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Hallo,

da das Thema hier schon öfter hochkam, hier meine spezifische Situation:

Ich habe ein Belastungsasthma (Kälte, Stress) und wie ich am Wochenende festellen musste auch eine Ozon empfindlichkeit. Messungen hatten letzes Jahr 88 mmol NO ergeben (ab 20mmol spricht man von akutem Asthma) und meine Lunge war bei ca. 25% (unter 50% ist starkes Asthma).

Mittlerweile habe ich das generell ganz gut im Griff (mit Spray). ca. 95% Lunge und 18mmol NO.

Mein Problem ist nun das ich gerne und oft Wettkämpfe bestreite. Vor dem Wettkampf kann ich nicht sagen wie es der Lunge geht. Ohne Belastung - kein Problem. Im Wettkampf passiert es dann das ich kaum noch Luft bekomme und pfeiffe wie eine Lokomotive. Messen kann ich das mittlerweile über den Puls, der z.B. am Samstag auf einen 193 Schnitt geklettert ist (10km Wettkampf).

Hat noch jemand Erfahrungen damit? Wie könnte man das vor einem Wettkampf feststellen um z.B. das Spray zu nehmen (bzw. höhere Dosis)?

Im Training ist es ähnlich. Der Puls kann um bis zu 20 Schläge höher sein wenn ich einen Asthma Schub habe. Da ich nicht glaube das es so gesund für das Herz ist, würde ich gerne gegensteuern.

Vielen Dank

Was sagt Dein Arzt?

Hat Dein Arzt Dir nicht gesagt, wann Du das Spray benutzen sollst?
Ich hab damals nach der Diagnose die Empfehlung bekommen, immer 'ne Viertelstunde vorm Start ein bronchialerweiterndes Spray zu inhalieren. Dann unterblieben die Nachlauf-Anfälle sehr zuverlässig. Funktioniert bis ca. 2 Stunden Wettkampfdauer. Achtung: das Zeug steht auf der Dopingliste, also: falls das für Dich von BEdeutung ist, müsstest Du bei den entsprechenden Wettbewerben ein Attest vorweisen (genau kenn ich mich da nicht aus, da ich sowieso immer weit hinten laufe).
Mittlerweile laufe ich wieder ohne. Geht auch - wenn man die ersten Anzeichen eines Asthma-Anfalles registriert und sofort gegensteuert.
Ohne jetzt Zahlen parat zu haben glaube ich aber, dass ich wohl 'ne leichtere Form erwischt habe. Aber Kälte und diverse Umweltchemikalien aber auch (körperlicher und seelischer) Stress gehören auch bei mir zu den Auslösern.
Alles Gute!

Bei bekanntem Anstrengungsasthma

würde ich empfehlen, IMMER ca. 15min vor dem geplanten Belastungsbeginn (Training und Wettkampf) zu inhalieren, unabhängig von irgendeiner Tages- oder Wochenform.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

chronische bronchitis

ich habe seit nem jahr chronische bronchitis als diagnose/also auch spray..
klar lerne ich nun immer mehr ,wann und unter welchen bedingungen ich das spray brauche/mehr brauche oder gar nich brauche.
aber:" wenn ich einfach gar keine probleme brauchen kann,,geb ich mir vorher 5 mal die dröhnung(inhalieren)und alles ist gut.
natuerlich nach absprache mit dem arzt,der sagt YES DO IT "!

also...SO I DO IT..

lg

Vielen Dank

Vielen Dank für Eure Antworten. Mein Spray sollte eigentlich 12 Stunden wirken (daher 2x eine Dosis am Tag). Bei einem Wettkampf am Nachmittag habe ich mir trotzdem vorher eine Dosis gegeben. Das scheint jedoch nicht immer zu reichen. Ich werde mal mit dem Arzt reden ob ich für Wettkämpfe ein anderes Spray nehmen soll oder mir 2 Dosen geben kann. Ich kriege von höheren Dosen häufig Krämpfe, bin daher etwas vorsichtig.

Schöne Grüße

Wenn 2 x täglich

das langwirksame bronchienerweiternde Spray nicht ausreicht, dann ist es nicht "nur" ein Anstrengungsasthma, sondern ein "richtiges" Asthma. Und dann sollte unbedingt 2x täglich ein antientzuendlich wirksames Cortisonspray zusätzlich inhaliert werden. Meist kann dann später sogar auf das langwirksame bronchienerweiternde Spray verzichtet werden und nur noch gezielt ein kurzwirksames bronchienerweiterndes Spray dazugegeben werden.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Neues von der Asthmafront

Hallo,

nach den super Tipps hier war ich gestern beim Arzt und habe ein kurzwirkenden Spray erhalten Heute früh einmal getestet und eine verblüffende Wirkung festgestellt:

Erst wi immer um 8:25 losgelaufen. Da ich morgen einen Wettkampf habe war die Devise: Langsam (geplant: 5:30 mit 145 Puls). Die erste Welle hochgelaufen. Puls bei 144. Das war gut. Die Bronchen leicht gespürt, was etwas ich ungewöhnlich fand, aber auf eine Weitung der Bronchen hindeutete.

Ab in den Wald. Den Puls gut beobachtet, der blieb gut unter 140. Aber was war denn das?! Mein Tempo war bei 4:45! Deutlich zu schnell, obwohl der Puls ok war. Tempo rausgenommen.

Den ersten Hügel hoch (10% Steigung). Puls auf 170 leichtes Pfeiffen aus der Lunge, aber in einer anderen Tonlage als sonst. Ging auch sehr schnell weg. Hatte diesmal auch keine Sterne gesehen, was bei mir morgens meistens der Fall ist. Puls sofort auf 145 runter (normal sind hier 150-155).

Dann den zweiten Hügel hoch. Puls nur auf 158 und die Lunge komplett frei. Ich hatte das Gefühl als ob ich eine neue Lunge erhalten hatte und war ziemlich euphorisch. Hügel runter, Puls auf 131 (5:05 Tempo)! Das wurde mir etwas unheimlich, daher lieber wieder umgedreht. Morgen ist ja Wettkampf. Hügel wieder hoch, Puls nur noch 153 und Tempo bei 5:02!! Unglaublich.

Den ersten Hügel wieder runter, anschließend auf die Uhr geschaut: 128 Puls bei 4:28 Tempo. Wahnsinn. Vor 2 Wochen war ich 4:30 mit 193 Puls gelaufen. Anschließend deutlich gebremst, 3 Steigerungen, 5 Minuten gedehnt und locker ausgelaufen.

Am Ende 5:10 Schnitt mit 141 Puls. Keine Ahnung ob das Einbildung ist oder Euphorie oder beides, aber es war extrem locker und ich fühle mich als hätte ich eine neue Lunge. Ich konnte mich auch voll auf das Laufen konzentrieren. Sonst musste ich mich viel mehr auf die Atmung konzentrieren.

Auf den Wettkampf morgen bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.

Update: Hatte heute den besagten Wettkampf: wie fast immer etwas zu schnell losgelaufen (1. km 3:43). Mit dem Unterschied das die Lunge danach nicht zugemacht hat. Wurden dann 19:44 auf 5km (Hügelig & Schotter/Wald = Anspruchsvoll). Das ganze mit einem 181 Durchschnittspuls (normal auf 5km laufe ich 184-186). Bin super happy! Das erste Mal in meinem Leben Gesamtdritter. Die Bronchen haben danach noch eine Weile richtig gebrannt, aber wie es hier im Forum so schön heißt: der Schmerz geht vorbei, der Stolz bleibt!

Schönen Gruß

isses nich genial...

...so unbeschwert atmen zu können! Die richtig Gesuden können sich garnicht vorstellen, wie befreiend sich das anfühlt, und wie ätzend es ist, es eben NICHT zu können - soviel zu atmen wie man will.
Ich gratuliere Dir zum Erfolg und wünsch Dir weiterhin selbigen!

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