weg sein.

Das hat geklappt!
Das erste Mal bin ich sogar länger als 35 Minuten ohne Gehpause gegangen, und insgesamt bin ich 5,88 km gelaufen. (Zugegeben, die letzten 500 m bin ich dann als "Cool down" gegangen).

Was mir auffällt:
Bis zum Kilomter 2 ist alles gut, ich laufe flüssig, Pace sagt 6:30, das ist recht ordentlich. Nach dem zweiten Kilometer wird es zäh, die Geschwindigkeit fällt, die Motivation auch und ich frage mich "Warum tust du dir das an?"

Und dann werde ich langsamer, langsamer, langsamer, und jeder Hügel schreit mir zu "Gehen!" (Na ja, das ist wohl eher mein Kopf. Nein, schnaufen tu ich nicht. Ich bin ja nicht blöd, der Schalter in meinem Kopf sorgt schon vorher dafür dass ich SOFORT langsamer werde und am BESTEN SOFORT GEHE. Schön Langsam...

Und gleichzeitig ärgere ich mich.

Also: Wie kriege ich es hin, dass das Lauftempo länger anhält.
Einfach weiter machen? Ich meine, die Gehpausen werden weniger, die Laufzeiten werden länger, eigentlich ja eine nette Tendenz, und da ich erst am 9.8 wirklich wieder angefangen habe...

Außerdem gibt es da einen Citylauf. Soll ich mitmachen? (5 km) Oder ist das zu früh?

Sonst noch Tipps?

Ach ja, durchgecheckt bin ich, mein Arzt meint mir ginge es doch "prima".
Na ja, prima ist relativ.

Schönen Sonntag,

cmag16

3
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Stimmt...

...6:30 ist schnell für eine (Wieder-)Einsteigerin. Das ist ja auch schön. Aber vielleicht liegt hier der Hund begraben: Warum so eilig? Verfolgt dich jemand mit nem Küchenmesser? ;-) Und wenn schnell, warum (wenn ich das richtig vermute) bei jedem Lauf? Einmal die Woche kannst du ruhig flott laufen, aber um schnelles Tempo länger durchzuhalten, fehlt dir wahrscheinlich derzeit einfach noch die Grundlagenausdauer. Die bekommst du durch langsame und dafür lange Läufe. Lauf doch mal die meisten Läufe von vorneherein langsamer, 7:00 oder 7:30, dann hältst du viel länger durch. Und auch das "Warum tust du dir das an"-Gefühl dürfte weniger werden, einfach weil du dann weniger leidest. Langsam laufen ist keine Schwäche, sondern genau das Geheimnis, um länger, weiter und irgendwann schneller laufen zu können. Wenn du z.B. eine Stunde langsam laufen kannst, wird es viel leichter, eine halbe Stunde schnell zu laufen.
Das zweite Geheimnis ist übrigens, nicht mehr mit dem Laufen aufzuhören, nur weil Winter/Regen/Unlust kommen. Sonst fängst du immer wieder von vorne an und kannst nicht auf deinen Erfolgen aufbauen. Im Winter läuft es sich (außer auf Glatteis) sowieso viel schöner als im Hochsommer, und der Stolz trotz Nieselregen gelaufen zu sein ist riesig.
Den Volkslauf mach ruhig mit, sowas macht Spaß und um Letzte zu werden bist du schon viel zu schnell. :-) Aber beim Startschuss nicht von den Schnellen mitreißen lassen!

Leb dein Leben - bevor es zu spät ist.

Hallo, einfach nur

Hallo, einfach nur duchhalten und versuche nicht ein Tempo zu laufen, das am Anfang noch zu schnell ist. Laufe lieber noch einen Tick langsamer und kommer dafür schön durch die Runde ohne Pausen. Das machst am besten einfach alle 2 Tage und Du wirst feststellen das die Kondition langsame steigt und die Zahl der Waage evtl sinkt ;-).

Mir ging es damals als ich anfing nicht anders. Mit meinen untrainiertem Körper dachte ich es sei doch gar nicht so schwer mal ne Runde zu joggen. Da lief ich los und lief einem anderen Läufer hinterher. Gott, war der schnell und gut. Nach 2 KM japste ich nur noch nach Luft und verstand die Welt nicht mehr. So wusste ich das ich erst einmal langsam damit beginnen sollte was ich dann auch tat. 6 Monate später rannte ich meinen ersten 10 KM Wettkampf in 48 Minuten und ich glaubte es selbst nicht so richtig. Die Waage zeigte immer weniger an, meine Kleidung rutschte mir von den Hüften (obwohl ich jetzt nicht wirklich dick war, nur schlacksig :-) ) und schon lief ich meinen ersten 10er in einem Tempo was ich nicht für möglich gehalten hätte.

Was war das Rezept: Durchhalten, Motivation, kein Stress und Zwang zu dieser Aktion und super nette Leute die ich dadurch kennen lernte.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Du schaffst das schon.

Gruß Veronika

Wieso so schnell?

Na ja, warum ich auf den ersten Metern (mitlerweile) schnell unterwegs bin? Es läuft halt gut, der Pulsmesser sagt in Ordnung, die Beine sagen, schön,
die Erinnerung an uralt-Werte vor 10 Jahren sagen: Passt schon...

Aber du hast sicher Recht, die Grundlagenausdauer fehlt noch.
Ist ja auch klar, knapp drei Wochen Laufen ist da ja auch zu wenig.
Aber ich sehe klar Fortschritte. Der "Hammer" oder mein innerer Schweinehund kommt immer später zu mir.

Und noch sehe ich es nicht als Schande, dann zu gehen. Hauptsache man war unterwegs.

Allerdings bin ich in den ersten Wochen mit 30 Minuten gehen/laufen gestartet,
heute war es deutlich mehr, und vorgestern waren es fünf Minuten mehr.

Das lässt mich hoffen.

Früher "konnte" ich auch mal 10 km in weniger als einer Stunde. Das klappt noch nicht, wird aber hoffentlich noch kommen.

Danke für deinen Zuspruch Salia.

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