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Ich möchte gern am 16.9 einen WK laufen. da ich für diesen Plan fleissig nach RW Trainiere(10 km in 35 min) und beeindruckt bin wie sehr man doch alles verändern kann, an sich und allem.
Naja ich möchte bei diesem Wettkampf gern das optimale rausholen, optimal wäre für mich 55 Min oder ne Müh darunter.
Ich habe schon gut mit den Zwischenzeiten gespielt und ich denke wenn ich die erste hälfte mit den aus den TDL gewohnten 3:45 laufe komme ich gut hin, aber dann geht es ans Limit. Ich habe bei allen Wettkämpfen festgestellt, das sobald diese hohe HF kommt bin ich Mental nicht bereit, diese Schuld einzugehen. Ich meine im Training die 3:35 min zu laufen ist kein Ding, sind ja nur max. zwei mal hintereinander dann ist ja Pause.

Gibt es dafür eine Hilfestellung wie ich diese Kopfsache überwinden kann? Zum Trainingsweltmeister will ich auch nicht werden. Die Trainingsergebnisse deuten erstmal in eine gute Richtung, denke mal die 55 Min sind nicht unerreichbar.

Ich hatte dieses Jahr auch schon einen Wettkampf der fast optimal lief. den bin ich mit Pulsuhr gelaufen aber ich habe nach Gefühl forciert und mal ab und an auf die Uhr geguckt, habe dann als ich merkte, dass ich absacke wieder etwas Pace hoch genommen, so dass ich dann die 14 km in guten 52:30 gelaufen bin. HF-Schnitt lag glaube ich bei 187.

Wie schafft ihr es am Limit und so ein gutes Ergebnis zu erlaufen.

Ich bedanke mich für den ein oder anderen Kommentar, bzw. Hilfestellung

hm

Bei mir ist es immer anders. Bei mir gehen beim Wettbewerb schnell die Pferde durch und ich überziehe eher. Ich liege automatisch 15-20% über meiner trainingsleistung.

15 KM in 55 Min. sind ja

15 KM in 55 Min. sind ja 03:40 Min. je KM, von daher würde ich einfach ohne Pulsuhr laufen und versuchen ein gleichmäßiges Tempo von anfang an zu laufen. Du kannst ja jeden KM mit der Uhr abstoppen, so hast du immer die volle Kontrolle. Wenn die 55 Min. für dich ein realistisches Tempo sind, dann solltest du so gut durchkommen.

Als erstes würde ich ...

... beim Wettkampf den Pulsgurt mal zu Hause lassen.
Als zweites solltest du in Intervallen oder längeren Tempodauerläufen ein Tempogefühl für die geplante Wettkampfpace entwickeln. Was du nur im Wettkampf selbst lernen kannst, ist in der Wettkampfatmosphäre dann dieses Tempogefühl auch noch zu haben. Und da gilt wieder so ein schöner einfacher Spruch:
Wettkampferfahrung kommt von Wettkämpfen. ;-)
Ich denke mal es wird nicht so einfach sein bei der geplanten Pace nicht zu Beginn zu überziehen. Mit nem 3:30er bis 3:40er Schnitt solltest du bei den "normalen Volksläufen" vorne mit dabei sein und den ersten dann ziehen zu lassen, ist immer so ne schwere Entscheidung. Meist geht man doch erst mal mit und schaut wie es dann weiter läuft - obwohl da dann die ersten km auch schnell mal in ner 3:20 oder 3:25 weggehen. Da mußt du die aber noch gut laufen können, sonst wird's hart.
Wo das Limit ist, weißt du doch erst, wenn du auch mal eingebrochen bist. Dann weißt du, wo bei dir Schluß ist. Später kannst du dich dann danach richten und wirst eher das Gefühl dafür entwickeln bei welcher gefühlten Belastung (nicht Pace und nicht Puls!) du gerade knapp unter der Grenze läufst. diese gefühlte Belastung ist bei mir abhängig von Tagesform, etc. Die weiß ich beim Laufen, nicht vorher. Finde dieses Gefühl heraus. Was anderes kann ich da eigentlich nicht raten.
Viel Spaß beim Laufen der sub55. Eine sehr schöne Geschwindigkeit. Zu Beginn macht mir die auch Spaß zu laufen. Hintenraus eher weniger. ;-))
;-)

Kann mich da nur anschließen ...

... Wettkampf ohne Pulsgurt.
Du hast ja schon einige Wettkämpfe intus - insofern solltest Du das von Schalk angesprochene Belastungsgefühl eigentlich schon haben.
Das Tempogefühl für den/die 1. Kilometer eigentlich auch, Du bist es bei den Intervallen ja schon gelaufen - womöglich allerdings oft auf der Bahn und da muss ich sagen, aus meiner Erinnerung: Tempo-Gefühl auf der Bahn ist irgendwie ein arg anderes als auf der Straße. Insofern wär's nicht falsch das Wettkampf-Tempo auch mal auf kurzen TDLs auf der Straße zu trainieren.
Als Faustregel gilt ja: Ein Tempo, das man auf der halben Distanz im Training gehen kann, kann man dann auch ziemlich sicher im Wettkampf über die volle halten.
Umgekehrt: Dein geplantes 15er-WK-Tempo solltest Du bei einem 7,5km-TDL durchaus durchziehen können. Das trainiert einerseits Deine Tempohärte und schleift andererseits das WK-Tempo ein und hat auch psychologisch den Vorteil, dass man weiß, dass dieses Tempo machbar ist. Aber das hast Du wohl auch gemacht? Dann nimm daraus schonmal die Gewissheit mit, dass Du's kannst!

In Richtung psychologisch zielte aber, glaube ich, auch Deine Frage.
Namlich: wie kann ich mich im Wettkampf dazu bringen, durchzuziehen?
Was kann ich im Training dafür tun?

Mir haben in dieser Beziehung längere TDLs (11,5km) geholfen, die ich etwa alle 14 Tage gemacht habe. Die habe ich auf einer Wendepunkt-Strecke so gelaufen, dass mir nach Erreichen der Hälfte immer komplett unklar war, wie ich, in Gottes Namen, in dem Tempo (damals ca. 3:50/km) nach Hause kommen sollte. Und dann hab ich echt gefightet. Und wieder und wieder festgestellt, dass das halt dann doch klappt, obwohl man es sich in einem Moment des Laufes nicht vorstellen kann.

Dann muss man sich für den Wettkampf Strategien suchen, die man bei solchen, oben genannten, Läufen auch ausprobieren kann, wie man sich antreibt. Das dürfte aber individuell höchst unterschiedlich sein.
Bei mir waren es 2 [Edit: 3] Mechanismen:
1. sich selbst zu bescheißen, was die Distanzen angeht. Bei 'nem 10er z.B.: "Ich hab schon 3km, also nur noch popelige 2 und ich hab schon die Hälfte!"
Und so weiter, bis man nur noch den letzten KM hat, von dem man sich bereits vorher die Gewissheit einredet, da noch mal anziehen zu können.
2. Permanente Selbstanfeuerung: "Schneller!" "Nicht nachlassen!" "Knie hoch!" "Reiß Dich zusammen!" usw.
[Edit:
3. Rechnen! Meist ist man ja in der 1. Hälfte des Rennens ja doch ein kleinwenig schneller als geplant, da kann man sich schön ausrechnen wie viel Zeit man auf die "Marsch-Tabelle" schon gut gemacht, um wieviel Sekunden/km man ab nun langsamer laufen könnte und das Ziel trotzdem noch erreichen würde.
1. lenkt die Rechnerei ein wenig von der Anstrengung ab (Selbstanfeuernug zwischendrin mal nicht vergessen!), 2. ist sie natürlich ein wenig gefährlich, da man sich womöglich daraufhin etwas hängen lässt, weil man ja schon Zeit-Reserve hat aber 3. kann es einem helfen, nicht aufzustecken, wenn man im 3. Viertel dann doch einen kleinen Hänger hat (wie es oft geschieht). Dann weiß man: kein Drama, solange es nicht noch langsamer wird und am Ende werde ich wieder beschleunigen und den Hänger wieder rausholen - siehe oben.]

Bei Dir kommt noch hinzu:
Du willst den Lauf ja (wahrscheinlich knapp) gewinnen. Also wirst Du entsprechende Gegner um Dich haben und wenn ich Dich recht verstehe, motiviert Dich der Kampf "Mann gegen Mann" ja sehr. Also heißt die Devise: dranbleiben!
Und wenn Du am Ende einbrichst, einfach nicht mehr mit kannst: Pech gehabt, dann halt nicht. Dabei kommt zwar eine schlechtere Zeit raus, als Du sie wahrscheinlich mit anderer Taktik hättest laufen können aber das ist Dir ja, glaub ich, nicht so wichtig.

Also viel Erfolg
Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Mein Zeitziel ist 55 Min mit

Mein Zeitziel ist 55 Min mit evtl. Siegchancen(bei evtl. gleichen Teilnehmerfeld vorausgesetzt) und ich habe den Plan die ersten drei Runden á 2,5 km im 3:45 min Tempo zu bleiben. Wie kontrolliert ich da bleiben kann habe ich beim Utzenberglauf gemerkt, entgegen aller anderen habe ich mein Tempo für mich gelaufen. So wird es beim Spreewaldlauf auch wieder sein. ich mache mein Ding um die 3:45 Min rum und ab dann wird es dann schneller und schneller, quasi ein 7,5 km Steigerungslauf von 3:45 bis unter 3:30 Min mit 400 m Endsprint(vorausgesetzt da ist jemand zum übersprinten).

Beim Asklepioslauf habe ich gemerkt, das ich von der Taktik ehr zurückhaltend bin. Auch wenn ich könnte ich will nicht an der Spitze sein. Bin ehr der Typ der sich ne Müh zusammen reisst, vielleicht zu stark, vielleicht halte ich meine Pace zurück, könnte besser aber ich mache es nicht ,deshalb meine Frage...

Den anderen machen lassen und dann beim letzten Kilometer zubeissen, das ist meine Stärke..wenn man das so umschreiben mag. jedes Rennen ist nicht gleich, von daher ist das wohl Zufall beim Asklepioslauf gewesen, dass es so lief. Übrigens mit solch einer Taktik wird man Olymipia-Sieger über 5.000 und 10.000 m, ich liebe den Super-Mo dafür!

Ich habe viel gegoogelt, was das Thema betrifft um da paar Anregungen zu holen und ich danke für die Antworten, hat mir ein wenig weiter geholfen.
...Sich immer vorstellen wie es wohl ist, wenn man sein Ziel erreicht hat ist da was Gutes, habe ich gelesen, das mache ich auch öfters wenn das Training mal wieder hart ist, stelle ich mir vor wie ich bei dem Lauf ins Ziel komme und vielleicht gewonnen habe und vor allem was dann danach so passiert...

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Hab ich am 16.10.2012 ...

... schon was vor?
*nachdenklichamkopfkratz*
;-)
PS: Wenn an mir einer dran hängt wie ne Klette, ohne die Pace mit zu machen, würd ich das Tempo verschärfen und mich versuchen abzusetzen, und wenn er dran bleibt rausnehmen und Körner sparen. Bis nen km vor Ziel würde ich dir nicht die Pace machen. ;-)
Edit: Sicher ist in der Motivation auch ein riesiger Unterschied zwischen einer Massenveranstaltung (Berlin-M oder -HM und den kleinen Volksläufen. Bei Ersterem laufe ich mein Ding. Da sind genügend Leute schneller. Bei Letzterem läuft man mit deinem/meinem Schnitt vorn mit. Da mußt du dir überlegen, ob du ne bestimmte Zeit laufen willst, oder gewinnen. Für ne bestimmte Zeit brauchst du deine Marschroute und mußt die einhalten - egal, wer wie weit vor dir läuft. Bei Letzterem steht die Taktik im Vordergrund und dann kann die Zeit auch schon mal schlechter werden. Da muß man auch mal Verschleppen und bei km13 noch mal eine 3:20 auspacken können. Wenn du beides willst, könnte es sein, du wirst aufgerieben auf der Strecke.

na wir gucken mal, erstmal

na wir gucken mal, erstmal den Plan mit 3:45 angehen...dann gucken wo man landen könnte. So die Wettkampferfahrung habe ich ja nicht, von daher will ich bei diesem Lauf auch versuchen alles optimal abzuspulen. wir werden ja sehen wie es läuft...es ist übrigens der 16.09.12

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Sag ihm das lieber nicht

"es ist übrigens der 16.09.12"

Sag ihm das lieber nicht so genau - nachher kommt er noch und dann wird's womöglich noch schwer mit dem Gewinnen ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

kann er doch(wenn er mich

kann er doch(wenn er mich zieht), Hauptschache ich laufe meine 55 Min oder ne Müh darunter...

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Ja dann …

… wünsche ich Dir jedenfalls, dass Du 'ne µs drunter bleibst und die 0:54:59,999999 schaffst ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

;-)

... der Hinweis Spreewaldlauf reichte schon. 16.9. meinte ixh auch.
Würde ja gern kommen. weit ist es nicht. Aber so 'n schneller 15er paßt gar nicht ins Programm. Das WE ist weit und hüglig. Vielleicht gehts da auch zum Trainieren in die Berge. Mal sehen. Amdernmal gerne.
;-)

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